Titel wird geladen . . .

LIVETICKER … CORONAVIRUS bei RPV Gran Canaria ..!!!

am 28. März 2020

LIVETICKER … CORONAVIRUS … Weltweit

Wichtiges vorab …

Wir wollen keine Panik verbreiten und auch keine Sensationslust befriedigen …

Wir wollen lediglich informieren ..!!!

Die Hauptquellen dieser Berichte sind die DPA (Deutsche Presse Argentur) & bild.de …

Lokalnachrichten von und über die kanarischen Inseln finden Sie       >>>  HIER  <<<

Die Uhrzeiten sind MEZ – Mitteleuropäische Zeit ..!!!

————————————————————————————————————————————

 

 

Die aktuellen Zahlen in Deutschland

Deutlich mehr als 50 000 Infizierte und fast 400 Tote – die aktuelle Corona-Statistik aus Deutschland.

 

 

16-Jährige ist Europas

jüngstes Corona-Opfer ..!!!

 


 Live-Ticker:

 

28.03.2020 23.10 Uhr

Baerbock fordert „Pandemiewirtschaft“

Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock (39) fordert, die Produktion von ärztlichem Gerät und medizinischer Ausrüstung in Deutschland unter staatlicher Regie hochzufahren. Der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ schrieb sie, entsprechende Anstrengungen müssten „im Sinne einer Pandemiewirtschaft“ gebündelt werden.

Die Hersteller von Beatmungsgeräten zum Beispiel seien „bereit, die Produktion bis ans Maximum hochzufahren“. Die Bundesregierung müsse ihnen aber auch für eine bestimmte Menge „die Abnahme garantieren“. Außerdem müssten die Geräte sinnvoll verteilt werden, da nicht alle Krankenhäuser genügend geschultes Personal hätten. Das Bundesgesundheitsministerium müsse hier „eine koordinierende Rolle übernehmen“.

Wowereits Mann stirbt nach Corona-Infektion

Klaus Wowereit, früherer Regierender Bürgermeister von Berlin, trauert um seinen Partner Jörn Kubicki. Wie BILD am SONNTAG aus dem Freundeskreis des Paares erfuhr, starb Kubicki nach einer Corona-Infektion. Zuvor hatte er an einer jahrelangen Lungenerkrankung gelitten. Infolge der Infektion starb Kubicki an Herzversagen.

US-Waffenlobby will Waffenläden nicht schließen

Die mächtige Waffenlobbyorganisation NRA wehrt sich gegen die Schließung von Waffenläden im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Kalifornien. Gemeinsam mit anderen Waffenbefürwortern reichte die NRA am Freitag bei einem Gericht Klage unter anderem gegen den Gouverneur des Bundesstaates, Gavin Newsom, ein. Die Kläger argumentieren, dass es sich bei Waffengeschäften um lebenswichtige Geschäfte handele, die auch in Zeiten der Krise geöffnet bleiben müssten. In der Klageschrift heißt es: „Den Zugang zu Waffen zu unterbinden, versperrt zwangsläufig das Verfassungsrecht auf (Besitz) dieser Waffen.“ In den USA hatte die Ausbreitung des Coronavirus zu einem Ansturm auf Waffen und Munition geführt.

Till Lindemann meldet sich nach Nacht auf Intensivstation

Nachdem Rammstein-Frontmann Till Lindemann (57) mit dem Verdacht auf Corona eine Nacht auf der Intensivstation verbringen musste, meldet er sich jetzt bei seinen Fans zurück: „Das Virus, das mich erobern will, ist noch nicht erschaffen“, schrieb der Musiker am Samstagabend auf Englisch in der Story seines Instagram-Accounts. Zuvor war Lindemann negativ auf das Coronavirus getestet worden.

Spanien verschärft Ausgangsbeschränkungen

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat im Kampf gegen das Coronavirus eine weitere Verschärfung der bereits seit zwei Wochen geltenden Ausgangsbeschränkungen angekündigt. Ab Montag sollen aller Arbeitnehmer, die keine unbedingt notwendigen Arbeiten verrichten, zwei Wochen lang zu Hause bleiben, erklärte der Regierungschef am Samstagabend in einer Fernsehansprache. Welche Sektoren genau gemeint sind, sagte er nicht. Das Gehalt werde den Betroffenen in dieser Zeit weiter gezahlt, die nicht geleisteten Arbeitsstunden könnten sie später schrittweise nachholen.

Trump schickt Lazarettschiff nach New York

US-Präsident Donald Trump hat am Samstag in Virginia das Lazarettschiff „Comfort“ verabschiedet. Es lief in Richtung New York aus und soll dort am Montag eintreffen. Die Stadt ist in den USA bislang am schlimmsten vom Coronavirus betroffen.

Roboter sorgt für Mindestabstand in Supermarkt

Ein kleiner Roboter hilft Kunden eines Edeka-Marktes in Lindlar (NRW), untereinander auf Abstand zu bleiben und sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. „Pepper“, der eigentlich ein Pflegeroboter ist, steht seit Mittwoch im Kassenbereich der Filiale und schwört Einkaufende mit elektronischer Stimme auf die Schutzmaßnahmen ein. Außerdem wirbt er für Rücksichtnahme und Solidarität untereinander und rät von Hamsterkäufen ab.

1. Toter in Sri Lanka – er hatte Kontakt mit Deutschen

In Sri Lanka hat es den ersten Corona-Toten gegeben. Der 60-jährige Touristenführer habe an Diabetes gelitten und eine Nierentransplantation gehabt, teilte der Direktor der nationalen Gesundheitsbehörde am Samstag mit. Nach Angaben der Polizei war der Mann in ein Krankenhaus gebracht worden, nachdem er vor zwei Wochen mit deutschen Touristen gearbeitet habe. Ob er sich dabei ansteckte, blieb unklar. Auch zu den Deutschen gab es zunächst keine näheren Angaben.

Trump: „Hotspot“ New York vor Abschottung

Die US-Regierung erwägt nach Aussage von Präsident Donald Trump, New York und andere besonders betroffene Landesteile abzuschotten. Er erklärte am Samstag: „Einige Leute würden New York gerne unter Quarantäne gestellt sehen, weil es ein Hotspot ist.“ Er spezifizierte, dass es bei den Überlegungen um Reisebeschränkungen für Bewohner von Regionen gehe, in denen sich besonders viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Neben New York werde auch über New Jersey und gewisse Teile von Connecticut nachgedacht, sagte Trump. Viele New Yorker würden derzeit nach Florida reisen. „Das wollen wir nicht“, sagte Trump. Mit Blick auf mögliche Einschränkungen der Bewegungsfreiheit sagte Trump: „Ich würde es lieber nicht tun, aber vielleicht brauchen wir es.“

Inzwischen mehr als 10 000 Tote in Italien

In Italien gibt es nach offiziellen Angaben inzwischen mehr als 10 000 Tote durch das Coronavirus. Der Zivilschutz meldete am Samstag 889 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10 023.

Berlin: Polizei scheucht Menschen aus Treptower Park

Die Berliner Polizei hat am Samstag eine größere Menschenansammlung im Treptower Park aufgelöst. Viele Menschen hatte sich auch in größeren Gruppen auf den Wiesen des beliebten Parks am Spreeufer aufgehalten.

Zwölf tote Patienten in Wolfsburger Pflegeheim

In einem Pflegeheim im niedersächsischen Wolfsburg sind mittlerweile zwölf Patienten an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Die Heimleitung trennt deshalb nun weitere infizierte Bewohner von den Gesunden. Von etwa 165 Bewohnern seien derzeit 72 infiziert, sagte der Leiter des Wolfsburger Gesundheitsamts, Friedrich Habermann, am Samstag. Die zwölf Bewohner waren innerhalb von nur wenigen Tagen gestorben. Heimleiter Torsten Juch erklärte: „Den ersten Toten hatten wir am Montag zu beklagen.“ Die niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) äußerte sich bestürzt: „Es sind schreckliche Nachrichten über eine hohe Zahl von Todesfällen in einem Pflegeheim, die uns aus Wolfsburg erreichen“. Sie sprach den Angehörigen, Freunden und Bekannten ihr Mitgefühl aus.

Mann drohte Krankenhauspersonal mit Ansteckung

Dramatische Szenen in einem Krankenhaus in Bayern: Ein mit dem Coronavirus infizierter Mann hat dort damit gedroht, das Krankenhauspersonal anzustecken! Der Mann habe sich von seiner ebenfalls schwer an Covid-19 erkrankten Ehefrau verabschieden wollen, teilte die Polizei am Samstag mit. Als ihn das Krankenhauspersonal im Landkreis Main-Spessart in der Nacht auf Samstag aufforderte, das Krankenhaus zu verlassen, weigerte er sich laut Polizei und bedrohte Personal. Den erwachsenen Kindern des Paares gelang es schließlich, den 62-Jährigen zum Gehen zu bewegen. Dabei entschuldigte er sich beim gesamten Krankenhauspersonal für sein Verhalten.

So funktionieren die Corona-Hilfsmaßnahmen

Was tun, wenn ich meine Miete nicht zahlen kann? Wie ist mein Unternehmen geschützt, wenn Einnahmen wegfallen? Wie werden die Krankenhäuser entlastet? Eine Übersicht der Hilfsmaßnahmen.

Vier Millionen Schutzmasken aus China

Für Europas Kampf gegen die Pandemie ist am Samstag ein Flugzeug mit rund vier Millionen Schutzmasken im spanischen Getafe in der Nähe von Madrid gelandet. Das Material soll in Spanien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien verteilt werden, wie der Luftfahrtkonzern Airbus mitteilte. Bereits in den vergangenen Tagen habe das Unternehmen Flüge zwischen Europa und China organisiert, um zahlreiche europäische Krankenhäuser mit Masken auszurüsten, hieß es.

Polizei löst mehrere Feiern auf

In Halberstadt (Sachsen-Anhalt) hat die Polizei mehrere verbotene Partys aufgelöst:

► Auf einem Parkplatz trafen Beamte am Freitagabend fünf Leute, die trotz des weitreichenden Kontaktverbots wegen des Coronavirus grillten und Alkohol tranken. Platzverweise, Strafanzeigen!

► In einer Wohnung lösten Polizisten außerdem eine Feier mit neun Personen auf, die in einem Wohnzimmer eng beieinander saßen. „Die Personen bagatellisierten die Hinweise des Beamten und zeigten sich uneinsichtig“, schilderte die Polizei. Es gab neun Strafanzeigen und Platzverweise.

► Am frühen Samstagmorgen wurde eine Party mit sieben Leuten beendet. Laut Polizei gab der Wohnungsinhaber an, dass die meisten Gäste bereits gegangen seien. Weil die Beamten Stimmen hörten, gingen sie jedoch in die Wohnung und trafen dort sechs weitere Gäste. In diesem Fall wurde sieben Strafanzeigen gefertigt.

Amtsarzt: Berlins Infektionszahlen sind unterschätzt

Der Reinickendorfer Amtsarzt Patrick Larscheid hält die aktuellen Infektionszahlen in der Coronavirus-Pandemie für die Hauptstadt für unterschätzt.

„Der Fallzahlanstieg kann ja nur so groß sein wie die Testkapazität ist“, sagte er. „Das ist der Knackpunkt. Die Tests in Berlin sind weiter auf 2000 am Tag limitiert. Der Bedarf geht aber darüber hinaus.“ Für eine Abschätzung, ob Schutzmaßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen wirkten, ist es nach Larscheids Meinung allein wegen dieser unsicheren Datenlage noch viel zu früh.

In Berlin waren mit Stand vom Freitagabend offiziell 2152 bestätigte Coronavirus-Infektionen registriert – darunter acht Todesfälle. 261 Covid-19-Patienten wurden im Krankenhaus behandelt, davon 53 Menschen auf einer Intensivstation. 645 Erkrankte seien wieder genesen.

Weltweit jetzt mehr als 600 000 Corona-Infektionen

Die renommierte Johns-Hopkins-Universität beziffert die Zahl der nachweislich mit Corona Infizierten aktuell mit weltweit 614 884.

Mehr als 28 600 Menschen starben in Folge oder an der Lungenkrankheit Covid-19, die das Virus auslösen kann. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.

Südafrika: Polizei schießt mit Gummimunition auf Supermarkt-Drängler

Südafrikanische Polizisten haben mit Gummimantelmunition auf Menschen gefeuert, die sich trotz der Corona-Sicherheitsvorschriften vor einem Supermarkt drängelten.

Ein AFP-Fotograf beobachtete, wie rund 200 bis 300 Menschen am Samstagmorgen vor einem Geschäft im Johannesburger Stadtteil Yeoville Schlange standen. Im Kampf um ihren Platz in der Menge hielten viele dabei den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand nicht ein.

Daraufhin fuhren zehn Streifenwagen der Polizei vor, die Beamten schossen mit Gummimunition in Richtung der Menschen. In der Menge brach Durcheinander aus, flüchtende Menschen rannten einander um, eine Frau mit Baby auf dem Rücken stürzte zu Boden.

Handel fordert: Mundschutz für Supermarktkunden

In der Corona-Krise ruft der Einzelhandel in Berlin und Brandenburg die Kunden von Supermärkten dazu auf, beim Einkaufen einen Mundschutz zu tragen. „Je mehr Leute ihn freiwillig tragen, desto mehr schützen sie andere“, sagte Verbands-Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen. „Wir freuen uns auch über ein Lächeln hinterm Mundschutz.“

Für immer mehr Verkäufer gebe es Plexiglas-Scheiben über den Kassen zum Schutz vor möglichen Infektionen, erklärte der Branchenvertreter. Zudem regelten Händler den Zugang zu ihren Geschäften, etwa über die Zahl der Einkaufswagen. Dann würden nur Kunden mit Wagen eingelassen.

BA sieht sich für Kurzarbeiter-Ansturm gerüstet

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hält sich in der Corona-Krise für finanziell ausreichend gewappnet, um den Ansturm beim Kurzarbeitergeld zu bewältigen. Es sei absehbar, dass die Zahl der Kurzarbeiter weit höher ausfallen werde als während großen Finanzkrise der Jahre 2008/2009, sagte BA-Vorstandsvorsitzender Detlef Scheele.

Damals waren in der Spitze in Deutschland 1,44 Millionen Menschen auf Kurzarbeit angewiesen. Die Bundesregierung legte vor einigen Tagen die Schätzung von 2,15 Millionen Kurzarbeitern in der Corona-Krise vor. Ob diese Schätzung richtig sei, könne derzeit niemand sagen, betonte Scheele. „Wir gehen davon aus, dass es deutlich mehr werden als zur Finanzkrise.“ Allein in der vergangenen Woche waren bei der Bundesagentur mehr als 76 000 Anzeigen von Betrieben für Kurzarbeit eingegangen.

 

Bundeswehr fliegt Patienten aus Bergamo aus

Ein Medevac-Airbus der Bundeswehr ist am Morgen von Köln in Richtung Bergamo gestartet, um sechs italienische Covid-19-Patienten nach Deutschland auszufliegen.

„In Zeiten größter Not ist es selbstverständlich, dass wir unseren Freunden zur Seite stehen“, sagt Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. „Deshalb holen wir mit unserer fliegenden Intensivstation jetzt Schwerstkranke aus Italien zur Behandlung nach Deutschland. Das ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Europa muss zusammenhalten.“ Die Luftwaffen-Maschine wird gegen Mittag zurück in Köln erwartet. Von dort sollen sollen die Kranken auf zivile Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen verteilt werden

 

Coronavirus: 54 weitere „importierte“ Fälle in China

In China ist die Zahl „importierter Fälle“ mit dem Coronavirus erneut gestiegen.

Wie die Pekinger Gesundheitskommission mitteilte, wurden 54 weitere Erkrankungen bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist waren. Insgesamt zählt China damit bereits mehr als 600 solcher Fälle. Darüber hinaus starben drei weitere Menschen an Covid-19. Bisher hat China insgesamt 81 394 Coronavirusinfektionen gemeldet, darunter 3295 Todesfälle und 74 971 geheilte Patienten.

Italien jetzt mit mehr Corona-Infizierten als China

Es ist eine traurige Rangfolge: Nach den USA hat jetzt auch Italien China bei der Zahl der bestätigten Corona-Infektionen überholt. 86 468 Erkrankungen wurden laut Johns Hopkins University bei unseren europäischen Nachbarn gemeldet, davon 9134 Tote. China liegt demnach bei 81 946 Infektionen und 3299 Todesopfern.

USA: So viele neue Fälle wie nie an einem Tag

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in den USA ist am Freitag so stark gestiegen wie noch nie zuvor an einem Tag. Die Behörden meldeten rund 18 000 neue Erkrankungen. Damit wuchs die Zahl der bekannten Ansteckungen auf mehr 103 000. Kein anderes Land hat mehr Fälle.

Nach Quarantäne in Australien: Tom Hanks zurück in USA

Nach seiner zweiwöchigen Covid-19-Quarantäne in Australien ist das Schauspieler-Ehepaar Tom Hanks (63) und Rita Wilson (63) zurück in den USA.

Das Promiportal TMZ und die „New York Post“ berichten, die beiden seien per Privatjet in Los Angeles angekommen – und könnten nicht glücklicher aussehen. Laut „New York Post“ kniete der Oscar-Preisträger („Philadelphia“) auf der Landebahn des Flughafens nieder und tanzte anschließend. Vor gut zwei Wochen hatten Hanks und Wilson als erstes Promi-Paar ihre Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus bekanntgegeben. Zunächst aus einem Krankenhaus in Australien und später aus der Selbstisolierung in ihrem Haus meldete sich das Paar mehrmals mit Updates über seinen Zustand

Corona-Bonds: Macron fordert mehr Solidarität

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (42) hat in der Debatte über „Corona-Bonds“ mehr europäische Solidarität angemahnt und indirekt die Bundesregierung kritisiert.

Macron im Interview mit den italienische Zeitungen „Corriere de la Serra“, „La Stampa“ und „La Repubblica“: „Wir werden diese Krise nicht ohne eine starke europäische Solidarität in Bezug auf Gesundheits- und Haushaltsfragen überwinden.“ Neun EU-Länder, unter ihnen Frankreich und Italien, hatten am Mittwoch in einem Schreiben an EU-Ratspräsident Charles Michel (44) ein „gemeinsames Schuldeninstrument“ zur Bekämpfung der Corona-Krise gefordert. Die EU müsse gemeinsam handeln, um die Kosten dieser schweren Krise zu schulten, sagte Macron. Trotz der „Zurückhaltung“ Deutschlands und anderer Länder „müssen wir diesen Kampf fortführen“.

Deutschland stemmt sich seit Jahren gegen Forderungen nach Eurobonds zur Vergemeinschaftung von Schulden.

Irland verhängt Ausgangssperre

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie ist in Irland in der Nacht zum Samstag eine Ausgangssperre in Kraft getreten. Regierungschef Leo Varadkar (41): „Jeder muss zu Hause bleiben, unter allen Umständen.“ Die Regelung gilt bis zum 12. April.

Die Iren dürfen demnach nur noch in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen, etwa zum Arbeiten, für Arztbesuche oder für Lebensmitteleinkäufe. Auch sportliche Betätigung an der frischen Luft in der Nähe der eigenen Wohnung ist gestattet. Treffen außerhalb der Familie sind hingegen verboten. „Dies sind radikale Maßnahmen, die darauf abzielen, so viele Leben wir möglich zu retten“, so Varadkar. Um dieses Ziel zu erreichen, müsse jeder vorübergehend auf seine persönlichen Freiheiten verzichten.

In Irland haben sich nach offiziellen Angaben 2121 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. 22 Menschen starben an der von dem Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

 

Corona-Schnelltest in den USA genehmigt

Der US-Pharmakonzern Abbott Laboratories hat nach eigenen Angaben in den USA die Marktzulassung für einen Coronavirus-Schnelltest erhalten.

Der Test liefere Ergebnisse in höchstens 13 Minuten und könne in Arztpraxen, Testzentren oder Krankenhäusern eingesetzt werden, teilt Abbott mit. Der Vertrieb solle kommende Woche starten, eine Produktion von 50 000 Tests pro Tag werde angestrebt. Die FDA hat im Schnellverfahren bereits mehrere Tests zugelassen, darunter auch einen der Schweizer Firma Roche. Die USA haben inzwischen weltweit die höchste Zahl an Corona-Infektionen. Der Bedarf an Tests konnte vielerorts nicht gedeckt werden.

