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6. Juli 2026Fahren ohne Führerschein dabei… ist das in Spanien wirklich ein Problem?
Viele Autofahrer verlassen das Haus, steigen ins Auto, und stellen erst unterwegs fest, dass der Führerschein noch zu Hause liegt. Aber droht deshalb in Spanien gleich eine hohe Strafe?
Zunächst muss zwischen drei völlig unterschiedlichen Situationen unterschieden werden.
Wer einen gültigen Führerschein besitzt, ihn aber lediglich vergessen hat, begeht grundsätzlich nur einen formellen Verstoß. Die Polizei kann ein Verwarnungsgeld von bis zu 100 Euro verhängen, Punkte im spanischen Punktesystem werden hierfür nicht abgezogen. Kann der Fahrer seinen Führerschein jedoch über die offizielle App miDGT vorzeigen, gilt dies innerhalb Spaniens als vollwertiger Nachweis; der digitale Führerschein hat dieselbe rechtliche Wirkung wie das Plastikkärtchen, wer die App installiert hat, erspart sich daher häufig jedes Problem.
Anders ist die Situation, wenn der Führerschein abgelaufen ist. Dann besitzt der Fahrer zwar grundsätzlich eine Fahrerlaubnis, diese ist jedoch nicht mehr gültig. Das spanische Straßenverkehrsgesetz stuft dies als schwere Ordnungswidrigkeit ein. Die Geldbuße beträgt 200 Euro, und auch in diesem Fall werden keine Punkte abgezogen. Die Lösung besteht schlicht darin, den Führerschein rechtzeitig zu verlängern.
Deutlich ernster wird es, wenn jemand fährt, obwohl er niemals eine Fahrerlaubnis erworben hat, ihm diese durch gerichtliche Entscheidung entzogen wurde oder sie wegen des vollständigen Verlustes aller Punkte ihre Gültigkeit verloren hat. Hier handelt es sich nicht mehr um eine bloße Ordnungswidrigkeit, sondern um eine Straftat nach Artikel 384 des spanischen Strafgesetzbuches. In diesen Fällen drohen je nach Einzelfall: Freiheitsstrafe von drei bis sechs Monaten, Geldstrafe von zwölf bis vierundzwanzig Monaten oder gemeinnützige Arbeit zwischen 31 und 90 Tagen. Dabei muss weder ein Unfall verursacht noch besonders gefährlich gefahren werden, denn nach der Rechtsprechung handelt es sich um ein sogenanntes abstraktes Gefährdungsdelikt: Bereits das Führen eines Kraftfahrzeuges ohne die erforderliche Fahrerlaubnis erfüllt den Straftatbestand. Wer seine Fahrerlaubnis wegen des Verlustes aller Punkte verloren hat, macht sich strafbar, wenn ihm die entsprechende Verwaltungsentscheidung ordnungsgemäß bekannt gegeben wurde und er daher wusste, dass er nicht mehr fahren durfte.
Installiert also am Besten die kostenlose App miDGT auf Eurem Smartphone. Der digitale Führerschein wird in Spanien von Polizei und Guardia Civil anerkannt und kann Euch viel Ärger ersparen, wenn Ihr das Portemonnaie einmal zu Hause vergessen habt.
Wer dagegen mit einem abgelaufenen Führerschein fährt, sollte diesen möglichst umgehend erneuern. Und wer überhaupt keine gültige Fahrerlaubnis besitzt, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern ein Strafverfahren mit erheblichen strafrechtlichen Folgen… [...]
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5. Juli 2026Historische Ereignisse …
Ein halbes Jahrhundert seit dem UFO von Gáldar.
In jener Nacht berichteten zahlreiche Menschen zwischen Gáldar, Agaete und anderen Orten des Archipels von einem seltsamen, leuchtenden Phänomen – schwer zu erklären und bis heute unvergesslich.
Ein halbes Jahrhundert später ist das sogenannte Gáldar-UFO weiterhin Teil des kollektiven Gedächtnisses der Kanarischen Inseln und bewegt sich irgendwo zwischen historischer Tatsache, Mysterium, kollektiver Vorstellungskraft, militärischer Untersuchung und Legende.
Es gibt Geschichten, die nicht vollständig aufgeklärt sein müssen, um im Stadtgespräch weiterzuleben. Der UFO-Fall von Gáldar ist eine davon.
