„Kanaren fordern von Spanien schnelle Antwort zur Sicherung des kostenlosen Nahverkehrs …
Die kanarische Regierung drängt das spanische Verkehrsministerium auf eine zügige Entscheidung, um die kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs auf den Inseln dauerhaft zu gewährleisten. Verzögerungen bei der endgültigen Genehmigung einer wichtigen Verordnung sorgen für Unsicherheit und könnten die Finanzierung der Maßnahme gefährden.
Verzögerte Genehmigung sorgt für Unruhe
Die Direktion für Verkehr und Mobilität der Kanaren, unter Leitung von María Fernández, hat das Ministerium für Verkehr und nachhaltige Mobilität aufgefordert, die Verordnung zur Rechtfertigung und Abrechnung der Fördermittel schnellstmöglich abzuschließen. Die Verzögerung behindert den ordnungsgemäßen Abschluss des Verwaltungsverfahrens und gefährdet die rechtliche Sicherheit einer sozialen Errungenschaft für die Bürgerinnen und Bürger.
Fernández betont, dass die kostenlose Nutzung des öffentlichen Verkehrs auf den Kanaren einen enormen sozialen Einfluss habe. „Wir dürfen nicht zulassen, dass administrative Hürden die finanzielle Stabilität und die Verwaltungskapazitäten der Inselräte gefährden“, so die Direktorin. Die Kanaren hätten stets auf institutionelle Zusammenarbeit gesetzt, bräuchten aber nun klare rechtliche und administrative Rahmenbedingungen, um das Verfahren fristgerecht abzuschließen.
Komplexes Modell erschwert Umsetzung
Die kanarische Regierung weist darauf hin, dass die neue staatliche Verordnung zusätzliche Anforderungen enthält, die in der ursprünglichen Genehmigung vom Dezember 2025 nicht vorgesehen waren. Dies führt zu administrativen Unsicherheiten, da die sieben Inselräte als dezentrale Träger des Nahverkehrs die Dokumente aus verschiedenen Verwaltungen und Verkehrsunternehmen koordinieren müssen. Dieses komplexe Modell erhöht den Verwaltungsaufwand im Vergleich zu anderen Regionen Spaniens deutlich.
Fernández warnt, dass die derzeitige Unsicherheit die Fristen zur Abrechnung der Fördermittel gefährdet. Die Frist endet am 30. September 2026 und überschneidet sich mit weiteren staatlichen Verfahren zum öffentlichen Verkehr. Die kanarische Regierung fordert daher, die endgültige Verordnung spätestens bis zum 31. Mai 2026 zu verabschieden, um finanzielle Risiken zu vermeiden.
Finanzielle Belastung der Inselräte wächst
Die Direktorin hebt hervor, dass die Inselräte bereits erhebliche finanzielle Lasten tragen, indem sie eigene Mittel vorstrecken, während die staatlichen Mittel noch nicht freigegeben sind. Für das Jahr 2025 fehlen bisher 42 Millionen Euro an staatlichen Mitteln, und auch für 2026 sind noch keine Gelder bereitgestellt. In vielen Fällen übersteigen die Kosten die geplanten Förderungen.
Fernández unterstreicht, dass die kostenlose Nutzung des öffentlichen Verkehrs von tausenden Menschen täglich genutzt wird und ein großer Erfolg ist. Ziel sei es, die Maßnahme stabil und sicher für alle beteiligten Verwaltungen fortzuführen. Die kanarische Regierung bekräftigt ihre Bereitschaft zur loyalen Zusammenarbeit mit dem Ministerium und fordert eine schnelle Lösung des Verfahrens, um die Kontinuität des Systems zu sichern.“ (Übersetzt mit DeepL)