 

Nächste Woche US-Gespräche über Lockerung von Corona-Maßnahmen

US-Präsident Donald Trump (73) will Anfang kommender Woche mit seinen Experten Gespräche zur möglichen Lockerung der restriktiven Richtlinien im Kampf gegen das Coronavirus führen. Die US-Wirtschaft sollte „sobald wie möglich“ wieder offen für Geschäfte sein, sagte Trump im Weißen Haus. Dies müsse allerdings auch „sicher“ sein, sagte Trump. „Priorität haben Leben und Sicherheit, dann die Wirtschaft.“

Anders als noch Anfang der Woche wollte sich Trump nicht auf ein genaues Datum festlegen. Er hoffe, es werde nicht Monate dauern, sagte Trump. „Ich hoffe, es verschwindet schneller“, sagte er mit Blick auf das Virus. Am Dienstag hatte er noch gesagt, er wolle die weitgehende Stilllegung des Landes bis Ostern aufgehoben sehen. Die auch von den Bundesstaaten verhängten Beschränkungen des öffentlichen Lebens lassen einen Einbruch der US-Wirtschaft befürchten.

Kanzleramtschef: Maßnahmen bleiben bis 20. April bestehen

Kanzleramtschef Helge Braun (47) hat klargestellt, dass es in der Corona-Pandemie vor dem 20. April keine Lockerungen der bestehenden Einschränkungen geben werde. Der CDU-Politiker zum „Tagesspiegel“: „Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen. Bis dahin bleiben alle Maßnahmen bestehen.“

Ältere Menschen müssten noch deutlich länger als Jüngere mit Kontakteinschränkungen rechnen. Braun: „Eines ist allen Modellen gemein, egal, wie wir uns entscheiden: dass die älteren und vorerkrankten Menschen in unserer Gesellschaft wirksam vor einer Infektion geschützt werden müssen, bis es einen Impfstoff gibt.“

China meldet 54 neue Fälle und drei weitere Todesopfer

In China ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen nach Angaben der Gesundheitsbehörden um 54 auf 81 394 gestiegen. Einen Tag zuvor waren 55 neue Fälle gemeldet worden. Die Zahl der Todesopfer stieg zuletzt um drei auf 3295.

China beendet Isolation von Millionenstadt Wuhan

Die Isolation der Millionenmetropole Wuhan, die als Ausgangspunkt der Coronavirus-Pandemie gilt, ist am Samstag (Ortszeit) beendet worden. Die Einreise in die Hauptstadt der Provinz Hubei ist wieder erlaubt, während das Ausreiseverbot noch bis zum 8. April gilt. Der U-Bahnverkehr rollt wieder an und die ersten Einkaufszentren werden in der kommenden Woche wieder öffnen.

In den vergangenen Tagen waren bereits die Banken in Wuhan wiedereröffnet worden und auch die Linienbusse in der Stadt nahmen ihren Betrieb auf. Die Bewohner sind aber weiterhin aufgerufen, keine unnötigen Fahrten anzutreten und ältere Menschen sollen den Nahverkehr meiden. Die Abriegelung der Provinz Hubei war bereits am Dienstag weitgehend aufgehoben worden.

Die Behörden hatten das knapp 60 Millionen Einwohner zählende Hubei zwei Monate lang von der Außenwelt abgeschottet. In den vergangenen Wochen waren die offiziellen Zahlen der Neuinfektionen innerhalb der Provinz deutlich zurückgegangen. Insgesamt wurden in China den offiziellen Zahlen zufolge mehr als 81 000 Erkrankungen mit dem Coronavirus bestätigt, ein Großteil davon in Wuhan, wo sich mehr als 50 000 Menschen infizierten. Rund 3300 Patienten starben landesweit.

Brasilien lässt Ausländer nicht mehr per Flugzeug rein

Brasilien verschärft im Kampf gegen die Corona-Krise die Einreiseregeln. Ausländer ohne Wohnsitz in Brasilien dürften nicht mehr per Flugzeug einreisen, teilt das Justizministerium mit. Das Verbot gelte ab Montag für 30 Tage.

Pariser Eiffelturm dankt Helfern mit „Merci“

Aus Solidarität mit den Helferinnen und Helfern im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist der Eiffelturm in Paris am Freitagabend erstmals mit besonderem Licht und dem Schriftzug „Merci“ (Danke) erstrahlt.

Künftig soll immer um 20 Uhr das Wort „Merci“ an das Pariser Wahrzeichen projiziert werden, teilte die Stadt Paris am Freitag mit. Von 20.30 bis 23 Uhr werde der Turm die Pariserinnen und Pariser daran erinnern, zu Hause zu bleiben. Abwechselnd sollen auf dem Turm die Worte „Restez chez vous“ und „Stay at Home“ (Bleibt zu Hause) zu lesen sein. Zuletzt hatte der Eiffelturm aus Dank für das Krankenhauspersonal abends schon länger geglitzert als gewöhnlich.

Angst vor Corona in Flüchtlingslagern: Athen fordert EU-Hilfe

Angesichts der Gefahr eines Coronavirus-Ausbruchs in den völlig überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland drängt die Regierung in Athen auf Unterstützung durch die Europäische Union. Infektionen in den Lagern „könnten dramatische Folgen haben“, warnte am Freitag Vize-Migrationsminister Giorgos Koumoutsakos (58) nach Angaben seines Büros in einer Telefonkonferenz mit Amtskollegen aus anderen EU-Staaten. „Es ist unbedingt nötig, so schnell wie möglich zu handeln, um dies zu verhindern.“

Athen benötige „dringend europäische Unterstützung, um diese Herausforderung zu meistern“, sagte Koumoutsakos. Nach Angaben aus seinem Ministerium sind derzeit verschiedene Hilfsmöglichkeiten im Gespräch. Unter anderem gehe es um finanzielle Nothilfen zum Kauf von medizinischem Material und zur Verbesserung der sanitären Einrichtungen in den Lagern.

Die Zustände in den Flüchtlingslagern auf den Inseln Lesbos, Samos, Chios, Leros und Kos gelten seit langem als untragbar. Rund 42 000 Menschen sind dort in Unterkünften untergebracht, die eigentlich nur für 6000 Bewohner ausgelegt sind.

Erstes Corona-Todesopfer in Jordanien

Die Coronavirus-Pandemie hat einem Medienbericht zufolge ein erstes Todesopfer in Jordanien gefordert. Die staatliche Nachrichtenagentur berichtet, dass es sich bei der toten Person um eine ältere Frau handele. Ingesamt sind laut dem Gesundheitsministerium des Landes 235 Menschen mit dem Virus infiziert.

Trump verspricht Produktion von 100 000 Beatmungsgeräten

Innerhalb der nächsten 100 Tage sollen US-Präsident Donald Trump (73) zufolge durch Ankauf oder zusätzliche Produktion amerikanischer Firmen zusätzlich 100 000 Beatmungsgeräte beschafft werden. Das entspreche der dreifachen US-Produktion eines normalen Jahres, sagte Trump im Weißen Haus. „Wir werden viele Beatmungsgeräte produzieren“, erklärte Trump.

Es sei gut möglich, dass die USA nicht so viele Geräte brauchen würden, sagte Trump. In diesem Fall könnten die Maschinen etwa an Großbritannien und Italien weitergeben werden, sagte Trump. Ob eine derartige Ausweitung der Produktion tatsächlich so kurzfristig möglich sein wird, ist unklar. Die Geräte werden in Krankenhäusern derzeit in großer Zahl gebraucht, um an der Lungenkrankheit Covid-19 leidende Patienten zu versorgen.

Kurz zuvor hatte Trump ein ursprünglich für Kriegszeiten gedachtes Gesetz angewendet, um den Autohersteller General Motors (GM) angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 zur Produktion von Beatmungsgeräten zu zwingen. GM habe Zeit verschwendet und sein Versprechen, für das Land 40 000 Geräte zu produzieren, nicht erfüllt, erklärte Trump.

Immer weniger Buchungen! Airbnb stellt Marketing ein

Die amerikanische Zimmervermittlungs-Plattform Airbnb stellt einem Medienbericht zufolge sämtliche Marktingaktivitäten ein.

Zudem sollen ein Großteil der Neueinstellungen gestoppt und Bonuszahlungen für Mitarbeiter zurückgehalten werden, berichtet das Portal „The Information“ unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Airbnb wolle angesichts eines Rückgangs bei den Buchungen Barreserven bewahren.

Trump ermächtigt zur Einberufung von Reservisten

Wegen der Corona-Krise hat US-Präsident Donald Trump (73) Verteidigungsminister Mark Esper (55) zur Einberufung von Reservisten ermächtigt. Das geht aus einer Verordnung Trumps hervor, die das Weiße Haus am Freitagabend (Ortszeit) veröffentlichte.

In einem Schreiben an die Vorsitzenden der beiden Parlamentskammern im Kongress hieß es, damit sollten bereits aktive Kräfte in der Reaktion auf die Corona-Krise unterstützt werden. Der amtierende Heimatschutzminister Chad Wolf wurde autorisiert, Reservisten der Küstenwache zum aktiven Dienst einzuberufen. Die Küstenwache untersteht dem Heimatschutz-, nicht dem Verteidigungsministerium.

Trump sagte bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, mit der Verordnung könnte beispielsweise medizinisches Personal aus der Reserve mobilisiert werden. Der frühere US-Präsident Barack Obama (58) hatte die Minister für Verteidigung und Heimatschutz 2014 während der Ebola-Krise 2014 zur Einberufung von Reservisten autorisiert.

Acht weitere Tote in Wolfsburg

In Wolfsburg sind acht weitere Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das teilte der Sprecher der Stadt mit. Demnach handelt es sich um sechs Frauen und zwei Männer zwischen 76 und 100 Jahren.

Insgesamt gab es in Wolfsburg bisher zehn Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Das Gesundheitsamt Wolfsburg zählte am Freitag 98 Menschen, die mit Sars-CoV-2 infiziert sind.

Rating-Agentur Fitch stuft Großbritannien herab

Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Großbritanniens wegen der Coronavirus-Pandemie herabgestuft.

Die Bewertung werde auf „AA-“ von zuvor „AA“ gekappt, teilen die Bonitätswächter mit. Der Ausblick sei negativ. Die Herabstufung spiegele die deutliche Schwächung der öffentlichen Finanzen durch die Auswirkungen der Ausbreitung der Pandemie wider.

Tirol droht Sammelklage hunderter Skifahrer

Rund 400 Skifahrer könnten sich einer Sammelklage gegen die Tiroler Behörden wegen einer zu späten Reaktion auf den Beginn der Coronavirus-Epidemie anschließen. Der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) teilte jetzt mit, bereits zwei Tage nach einem entsprechenden Aufruf hätten sich rund 400 Menschen gemeldet – mehr als 350 davon sind Deutsche. Die meisten hätten in Ischgl und im Paznauntal Urlaub gemacht.

Der Verband hatte zuvor Anzeige gegen den Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, Bürgermeister, Seilbahngesellschaften und weitere Behördenvertreter erstattet. Zugleich startete er einen europaweiten Aufruf an mögliche Betroffene, die davon ausgehen, dass sie sich beim Ski-Urlaub in Tirol mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Den Behörden in Tirol wird vorgeworfen, zu spät auf erste Anzeichen eines Ausbruchs in dem beliebten Wintersportort Ischgl reagiert und damit der Ausbreitung Vorschub geleistet zu haben. Der VSV erklärte, er wolle über seine Website Zeugenaussagen sammeln. Diese sollten belegen, „dass die Schließung des Skiresorts aus kommerziellen Gründen hinausgezögert wurde“.

2,8 Millionen Schutzmasken für Hessen

Atemschutzmasken für die Corona-Helden! Der Medizintechnik-Hersteller B. Braun Melsungen hat am Freitag mit DB Schenker und Lufthansa Cargo 2,8 Millionen Atemschutzmasken an Hessens Landesregierung geliefert. Die will die Masken nun weiter verteilen.
Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

360 000 Anträge auf Soforthilfe in Deutschland

Riesen-Run auf die Milliarden-Hilfen! Eine BILD-Umfrage unter den Bundesländern ergab: Binnen weniger Tage stellten Selbstständige und Kleinunternehmer mindestens 360 000 Anträge auf Soforthilfe (muss nicht zurückgezahlt werden). 138,5 Mio. Euro wurden bereits zur Zahlung angewiesen. Bei der KfW gingen bisher 443 Kredit-Anträge in Höhe von 7,4 Mrd. Euro ein.

Mehr als 100 000 bestätigte Corona-Fälle in den USA

In den USA sind bisher 100 040 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das ist höchste Infektionszahl weltweit. In China, wo die Pandemie ihren Anfang nahm, wurden nach offiziellen Angaben 81 340 Infektionen bestätigt, in Italien sind es 86 498.

Tirol droht Sammelklage hunderter Skifahrer

Rund 400 Skifahrer könnten sich einer Sammelklage gegen die Tiroler Behörden wegen einer zu späten Reaktion auf den Beginn der Coronavirus-Epidemie anschließen! Der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) teilte am Freitag mit, bereits zwei Tage nach einem entsprechenden Aufruf hätten sich rund 400 Menschen gemeldet, mehr als 350 davon Deutsche. Die meisten hätten in Ischgl und im Paznauntal Urlaub gemacht.
Der Verband hatte zuvor Anzeige gegen den Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, Bürgermeister, Seilbahngesellschaften und weitere Behördenvertreter erstattet. Zugleich startete er einen europaweiten Aufruf an mögliche Betroffene, die davon ausgehen, dass sie sich beim Ski-Urlaub in Tirol mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben.
Den Behörden in Tirol wird vorgeworfen, zu spät auf erste Anzeichen eines Ausbruchs in dem beliebten Wintersportort Ischgl reagiert und damit der Ausbreitung des Virus Vorschub geleistet zu haben.
Laut ZDF war in einem Gastronomiebetrieb in Ischgl bereits Ende Februar ein Coronavirus-Infektionsfall bekannt geworden. Der Lokalbetreiber meldete demnach aber weder den positiven Fall noch dessen Kontaktpersonen an die Gesundheitsbehörden.
Das Lokal blieb stattdessen noch zwei Wochen geöffnet! Es wird inzwischen mit hunderten Corona-Fällen vor allem in Deuts

Türkei verschärft Anti-Corona-Maßnahmen

Alle internationalen Flüge werden gestrichen, erklärte Recep Tayyip Erdoğan heute in einer Rede an seine Nation! Und: Die Türkei verbietet im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus auch Wochenendbesuche an Picknickplätzen, Stränden und Parks. Das sagte der Innenminister der Nachrichtenagentur Andalou. Inzwischen gibt es mehr als 2000 bestätigte Corona-Fälle in der Türkei, auch dort starben schon etliche Menschen an den Folgen der Lungenerkrankung.

Trump aktiviert Kriegswirtschaftsgesetz

US-Präsident Donald Trump aktiviert wegen der Coronakrise das Kriegswirtschaftsgesetz! Er will den Konzern General Motors so zur Herstellung von Beatmungsgeräten zwingen.
Zuvor hatte Trump den Autobauer wegen angeblich unzureichender Hilfe bei der Produktion von Beatmungsgeräten zur Bewältigung der Corona-Krise attackiert. „Wie üblich mit ,diesem’ General Motors, scheinen die Dinge einfach nie zu funktionieren“, twitterte Trump. Der Konzern halte sein Versprechen nicht ein, „sehr schnell“ 40 000 Beatmungsgeräte zu liefern, behauptete er.
Der US-Präsident steht wegen seines Krisenmanagements und relativierenden Äußerungen zur Corona-Pandemie selbst heftig in der Kritik.

Mercedes-Benz will Herstellung von Medizingeräten unterstützen

Der Autobauer Mercedes-Benz will in der Coronavirus-Krise die Herstellung von medizinischem Gerät unterstützen. Mithilfe von 3D-Druckern könnten einzelne Bauteile gefertigt werden, die wegen der Pandemie derzeit in der Medizintechnik dringend benötigt würden, teilte die Daimler-Tochter am Freitag mit. „Wir stehen mit unserer Expertise und unserem Spezialwissen für die Fertigung bereit, jetzt ist es an der Medizintechnik, uns zu kontaktieren. Unsere 3D-Drucker stehen auf jeden Fall zur Verfügung“, sagte das Vorstandsmitglied der Mercedes-Benz AG, Jörg Burzer.
Bei Pkw komme der 3D-Druck üblicherweise im Prototypenbau und in der Kleinserienfertigung zum Einsatz. Auch Volkswagen prüft derzeit, ob es mit 3D-Druckern Medizintechnik-Teile fertigen kann.

Sigmar Gabriel befürchtet, dass Europa nach der Krise auseinanderfällt

Deutschland sollte nach den Worten des ehemaligen Wirtschafts- und Außenministers Sigmar Gabriel seine Verschuldung erhöhen, um Italien und Spanien bei der Bewältigung der Corona-Krise finanziell beistehen zu können. Gabriel sagte am Freitagabend zu BILD: „Mir muss mal jemand erklären, warum wir Deutschen bei der Schuldenaufnahme, die wir jetzt gemacht haben, nicht ein Prozent als Wirtschaftshilfe für Italien oder Spanien zur Verfügung stellen. Ich wäre dafür, sogar 10 Prozent zur Verfügung zu stellen. Ich glaube nicht, dass der Aufschrei größer wäre, wenn wir 160 statt 150 Milliarden Neuverschuldung hätten.“
Der ehemalige Vize-Kanzler und SPD-Vorsitzende begründete seinen Vorstoß im BILD-TV-Talk „Klartext“ damit, dass Deutschland ökonomisch der Gewinner Europas sei sowie mit seiner Sorge um den Fortbestand der EU: „Wenn wir jetzt nicht bereit sind, unseren Wohlstand zu teilen, dann weiß ich nicht, was aus diesem Europa werden soll.“
Gabriel sprach sich zudem für die in der EU heftig umstrittenen Corona-Bonds aus. „Man muss das machen, weil zwei europäische Nachbarländer so tief von der Corona-Krise betroffen sind, dass niemand ernsthaft glaubt, dass sie das alleine schultern können.“ Diese Schulden müssten auf mehrere Schultern verteilt werden. Italiener und Spanier würden es den Deutschen „in 100 Jahren nicht vergessen“, wenn sie den Eindruck bekämen, dass sie keine Hilfe bekämen. Gabriel wörtlich: „Ich habe die große Sorge, dass Europa nach dieser Krise auseinanderfällt.“
Der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach lehnte Corona-Bonds energisch ab: „Es wird immer wieder Gründe geben, Schulden zu vergemeinschaften.“ Aber wenn man einmal damit anfange, Schulden zu vergemeinschaften, werde man das nie wieder abschaffen können …
Die komplette Sendung sehen Sie hier im Video!

BVB-Kapitän Reus spendet 500 000 Euro

Der Dortmunder Fußball-Nationalspieler Marco Reus beweist in der Corona-Krise Hilfsbereitschaft und hat die Aktion „Help your Hometown“ ins Leben gerufen. Mit einer Spende von 500 000 Euro wollen er und seine Frau Scarlett dazu beitragen, dass lokale Kleinunternehmen die finanziellen Notlage meistern.
„Das gesellschaftliche Leben, wie wir es kennen, steht still. Und genau das stellt kleine und alt eingessene Firmen vor Riesenprobleme. Sie haben trotz ihrer leidenschaftlichen Arbeit nicht die Rücklagen bilden können, um Wochen ohne Kunden zu überstehen Aber gerade diese Läden machen jede Stadt einzigartig. Hier möchten wir helfen“, sagte der BVB-Kapitän am Freitag in einer Videobotschaft auf Instagram.
Darüber hinaus rief der gebürtige Dortmunder zu einer Beteiligung an der Aktion auf: „Ich möchte euch dazu ermutigen, die lokalen Betriebe in eurer Heimatstadt zu unterstützen. Es geht aktuell nur gemeinsam – mehr denn je!“

USA: Mit schwimmenden Kliniken gegen Corona-Pandemie

Ein Krankenhausschiff der US-Marine ist in der Millionenmetropole Los Angeles angekommen. Das schwimmende Krankenhaus „USNS Mercy“ mit seinen 1000 Krankenbetten legte am Freitag am Hafen von Los Angeles an. Coronavirus-Patienten sollen auf dem 272 Meter langen Schiff nicht behandelt werden. Vielmehr sollen andere Patienten dorthin verlegt werden, um Krankenhäuser zu entlasten und ihnen damit mehr Kapazitäten für Coronavirus-Patienten zu verschaffen.
Ein zweites Marine-Krankenhausschiff soll am Samstag an der US-Ostküste Richtung New York aufbrechen. Die „USNS Comfort“ soll die Metropole am Montag erreichen.
Der Bundesstaat New York und die gleichnamige Millionenstadt sind von der Pandemie besonders betroffen. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg dort auf mehr als 44.600, wie Gouverneur Andrew Cuomo am Freitag sagte.

Was Merkel und Trump heute am Telefon besprochen haben

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit US-Präsident Trump telefoniert. Schwerpunkt des Gesprächs sei der Austausch zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie gewesen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitagabend mit. Beide hätten vereinbart, hierzu im engen Kontakt zu bleiben und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu nutzen.
Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land der Welt.
Weiteres Thema des Telefonats seien die Entwicklungen in Afghanistan gewesen. Man sei sich einig gewesen, „dass im gemeinsamen Bemühen um Frieden und Stabilität in Afghanistan auch weiterhin eine enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika erforderlich ist“.

