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Klagen statt einigen … Kanzlei Perez Alonso ..!!!

am 4. Dezember 2020

Erstaunlich:

Das spanische Finanzamt will uns zwingen zu klagen, auch wenn wir das garnicht wollen oder brauchen…

📍 Jeder anständige Arzt versucht, seinen Mandanten die gefährlichsten OPs zu ersparen, und jeder anständige Anwalt versucht ebenfalls, seine Mandanten vor unsinnigen Klagen abzuraten (wenn die Erfolgschancen klein sind, oder wenn das Risiko oder die vorhersehbaren Kosten zu hoch sind, wenn der Prozess zu lange dauern könnte)… Ein guter Anwalt ist entschlossen aber auch vorsichtig, und versucht meistens, anstatt schnell Klage zu erheben, sich mit der Gegenpartei aussergerichtlich zu einigen (um den Mandanten viel Geld und Zeit, sowie das Risiko einer Niederlage zu ersparen). Seine Erfahrung bei Streitereien jeder Art sollte seinem Mandanten zugute kommen. Einige Mandanten sind nur sehr verärgert mit der Gegenpartei, können nicht mehr klar denken, und wollen sowas nicht akzeptieren, die wollen „es dem anderen zeigen“; man muss sich deshalb manchmal bedonders anstrengen um Ihnen zu helfen, ihre gewaltigen Emotionen zu beherrschen, den Fall nüchtern zu betrachten, und doch die richtige Entscheidung zu treffen. Die meisten Mandanten von mir wollen es eigentlich auch so, sobald sie verstehen, dass ihr Anwalt immer nur das Beste für seine Mandanten vorschlagen will.
Klar mag ich es, vor Gericht zu klagen, sonst wäre ich kein Anwalt geworden (ein Prozess ist manchmal einem komplizierten grossartigen Theaterstück erstaunlich ähnlich, und je schwieriger der Fall, desto interessanter und spannender finde ich ihn!). Jeder Erfolg vor Gericht freut mich sehr (Adrenalinschub!), aber man darf keineswegs davon abhängig oder streitsüchtig werden: ich bin in der Tat viel zufriedener und beruhigt, wenn ich eine Lösung finde ohne Klage. Ein Kompromiss bedeutet zwar immer, auf etwas zu verzichten, um eine für beide Parteien annehmbare Lösung zu finden, und deshalb ist dann meistens keine der Parteien erstmal komplett glücklich damit. Der Erfolg ist unscheinbarer und manchmal schmerzhaft, aber … meine Mandanten sind dann auf die Dauer (wie ich) viel zufriedener wenn sie sich einen Prozess mit einer aussergerichtlichen Einigung ersparten…
📍 Das spanische Finanzamt behauptet, dass Entschädigungen die man „aussergerichtlich“ erhält wegen Unfällen mit körperlichen oder psychologischen Schäden nicht steuerfrei sind. Nur wenn ein Richter sie innerhalb eines Gerichtsprozesses feststellt oder bestätigt sind sie dann doch steuerfrei, sagt das FA.
In manchen Fällen betragen diese Entschädigungen sehr, sehr erhebliche Summen (z.B. bei Autounfällen wo jemand stirbt oder gelähmt bleibt), und oft ist eine Versicherung diejenigen die ohne Prozess zahlt… Soll wirklich z.B. eine Entschädigung an einen Schwerbehinderten, die von einer Autoversicherung bezahlt wird, von ihm als „Einkommen“ besteuert werden müssen? Ernsthaft?
Was für eine miserable und dumme Frechheit… Wollt Ihr wirklich die Leute zwingen zu klagen, wenn man sich auch ohne Prozess einigen kann? Wollt Ihr uns Bürger zwingen, unötig zu klagen (oder sogar einen Prozess zu simulieren wie viele es oft bei Kündigungen machen, damit die legalen Entschädigungen an die entlassenen Angestellten steuerfrei bleiben)?

 


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