Den bekanntesten Berichten zufolge wurde in jener Nacht ein helles Licht beobachtet, das scheinbar vom Horizont aufstieg und sich über den Himmel ausbreitete. Das Phänomen wurde nicht nur von einzelnen Anwohnern gemeldet, sondern auch von verschiedenen Orten auf den Kanarischen Inseln und von Booten aus beobachtet. Die Luftwaffe nahm die Ermittlungen auf und legte eine Akte zu der Sichtung vom 22. Juni 1976 an.
Doch was den Fall Gáldar zu einem der bekanntesten Fälle der spanischen Ufologie machte, war nicht nur das Licht am Himmel. Es waren die Aussagen von Dr. Francisco Julio Padrón und anderen Zeugen, die behaupteten, in der Nähe des Piso Firme oder des Viertels Las Rosas eine transparente Kugel mit humanoiden Gestalten im Inneren gesehen zu haben.
Im Laufe der Jahre wurden verschiedene Hypothesen aufgestellt, um das Geschehene zu erklären. Eine der am häufigsten zitierten bringt mehrere Sichtungen über den Kanarischen Inseln aus den 1970er-Jahren mit möglichen U-Boot-Raketentests in Verbindung, die seltsame Leuchterscheinungen in der Atmosphäre hervorrufen könnten. Andere Forscher und Mysterienbegeisterte argumentieren, dass der Fall Elemente enthält, die sich nur schwer mit einer herkömmlichen Erklärung vereinbaren lassen.
Zwischen rationaler Erklärung und Faszination für das Unbekannte hat das Gáldar-UFO überlebt. [...]
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4. Juli 2026Historische Ereignisse …
Gran Canarias Geschichte ist geprägt von der Kultur der Ureinwohner, der spanischen Eroberung ab dem 15. Jahrhundert und der strategischen Bedeutung der Insel als Atlantik-Drehkreuz.
Die wichtigsten historischen Meilensteine reichen von prähistorischen Stätten bis zur Entwicklung moderner Tourismuszentren:
– 500 v. Chr. – Erste Besiedlung: Die Ureinwohner der Insel stammen vermutlich von den nordafrikanischen Berbern ab.
– 2000 v. Chr. – Vulkanische Entstehung: Der letzte große Vulkanausbruch auf der Insel formte markante Naturdenkmäler wie den Pico und die Caldera de Bandama.
– 1478 – Gründung von Las Palmas de Gran Canaria: Am 24. Juni 1478 errichtete eine kastilische Flotte das Lager El Real de las Tres Palmas. Um dieses Lager entstand das heutige historische Gründungsviertel Vegueta.
– 1483 – Ende der Eroberung: Pedro de Vera gliederte die Insel endgültig in die Krone Kastiliens ein, nachdem die Ureinwohner in Gáldar besiegt wurden.
– 1492 – Kolumbus-Stopp: Auf seiner ersten Amerikareise legte Christoph Kolumbus auf Gran Canaria an. Die historische Stätte im Casa de Colón erinnert noch heute daran.
– 1595 – Abwehr britischer Angriffe: Die Inselbevölkerung unter Alonso de Alvarado wehrte erfolgreich die Invasionsversuche des britischen Admirals Francis Drake ab.
– 19. & 20. Jahrhundert – Wirtschaftlicher Aufschwung:
– 1912 erhielten die Inseln durch die Cabildos Insulares mehr Selbstverwaltung. Der Bau des Hafens Puerto de la Luz machte die Insel zu einer wichtigen Drehscheibe im internationalen Schiffsverkehr.
– 1927 – Provinz-Aufteilung: Die Kanaren wurden in zwei Provinzen aufgeteilt. Las Palmas wurde neben Santa Cruz de Tenerife zur Hauptstadt der östlichen Provinz.
– 1936 – Beginn des Bürgerkriegs: General Francisco Franco startete von den Kanarischen Inseln aus seinen Staatsstreich, der zum Spanischen Bürgerkrieg führte.
– Gegenwart (2019 bis heute): Ein Meilenstein in der jüngeren Geschichte war die Ernennung von Risco Caído und den Heiligen Bergen zum UNESCO-Weltkulturerbe (2019), welche das religiöse Erbe der Ureinwohner bewahren. [...]
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