Papst Franziskus: „Wir sitzen alle im selben Boot“

Papst Franziskus hat angesichts der weltweiten Corona-Krise die Auslöschung von Unterschieden durch die Krankheit betont. Die Epidemie zeige, „dass wir alle im selben Boot sitzen“, sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Freitagabend auf dem leeren Petersplatz. In dieser Situation komme nicht jeder für sich voran, sondern nur alle gemeinsam, betonte Franziskus in seiner Andacht.
Die Epidemie tauche die Welt in tiefe Finsternis, die „alles mit einer ohrenbetäubenden Stille und einer trostlosen Leere erfüllt“, sagte Franziskus. Sie lege die Verwundbarkeit der Menschen offen und decke falsche Gewissheiten auf. Die Krise mache sichtbar, „wie Dinge vernachlässigt und aufgegeben wurden“, die die menschliche Gemeinschaft erhielten und stärkten.
Der Papst rief dazu auf, diese Zeit der Prüfung für Entscheidungen darüber zu nutzen, was wirklich zähle und was notwendig sei. Die aktuelle Krise zeige die Bedeutung von Menschen, die gewöhnlich nicht im Rampenlicht stünden. Ärzte, Krankenpfleger, Supermarktangestellte, Reinigungspersonal, Betreuungskräfte und Transporteure schrieben heute eine „bedeutende Seite unserer Geschichte“, sagte er.
Zum Abschluss der Andacht sprach der Papst den Segen „Urbi et Orbi“, den er gewöhnlich nur an Ostern und Weihnachten erteilt.

Allein heute 25 Corona-Todesmeldungen in Ba-Wü!

Das Landesgesundheitsamt in Baden-Württemberg hat allein am heutigen Tag 25 weitere Corona-Todesfälle erfasst!
Aus den Landkreisen Biberach, Böblingen, Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Heidenheim, Ortenaukreis, Rems-Murr-Kreis, Reutlingen, Rhein-Neckar-Kreis, Schwäbisch Hall, Tuttlingen und Zollernalbkreis sowie aus den Städten Freiburg und Stuttgart wurden Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet, erklärte die Behörde. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 101!
Unter den Verstorbenen waren 70 Männer und 31 Frauen. Das Alter lag zwischen 41 und 98 Jahren. 65 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Vier Menschen sterben an Bord von Kreuzfahrtschiff

Corona-Drama auf der „MS Zaandam“, einem Kreuzfahrtschiff der Holland-America Line! Wie „Business Insider“ berichtet, sind vier Menschen an Bord gestorben!
Der Kapitän eines Schwesterschiffs soll erklärt haben, dass „drei zwischen gestern und gestern Abend und einer vor ein paar Tagen“ gestorben sind. Es soll mehrere Corona-Fälle an Bord geben. Derzeit liegt die „MS Zaandam“ vor der Küste von Ecuador. Offenbar gibt es kein Land, in dem das Schiff, das eigentlich nach Fort Lauderdale (USA) fahren wollte, anlegen darf.
In einem Memo heißt es laut „Business Insider“ weiter, dass „Kollegen, Familienmitglieder der Flotte und Gäste“ an Bord „in größter Not sind“. Die 1243 Passagiere des Schiffes sollen schon seit dem 22. März in ihren Kabinen eingeschlossen sein.
Angeblich sollen sie bald vom Schwesterschiff, der „MS Rotterdam“, gerettet werden. Allerdings nur die gesunden Passagiere! Kranke und ihre engen Kontaktpersonen sollen auf der „MS Zaandam“ zurückgelassen werden …

 

 

Livestream: Papst spendet den Segen „Urbi et Orbi“

Papst Franziskus erteilt heute auf dem leeren Petersplatz in Rom den Sondersegen „Urbi et Orbi“ (der Stadt und dem Erdkreis). Zuvor hält er eine Andacht. Der Livestream startet gegen 18 Uhr.

Katze in Belgien positiv getestet

In Belgien ist eine Katze positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Es handele sich um einen Einzelfall, der „bei engem Kontakt zwischen dem Tier und einem (infizierten) Menschen“ auftreten kann, sagte ein Behördensprecher am Freitag in Brüssel. Demnach hatten Wissenschaftler der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Lüttich das Haustier eines Corona-Kranken untersucht.
Das Virus könne in seltenen Fällen von Menschen auf Tiere übertragen werden, sagte der für die Corona-Krise zuständige Behördensprecher weiter. Es gebe aber keinen Grund zu der Annahme, dass dies ein wichtiger Faktor in der Ausbreitung der Epidemie sei. „Bisher gibt es keinen Beweis dafür, dass ein Haustier das Virus auf Menschen oder an andere Haustiere übertragen kann“, unterstrich auch die Behörde für Lebensmittelsicherheit (AFSCA).
In Hongkong hatten die Behörden in den vergangenen Wochen zwei Fälle gemeldet, in denen Hunde sich bei ihren Halten mit dem Virus infiziert hatten. Dort hätten die Tiere keine Symptome gezeigt, erklärte AFSCA. Die Katze in Belgien hingegen habe „vorübergehend an Atem- und Verdauungsproblemen gelitten“.

TUI soll Milliarden-Hilfskredite bekommen

Der Reisekonzern TUI soll im Kampf gegen den Einbruch seines Geschäfts wegen der Corona-Pandemie staatliche Hilfskredite über 1,8 Milliarden Euro bekommen. Man habe nach der Beantragung nun eine entsprechende Zusage der Bundesregierung erhalten, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Das Darlehen laufe über die Förderbank KfW, es müssten aber noch weitere Banken zustimmen.

12. Corona-Toter in Würzburger Pflegeheim

Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus ist ein weiterer mit dem neuen Coronavirus infizierter Bewohner gestorben – jetzt sind es schon 12 Tote!
Viele davon waren über 80 Jahre alt und hatten Vorerkrankungen. Details zu dem neuerliches Todesfall wurden nicht bekanntgegeben. Die Einrichtung ist seit Wochen ein Schwerpunkt bei Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Bayern. Inzwischen sind nach Angaben der Stadt alle zumeist hochbetagten Bewohner sowie alle Mitarbeiter der Einrichtung auf das Coronavirus getestet worden, davon 44 Bewohner und 32 Mitarbeiter positiv. Alle drei Tage sollen die Tests wiederholt werden.

IWF-Chefin: Weltwirtschaft wegen Corona bereits in einer Rezession

Die Weltwirtschaft befindet sich nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen der Coronavirus-Pandemie schon in einer Rezession. Die Wirtschaft in den USA und weiteren reichen Ländern schrumpfe bereits, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa am Freitag. Die Weltwirtschaft werde wegen des Virus in diesem Jahr eine „schwere“ Rezession erleben, warnte Georgiewa. Im kommenden Jahr werde die Wirtschaft wieder wachsen, sagte sie.
Der IWF könne bis zu einer Billion US-Dollar (900 Mrd Euro) einsetzen, um Mitgliedsstaaten mit Krediten zu unterstützen, sagte Georgiewa. Dafür gebe es bereits 81 Anfragen von Entwicklungs- und Schwellenländern.
Der IWF hatte bereits am Montag gewarnt, dass die Weltwirtschaft dieses Jahr eine Rezession erleben werde, die mindestens so schlimm sein werde wie jene infolge der globalen Finanzkrise 2008/09. Eine Rezession wird normalerweise als zwei Quartale negativen Wachstums definiert. Der IWF will im April detailliertere Prognosen zur globalen Wirtschaftsentwicklung vorstellen.

Italien meldet fast 1000 Tote an einem Tag!

Italien hat an einem Tag fast 1000 Tote im Zuge der Corona-Pandemie gemeldet und damit so viele wie an keinem Tag zuvor. Die Gesamtzahl stieg auf 9134, wie der Zivilschutz am Freitag mitteilte.

Jeder zweite Deutsche hat Angst vor Corona-Infektion

51 Prozent der Deutschen fürchten sich inzwischen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Der bei einer repräsentativen Erhebung zwischen dem 20. und 23. März bei über 2.000 Befragten ermittelte Wert liege damit elf Prozent über dem der Vorwoche, teilte das Meinungsforschungsinstitut Insa am Freitag mit.
Männer fürchteten sich den Angaben zufolge weniger, sich das Virus einzufangen. Damit rechneten nach der Umfrage nur 46 Prozent – gegenüber 56 Prozent bei den Frauen. Im gleichen Zeitraum sei der Anteil der Deutschen, denen die Ausbreitung des Coronavirus Sorge bereite, von 65 auf 77 Prozent gestiegen.
Mit ebenfalls 51 Prozent zeigte sich eine knappe Mehrheit der Befragten mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung im Großen und Ganzen zufrieden. Die Zustimmung habe dabei im Westen mit 52 Prozent vier Prozentpunkte über der im Osten Deutschlands gelegen, ermittelten die Meinungsforscher.

Frankreich verlängert Ausgangsbeschränkungen

In Frankreich sind die strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus um gut zwei Wochen verlängert worden. Die Französinnen und Franzosen müssten mindestens bis zum 15. April zu Hause bleiben, kündigte Frankreichs Premier Édouard Philippe nach einer Regierungssitzung unter Vorsitz von Präsident Emmanuel Macron am Freitag an. „Dieser Zeitraum kann verlängert werden, wenn die gesundheitliche Situation dies erfordert“, sagte Philippe.
Seit anderthalb Wochen gelten in Frankreich strenge Regeln, die Menschen dürfen das Haus nur verlassen, wenn es notwendig ist. Täglich ist außerdem eine Stunde Sport oder Gassigehen im Radius von einem Kilometer zur Wohnung erlaubt. Die Beschränkungen sollten ursprünglich 15 Tage bis Ende März gelten – allerdings zeichnete sich bereits ab, dass die Maßnahmen verlängert werden.

Bayerns Martinez hilft Rotem Kreuz

In Grünwald bei München bekamen Helfer des Roten Kreuzes bei ihrer Einkaufs-Lieferungs-Tour am Donnerstag Unterstützung von Fußball-Star Javi Martinez vom FC Bayern. Bei Instagram zeigte die Rot-Kreuz-Bereitschaft Grünwald zwei Bilder, auf denen der spanische Welt- und Europameister im blauen Jogginganzug sowie mit Handschuhen und Mundschutz zu sehen ist, in der Hand einen Einkaufskorb:
„Wir danken an dieser Stelle ganz besonders @javi8martinez für den Support gestern bei unserer Einkaufstour in Grünwald. Es hat uns echt megaviel Spaß mit dir zusammen gemacht“, heißt es.
Der Rekordmeister Bayern München hat sein gemeinschaftliches Training aktuell ausgesetzt, die Spieler sollen sich zu Hause fit halten. Viele Bayern-Fußballer spendeten bereits große Summen und verzichteten auf Teile ihres Gehaltes.

Aldi schenkt Angestellten Gutscheine

Nach Lidl und Kaufland werden nun auch die Angestellten bei Aldi für ihren Einsatz in der Coronavirus-Krise belohnt. Insgesamt 20 Millionen Euro stellen Aldi Nord und Aldi Süd für die Bonuszahlung bereit – ausgezahlt in Form von Warengutscheinen.
Außerdem gibt’s 200 000 Euro für die Tafeln in Deutschland – jeweils in 20-Euro-Gutscheinen. Sie sollen vor allem gezielt in den Regionen verteilt werden, in denen die Tafeln geschlossen haben. Die Tafeln entscheiden dann eigenständig, wer einen Gutschein benötigt und verteilen diese entsprechend an ihre Kunden.

Zahl der Arbeitslosen in Österreich steigt enorm

Die Coronavirus-Krise lässt die Arbeitslosenzahlen auch in unserem Nachbarland Österreich weiter nach oben schnellen. Vom 15. bis zum 26. März ist die Arbeitslosigkeit in Österreich um rund 170 800 Personen angestiegen, teilte das Arbeitsmarktservice (AMS) am Freitagnachmittag auf Anfrage der Nachrichtenagentur APA mit.
Ende Februar waren in dem Neun-Millionen-Einwohner-Land noch rund 400 000 Personen arbeitslos oder in AMS-Schulungen.

Halbfinalspiele im DFB-Pokal auf unbestimmte Zeit verlegt

Der Deutsche Fußball-Bund hat die Pokal-Halbfinalspiele Bayern München gegen Eintracht Frankfurt und 1. FC Saarbrücken gegen Bayer Leverkusen wegen der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit verlegt. Die Partien waren ursprünglich am 21./22. April geplant. Für die Vereine sei aufgrund der Coronavirus-Pandemie derzeit aber weder eine Planungssicherheit gegeben noch eine adäquate Vorbereitung aus sportlicher Sicht möglich, teilte der DFB am Freitag mit.
„Gemäß der aktuellen Verfügungslage ist der Spielbetrieb untersagt und ein Trainingsbetrieb nur sehr eingeschränkt möglich. Es ist davon auszugehen, dass die Verfügungslage auch für die avisierten Pokaltermine bestehen bleibt und keine Fußballspiele ausgetragen werden dürfen“, begründete der DFB die Verschiebung.

Erstes Bundesland warnt vor Corona-Kollaps

Die Krisenstäbe in NRW schlagen Alarm – dem Bundesland mit fast 18 Millionen Einwohnern und mehr 10 000 Infizierten droht der Corona-Kollaps!

Mit BILDplus erfahren Sie unter diesem Link, wie Verantwortliche die Lage in den Kommunen einschätzen, wo schon bald Engpässe drohen und mit welchen Zwangsmaßnahmen Uneinsichtige zur Vernunft gebracht werden sollen.

Lombardei: 541 Corona-Tote binnen 24 Stunden

In der Lombardei sind in den vergangenen 24 Stunden 541 Menschen infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Damit steigt die Gesamtzahl der Todesopfer dort auf mehr als 5400. Das ist der zweitstärkste Anstieg binnen eines Tages.

Volkswagen verschiebt Hauptversammlung

Der Autobauer Volkswagen verschiebt aufgrund der Coronavirus-Pandemie seine Hauptversammlung. Das ursprünglich für den 7. Mai geplante Treffen werde an einem späteren Zeitpunkt stattfinden, teilte das Dax-Unternehmen am Freitag in Wolfsburg mit. „Die Gesundheit von Aktionärinnen und Aktionären, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der beteiligten Dienstleister hat höchste Priorität“, sagte Finanzvorstand Frank Witter. Ein Termin stehe noch nicht fest.

Das sind die Summen im bayerischen Bußgeldkatalog

Bei einem Verstoß gegen die wegen der Corona-Krise geltenden Ausgangsbeschränkungen droht in Bayern im Regelfall eine Geldbuße von 150 Euro. Wer unerlaubt ein Krankenhaus oder Pflegeheim betritt, muss mit einem Bußgeld von 500 Euro rechnen. Laden- oder Restaurantbesitzern, die unerlaubterweise öffnen, droht eine Geldbuße von 5000 Euro. Das geht aus einem Bußgeldkatalog hervor, den das bayerische Gesundheitsministerium am Freitag erlassen hat. Dieser soll allen Kreisverwaltungsbehörden in Bayern als Richtschnur zur Verfügung stehen, die für die Bußgeldbescheide zuständig sind. Am Dienstag hatte bereits Nordrhein-Westfalen Bußgeld-Regeln für Verstöße gegen Maßnahmen in der Corona-Krise erlassen.

Fünf Betrunkene machten Spritztour – Anzeigen!

Betrunken und in einem Auto zusammengepfercht – so hat die Polizei in Augsburg fünf Männer aus dem Verkehr gezogen, die trotz der in der Corona-Krise geltenden Ausgangsbeschränkungen unterwegs waren. Die Männer im Alter zwischen 27 und 43 Jahren waren nach Polizeiangaben vom Freitag am Vorabend zu einer Spritztour aufgebrochen. Im Auto fanden die Beamten 15 leere Bierflaschen. Weil die Männer gegen die für Bayern festgelegten Auflagen verstießen, erwartet sie alle ein Ermittlungsverfahren. Der 38 Jahre alte Fahrer erhielt außerdem eine Anzeige wegen Trunkenheit am Steuer und musste seinen Führerschein abgeben.

Welche deutsche Region noch Corona-frei ist

Die Spucktüten an Bord der Fähre „Helgoland“ von der Reederei Cassen Eils blieben am Donnerstag leer. Die Nordsee war spiegelglatt. Statt bis zu 1063 Passagiere waren nur 24 auf dem Schiff – Helgoländer, ein Handwerker und ein Reporter. BILD besuchte die letzte Corona-freie Zone Deutschlands. Den ganzen Artikel lesen Sie hier – nur mit BILDplus.

Mehr als 500 Menschen in Hessen wegen Covid-19 in Kliniken

Mehr als 500 Menschen in Hessen liegen wegen der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 im Krankenhaus. Das teilte das hessische Sozialministerium am Freitag mit. Die Zahlen stammen vom Donnerstag. Von den 527 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung wurden 405 in normalen Pflegebetten betreut. 88 lagen auf Intensivstationen und werden beatmet. 34 weitere lagen zwar in Intensivbetten, mussten aber nicht beatmet werden. Am Freitag gab es in Hessen 2392 bestätigte Corona- Fälle, sieben Menschen sind dort inzwischen an der Krankheit gestorben.

15 000 Bundeswehr-Soldaten gegen Corona-Pandemie

Die Bundeswehr bereitet sich auf einen umfassenden Unterstützungseinsatz in Deutschland wegen der Corona-Pandemie vor. Es gehe um „die Aufstellung eines Kontingents zur Hilfeleistung“, sagte ein Sprecher des Kommandos Streitkräftebasis. „Das Personal kommt dabei aus den verschiedenen Organisationsbereichen der Teilstreitkräfte.“
Wie der „Spiegel“ berichtete, soll das Kontingent 15 000 Soldaten umfassen. In einem Plan der Bundeswehrführung würden detailliert die Einsatzfelder beschrieben: So sollten etwa 5500 Soldaten für „Absicherung“ und „Schutz“ eingesetzt werden. und weitere 6000 für die „Unterstützung der Bevölkerung“.
600 Mitglieder der Feldjäger sind dem Bericht zufolge für „Ordnungs-Verkehrsdienst“ vorgesehen und rund 250 Soldaten der ABC-Abwehr für Desinfektionsmaßnahmen. 2500 Logistiksoldaten sollten sich mit 500 Lastwagen um „Lagerung, Transport, Umschlag“ kümmern.

XL-Spende von Penélope Cruz und Javier Bardem

Das spanische Schauspielerpaar Penélope Cruz und Javier Bardem hat einem Krankenhaus in Madrid in der Corona-Krise dringend benötigtes Material gespendet. Die 45-Jährige („Leid und Herrlichkeit“) und ihr 51-jähriger Ehemann („James Bond 007 – Skyfall“) ließen dem Hospital Universitario La Paz 100 000 Paar Nitrilhandschuhe und 20 000 chirurgische Masken zukommen, wie Cruz auf Instagram bestätigte. Dazu postete sie ein Foto des in zahlreiche Kartons verpackten Materials.
„Trotz der enormen Schwierigkeiten bei der Beschaffung dieser wichtigen Hygienematerialien und dem Transport zu ihrem Bestimmungsort hoffen wir, in den nächsten Tagen mehr Ausrüstung spenden zu können, das in diesen kritischen Zeiten so dringend gebraucht wird“, schrieb der Filmstar und fügte hinzu: „Unser Dank gilt all den anonymen Helden und Heldinnen, die ihre eigene Gesundheit riskieren, um die Menschen zu heilen und unser alle Gesundheit zu gewährleisten.“

Morgen riesiges Streaming-Konzert mit Rita Ora, John Legend uvm.

Die Popsängerinnen Rita Ora und Ellie Goulding, der Sänger und Songwriter John Legend sowie zahlreiche andere Stars aus der internationalen Musikszene wollen am Samstag gemeinsam ein Benefiz-Konzert veranstalten, das im Livestream übertragen wird. Die Einnahmen des Events mit dem Titel „Stream Aid 2020“ sollen einer Stiftung der Weltgesundheitsorganisation zugutekommen, mit der die WHO den weltweiten Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie unterstützt.
Das Event soll von 5 bis 18 Uhr deutscher Zeit auf der Streamingplattform Twitch übertragen werden. Zuschauer können während der Veranstaltung Geld spenden oder den Stream selbst verlinken und in ihrem Netzwerk zu Spenden aufrufen.

Wer noch alles bei „Stream Aid 2020“ dabei ist, steht unter diesem Link.

Uni schult Medizinstudenten im Schnelldurchlauf

Die Universität Münster macht Medizinstudenten im Schnelldurchlauf fit für die Aufnahme und Versorgung von Corona-Patienten in Krankenhäusern. Dafür hat die Medizin-Fakultät eine einwöchige Fortbildung entwickelt, die üblicherweise ein halbes Jahr dauert, teilte die Uniklinik Münster am Freitag mit.

Weil der Lehrbetrieb an den Universitäten in NRW derzeit ruht, hatte die Uni Münster bei ihren 3000 Medizinstudenten nachgefragt, wer sich im Kampf gegen das Coronavirus freiwillig engagieren will. 1800 hätten sich gemeldet, erklärte die Uniklinik. Freiwillige mit abgeschlossener Pflegeausbildung wurden sofort an die Klinik übergeben, für die anderen sei die Fortbildung entwickelt worden.

Verlangsamte Ausbreitung? Holland schöpft Hoffnung

In den Niederlanden scheint sich laut Behörden die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Es sei zu hoffen, dass man „innerhalb einiger Tage“ sagen könne, ob die soziale Distanzierung und andere Maßnahmen, die Mitte des Monats eingeleitet worden seien, sich nun entsprechend auswirkten, teilt das Nationale Institut für Gesundheit mit. Die Zahl der Neuinfektion stieg demnach um 1172 und damit um 16 Prozent auf 8603. Die Zahl der Todesfälle nahm um 112 auf 546 zu.

Verlangsamte Ausbreitung? Holland schöpft Hoffnung

In den Niederlanden scheint sich laut Behörden die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Es sei zu hoffen, dass man „innerhalb einiger Tage“ sagen könne, ob die soziale Distanzierung und andere Maßnahmen, die Mitte des Monats eingeleitet worden seien, sich nun entsprechend auswirkten, teilt das Nationale Institut für Gesundheit mit. Die Zahl der Neuinfektion stieg demnach um 1172 und damit um 16 Prozent auf 8603. Die Zahl der Todesfälle nahm um 112 auf 546 zu.

Neun Todesopfer in Sachen

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in Sachsen ist weiter gestiegen – mit einer größeren Geschwindigkeit als in den vergangenen Tagen. Nach Angaben von Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) wurde bis Freitag bei 1505 Menschen im Freistaat das Virus nachgewiesen, 230 mehr als am Vortag. Neun Menschen seien mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben. Man könne auf keinen Fall Entwarnung geben, sagte Köpping. Zwischen den Zahlen des Robert-Koch-Institutes und denen den örtlichen Behörden kommt es immer mal wieder zu Differenzen, weil die Daten zu verschiedenen Zeiten erhoben werden.

Gericht: Urlauber müssen Ferienwohnung räumen

Zwei rheinland-pfälzische Nordsee-Urlauber im ostfriesischen Krummhörn (Kreis Aurich) müssen nach einem Gerichtsbeschluss wegen der Corona-Pandemie ihre eigene Ferienwohnung sofort verlassen. Das Verwaltungsgericht Oldenburg wies am Freitag im Eilverfahren eine Klage der Urlauber ab (Az.: 7 B 721/20). Zur Abwehr des Virus Sars-Cov-19 hat der Landkreis Aurich wie andere Kreise in Niedersachsen die Nutzung von Zweit- oder Nebenwohnungen durch Eigentümer von auswärts untersagt.

Iraner trinken Methanol gegen Corona – 480 Tote

Die Lage im Iran wird immer dramatischer. Das Land ist besonders stark von der Pandemie betroffenen – und viele Menschen kommen aus Angst vor dem Coronavirus auf schlimme Ideen.

2378 Menschen sind schon gestorben, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag erklärte. 2926 Neuinfektionen wurden gemeldet. Insgesamt haben sich im Iran nach Behördenangaben mindestens 32 332 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert.

▶︎ Traurigerweise kommen noch einmal 480 Tote dazu, weil sie Methanol getrunken hatten. Diese Menschen dachten, der Industrie-Alkohol würde sie vor Corona schützen.

Lesen Sie hier unseren Artikel dazu.

Pleite-Welle befürchtet: Ist unser Bier in Gefahr?

Deutschlands Bierbrauer sorgen sich um ihre Zukunft! Weil Restaurants und Bars wegen der Corona-Krise geschlossen bleiben, bricht der Umsatz weg.

Die 1500 Brauereien seien „massiv“ von der Krise betroffen, warnt Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes (DBB). „Wir sitzen in einem Boot, und dieses Boot bekommt eine gefährliche Schlagseite. Zehntausende Veranstaltungen wurden abgesagt, auch die Fußball-EM und Bundesligaspiele, das bricht jetzt alles komplett weg“, sagte er zu BILD. Damit nicht genug, auch das Exportgeschäft sei weitgehend zum Erliegen gekommen.

Lesen Sie hier alles zum Thema!

Hilferuf der Berliner Zahnärztekammer

Die Berliner Zahnärztekammer hat den regierenden Bürgermeister Michael Müller in einem offenen Brief über die „ dramatische Lage“ der Zahnärzte in der Hauptstadt informiert und um Hilfe gebeten. Grund: Zahnärzte sind vom Hilfspaket der Bundesregierung ausgenommen. Sie erhalten zum Beispiel keine Schutzkleidung, was wiederum Patienten davon abhalte, zu ihren Terminen zu erscheinen.

In dem Brief heißt es: „Die Auswirkungen für die zumeist kleinen Betriebe einer Zahnarztpraxis sind dramatisch. In unseren Praxen brechen die Patientenzahlen ein. Bis zu 80 Prozent der geplanten Behandlungen, der Vorsorgen oder der notwendigen Eingriffe wurden und werden von unseren Patientinnen und Patienten aus Angst vor einer Ansteckung abgesagt.“ Die Forderung der Zahnärzte: „Nehmen Sie unseren Berufsstand in das vom Bundestag beschlossene Hilfspaket für Gesundheitseinrichtungen auf!“

Krankenkasse warnt vor vermeintlichen Wundermitteln gegen Covid-19

Die Barmer Krankenkasse hat Patienten vor dem Kauf vermeintlicher Arzneimittel gegen Covid-19 gewarnt.

Es gebe noch keine zugelassenen Arzneimittel zur Behandlung der neuartigen Erkrankung, sagte Barmer-Landesgeschäftsführerin Dunja Kleis am Freitag in Mainz. Erste Medikamente befänden sich bisher noch im Versuchsstadium: „Bei den Internetangeboten handelt es sich um Produkte, die keinen wissenschaftlich erwiesenen Nutzen gegen Covid-19 haben.“ Schlimmstenfalls könnten im Internet beworbene Mittel sogar schädlich sein.

Auch Nahrungsergänzungsmittel würden derzeit mit falschen Versprechungen beworben. Hier gelte ebenfalls, dass keine Mittel existierten, die eine Infektion mit dem Coronavirus verhindern würden. Bei Menschen, die sich ausgewogen ernähren, seien die meisten Präparate ohnehin wirkungslos.

Söder wirft EU-Kommission Versäumnisse vor

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder wirft der EU-Kommission um Präsidentin Ursula von der Leyen Versäumnisse vor.

„Eigentlich wäre diese Krise jetzt die Stunde Europas und die Stunde der EU-Kommission. Aber es ist merkwürdig still in Brüssel“, sagt der CSU-Politiker dem „Spiegel“. „Wir dürfen nicht nur nationalstaatlich denken, sondern müssen zum Beispiel die Hilfstransporte nach Italien und Spanien europäisch organisieren. Das gehört ganz oben auf die europäische Agenda, und da wäre die Kommission gefragt.“

Wichtig wäre besonders, dafür zu sorgen, dass die Grenzverkehre möglich blieben. Derzeit müsse alles bilateral gelöst werden.

Deutsche Reisende im Ausland stoßen wegen Corona-Furcht auf Anfeindungen

Deutsche Reisende im Ausland stoßen wegen der Corona-Pandemie zunehmend auf Argwohn und Ablehnung.

Es gebe Berichte aus einer Reihe von Ländern, wonach es „in einzelnen Fällen Anfeindungen“ gegen Deutsche gegeben habe, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Freitag in Berlin. In „ganz vereinzelten Fällen“ habe es sogar Berichte über Übergriffe gegeben.

▶︎ Hintergrund sei, dass es in den betroffenen Ländern in der Bevölkerung „Ängste gibt, mit Deutschen oder europäisch aussehenden Menschen in Kontakt zu kommen“, sagte der Sprecher. Das Auswärtige Amt rate den Deutschen im Ausland, sich an die vor Ort gültigen Regeln und insbesondere an Quarantäneanordnungen zu halten.

Nach wie vor warteten Deutsche im Ausland auf ihre Rückkehr nach Hause, sagte der Sprecher weiter. Seit der Ankündigung der Rückholung seien rund 160 000 von mehr als 200.000 im Ausland vermuteten Deutschen zurückgekehrt. 24 000 von ihnen seien in mehr als 110 vom Auswärtigen Amt gecharterten Flügen nach Hause gebracht worden.

Rotes Kreuz braucht 750 Millionen Euro für Kampf gegen Corona

Das Rote Kreuz braucht rund 750 Millionen Euro für seine Hilfsaktionen gegen die Corona-Pandemie. Die schwächsten und ärmsten Menschen der Welt müssten in der Krise besonders stark unterstützt werden, sagte Francesco Rocca, Präsident der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften, am Freitag in Mailand.

Obdachlose, Flüchtlinge, Menschen in Konfliktländern und in Regionen, in denen sich Naturkatastrophen ereignet hätten, seien besonders durch die Atemwegskrankheit Covid-19 gefährdet. Der Italiener Rocca erklärte, dass die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften mit dem Großteil der 750 Millionen Euro die medizinische Versorgung von Menschen sicherstellen wollten. Zudem sollten Vorratslager geschaffen werden. Einen Teil des Geldes solle das Internationale Komitee vom Roten Kreuz erhalten.

▶︎ Rocca warnte vor sozialen Unruhen als mögliche Folge der Corona-Krise. Bei einer weiteren Zuspitzung der Pandemie könnten die Ärmsten in den Gesellschaften gegen die existierenden Ordnungen aufbegehren. Zudem drohe sich die Zahl der Suizide aufgrund der allgemeinen Stresslage zu erhöhen.

Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften ist die weltweite Dachorganisation der mehr als 190 Nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften. Zusammen bilden sie nach eigenen Angaben die größte humanitäre Organisation der Welt.

Intensivstationen in Pariser Kliniken sind am Limit

Im Großraum Paris stehen in den Kliniken nach Angaben des französischen Krankenhausverbands kaum noch Betten für Intensivpatienten zur Verfügung.

„In 24 oder 48 Stunden werden wir am Rand unserer Kapazitäten sein.“ Dann komme es darauf an, dass sich andere Regionen solidarisch zeigten und Patienten übernähmen. Ministerpräsident Edouard Philippe sagte, Frankreich werde von einer „extrem hohen epidemischen Welle“ überschwappt.

Für das gesamte Gesundheitssystem sei das eine erhebliche Belastung. Mehr als ein Viertel der 29 000 bestätigten Infektionen in Frankreich entfallen auf Paris und seine Vorstädte. Knapp 1700 Menschen sind gestorben, darunter am Donnerstag eine 16-Jährige ohne Vorerkrankungen.

Süditalien in Angst vor dem Coronavirus

Das Coronavirus hat den Norden Italiens im Würgegriff. Mehr als 8215 Menschen sind bereits gestorben, 80 539 infiziert, und ein Ende dieser Situation ist noch nicht abzusehen. Jetzt hat auch der Süden des Landes Angst, so schwer von dem Virus befallen zu werden.

Die Folgen wären noch verheerender, denn das ärmere Süditalien ist noch schlechter für eine solche Krise aufgestellt als der reiche Norden.

Die Details lesen Sie in unserem Artikel.

Kölner rufen Einsatzkräfte – um sich zu bedanken

Bürger in Köln haben sich in den schwierigen Zeiten der Coronavirus-Pandemie mit einer besonderen Aktion bei Polizei, Feuerwehr und Rettungssanitätern bedankt.

Sie fragten an, ob ein paar Einsatzkräfte – sofern es die Lage zulasse – am Donnerstag gegen 21 Uhr in den Stadtteil Sülz kommen könnten, wie eine Feuerwehrsprecherin berichtete. Sie kamen – und was dann geschah, ist auf Facebook-Videos zu sehen: Tosender Applaus und „Danke“-Rufe in der ganzen Nachbarschaft. Dazu läuft der kölsche Liedklassiker „En unserem Veedel“ (hochdeutsch: „In unserem Viertel“) der Bläck Fööss. Er beschwört den Zusammenhalt, auch in schwierigen Zeiten.

Die Einsatzkräfte bedankten sich mit eingeschaltetem Blaulicht. Eine Feuerwehrsprecherin, die dabei war, fasste die Gefühlslage am Freitag so zusammen: „War mega.“ Zuvor hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet.

Spanien verzeichnet traurigen Rekord bei Toten

In Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 769 Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Wie die Behörden am Freitag mitteilten, ist das die höchste Zahl an Toten innerhalb eines Tages.

Die Spanier zählen rund 64 000 Infizierte, gestorben sind bislang insgesamt 4900 Menschen.

 

Boris Johnson positiv auf Corona getestet

Der britische Premierminister Boris Johnson (55) hat sich mit dem Coronavirus angesteckt, teilte er am Freitag per Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Johnson habe innerhalb der vergangenen 24 Stunden milde Symptome entwickelt und sich daraufhin testen lassen, schrieb der konservative Politiker. Er habe sich in häusliche Quarantäne begeben, werde die Regierungsgeschäfte aber dennoch weiterführen. Johnson: „Ich isoliere mich jetzt selbst, aber ich werde weiterhin die Reaktion der Regierung per Videokonferenz anführen, während wir dieses Virus bekämpfen.“

Der konservative Politiker ist seit Sommer 2019 Premierminister des Vereinigten Königreichs. Er hat das Land Ende Januar aus der Europäischen Union geführt.

Merkel unterzieht sich Montag drittem Test

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird sich am Montag einem dritten Coronavirus-Test unterziehen. Das kündigt eine Regierungssprecherin in Berlin an. Die ersten beiden Tests der Kanzlerin fielen negativ aus. Sollte sich dies erneut bestätigen, wird Merkel demnach die Quarantäne beenden und am Mittwoch kommender Woche wieder das Kabinett leiten.

Till Lindemann auf Intensivstation!

Corona-Drama um Till Lindemann (57)!
Der Rammstein-Sänger liegt laut BILD-Informationen in einem Berliner Krankenhaus in Corona-Quarantäne.

Erste Kliniken lassen Väter nicht mehr in den Kreißsaal

Wegen Corona verbannen erste Thüringer Kliniken werdende Papas aus den Kreißsälen. So sind am Geraer Waldklinikum, wo jedes Jahr rund 1000 Babys zur Welt kommen, zur Geburt keine Partner mehr zugelassen, wie Sprecherin Katrin Wiesner bestätigte.

Ziel sei es, das Infektionsrisiko zu minimieren. Auch die Regiomed-Kliniken mit Standorten in Hildburghausen und Sonneberg verwehren werdenden Vätern ab sofort den Zugang zum Kreißsaal, „um Mütter und Babys zu schützen“, wie es heißt.

Dagegen können am Zentralklinikum Suhl, dem Helios-Klinikum in Erfurt und dem Jenaer Universitätsklinikum symptomfreie Väter vorerst weiter bei der Geburt ihres Kindes dabei sein. Besuche auf der Wochenstation danach sind allerdings tabu.

Würzburger Seniorenheim trotz Todesfällen nicht evakuiert

Das Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus, in dem bisher elf Bewohner nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, soll nicht evakuiert werden. Das teilten Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) und der Leiter des Würzburger Gesundheitsamtes, Johann Löw, am Freitag mit.

Die Isolierung der positiv auf das Virus getesteten Personen auf Stationen innerhalb der Einrichtung sei nach langer Abwägung aller Faktoren die medizinisch sinnvollste Lösung, hieß es. Schuchardt betonte, die Einrichtung leide derzeit vor allem an einem Mangel an Personal und Schutzkleidung.

Den Angaben vom Freitag zufolge wohnen in der Einrichtung zusammen mit einer Nachbareinrichtung derzeit 161 meist hochbetagte und demenzkranke Menschen.

300 000 Corona-Tests pro Woche in Deutschland

In Deutschland werden 300 000 Tests Corona-Tests pro Woche durchgeführt, wie am Freitag auf der Bundespressekonferenz bekannt gegeben wurde.

Warnung vor angeblichen Corona-Medikamenten

Vor angeblichen Corona-Medikamenten hat die Barmer Krankenkasse gewarnt. Es gebe noch keine zugelassenen Arzneimittel zur Behandlung von Covid-19, teilte Landesgeschäftsführer Frank Liedtke am Freitag in Hamburg mit. Erste Medikamente würden sich bisher im Versuchsstadium befinden. Anlass der Warnung ist, dass auf diversen Internetseiten Arzneimittel für dubiose Heilungserfolge von Corona-Infizierten angepriesen werden.

Bei den Internetangeboten handele es sich um Produkte, die keinen wissenschaftlich erwiesenen Nutzen gegen Covid-19 haben, so Liedtke. Schlimmstenfalls könnten solche Mittel sogar schädlich sein, indem sie zum Beispiel unerwünschte Wechselwirkungen mit zugleich eingenommenen Arzneimitteln hervorriefen.

An alle Pflegekräfte: Klopp sagt „vielen Dank“

Der FC Liverpool und sein Manager Jürgen Klopp haben auf Twitter ein Dankes-Video für das medizinische Personal veröffentlicht, das gerade weltweit im Kampf gegen die Corona-Pandemie Unglaubliches leistet. Die Profis und Mitarbeiter des englischen Liga-Spitzenreiters sprechen den Pflegekräften darin in ihrer jeweiligen Landessprache ihren Dank aus.

Studie berechnet Corona-Schreckens-Szenarium

Ohne Gegenmaßnahmen hätte die Coronavirus-Pandemie dem Imperial College in London zufolge in diesem Jahr bis zu 40 Millionen Menschen weltweit das Leben kosten können. Das geht aus einer Studie hervor, die am Donnerstagabend veröffentlicht wurde. Die Forscher spielten dabei in einem mathematischen Modell mehrere Szenarien durch. Im schlimmsten Fall hätten sich demnach sieben Milliarden Menschen, also beinahe die gesamte Menschheit, innerhalb dieses Jahres mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert.

Daher fordern die Forscher weltweit frühe Maßnahmen zur Unterdrückung der Pandemie, wie sie in vielen Ländern bereits ergriffen wurden. Nur so sei eine Überforderung der Gesundheitssysteme zu verhindern. „Schnelle, entschiedene und kollektive Maßnahmen von allen Ländern sind notwendig, um die Folgen dieser Pandemie zu begrenzen“, sagte Professorin Azra Ghani, eine der Autorinnen der Studie. Entscheidend seien Tests, die Isolierung Infizierter und soziale Distanzierung.

 

Bundesrat beschließt umfassendes Hilfsprogramm

Der Bundesrat hat das umfassende Hilfspaket gegen die Corona-Krise beschlossen. Es enthält Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger.

Bundeswehr setzt 15 000 Männer und Frauen ein

Die Bundeswehr setzt zur Unterstützung von Bundesländern und Kommunen in der Corona-Krise 15 000 Soldaten ein. Diese Männer und Frauen seien nicht in Verpflichtungen wie die laufenden Auslandseinsätze eingebunden und stünden nun „in abgestufter Verfügungsbereitschaft“, sagte Generalleutnant Martin Schelleis, der den militärischen Unterstützungseinsatz koordiniert und führt, am Freitag in einer telefonischen Pressekonferenz.

Bundesweit werde es vier regionale Führungsstäbe geben. Volle Einsatzbereitschaft sei in der kommenden Woche geplant. Die Bundeswehr sei auf eventuelle Lageverschärfungen vorbereitet.

Bis Freitagmorgen seien 200 Anträge auf Amtshilfe eingegangen, ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vortag, sagte Schelleis (Inspekteur der sogenannten Streitkräftebasis und damit Nationaler Territorialer Befehlshaber der Bundeswehr).

Robert-Koch-Institut taucht ab!

Plötzliche Funkstille beim Robert-Koch-Institut!

Bisher trat der Präsident des Robert-Koch-Institutes (RKI), Lothar Wieler, jeden morgen um zehn Uhr vor die Kameras. Per Livestream (u.a. bei BILD und auf Facebook) informierte er Deutschland über die neuesten Entwicklungen zur Corona-Krise.

Wichtig für Presse und Demokratie! Denn: Das RKI ist derzeit wichtigster Ratgeber für die Bundesregierung. Aber damit ist nun erstmal Schluss. Pressekonferenz und Live Stream wurden überraschend ausgesetzt. Lesen Sie hier den kompletten Artikel!

Experte in Norditalien: Noch keine Trendwende

Trotz leicht sinkender Neu-Infektionen mit dem Coronavirus ist Norditalien nach Einschätzung eines Experten noch nicht über den Berg. Der Höhepunkt stehe noch bevor, sagte der Medizinische Direktor der Gesundheitsbehörde der Provinz Bergamo, Carlo Alberto Tersalvi, am Freitag im Deutschlandfunk. Es sei zu früh, von einer Trendwende zu sprechen. Es sei ein erstes „gutes Signal“, dass sich das Tempo der bestätigten Neuinfektionen verlangsamt habe.

Die Lage in den sechs Krankenhäusern der Provinz Bergamo sei weiter „sehr kritisch“, sagte Tersalvi. Die Kliniken seien voll mit Intensivpatienten und „am Limit“. Etwas Entlastung verschaffe die hausärztliche Versorgung. Viele weniger schwer Erkrankte würden zu Hause behandelt. „Das hilft“, sagte Tersalvi, der die Zusammenarbeit aller Kliniken in der Provinz steuert.

Welche Fehler in Norditalien zu Beginn der Corona-Krise gemacht wurden, sei noch nicht abschließend zu bewerten. „Das kann man jetzt nur schwer sagen. Wir sind noch zu sehr im Notfallmodus“, sagte Tersalvi. Die medizinische Aufnahmekapazitäten seien verdoppelt worden. Man hätte aber schneller mit Ausgangssperren reagieren können. Die italienische Bevölkerung sei sehr alt, und die Lungenkrankheit Covid-19 betreffe vor allem Alte, sagte Tersalvi. Das habe für „sehr große Probleme und sehr viele Todesfälle gesorgt“.

NRW: Abi-Prüfungen um drei Wochen verschoben

Die Abitur-Prüfungen in Nordrhein-Westfalen sollen um drei Wochen verschoben werden. Das meldet die Düsseldorfer „Rheinische Post“ unter Berufung auf informierte Kreise. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) wird in einer Pressekonferenz am Freitagvormittag die genauen Pläne vorstellen. Die Prüfungen sollten ursprünglich direkt nach den Osterferien – also ab dem 20. April – losgehen. Rund 90 000 Schüler lernen zurzeit in NRW fürs Abitur.

Zahl der Infektion in Russland auf über 1000 gestiegen

In Russland ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle nach Behördenangaben um 196 auf 1036 gestiegen. Das ist der bislang höchste Zuwachs binnen eines Tages. Zudem wurde ein weiterer Todesfall gemeldet. Damit sind nun vier Menschen in Russland an den Folgen der Infektion gestorben.

Am Donnerstag hatte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow erklärt, in Russland gebe es derzeit keine Coronavirus-Epidemie. Die Lage sei viel besser als in vielen anderen Ländern.

Online-Lachtraining als Stütze in der Corona-Krise

Wem Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote in der Corona-Krise auf die Psyche schlagen, der könnte es einmal mit Online-Lachtraining versuchen.

Der Lachclub am Münchner Westpark trifft sich nun jeden Sonntag um 11 Uhr im Videochat, teilte eine Sprecherin am Freitag mit. „Ich weiß von ganz vielen Leuten, denen die Decke auf den Kopf fällt“, sagte sie.

25 bis 35 Teilnehmer gibt es den Angaben zufolge aktuell pro Sitzung, täglich werden es mehr. Doch mit „Hihihi“ und „Hohoho“ hat das sogenannte Lachyoga nichts zu tun. „Das ist der große Irrtum, den viele beim Lachtraining haben“, sagte die Sprecherin. Stattdessen gehe es um Atemübungen und darum, zu lächeln – das natürliche Lachen käme dann von allein.

Giffey rechnet mit Zunahme von Gewalt gegen Frauen

Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD) hat wegen einer möglichen Zunahme häuslicher Gewalt gegen Frauen in der Corona-Krise die Bundesländer dazu aufgefordert, bei überfüllten Frauenhäusern Hotelzimmer als Schutzräume anzumieten. „Derzeit leerstehende Hotels können für Frauen, die vor Gewalt fliehen, geöffnet werden“, sagte Giffey der Düsseldorfer „Rheinischen Post“.

„Die Fallzahlen häuslicher Gewalt, die sich in aller Regel gegen Frauen und Kinder richtet, werden voraussichtlich zunehmen“, sagte die SPD-Politikerin. Sie sei mit ihren Länderkolleginnen und -kollegen im intensiven Austausch über die Lage und konkrete Maßnahmen. Giffey verwies auf Beispiele wie die Stadt Kassel, die Ferienwohnungen, die wegen ausbleibender Touristen leerstehen, für Frauen in Not angemietet habe. „Berlin hat zwei ganze Hotels als Schutzräume gebucht“, sagte Giffey.

Dax winkt größter Wochengewinn seit 2011

Den aktuellen Kursverlusten zum Trotz steuert der Dax auf den größten Wochengewinn seit mehr als acht Jahren zu. Er notiert zwar 2,1 Prozent unter seinem Schlusskurs vom Donnerstag, hat in den vergangenen Tagen dank der billionenschweren Konjunkturprogramme diverser Regierungen aber insgesamt knapp zehn Prozent zugelegt.

Die bisherige Monatsbilanz sieht dagegen düster aus: Mit einem Minus von bislang gut 17 Prozent droht dem deutschen Leitindex der größte März-Verlust seiner Geschichte.

US-Schauspieler Mark Blum an Corona gestorben

Der New Yorker Film- und Theaterschauspieler Mark Blum ist mit 69 Jahren an den Folgen von Covid-19 gestorben. Seine Infektion mit dem neuen Coronavirus habe zu Komplikationen geführt, denen der Darsteller schließlich erlegen sei, teilte die Schauspielergewerkschaft Screen Actors Guild am Donnerstag mit.

Blum wurde mit Filmen wie „Desperately Seeking Susan“ und „Crocodile Dundee“ bekannt. Er spielte regelmäßig in dem New Yorker Off-Broadway-Theater „Playwright Horizons“, das auf Twitter der Trauer der Kollegen Ausdruck verlieh: „Danke für alles, was du für unser Theater gemacht hast, Mark“, heißt es. „Wir werden dich vermissen.“ Dazu veröffentlichte das New Yorker Haus einige Szenenbilder alter Bühnenstücke.

FC Barcelona kürzt Fußballstars das Gehalt

Nach dem Scheitern von Verhandlungen über einen Gehaltsverzicht mit seinen Stars hat der FC Barcelona dem Team und vielen Mitarbeitern die Arbeitszeit und damit den Lohn gekürzt. Der spanische Fußballmeister begründete die Eingriffe in die Verträge mit den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie.

Laut spanischem Recht können Unternehmen im Falle höherer Gewalt zu solchen Mitteln greifen. Zuvor hatte der Club mit den Profis um Superstar Lionel Messi keine Einigung über eine freiwillige Gehaltskürzung erzielen können, wie spanische Medien berichteten.

Auch die spanische Liga hat wegen der Corona-Krise den Spielbetrieb vorläufig ausgesetzt. Zudem fehlen dem FC Barcelona die Einnahmen aus der Champions League, von Sponsoren und aus weiteren Quellen wie dem Vereinsmuseum, um sein teures Ensemble entlohnen zu können. Es wird erwartet, dass weitere spanische Erstligisten dem Beispiel des FC Barcelona folgen.

Virtuelles Festival soll Hamburgs Kulturszene helfen

Hamburgs Kulturszene liegt – wie im ganzen Land – am Boden. Keine Konzerte, kein Theater, keine Drehs. Dem Kultursterben soll jetzt das „Keiner kommt, alle machen mit“ -Festival entgegenwirken. Dazu sind möglichst viele Hamburger aufgerufen, 22 Euro Eintritt in Form einer Spende zu zahlen.

„Verrückte Zeiten brauchen verrückte Ideen, um die Krise erträglicher zu machen und daher bewerben wir ein Festival, das es nicht gibt, mit Künstlern die nicht kommen, um Spenden zu sammeln mit Kreativität und Humor“, erklärt Initiator Lars Meier, Vorstand von MenscHHamburg e.V. und Geschäftsführer der Gute Leude Fabrik.

„Keiner kommt, alle machen mit. Top Aktion zur Unterstützung der Hamburger Kulturszene“, meint Sänger Aki Bosse. Johannes Strate, Sänger von Revolverheld sagt: „Völlig klar, dass jeder jetzt sein Geld zusammen halten muss, aber wenn wir die Hamburger Kultur jetzt nicht retten, geht ein wichtiger Teil unserer Stadt unwiederbringlich kaputt.“

Australien steckt alle Heimkehrer in Quarantäne

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie schickt die Regierung Australiens alle aus dem Ausland heimkehrenden Bürger für zwei Wochen in Quarantäne. Sie würden direkt vom Flughafen in Hotels oder andere Unterkünfte gebracht, sagte Premierminister Scott Morrison am Freitag in Canberra. Die Kosten der Unterbringung trügen die jeweiligen Bundesstaaten. Die neue Verordnung soll an diesem Samstag ab Mitternacht in Kraft treten.

In Australien gibt es bisher gut 3000 bestätigte Covid-19-Fälle. Bei mehr als zwei Dritteln der Infizierten handele es sich um Australier, die aus dem Ausland zurückgekehrt seien, sagte Morrison. In den vergangenen Tagen trafen täglich rund 7000 Australier aus Übersee auf den fünften Kontinent ein. Morrison rief alle Bürger auf, so schnell wie möglich nach Hause zu fliegen. „Es wird nicht sehr lange dauern, dass es sehr schwer wird heimzukehren.“

Statistiker: „Die Leute werden Fett ansetzen“

Der Dortmunder Statistik-Professor Walter Krämer warnt davor, das Kontaktverbot zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu lange aufrechtzuerhalten, da sonst tödliche Folgekrankheiten zunehmen könnten.

„Die Leute werden Fett ansetzen, es wird Diabetes zunehmen, es wird häusliche Gewalt zunehmen, und es werden Selbstmorde zunehmen“, sagte Krämer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Wenn die Einschränkungen zu lange andauerten, drohten ernsthafte Probleme für die Gesundheit der Bundesbürger.

„Zwei, drei Wochen ohne Sport und mit zu viel Essen und in sozialer Isolation sind kein Problem“, sagte der Statistiker. „Aber wenn wir diesen Zustand deutlich länger durchhalten müssten, wäre der Nutzen geringer als die Kosten.“ Schon jetzt seien Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland die Todesursache Nummer eins. Daran stürben pro Jahr rund 300 000 Menschen. „Es ist bekannt, dass Übergewicht und zu wenig Bewegung diese Erkrankungen befördern.“

Krämer ist Spezialist für Sozial-, Wirtschafts- und Gesundheitsstatistik und lehrt an der Technischen Universität Dortmund.

 

London: Hunde sollen Virus erschnüffeln

In Großbritannien sollen Hunde dafür trainiert werden, mit ihrem extrem ausgeprägten Geruchssinn möglicherweise Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zu erschnüffeln.

Die Wohlfahrtsorganisation Medical Detection Dogs (etwa: Hunde in der medizinischen Diagnose) ging für dieses Projekt eine Partnerschaft mit Wissenschaftlern ein, wie sie am Freitag mitteilte. Den Plänen zufolge sollen die feinen Nasen der Vierbeiner innerhalb von sechs Wochen derart für den von Covid-19 – der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit – ausgehenden Geruch sensibilisiert werden, dass sie zur Diagnose eingesetzt werden können.

„Grundsätzlich sind wir uns sicher, dass Hunde Covid-19 entdecken könnten“, erklärte die Vorsitzende von Medical Detection Dogs, Claire Guest. Derzeit würden noch Methoden geprüft, wie der von Corona-Patienten ausgehende Geruch eingefangen werden könne, um ihn den Hundenasen zu präsentieren. Hunde werden bereits zur Entdeckung anderer Krankheiten wie Krebs oder Diabetes eingesetzt. Medical Detection Dogs hat schon diverse derartige Trainingsprogramme für die Vierbeiner ausgeführt.

 

Krankenhausgesellschaft: Kurve MUSS nächste Woche abflachen

Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, appelliert an die Bevölkerung, sich an das Kontaktverbot zur Eindämmung des Coronavirus zu halten. „Ich bin zuversichtlich, dass wir es zumindest jetzt einmal für die nächsten zwei Wochen schaffen werden, italienische Verhältnisse zu vermeiden, dass unsere Kapazitäten an den Beatmungsplätzen auf jeden Fall ausreichen werden in den kommenden zwei Wochen“, sagt Gaß im ZDF. Aber: „Die andere Seite muss eben auch funktionieren. Wir müssen Anfang, Mitte nächster Woche sehen, dass sich die Kurve abflacht, damit die Zahl der Patienten nicht, ja, ins Unendliche wächst, denn auch dann ist ein so gutes System wie in Deutschland bei allem Engagement aller Krankenhäuser überfordert.“

Frankreich: Fast 1700 Tote

In Frankreich sind binnen eines Tages 365 weitere Menschen infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Damit liege die Gesamtzahl bei 1696, teilten die Gesundheitsbehörden mit. In der Statistik werden allerdings bislang nur die Patienten geführt, die in Krankenhäusern der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erlegen sind, nicht aber diejenigen in Alten- und Pflegeheimen. Diese Daten sollen in Kürze mit aufgenommen werden, wodurch die Gesamtzahl der Todesfälle dann drastisch steigen dürfte.

Die Zahl der Infizierten stieg binnen 24 Stunden um 16 Prozent auf 29 155.

Großbritannien: Erstmals mehr als 100 Tote an einem Tag

In Großbritannien hat das Coronavirus 115 Menschen binnen 24 Stunden getötet. Dadurch stieg die Gesamtzahl der Toten auf 578. Die Zahl der offiziell registrierten Infektionsfälle liegt bei 11 658. Das sind 2000 mehr als am Mittwoch.

Deutschland nimmt 47 italienische Patienten auf

Deutschland will weitere schwer erkrankte Corona-Patienten aus Italien aufnehmen. Das Auswärtige Amt berichtete am Donnerstagabend auf Twitter von Zusagen aus verschiedenen Bundesländern zur Behandlung von 47 Intensivpatienten. Außenminister Heiko Maas (SPD) schrieb dazu unter italienischer Flagge: „Wir stehen an der Seite unserer Freundinnen & Freunde.“ Beteiligt sind unter anderem Kliniken in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen, Hessen und Berlin.

In anderen Bundesländern werden bereits Intensivpatienten aus Frankreich und Italien behandelt. Beide Länder sind von der Pandemie besonders betroffen. Thüringen kündigte an, ein Team der Universitätsklinik Jena zur Versorgung von Covid-19-Patienten nach Italien zu schicken. Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Solidarität ist das Gebot der Stunde.“

Betrunkener bespuckt Polizisten und droht mit Corona

Ein Autofahrer (36) fuhr in Alfter (Rhein-Sieg-Kreis) mit einem Kastenwagen Schlangenlinien, hielt eine Bierflasche in der Hand.

Als ihn eine Streife stoppte, beleidigte er die Polizisten, hustete sie an, bespuckte sie und behauptete, er komme aus der Corona-Hochburg Heinsberg.

Schließlich hatten die Beamten genug, nahmen den Mann in Gewahrsam. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren.

Sachsen-Anhalt: Diebe plündern Klinik-Lager systematisch

Dreister Diebeszuges im Merseburger Carl-von-Basedow-Klinikum! Bei einer Kontrolle der Desinfektionsmittelbestände fiel der Klinikleitung auf, dass das Lager systematisch geplündert wurde: Es fehlen große Mengen an Desinfektionsflüssigkeit, außerdem FFP-3-Atemschutzmasken und komplette Schutzanzüge, die im ITS-Bereich dringend gebraucht werden.

Nach BILD-Informationen ist der geplünderte Lagerbereich besonders geschützt. Details lesen Sie hier!

Flüchtling positiv auf Corona getestet – Großeinsatz in Augsburg!

Weil ein Flüchtling positiv auf Corona getestet wurde, musste die Polizei Donnerstag zu einem Großeinsatz anrücken.

Eine Gruppe von 20 bis 30 Flüchtlingen aus Gambia und Nigeria wollte unbedingt verlegt werden.

Mehr lesen Sie in unserem Artikel zum Thema.

Afghanistan lässt 10 000 Gefangene frei

Afghanistan will wegen der Corona-Krise mindestens 10 000 Gefangene freilassen.

Es handele sich um Häftlinge über 55 Jahre, teilt das Büro von Präsident Ashraf Ghani mit. Er habe ein entsprechendes Dekret erlassen. Unter den Gefangenen, die freikommen sollen, seien keine Angehörige der radikal-islamischen Taliban oder von ISIS.

Niederländisches Königspaar sagt Staatsbesuch in Deutschland ab

Das niederländische Königspaar hat wegen der Corona-Krise den für Juni geplanten Staatsbesuch in Deutschland abgesagt. Der Besuch sei bis auf Weiteres verschoben worden, teilte der Hof am Donnerstag in Den Haag mit.

König Willem-Alexander und seine Frau Máxima sollten vom 2. bis 4. Juni Berlin besuchen. Es sollte der Abschluss einer Reihe von Besuchen des Paares in verschiedenen Bundesländern sein.

Elfter Toter in Würzburger Corona-Seniorenheim!

Im Würzburger Seniorenheim Ehehaltenhaus/St.Nikolaus gibt es einen elften Corona-Toten, wie das Landratsamt Würzburg am Donnerstagabend mitteilte.

Von 149 Heimbewohnern seien 29 weitere positiv getestet worden, sagte Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU). Er ist auch Vorsitzender des Stiftungsrates des Würzburger Bürgerspitals, zu dem die Einrichtung gehört. Von den 86 Mitarbeitern seien 33 positiv getestet.

Eine Entscheidung über eine mögliche Evakuierung oder eine andere Trennung der gesunden von erkrankten Bewohnern sei noch nicht getroffen worden.

Italien: 6153 neue Infizierte, 662 Tote in 24 Stunden

In Italien steigt die Zahl der Corona-Toten erneut deutlich an. Binnen 24 Stunden starben 662 Menschen, insgesamt gibt es in Italien damit jetzt 8165 Todesopfer.

Die Zahl der Infektionen stieg um 6153 neue Fälle auf insgesamt 80 539.

Trump will Soldaten an Grenze zu Kanada schicken

US-Präsident Donald Trump will Soldaten an die Grenze zu Kanada schicken, um die dortigen Zoll- und Grenzschutzeinheiten der USA zu unterstützen.

Nach dem Plan würden knapp tausend Soldaten an die Grenze zu Kanada entsandt sowie mehrere Hundert zusätzliche Soldaten an die zu Mexiko, verlautet aus US-Regierungskreisen.

In Kanada stößt die Idee auf Kritik. Eine Stationierung von Soldaten an der gemeinsamen Grenze lehne sie strikt ab, erklärt Vize-Regierungschefin Chrystia Freeland. In Kanada sind nach Angaben der Gesundheitsbehörden bislang 35 Menschen an Covid-19 gestorben, 3409 Menschen haben sich mit dem Coronavirus infiziert, das die Lungenkrankheit auslösen kann.

Hustattacke auf irischen Gesundheitsminister

Der irische Gesundheitsminister Simon Harris ist nach eigenen Angaben auf dem Weg in sein Ministerium in Dublin zum Opfer einer Hustattacke geworden.

„Ein Mann und eine Frau auf der Straße dachten, es sei lustig, zu mir zu kommen und mich laut anzuhusten und dann lachend wegzulaufen“, sagte Harris bei einer Pressekonferenz. Es scheine einen Trend zu geben, ähnliche Hustattacken als Mutprobe zu filmen und in soziale Netzwerke zu stellen, so der Minister. „Denken Sie einfach mal daran, wenn das ihre Oma oder ihr Opa wäre, ihr Vater oder ihre Mutter oder der Freund mit gesundheitlichen Problemen.“ Das sei kein Spiel und Irland werde solche Vorfälle mit aller Macht, die dem Staat zur Verfügung stehe, verfolgen.

Nürtingen: Alle Beatmungsplätze belegt – Patienten ausgeflogen!

Die Medius Klinik Nürtingen hat sich seit Wochen auf die Corona-Pandemie vorbereitet, die Zahl der Beatmungsplätze auf 18 erhöht. Jetzt sind schon alle belegt – Patienten mussten ausgeflogen werden.

BILD erfuhr: Vier Patienten im Alter von 36 bis 60 Jahren waren mit anfänglichen Symptomen ins Krankenhaus eingewiesen worden. Ihr Zustand verschlechterte sich rapide. Freie Beatmungsplätze gab es für sie aber nicht mehr.

Klinikleiter Norbert Nadler (56) bestätigt: „Wir sind von der Notfallversorgung herausgenommen, weil alle Beatmungsplätze belegt sind. Die Patienten wurden per Hubschrauber und Krankenwagen unter anderem nach Tübingen und Esslingen verlegt.“

Tui bietet kostenloses Umbuchen von Mai-Reisen

Tui reagiert auf die Verunsicherung vieler Urlauber – und bietet Kulanz bei Umbuchungen: Urlauber können ihre gebuchten Mai-Reisen angesichts der Unsicherheit wegen der Corona-Krise kostenlos verschieben. Tui folgt damit anderen Großveranstaltern wie DER Touristik und FTI.

Portugal: Anstieg der Corona-Todesopfer

Die Corona-Krise spitzt sich auch in Portugal zu. Die Zahl der Todesopfer kletterte am Donnerstag um 17 auf insgesamt 60, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Das ist ein Anstieg von fast 40 Prozent in nur 24 Stunden.

Die Zahl der Bürger, die sich mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierten haben, stieg unterdessen um 18 Prozent auf mehr als 3500.

Von den Infizierten lagen am Donnerstag den amtlichen Angaben zufolge insgesamt 252 Covid-19-Kranke in Krankenhäusern, davon 61 auf Intensivstationen..

35 000 Dollar Schaden! Frau hustet in US-Supermarkt auf Ware

Ein Supermarkt im Ort Hanover Township (US-Bundesstaat Pennsylvania) musste nach eigenen Angaben Produkte im Wert von rund 35 000 US-Dollar (32 000 Euro) wegwerfen, weil eine Kundin gezielt auf ausgelegte frische Waren gehustet hatte.

Es mache ihn krank, Essen wegzuwerfen, schrieb einer der Eigentümer des Ladens auf Facebook – insbesondere in Zeiten wie diesen. Aber: „Wir hatten keine andere Wahl.“

Mehr als 15 Mitarbeiter seien mit der Aufräumaktion beschäftigt gewesen, „obwohl wir nicht glauben, dass die Frau wirklich infiziert ist“.

Die örtliche Polizeidienststelle erklärte, die Frau sei in einem Krankenhaus auf ihren psychischen Zustand hin untersucht worden. Gegen sie werde ermittelt.

China schließt Grenzen für die meisten Ausländer

Aus Angst vor einer zweiten Corona-Welle will China den meisten Ausländern die Einreise ins Land verwehren.

Die Maßnahme trete am Samstag in Kraft und gelte auch für Ausländer mit gültigen Visa beziehungsweise einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung, erklärte am Donnerstag das Außenministerium in Peking. Es sprach zugleich von einem „vorläufigen“ Schritt, wie er auch von anderen Ländern vorgenommen worden sei.

Corona-Infizierte sollen alles in den Restmüll schmeißen

Corona-Infizierte in Baden-Württemberg sollen ihren Hausmüll sicher entsorgen. Wie die Landeshauptstadt Stuttgart am Donnerstag mitteilte, muss der Abfall aus Haushalten, in denen positiv getestete Menschen in Quarantäne leben, grundsätzlich als Restmüll entsorgt werden.

Dies gelte insbesondere für Taschentücher, Aufwischtücher, Hygieneartikel, Schutzkleidung und Abfälle aus Desinfektionsmitteln. Anschließend sollten die Müllsäcke fest zugeknotet werden.

Falls die Sammelmülltonnen voll seien, dürften die Säcke nicht daneben gestellt werden. Stattdessen müssten sie bis zur nächsten Abholung an einem möglichst kühlen Ort gelagert werden. Auf diese Weise würden Familienmitglieder, Mitbewohner, Nachbarn sowie Mitarbeiter der Abfallwirtschaft Stuttgart besser vor Ansteckung geschützt.

Einige Kliniken lassen Väter nicht mehr in den Kreißsaal

Wegen des Corona-Ansteckungsrisikos verbieten einige Kliniken Vätern, bei der Geburt ihres Kindes dabei zu sein. „Manche wollen das Risiko lieber nicht eingehen“, sagte Eduard Fuchshuber von der Bayerischen Krankenhausgesellschaft am Donnerstag in München. „Es wäre einfach eine Katastrophe, wenn das Virus dadurch eingeschleppt würde.“ In wie vielen Kliniken in Bayern werdende Väter draußen bleiben müssen, sei aber unklar.

Mitarbeiter von Lidl, Kaufland und Real kriegen Bonuszahlungen

Die Mitarbeiter von Supermärkten leisten derzeit Außergewöhnliches – und werden dafür jetzt mit Bonus-Zahlungen belohnt.

► Jeder der 140 000 Mitarbeiter in den Filialen, in der Logistik und in den Produktionsbetrieben von Lidl und Kaufland erhält im April eine Sonderzahlung von bis zu 250 Euro, teilte am Donnerstag die Schwarz-Gruppe mit, zu der die beiden Ladenketten gehören. Insgesamt lässt sich der Handelsriese die Prämien rund 35 Millionen Euro kosten.

Der Bonus soll als Warengutschein ausgezahlt werden.

► Auch die SB-Warenhauskette Real kündigte einen Bonus an. Die Beschäftigten sollen in der Woche vor Ostern Warengutscheine im Gesamtwert von 100 Euro erhalten – unabhängig davon, ob die in Voll- oder Teilzeit arbeiten.

► Zuvor hatte bereits Rewe eine Prämie für seine Mitarbeiter und die Beschäftigten der konzerneigenen Discountkette Penny angekündigt.

Ärztepräsident: „Besorgen Sie sich Schutzmasken und tragen diese!“

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert die Menschen zum Tragen von Atemschutzmasken auf. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte er:

Mein Rat: Besorgen Sie sich einfache Schutzmasken oder basteln Sie sich selbst welche und tragen Sie diese im öffentlichen Raum. Diese Masken garantieren keinen Schutz vor Ansteckung. Aber sie können ein wenig helfen, das Risiko zu verringern, andere anzustecken oder selbst angesteckt zu werden.

Auf professionellere Schutzmasken der Kategorien FFP2 und FFP3 solle man jedoch verzichten. Sie seien im Alltag nicht erforderlich und würden dringend von Ärzten und Krankenpflegern oder Menschen mit Vorerkrankungen benötigt.

Polizei nimmt Klopapier-Kundin mit – sie setzte sich aufs Kassenband

Kuriose Szenen in einem Supermarkt im oberbergischen Bergneustadt: Weil eine Kundin nur eine Packung Toilettenpapier kaufen durfte, setzte sich die Frau (54) aus Protest auf das Kassenband. Die Polizei musste sie schließlich in Handschellen abführen.

Hier lesen Sie den ganzen Artikel dazu!

Leipzig: Corona-Polizei erfindet 5-Kilometer-Regel

„Guten Tag, Polizei, warum sind Sie mehr als zwei?“ So oder so ähnlich kontrollieren die Behörden in Sachsen derzeit die Einhaltung der neuen Ausgangsregeln während der Corona-Krise. Blöd nur, dass diese nicht ganz eindeutig formuliert sind – und die Polizei selbst nicht mehr weiß, was die Bürger jetzt noch dürfen. Oder besser: was nicht.

So waren am Mittwoch gleich 30 Beamte am Cospudener See im Einsatz, die schließlich 189 Menschen erklärten, man dürfe sich nicht weiter als fünf Kilometer vom Wohnort entfernen. Wer außerhalb des Radius dort herumspazierte, kassierte direkt eine Anzeige! Insgesamt 31 Verstöße notierten die Ordnungshüter.

Hier lesen Sie den ganzen Artikel zum Thema!

Mann aus Aachen klagt gegen Kontaktsperre

Das klingt einfach unfassbar egoistisch!

Ein Mann aus Aachen klagt gegen das von der Landesregierung in NRW erlassene Kontaktverbot!

Der Kläger will sich auch weiterhin mit seinen Freunden in der Öffentlichkeit treffen. Zur Zeit ist das in NRW nur mit zwei Freunden erlaubt – nicht aber für Gruppen. Dadurch soll die Corona-Pandemie eingedämmt und Risikogruppen geschützt werden. Dem Kläger ist die Gesundheit anderer aber offenbar ziemlich schnurz.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster müsse jetzt prüfen, ob die Rechtsverordnung der Landesregierung verhältnismäßig ist und ob es eine Rechtsgrundlage gibt, so eine Sprecherin.

Das OVG will in der nächsten Woche entscheiden.

Autohäuser schicken Mitarbeiter in Kurzarbeit

Im deutschen Autohandel gibt es nahezu flächendeckend Kurzarbeit. Rund 70 Prozent der Autohäuser und Kfz-Betriebe hätten bereits Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen, berichtete der Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Für die Mitarbeiter im Verkauf hätten sogar 90 Prozent der Betriebe Kurzarbeit beantragt.

G20 stecken zusammen 5 Billionen Dollar in die Weltwirtschaft

Die G20-Staaten nehmen große Summen in die Hand, um der Corona-Krise zu trotzen: „Im Zuge unserer gezielten finanzpolitischen und wirtschaftlichen Maßnahmen und Bürgschaften investieren wir mehr als fünf Billionen Dollar in die Weltwirtschaft, um den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Pandemie zu begegnen“, erklärten die G20-Staaten am Donnerstag nach einer Videokonferenz. Umgerechnet sind das gut 4,5 Billionen Euro.

Die G20 sagten zu, mit internationalen Organisationen wie der Weltgesundheitsheitsorganisation (WHO) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zusammenzuarbeiten, um ein „robustes“ Finanzpaket auf den Weg zu bringen.

Mehr als 1000 Corona-Fälle in Saudi-Arabien

Als erstes Land der arabischen Welt hat Saudi-Arabien mehr als 1000 Corona-Infizierte gemeldet. Innerhalb eines Tages seien 112 neue Fälle hinzugekommen, wodurch die Gesamtzahl auf 1012 gestiegen sei, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit.

Cuxhaven schließt Strände für Auswärtige

Sie Stadt Cuxhaven sperrt ihre Strände für auswärtige Besucher. Nur Cuxhavener, die ihren ersten Wohnsitz in der Nordseestadt haben, dürfen den Strand nutzen, wie Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD) am Donnerstag mitteilte.

Hannover plant Corona-Behelfskrankenhaus auf Messegelände

Auf dem Messegelände in Hannover soll ein Behelfskrankenhaus zur Behandlung von Corona-Patienten eingerichtet werden. Dort sollten weniger schwer Erkrankte behandelt werden können, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Donnerstag in Hannover. Das Krankenhaus soll auf zwei Messehallen verteilt über 500 Betten verfügen.

Erstem Corona-Patienten aus Gangelt geht es besser

Keine Lebensgefahr mehr! Der lange Zeit ernste Zustand des ersten bestätigen Corona-Patienten in NRW hat sich deutlich gebessert.

Der 47-Jährige aus Gangelt im Kreis Heinsberg müsse nicht mehr beatmet werden, teilte die Düsseldorfer Universitätsklinik am Donnerstag mit. Dort war der Mann vor rund vier Wochen mit seiner Frau aufgenommen worden.

Wie es ihm genau geht, wo er jetzt behandelt wird, was mit seiner Frau ist – das lesen Sie alles hier!

Spanien verlängert Ausgangssperre bis Mitte April ++ „Sind im Krieg“

Spanien verlängert die Ausgangssperre wegen der Corona-Krise bis mindestens 12. April. „Ich bin überzeugt, dass die einzige effiziente Option gegen das Virus die soziale Isolation ist“, sagte Ministerpräsident Pedro Sanchez.

Spanien ist das nach Italien am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa. „Wir befinden uns in einem echten Krieg, um Beatmungsgeräte, Gesichtsmasken und Schnelltestsätze zu bekommen“, sagte Regierungssprecherin Maria Jesus Montero dem Sender Telecinco.

Aber es gibt Hoffnung: Die Zahl der Todesopfer stieg über Nacht um 655 auf 4089. Das waren weniger als die 738 registrierten am Vortag. Gesundheitsminister Salvador Illa sagte, dass die Daten „uns glauben lassen, dass wir eine Stabilisierungsphase beginnen“. Die Zahl der bestätigten Fälle stieg um 18 Prozent auf 56 188 und damit auch langsamer als in den vergangenen Tagen.

Spahn: Vor Ostern keine Lockerung

Die drastischen Einschränkungen zur Corona-Eindämmung werden wohl noch mindestens zwei Wochen andauern. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte am Donnerstag, erst nach Ostern könne über eine Lockerung gesprochen werden. Dann werde es Gespräche der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten geben, wo man stehe.

Vorher müsse eine Verlangsamung der Virus-Ausbreitung gelingen. „Wir können dann nach Ostern möglicherweise über eine Veränderung reden, wenn wir bis Ostern alle miteinander konsequent sind“, sagte der CDU-Politiker.

Statistiker kommen zu der Einschätzung, dass sich die Zuwachsrate bereits verlangsamt hat. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul rechnet mit einer Normalisierung nur in vorsichtigen Schritten, etwa indem bei Jüngeren angefangen werde. Dies empfiehlt auch der Virologe Christian Drosten.

Polizei: Sonnenbaden ist NICHT erlaubt

Die Sonne scheint, das Wochenende steht vor der Tür – und die Berliner Polizei macht sich Sorgen!

Man beobachte, dass es die Menschen in die Parks ziehe, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik. Die meisten seien regelkonform unterwegs, aber es seien eben sehr viele Menschen.

Die Polizei weise daher darauf hin, dass zwar Bewegung und Sport draußen erlaubt sei, ebenso ein kurzes Ausruhen und Verweilen an einer Stelle. Aber das Niederlassen auf Decken, das Sonnen und längere Sitzen an einer Stelle draußen sei VERBOTEN, sagte Slowik:

Alles, was zum längeren Aufenthalt führt (…) ist nicht zulässig und wird von den Einsatzkräften angesprochen und geahndet werden. Das ist sicher außerordentlich bedauerlich bei diesem wunderbaren Wetter, aber es entspricht so der Eindämmungsverordnung.

Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen bieten Italien Hilfe an

Mecklenburg-Vorpommern ist nach Angaben von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) bereit, an Krankenhäusern im Land sechs schwerkranke Covid 19-Patienten aus Italien aufzunehmen. Dafür kämen die Uni-Kliniken in Rostock und Greifswald sowie die Klinik in Schwerin in Frage.

Auch Niedersachsen will nach einer Anfrage aus Italien Corona-Patienten aus dem Land aufnehmen. Das sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Donnerstag in Hannover.

Frankreich: Patienten über 80 werden nicht mehr intubiert

Die Zeitung „Die Welt“ berichtet von italienischen Verhältnissen in Frankreich: Ein Team von deutschen Ärzten habe bei einem Besuch in Straßburg festgestellt, dass im Elsass längst die Triage regiere. Heißt: Patienten werden nach Überlebenschancen sortiert.

Brigitte Klinkert, Präsidentin des französischen Departements Haut-Rhin, zur „Welt“: „Wir betreiben bereits seit zwei Wochen Triage. Patienten über 80, über 75, an manchen Tagen auch über 70 können nicht mehr intubiert werden, weil uns einfach die Beatmungsgeräte fehlen. Man kann es gar nicht oft genug sagen, weil nicht nur die deutschen Nachbarn, auch die Franzosen außerhalb des Elsass sich die Lage hier noch nicht klarmachen.“

KEINE bundesweite Quarantäne-Pflicht für Nicht-EU-Ausländer

Das Corona-Krisenkabinett der Bundesregierung hat sich NICHT auf eine bundeseinheitliche Verpflichtung zur häuslichen Quarantäne nach Einreise aus einem Nicht-EU-Staat verständigt. Wie die Nachrichtenagentur dpa aus Regierungskreisen erfuhr, stieß ein entsprechender Vorschlag aus dem Innenministerium auf wenig Resonanz und wurde deshalb am Donnerstag nicht auf die Tagesordnung gesetzt.

Deutsche auf Kreuzfahrtschiff vor Australien gefangen

Australien hat am Donnerstag ein Kreuzfahrtschiff mit sieben Corona-Fällen und überwiegend deutschen Passagieren an Bord angewiesen, australische Gewässer zu verlassen! Andernfalls werde er die Regierung um den Einsatz der Marine bitten, sagte Westaustraliens Regierungschef Mark McGowan. Niemand werde an Land gelassen, „es sei denn, ein Passagier befindet sich in einer lebensbedrohlichen Notlage“, sagte er.
Sieben Menschen an Bord der „MS Artania“, die in der Nähe des Hafens von Fremantle vor Anker liegt, wurden positiv auf das Coronavirus getestet.
Die Betreiber wollen die überwiegend deutschen Passagiere nach eigenen Angaben eigentlich am Samstag von Australien aus per Charterflug heimfliegen. „Wir hoffen, dass das so klappt. Die Gespräche mit der deutschen Botschaft und den australischen Behörden laufen noch“, sagte eine Sprecherin des Bonner Reiseveranstalters Phoenix.

Til Schweiger genervt vom Verhalten anderer Menschen

Til Schweiger (56) hat es satt, dass trotz der Corona-Krise Menschen nicht ausreichend Abstand zueinander halten. Häufig gingen die Menschen, die ihm entgegenkommen, einfach unachtsam weiter geradeaus, berichtete er auf Instagram. „Wenn du einfach mal nicht ausweichst, dann gehen die ganz eng bei dir vorbei“, sagte der Schauspieler und Produzent in einer Videobotschaft. Aufgenommen hat Schweiger das Video bei einem Spaziergang im Hamburger Hirschpark – eine der wenigen Aktivitäten, die sich derzeit mit den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vereinbaren lassen.

Klöckner: Personalengpässe bei Lebensmittelversorgung

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) beklagt Personalengpässe in der Lebensmittelversorgung. Die Reisebeschränkungen für ausländische Saisonarbeitskräfte mache sich bemerkbar, sagt sie. Dies gelte für Schlachtbetriebe und Molkereien. Es gehe nicht nur um die Spargelernte sondern auch um die Aussaat von Getreide, wo Personal fehle. Man setze jetzt auf Hilfe etwa von Studenten.
Leichter Spott kam Klöckner beim Thema Hamsterkäufe über die Lippen: „Ich glaube auch, dass irgendwann unser Grundbedarf an Toilettenpapier in jedem Haushalt hoffentlich gedeckt ist für die nächste Zeit.“

Klöckner: Personalengpässe bei Lebensmittelversorgung

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) beklagt Personalengpässe in der Lebensmittelversorgung. Die Reisebeschränkungen für ausländische Saisonarbeitskräfte mache sich bemerkbar, sagt sie. Dies gelte für Schlachtbetriebe und Molkereien. Es gehe nicht nur um die Spargelernte sondern auch um die Aussaat von Getreide, wo Personal fehle. Man setze jetzt auf Hilfe etwa von Studenten.
Leichter Spott kam Klöckner beim Thema Hamsterkäufe über die Lippen: „Ich glaube auch, dass irgendwann unser Grundbedarf an Toilettenpapier in jedem Haushalt hoffentlich gedeckt ist für die nächste Zeit.“

Zitat des Tages von Brandenburgs Ministerpräsident

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat im „BB Radio“ wahre Worte über Hamsterkäufe verloren: „Nicht einer alleine von uns kommt gut durch diese Krise, weil er zuhause 100 Rollen Klopapier gehortet hat, sondern wir schaffen’s alle nur gemeinsam.“

Forscher starten Corona-Archiv

Wissenschaftler aus Gießen, Bochum und Hamburg haben das Projekt „coronarchiv“ gestartet, das die Pandemie aus Sicht der Bürger dokumentieren soll. Zurzeit seien in Presse und Social Media Bilder, O-Töne und Videos zur Krise omnipräsent, teilte die Universität Gießen am Donnerstag mit.
Für das Corona-Archiv werden Texte, Fotos, Sounds und Videos mit Metadaten wie Entstehungsdatum und Ort versehen. Das Onlineportal ist allen zugänglich. Die freiwilligen Corona-Archivare sollen aktiv in ihrem Umfeld nach Objekten, also etwa Schildern und Zetteln, suchen und sie abfotografieren. Außerdem bearbeiten die Freiwilligen andere Einsendungen redaktionell.
Das Archiv soll eine spätere Rückschau auf die Ereignisse des Jahres 2020 ermöglichen und für die künftige Forschung zur Verfügung stehen. Und hier gibt’s den Link zum Corona-Archiv.

Leipziger Polizei sagt SORRY!

Die Leipziger Polizei hat sich für ihre allzu kreative Auslegung der Ausgangsregeln wegen der Corona-Pandemie entschuldigt. Anzeigen, die am Mittwoch bei Kontrollen wegen zu weiten Entfernens von der eigenen Wohnung gefertigt worden seien, würden von der zuständigen Staatsanwaltschaft nicht als Straftaten, sondern nur als Prüffälle bearbeitet, teilte die Polizeidirektion Leipzig am Donnerstag mit. „Die Betroffenen sind dabei polizeilich nicht als Beschuldigte erfasst“, erklärte die Behörde und betonte: „Wir bitten um Entschuldigung wegen der entstandenen Verwirrungen und Unannehmlichkeiten.“

Beamte hatten am Mittwoch am südlich von Leipzig gelegenen Cospudener See insgesamt 189 Kontrollen durchgeführt. Dabei seien 31 Verstöße gegen die seit Montag geltenden Ausgangsbeschränkungen festgestellt worden. In sozialen Netzwerken beschwerten sich zahlreiche Nutzer, da die Polizei zur Begründung der angeblichen Verstöße argumentiert habe, die Betroffenen hätten sich mehr als fünf Kilometer von ihrer Wohnung entfernt.

Eine solche „Fünf-Kilometer-Regel“ ist in der Allgemeinverfügung des sächsischen Sozialministeriums nicht vorgesehen. Dort heißt es lediglich, Sport und Bewegung an der frischen Luft seien „im Umfeld des Wohnbereichs“ durchzuführen. Die Leipziger Polizei räumte nun ein, der städtische Polizeipräsident Thorsten Schulze habe die „Fünf-Kilometer-Regel“ am Dienstag intern vorgegeben. Diese habe sich nun als „in der praktischen Anwendung unzweckmäßig“ erwiesen und sei deshalb zurückgenommen worden.

Ärztepräsident: „Basteln Sie sich Schutzmasken“

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat an die Bevölkerung appelliert, Schutzmasken zu tragen: „Mein Rat: Besorgen Sie sich einfache Schutzmasken oder basteln Sie sich selbst welche und tragen Sie diese im öffentlichen Raum“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer (BAEK) der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Diese Masken garantieren keinen Schutz vor Ansteckung. Aber sie können ein wenig helfen, das Risiko zu verringern, andere anzustecken oder selbst angesteckt zu werden.“
Zugleich mahnte der Ärztepräsident die Bevölkerung dringend, nur einfache Masken zu nutzen. „Wichtig: Bestellen Sie sich keine professionellen Schutzmasken im Internet oder kaufen solche“, sagte Reinhardt. „Wenn Sie nicht im Gesundheitswesen tätig sind oder entsprechende Vorerkrankungen haben, dann brauchen Sie keine FFP2- oder FFP3-Masken.“
Die professionellen Schutzmasken würden von anderen dringender benötigt …

Deutschland telefoniert wieder per Festnetz

Viele Menschen sind im Homeoffice – und das macht sich bemerkbar!
Die Sprachnutzung im Festnetz stieg am 25. März bei Vodafone um 45 Prozent im Vergleich zu einem normalen Wochentag. In den Tagen zuvor lagen die Werte ähnlich hoch.
„Erstmals seit 13 Jahren wird im Festnetz wieder deutlich mehr telefoniert“, sagt Verivox-Telekommunikationsexperte Eugen Ensinger. „Seit 2007 war die Telefonnutzung im Jahresvergleich stetig zurückgegangen.“
Auch der Netzbetreiber Telefonica sieht derzeit den größten Anstieg bei der Telefonie, nicht bei den Daten. Teilweise sei es zu neuen temporären Spitzenwerten gekommen. Die Telekom nennt bisher keine Steigerungswerte und betont lediglich, es gebe aktuell keine Einschränkungen, die auf eine verstärkte Nutzung durch Corona zurückzuführen seien.

Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sprunghaft angestiegen

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind infolge der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie in den USA sprunghaft angestiegen. Ihre Zahl hat sich von 282 000 in der Vorwoche auf nunmehr rund 3,3 Millionen verzehnfacht, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte.

Spahn: „Hätte mir nie vorstellen können, dass wir in so eine Lage kommen“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte über den Mangel an Atemschutzmasken: „Ich hätte mir nie vorstellen können, dass in einem Bereich, wo es mal um Centbeträge ging, dass wir da in so eine Lage auf der Welt kommen.“ Der Markt für Corona-Schutzausrüstung sei ein „wahnsinnig umkämpfter Markt“ – Spahn verglich es sogar mit dem „Goldmarkt“. In den letzten Tagen seien in Deutschland aber immer wieder Atemschutzmasken ausgeliefert worden. Zahlen wollte Spahn vorerst nicht nennen, das könne nur schiefgehen – „das habe ich aus den letzten Tagen gelernt“.

Klinikbetten-Frage: Deutschland ist „gerüstet“

Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, sagte, man sei derzeit hinsichtlich der Betten auf Intensivstationen für die Corona-Krise „gerüstet“. Man blicke nun „gespannt“ auf die nächsten Tage …

Bis zu 360.000 Corona-Tests pro Woche in Deutschland möglich

Kassenarztchef Andreas Gassen sagte gerade, Deutschland habe „eben nicht die Kapazitäten um 83 Millionen Menschen einfach mal durchzutesten“. Er konkretisierte Jens Spahns Aussage zur Anzahl der bisherigen Tests: 410.000 Corona-Tests habe es in Deutschland bisher gegeben.
Rund 250.000 könnten laut Andreas Gassen derzeit pro Woche durchgeführt werden – eine Steigerung auf 360.000 Tests pro Woche wäre möglich. Manche Labore arbeiteten „rund um die Uhr“, so der KV-Boss.

Livestream: Gesundheitsminister Spahn spricht über Corona

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (39, CDU) tritt heute Mittag mit weiteren Experten in Berlin vor die Kameras, um erneut über den Kampf gegen das Coronavirus in Deutschland zu sprechen. Bei BILD sehen Sie alles im Livestream.

Deutschland ist spitze bei der Anzahl der Corona-Tests

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (39, CDU) sagte gerade in einer Pressekonferenz zum Thema Coronavirus: „Das ist die Ruhe vor dem Sturm. Keiner kann genau sagen, was in den nächsten Wochen kommt.“ Kapazitäten in Krankenhäusern müssten erhöht werden.
Vergangene Woche wurden in Deutschland 300.000 bis 500.000 Corona-Tests durchgeführt – Spahn sagte, dass vermutlich „in keinem anderen Land“ auf der Welt so viel getestet wird.

Kostenlose Mietwagen für Klinikpersonal

Damit Krankenhausmitarbeiter ohne eigenes Auto in der Corona-Krise leichter zum Arbeitsplatz gelangen, können sie in NRW kostenlos einen Mietwagen nehmen. Das Angebot gelte für Klinik-Beschäftigte ab kommendem Mittwoch, wenn sie wegen der ausgedünnten Fahrpläne mit der Bahn kaum oder gar nicht mehr zur Arbeit kommen können, sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) am Donnerstag. Für das vorerst bis zum 31. Mai befristete Sonderprogramm habe das Land eine Million Euro zur Verfügung gestellt.
Die Kosten für einen Leihwagen dürfen maximal 400 Euro brutto pro Monat betragen, und es dürfen nicht mehr als 125 Kilometer pro Tag gefahren werden. Benzinkosten müssen die Nutzer selbst tragen.

WHO sieht „ermutigende Zeichen“ in Europa

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht bei der Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Europa „ermutigende Zeichen“. „Während die Lage sehr ernst bleibt, beginnen wir, ein paar ermutigende Zeichen zu sehen“, erklärte das WHO-Europa-Büro in Kopenhagen am Donnerstag. So sei die Wachstumsrate der Infektionen im besonders stark betroffenen Italien leicht zurückgegangen.
Allerdings sei es noch zu früh für die Feststellung, dass die Pandemie in Italien ihren Höhepunkt erreicht habe, hob der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, bei der Pressekonferenz hervor.

Ärzte schlagen Alarm! Schon 101 Berliner Praxen dicht

Bereits 101 Kassenarzt-Praxen sind in Berlin geschlossen, in Kürze werden weitere den Betrieb einstellen – wegen Quarantäne-Maßnahmen und fehlender Schutzkleidung!
Spätestens zu Ostern droht der Kollaps des Gesundheitssystems, warnte Mittwoch der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin in einem offenen Brief an Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (55, SPD). Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

Nato sagt Außenministertreffen in Brüssel ab

Die Nato hat wegen der Coronavirus-Pandemie das zweitägige Treffen ihrer Außenminister in Brüssel abgesagt. Statt dessen werde Generalsekretär Jens Stoltenberg am Donnerstag kommender Woche eine Video-Konferenz mit dem Ministern abhalten, teilte das Bündnis am Donnerstag mit. Die Außenminister der Militärallianz hätten sich eigentlich am 2. und 3. April im Nato-Hauptquartier in Brüssel treffen sollen.
Die Nato folgt wie die EU wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Empfehlungen der belgischen Regierung. Der Zugang zum Nato-Hauptquartier ist bereits seit Wochen beschränkt, Mitarbeiter arbeiten möglichst von zu Hause aus.

Wissenschaftler: Pandemie könnte den perfekten Mord möglich machen

Das Coronavirus bringt die Gerichtsmediziner an ihre Grenzen! Wissenschaftler warnen: Die Pandemie könnte den perfekten Mord möglich machen.

Daimler schickt Angestellte in Kurzarbeit

Nach Volkswagen will nun auch Daimler wegen der Corona-Krise einen Großteil seiner Belegschaften in Deutschland in Zwangsurlaub schicken. Unternehmensleitung und Betriebsrat hätten sich darauf geeinigt, ab dem 6. April zunächst bis zum 17. April Kurzarbeit zu beantragen, teilte der Stuttgarter Autokonzern am Donnerstag mit.
Die genaue Zahl der Betroffenen werde derzeit ermittelt, sagte eine Sprecherin. Bereits jetzt sei aber klar, dass ein Großteil der rund 170 000 Mitarbeiter in Deutschland in Kurzarbeit muss.

Klopapier-Streit! Polizei trägt Frau (54) in Handfesseln aus Supermarkt

Die Polizei musste im nordhein-westfälischen Bergneustadt eine verhinderte Klopapierkäuferin aus einem Verbrauchermarkt tragen. Die 54-Jährige wollte vor dem Zwischenfall am Mittwoch mehrere Pakete Toilettenpapier kaufen. Als sie darauf hingewiesen wurde, dass sie nur ein Paket kaufen und die übrigen zur Seite legen solle, setzte sie sich aufs Kassenband.
Herbeigerufene Polizisten versuchten zunächst, die 54-Jährige zu beruhigen und sprachen einen Platzverweis aus, den die Frau aber nicht befolgte. Daraufhin legten ihr die Beamten Handfesseln an, um sie vom Supermarkt zur Polizeiwache zu bringen.
Dagegen wehrte sich die Frau heftig: „Sie brüllte, ließ sich zu Boden fallen, sperrte sich gegen die Maßnahme und musste schließlich zum Streifenwagen getragen werden“, hieß es im Polizeibericht. „In einer Polizeizelle hatte sie anschließend Gelegenheit sich zu beruhigen, bevor sie wieder nach Hause entlassen wurde – ohne Toilettenpapier.“

Mehr häusliche Gewalt in der Corona-Krise

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung schlägt Alarm! Es geht um Corona-Isolation und häusliche Gewalt. Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

Polizei beendet Candle-Light-Dinner

In einem Lokal in Berlin-Kreuzberg haben sich vier Freunde trotz Coronakrise und Kontaktverbot zu einem Candle-Light-Dinner getroffen. Sie ließen sich hinter abgeklebtem Fenster und bei ausgeschaltetem Licht mit Essen und Trinken verköstigen. Der Tisch war voll gedeckt. Aber die Polizei hat das verbotene Treffen beendet. Auf die Runde dürften nun Konsequenzen zukommen …
Restaurants in Berlin sind seit Tagen für Besucher gesperrt – Essen nur zur Mitnahme. Zusammenkünfte von mehr als zwei Menschen, die nicht zu einer Familie gehören, sind nach der Berliner Eindämmungs-Verordnung nicht erlaubt. Die Polizei kontrolliert rund um die Uhr, ob sich die Einwohner an die Beschränkungen halten. Allein in der Nacht zum Donnerstag wurden 19 Strafanzeigen sowie 44 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten geschrieben.

Deutsche Bank prüft Kurzarbeit

In der schlimmsten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten denken auch die deutschen Geldhäuser über Kurzarbeit nach. Bei der Deutschen Bank werde geprüft, ob und wo diese Maßnahme sinnvoll sein könne, erklärte das größte deutsche Geldhaus am Donnerstag: „Auf der operativen Ebene bereitet die Bank sich für solche Szenarien vor.“ Stand heute gebe es aber keine Kurzarbeit innerhalb des Instituts.

Verhängte Meghan ein Besuchsverbot?

Prinz Charles ist am Coronavirus erkrankt. Sein Sohn Harry, der inzwischen mit Ehefrau Meghan und Sohn Archie in Kanada lebt, will ihn angeblich besuchen. Doch britische Medien berichten, dass Meghan ein Besuchsverbot verhängt hat … Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

Corona-Fall in unmittelbarer Nähe des Papstes

Ein hochrangiger Geistlicher aus dem vatikanischen Staatssekretariat, der ebenso wie Papst Franziskus im Gästehaus Santa Marta wohnt, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Monsignore wird laut einem Bericht der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ in einem Krankenhaus in Rom behandelt. Der Zustand des 58-jährigen Italieners sei stabil.
Der Vatikan hatte zuvor vier Fälle von Coronavirus bekanntgegeben, darunter bei zwei Mitarbeitern der Vatikanischen Museen. Papst Franziskus empfängt weiterhin Kurienchefs und Diplomaten in Audienz. Dabei gibt er ihnen italienischen Medienberichten zufolge zum Abschied die Hand.
Der Papst lässt derzeit seine Morgenmesse aus der Kapelle des Gästehauses Santa Marta im Vatikan im Internet übertragen.

Steinmeier bedankt sich bei Helden der Corona-Krise

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der wegen der Corona-Krise selbst alle öffentlichen Termine abgesagt hat, nutzt die Zeit für Telefonate bei derzeit besonders geforderten Bürgern. Laut Bundespräsidialamt telefoniert Steinmeier mit Pflegern, Ärztinnen, Sozialarbeitern, Lehrerinnen, Apothekerinnen sowie Mitarbeitern von Supermärkten und Behörden. Außerdem wandte er sich Donnerstagmorgen mit einer neuen Videobotschaft an die Bevölkerung.
Steinmeier sagte, für alle stehe der Alltag auf dem Kopf. Einige seien aber besonders hart getroffen: „Der Taxifahrer oder die Musikerin, denen von einem auf den anderen Tag die Einnahmen wegbrechen; genauso den Kneipenbesitzer und Restaurantbetreiber.“
Er nannte zudem die „Alleinerziehende und ihre Tochter, die auf einmal daheim, ohne großes Haus, ohne eigenen Garten sind“ und „die Alten, die, die besonders gefährdet sind und ausgerechnet jetzt besonders allein sind“. Dabei dankte er den Engagierten, die für andere einkaufen und Obdachlose über sogenannte Gabenzäune versorgen. Diese Zäune, an denen Lebensmittelspenden aufgehängt werden können, sind in den vergangenen Tagen in mehreren Städten entstanden.

Vier Corona-Fälle bei Flüchtlingen in Hessen

In der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen wurden mittlerweile vier Flüchtlinge positiv auf das Coronavirus getestet. Alle vier seien umgehend isoliert und versorgt worden, sagte ein Sprecher des Regierungspräsidiums Gießen. Sie zeigten bisher nur leichte Symptome. Man habe die Kontaktpersonen ermittelt und von den übrigen Bewohnern getrennt untergebracht.
Es würden „alle Anstrengungen unternommen und Vorsichtsmaßnahmen getroffen“, um mit dem Coronavirus infizierte Flüchtlinge so schnell wie möglich zu identifizieren und anschließend getrennt unterzubringen. An allen aktuell fünf Erstaufnahme-Standorten gebe es dafür entsprechende Bereiche.

Fußballprofi Kruse an Corona erkrankt?

Ex-Bundesliga-Star Max Kruse (32) ist laut der türkischen Zeitung „Hürriyet“ positiv auf das Coronavirus getestet worden!
Erst vor wenigen Tagen sagte Kruse in einem Interview: „Ich persönlich habe keine Angst, aber natürlich muss man sich um Ältere oder Menschen mit Vorerkrankungen mehr Sorgen machen. Natürlich mache ich mir Gedanken über meine Eltern.“

Kaufland und Lidl schenken Angestellten Gutscheine

Die Schwarz Gruppe (Lidl und Kaufland) belohnt ihre Mitarbeiter in Deutschland für ihren außergewöhnlichen Einsatz in der Coronavirus-Krise! Jeder Mitarbeiter in der Filiale, in der Logistik und in den Produktionsbetrieben erhält im April eine Sonderzahlung von bis zu 250 Euro – als Warengutschein.
Insgesamt nehmen Lidl und Kaufland rund 35 Millionen Euro für diese Maßnahme in die Hand. Rund 140 000 Beschäftigte von Europas größtem Handelsunternehmen bekommen das Geschenk.
„Die Kollegen in Vertrieb, Logistik und Produktion haben in den vergangenen Wochen Außergewöhnliches geleistet, damit die Menschen in Deutschland jeden Tag mit frischen Lebensmitteln versorgt werden. Wir sind nicht nur stolz auf unsere Mitarbeiter, sondern wollen das große Engagement der Filial-Mitarbeiter auch finanziell belohnen“, heißt es in einer Mitteilung der Firmenbosse.

Corona-Tests bald auch beim Tierarzt?

Veterinärmedizinische Labore könnten helfend einspringen und rund 70 000 zusätzliche Corona-Tests pro Woche durchführen! „Die Tiermedizin steht bereit, um die Kolleginnen und Kollegen aus der Humanmedizin mit allen Kräften zu unterstützen“, sagte Dr. Siegfried Moder, Präsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte (bpt).
„Unser aller Ziel muss es sein, das Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu bewahren und damit Menschenleben zu retten. Ein Schulterschluss zwischen Human- und Tiermedizin wäre deshalb mehr als sinnvoll“, findet Moder.
Nach Aussage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind neben den bereits verhängten Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Coronavirusübertragung vor allem zusätzliche Tests der Schlüssel zum Erfolg. In Südkorea hat sich diese Strategie als erfolgreich erwiesen und dient jetzt als Blaupause für andere Länder. In Deutschland sind hingegen die derzeitigen Testzentren heillos überlastet.
Allein der Tiergesundheitsdienst Bayern und ein auf Veterinärdiagnostik spezialisiertes Unternehmen aus Niedersachsen hätten zusammen freie Kapazitäten für mindestens 1200 zusätzliche Tests pro Tag.
Obwohl der Präsident des Robert-Koch-Instituts schon mehrfach auf die Erweiterungsmöglichkeit hingewiesen hat, bewegt sich bislang nichts. Ein Grund dafür scheint die fehlende Abrechnungsgrundlage für die Kassenärztlichen Vereinigungen zu sein.

Ein Drittel der Weltbevölkerung von Lockdown betroffen

Rund 2,6 Milliarden Menschen sind weltweit aktuell von der Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit betroffen. Das ist rund ein Drittel der Weltbevölkerung!
Gut die Hälfte der Betroffenen lebt in Indien – mehr als 1,3 Milliarden Menschen dürfen dort gerade nur noch vor die Tür, um zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen.

Condor will Überbrückungskredit verlängern lassen

Der Ferienflieger Condor will einem Bericht zufolge den vom Staat verbürgten Überbrückungskredit verlängern lassen. Einen entsprechenden Antrag habe das Unternehmen bereits gestellt, schreibt das Fachmagazin „fvw“. Grund seien Unsicherheiten in Folge der weltweiten Coronavirus-Krise, die auch den Käufer, die polnische Luftverkehrs-Holding und LOT-Mutter PGL erfasst haben.
Condor wollte zu dem Bericht am Donnerstag keine Stellung nehmen. Noch ist der von den Gläubigern verabschiedete Schutzschirmplan nicht rechtskräftig, so dass die vereinbarte Übernahme noch nicht vollzogen werden kann. Condor hat bislang stets erklärt, dass dem Geschäft seitens der PGL nichts im Wege stehe.
Der Kredit über 380 Millionen Euro wurde von der staatlichen KfW-Bank gewährt, wobei der Bund und das Land Hessen als Bürgen aufgetreten sind. Das Geld muss nach bisheriger Planung spätestens am 15. April nebst Zinsen zurückgezahlt werden.

Condor war nach der Pleite des britischen Mutter-Konzerns Thomas Cook in ein Schutzschirmverfahren genommen worden, das vom Insolvenz-Spezialisten Lucas Flöther begleitet wird. Die LOT-Mutter PGL hatte sich mit ihrem Gebot gegen zwei Finanzinvestoren durchgesetzt und einen entsprechenden Kaufvertrag am 24. Januar unterzeichnet. Aus der nicht genannten Kaufsumme muss der KfW-Überbrückungskredit zurückgezahlt werden, mit dem der Ferienflieger in der Luft gehalten worden war.

Bisher 207 Demos in Berlin wegen Corona verboten

Wegen der Verbote zur Bekämpfung des Coronavirus sind in der Hauptstadt bisher 207 bereits angemeldete Demonstrationen verboten worden. Das gilt laut Polizei für die Zeit für die Dauer der Verordnung zur Eindämmung des Virus – vom 23. März bis zum 19. April 2020. Betroffen sind 45 Demonstrationen, die quer durch Teile der Stadt ziehen wollten, und 162 Kundgebungen an bestimmten Orten.
Falls die Regelungen über den 19. April hinaus verlängert werden, sind auch die vielen Demonstrationen rund um den 1. Mai betroffen und dürften wohl nicht stattfinden. Die großen Kundgebungen der Gewerkschaften und auch die übliche linksradikale Demonstration am Abend in Kreuzberg oder zuletzt in Friedrichshain werden jährlich von so vielen tausend Teilnehmern besucht, dass ein wirksamer Gesundheitsschutz kaum möglich sein dürfte. Das große Straßenfest Myfest am 1. Mai in Kreuzberg hatte der Senat bereits abgesagt.

Konsum-Experten kündigen Rezession an

Das Coronavirus vermiest den Deutschen die Lust am Shoppen!
Seit der Finanzkrise 2009 sei die Kauf-Stimmung nicht mehr so schlecht gewesen, sagen die Marktfoscher der GfK. Die Erklärungen und alle Hintergründe lesen Sie hier.

Polizei in Ruanda erschießt zwei Menschen wegen Corona-Lockdown

Polizeibeamte haben im afrikanischen Ruanda zwei junge Männer erschossen, die sich den von der Regierung verhängten Corona-Sperrmaßnahmen widersetzten! „Die beiden Männer hätten versucht, „sich mit den Beamten zu prügeln“, erklärte ein Behördensprecher gegenüber „Bloomberg“.
In Ruanda herrscht seit dem 22. März ein Lockdown. Es ist eines der Länder mit den strengsten Anti-Corona-Maßnahmen in Afrika.
Auf dem gesamten Kontinent steigt die Zahl der Infizierten. Inzwischen gibt es der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge mehr als 1000 Fälle in mindestens 40 Ländern. Die Sorge ist groß, dass die Menschen in Afrika womöglich mehr gefährdet sind als die Bewohner anderer Regionen. Die WHO-Chefin in Afrika, Matshidiso Moeti: „Wir haben eine jüngere Bevölkerung als viele Länder, die von diesem Ausbruch betroffen sind. Aber uns muss klar sein, dass es unter den jungen Menschen in Afrika in manchen Gegenden eine hohe HIV-Rate gibt.“ Diese Menschen könnten demnach wegen schwächerer Immunsysteme anfälliger sein.

Amerikas größter Corona-Trottel verhaftet

Cody Lee Pfister (26) hat in einem Walmart im US-Bundesstaat Missouri Deodorants in einem Regal abgeschleckt und das Video im Internet gepostet: „Wer hat Angst vor dem Coronavirus?“, fragte er.
Diese Woche hat die Polizei den Corona-Trottel verhaftet. Die Cops verstehen keinen Spaß: Laut „New York Post“ wurde Pfister wegen einer „terroristischen Bedrohung“ angeklagt!
Ob der Deo-Lutscher wirklich Corona-infiziert ist, ist übrigens nicht bekannt. Aber: Die abgeschleckten Waren hat der Supermarkt vorsichtshalber aus den Regalen entfernt.

Umfrage belegt: Nie zuvor waren wir so pessimistisch

Die Corona-Krise stimmt die Deutschen laut einer Umfrage so pessimistisch wie kein anderes Ereignis seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949. Nur 24 Prozent blicken hoffnungsvoll auf die nächsten zwölf Monate, wie die am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Allensbach-Instituts im Auftrag der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ ergab.
In den sieben Jahrzehnten, in denen das Institut regelmäßig in der Bundesrepublik die Frage nach dem Zukunftsausblick gestellt hat, war dieser Wert noch nie so niedrig. Weder nach dem Mauerbau 1961, noch während der beiden Ölkrisen in den siebziger Jahren, noch nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Den bisher niedrigsten „Hoffnungspegel“ hatten die Allensbacher Demoskopen mit 27 Prozent im Jahr 1950 bei Beginn des Korea-Kriegs ermittelt.
Eine andere Umfrage belegt außerdem: Im Kampf gegen das Coronavirus rechnen fast zwei Drittel der Deutschen mit weiteren Einschränkungen der persönlichen Freiheit. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur äußerten 64 Prozent die Erwartung, dass die beschlossenen Maßnahmen zur Vermeidung zwischenmenschlicher Kontakte noch einmal verschärft werden. Nur 20 Prozent glauben nicht daran, 16 Prozent machten keine Angaben. Die Akzeptanz der Maßnahmen ist der Umfrage zufolge aber riesig.

Russland unterbindet Auslands-Flugverkehr

Russland setzt von diesem Freitag an fast alle Flugverbindungen ins Ausland wegen der Coronavirus-Pandemie aus. Davon ausgenommen sind Flüge, mit denen im Ausland festsitzende Russen in ihre Heimat zurückgeholt werden sollen. Nicht betroffen von der Regelung sind Inlandsflüge. Der Flugverkehr – etwa nach Deutschland – war zuletzt bereits deutlich zusammengestrichen worden. So flog die Fluggesellschaft Aeroflot nur noch Berlin an.
In Russland haben sich nach offiziellen Angaben bislang (Stand vom Mittwoch) 658 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das Virus war bislang bei drei gestorbenen Menschen nachgewiesen worden. Präsident Wladimir Putin hatte die kommende Woche als arbeitsfrei erklärt, um die Ausbreitung der Lungenkrankheit einzudämmen.

In New York gibt die Regierung ihren Bürgern Sex-Tipps

Der Bundesstaat New York ist zur Zeit das Corona-Epizentrum in den Vereinigten Staaten. Hunderte sind bereits an den Folgen der Viruserkrankung gestorben, Zehntausende infiziert! Die Stadtverwaltung von New York City gibt ihren Bürgern zahlreiche Tipps, um sich zu schützen – und dabei geht es auch um Sex.
In einem Dokument auf der offiziellen Website rät die Gesundheitsbehörde u.a.:
Haben Sie Sex mit Menschen, die Ihnen nahestehen.
► Sie selbst sind Ihr sicherster Sexualpartner. Masturbation verbreitet kein COVID-19, insbesondere wenn Sie Ihre Hände waschen (und jegliches Sexspielzeug) – mindestens 20 Sekunden lang mit Wasser und Seife, vor und nach dem Sex.
► Der nächste sichere Partner ist jemand, mit dem Sie zusammenleben. Engen Kontakt mit nur einem kleinen Personenkreis zu haben, hilft, die Verbreitung von COVID-19 zu verhindern.
► Sie sollten engen Kontakt – einschließlich Sex – mit Personen außerhalb Ihres Haushalts vermeiden. Wenn Sie Sex mit anderen haben, sollten Sie so wenig Partner wie möglich haben.
► Wenn Sie Ihre Sexualpartner in der Regel online treffen oder Ihren Lebensunterhalt mit Sex bestreiten, sollten Sie Folgendes in Betracht ziehen: eine Pause von persönlichen Treffen einlegen. Video-Dates, Sexting oder Chat-Räume können Optionen sein.“

Auf der Schicht geht’s jetzt mehr um Schutz

Die Wirtschaft ächzt unter Corona. Doch die Solidarität und der Erfindergeist bei den Betrieben ist groß. BILD stellt drei Unternehmen aus dem Ruhrgebiet vor, die ihr Geschäft zum Schutze aller umstellten. Den Artikel lesen Sie hier.

Marburger Forscher entwickeln einfache Beatmungsgeräte

Marburger Forscher haben zwei einfache Beatmungsgeräte entwickelt, die in der Corona-Pandemie fehlende Beatmungsplätze kompensieren können. Weltweit gebe es zu wenige hochleistungsfähige Beatmungsgeräte, um gleichzeitig viele schwere COVID-19-Fälle zu versorgen, erklärte die Philipps-Universität.
Ein Team aus Forschung und Technik der Uni Marburg und des Universitätsklinikums Gießen und Marburg hat zwei unterschiedliche Konzepte erdacht.
► Das erste Konzept basiert auf der Verwendung sogenannter CPAP-Geräte (Continuous Positive Airway Pressure). Sie würden bisher etwa zur Behandlung von Schlafapnoe eingesetzt und seien in vielen privaten Haushalten vorhanden.
Die CPAP-Geräte müssten dafür erweitert werden. Diese Geräte seien dann zwar nicht für die Erstversorgung von akuten, schweren COVID-19-Fällen mit starker Atemnot geeignet, für die man weiterhin klinische Beatmungsgeräte brauche. Bei Patienten, die sich bereits erholt haben und die weniger intensiv beatmet werden müssten, könnten jedoch die modifizierten CPAP-Geräte zum Einsatz kommen. Klinische Beatmungsgeräte wären dann für die schweren Fälle frei.
► Das zweite Konzept eigne sich für Länder, in denen CPAP-Geräte nicht verbreitet sind: Das Marburger Team entwickelte hierfür einfache Geräte auf der Basis von sogenannten „Ambu Bags“. Diese „Ambu Bags“ oder Beatmungsbeutel werden laut Universität in der Ersten Hilfe zur Erstversorgung eingesetzt und sind in großer Stückzahl preisgünstig verfügbar. Sie bestehen aus einer Maske, die auf das Gesicht gedrückt wird, und einem komprimierbaren Beutel, der mit der Hand in regelmäßigen Abständen zur Beatmung zusammengedrückt wird. Das Team entwickelte mechanische Apparaturen, die die Beutel periodisch zusammendrücken.

Zahlen zeigen, wie die Autobranche unter Corona leidet

Die Autoindustrie befindet sich auf einer rasanten Talfahrt. Die Folgen der Corona-Krise sind nicht absehbar. Die aktuellen Zahlen lassen jedoch Schlimmes befürchten.
Nach einer Berechnung des internationalen Marktbeobachters „Berylls“ für die Zeitschrift „Auto Motor und Sport“ werden im März und im April 2020 in Europa 810 000 Autos weniger gebaut als geplant. 2019 wurden in Europa rund 15 Millionen Fahrzeuge produziert.
Aktuell haben der Analyse zufolge fast 100 Automobilwerke sowie zahllose Produktionsstätten der Zulieferer ihre Arbeit unterbrochen. Am stärksten betroffen ist Deutschland. Hier erwarten die Analysten ein Minus von 249 000 Fahrzeugen. Stark unter der Krise leiden zudem Spanien mit einem Minus von 140 000 Fahrzeugen, Frankreich (-90 000), Großbritannien (-54 600), Tschechien (-51 000) und Italien (-41 300).

US-Hilfspaket gilt nicht für Trump-Hotels

Die Coronavirus-Krise trifft auch das Geschäftsimperium von US-Präsident Donald Trump. Denn der 73-Jährige ist nicht nur der vielleicht mächtigste Staatschef der Welt, sondern nebenbei immer noch Hotelbesitzer – und die Branche wird durch die Pandemie schwer in Mitleidenschaft gezogen. Für Aufregung sorgte zuletzt, dass Trump durch das neue gigantische US-Rettungspaket auch persönlich profitieren könnte. Dazu soll es nun aber nicht kommen.
Das rund zwei Billionen Dollar schwere staatliche Maßnahmenpaket sieht einen mit 500 Milliarden Dollar gefüllten Kreditfonds für betroffene Konzerne vor. Die oppositionellen US-Demokraten setzten aber eine Regelung durch, wonach Unternehmen im Besitz des Präsidenten, von wichtigen Regierungsmitgliedern und Parlamentariern keinen Zugang zu den Hilfskrediten bekommen sollen.

Chebli appelliert in Coronakrise an Gemeinsinn

Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (41, SPD) hat in der Coronakrise zur Unterstützung von Schwächeren aufgerufen und die bisherige Hilfsbereitschaft gelobt.

„Wichtig ist, dass Menschen spüren, da sind Mitmenschen, die sich kümmern, Menschen, die zuhören“, sagte Chebli. Es gehe um Menschen in Not, um Einsame, Ältere, Menschen mit Behinderung, Betroffene, die finanziell am Limit lebten oder Obdachlose. „Sie alle brauchen jetzt unsere Solidarität“, betonte die Staatssekretärin für Bürgerliches Engagement und Internationales. Und sie sei dankbar, dass es in Berlin, aber auch in ganz Deutschland, so viele Menschen gebe, die bereit seien, mit anzupacken.

Sieben Corona-Fälle auf deutschem Kreuzfahrtschiff vor Australien

An Bord eines vor Australien ankernden deutschen Kreuzfahrtschiffs sind mindestens sieben Menschen am Coronavirus erkrankt.

Es handele sich hierbei um fünf Passagiere und zwei Crewmitglieder, teilte der Bonner Reiseveranstalter Phoenix am Mittwochabend mit. Allen an Bord von „MS Artania“ gehe es aber gut, keine der infizierten Personen befinde sich in einem gesundheitlich kritischen Zustand. Alle Gäste sollten mit eigens gecharterten Flugzeugen voraussichtlich am Samstag aus Australien ausgeflogen werden. Das Schiff bietet laut Phoenix 510 Besatzungsmitgliedern und 1200 – meist deutschen – Passagieren Platz.

Der Regierungschef des Bundesstaats Westaustralien, Mark McGowan, sagte am Donnerstag, das Schiff solle die australischen Gewässer unverzüglich verlassen. „Sein Heimathafen ist eigentlich in Deutschland.“ Wenn die sieben Erkrankten zur Behandlung an Land kommen müssten, würden sie in eine Einrichtung beispielsweise der Verteidigungskräfte gebracht. Die australische Regierung und Deutschland könnten dann nach der Behandlung einen Rückflug absprechen.

Die Besatzung des Schiffs hatte die australischen Behörden um Hilfe gebeten, 25 Passagiere an Bord hätten Atembeschwerden. Daraufhin waren westaustralische Vertreter der Gesundheitsbehörde an Bord gegangen und hatten die Betroffenen untersucht.

Gottesdienst-Übertragungen boomen

In Zeiten verbotener Gottesdienste in Kirchen wegen der Corona-Krise boomen Kirchenformate im Fernsehen.

„Die Zahlen bei Gottesdiensten und dem „Wort zum Sonntag“ haben sich im Durchschnitt um 70 Prozent erhöht“, sagte der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm (59). „Bei einigen kirchlichen Formaten hat sich der Zuspruch sogar nahezu verdoppelt.“ Auch die katholische Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat den Eindruck, „dass es enormen Zulauf gibt“.

Porsche spendet fünf Millionen Euro

Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche spendet einem Zeitungsbericht zufolge fünf Millionen Euro zur Bewältigung der Corona-Krise.

„Mit dem Betrag werden lokale Organisationen und Menschen unterstützt, die durch die Corona-Krise in Not geraten“, sagt Porsche-Chef Oliver Blume (51) zu „Stuttgarter Nachrichten“ und „Stuttgarter Zeitung“. Die Tafel-Läden an den Porsche-Standorten unterstütze das Unternehmen in diesem Jahr mit 200 000 Euro. „In diesen Krisenzeiten spüren viele Tafeln schmerzhaft, dass sie kaum mehr Lebensmittelspenden erhalten“, sagt Blume.

Das Unternehmen prüft außerdem die Fertigung medizinischer Produkte: „Bei hoch spezialisierten Medizinprodukten muss man die gesetzlichen Auflagen und Zertifizierungen beachten“, so der Konzernchef. Die Führung müsse hier bei den Spezialisten aus der Medizintechnik liegen, die dann Aufträge an die Autoindustrie delegieren. „3D-Drucker stehen auf jeden Fall zur Verfügung.“

Ökonomen: Corona-Krise dämpft Mieten und Immobilienpreise

Die Corona-Krise dürfte nach Ansicht von Ökonomen den Anstieg der Mieten und Immobilienpreise in Deutschland dämpfen.

Angesichts der Ausgangsbeschränkungen und der Unsicherheit über die Folgen der Pandemie dürfte der Wohnungsmarkt in den nächsten beiden Monaten zum Erliegen kommen, sagte Michael Voigtländer, Immobilienexperte am Institut der deutschen Wirtschaft (IW). „Besichtigungen finden kaum statt, und viele Käufer halten sich zurück, weil sie um ihre Jobs bangen oder schrumpfende Einkommen erwarten.“

Corona lässt Milchpreise sinken

Die Corona-Krise führt zu Verwerfungen auf dem Milchmarkt.

Während die Molkereien Mühe haben, die stark gestiegene Nachfrage in den Supermärkten zu bedienen, stottert der Export, das Geschäft mit der Gastronomie und gewerblichen Kunden ist weitgehend zum Erliegen gekommen. Auf die Milchbauern kommen deswegen sinkende Preise zu, obwohl die Bürger derzeit rekordverdächtige Mengen an Milch und Milchprodukten kaufen, wie in der Branche berichtet wird. „Wir haben eine extreme Änderung der Warenströme innerhalb sehr kurzer Zeit“, sagte Hans-Jürgen Seufferlein, der Direktor des Verbands der Milcherzeuger Bayern.

US-Senat verabschiedet Billionen-Konjunkturpaket

Der US-Senat hat wegen der Corona-Pandemie ein massives Konjunkturpaket beschlossen, mit dem rund 2 Billionen US-Dollar in die Wirtschaft gepumpt werden sollen.

Das von Republikanern, Demokraten und der Regierung ausgehandelte Gesetzespaket wurde in der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit) mit überwältigender Mehrheit angenommen. Nun muss noch das Repräsentantenhauses zustimmen, was im Lauf der Woche passieren sollte. Präsident Donald Trump hat angekündigt, das Gesetzespaket dann umgehend mit seiner Unterschrift in Kraft zu setzen.

Experten: Produktionsumbau von Auto auf Beatmungsgerät unrealistisch

Experten halten es für unrealistisch, dass branchenfremde Unternehmen ihre Produktion auf komplexe Medizintechnik umstellen könnten.

„Auf einer Produktionslinie, die Autos herstellt, kann ich nicht einfach Beatmungsgeräte herstellen“, sagte Jean Haeffs, Geschäftsführer der Fachgesellschaft Produktion und Logistik beim Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Auch Niklas Kuczaty, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Medizintechnik beim Maschinenbauverband VDMA, betonte: „Bei komplexeren Produkten wie einem Beatmungsgerät halte ich das für nicht realistisch – zumindest nicht in den nächsten Wochen und Monaten.“

Stuttgart 21-Bauarbeiten laufen weiter

Trotz aller Einschränkungen und Verbote bleibt unklar, wie sich die Corona-Krise auf das milliardenschwere Bauprojekt Stuttgart 21 auswirken wird.

„Die DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH befindet sich in enger Abstimmung mit ihren Auftragnehmern“, teilte die Bahn auf Anfrage in Stuttgart mit. Der Betrieb auf den Baustellen des Projekts solle „bis auf weiteres bestmöglich“ aufrechterhalten werden. Aussagen zu möglichen Kostensteigerungen, zu Schutzmaßnahmen auf den Baustellen und auch zu Problemen mit Bauarbeitern aus dem Ausland machte ein Sprecher des Projektes nicht.

Leere Autobahnen wegen Anti-Corona-Maßnahmen

Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Krise wirken sich auch auf Deutschlands Autobahnen aus.

Sie sind nach Informationen des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) wie leer gefegt. Das Verkehrsaufkommen sei durch die Ausgangsbeschränkungen massiv eingebrochen, teilte ein ADAC-Sprecher mit. Schon in der vergangenen Woche – also noch vor den offiziellen Ausgangsbeschränkungen – registrierten die Verkehrsexperten einen deutlichen Rückgang.

So wurden vor zwei Wochen – unter noch weitgehend normalen Umständen – gut 9400 Staus mit einer Gesamtlänge von 14 500 Kilometer und einer Wartezeit von 4350 Stunden registriert. In der vergangenen Woche dann gab es nur noch knapp 4000 Staus mit einer Gesamtlänge von rund 4900 Kilometern, in denen die Auto- und Lkw-Fahrer zusammengenommen etwa 1370 Stunden ausharren mussten.

EU-Gipfel und Europaparlament tagen zur Corona-Krise

Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten am Donnerstag über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise.

Mit Blick auf die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie diskutiert der Gipfel in einer Video-Konferenz einen Einsatz des Euro-Rettungsfonds ESM, um Mitgliedstaaten mit wenig finanziellem Spielraum zu unterstützen. Neun EU-Länder um Italien und Frankreich verlangen auch die Nutzung sogenannter Corona-Bonds, die Deutschland als Vergemeinschaftung von Schulden aber ablehnt.

Bartsch fordert einmalige Vermögensabgabe

Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch (61) hat zur Finanzierung der Milliardenkosten in der Corona-Krise eine einmalige Vermögensabgabe auf große private Vermögen gefordert.

Bartsch sagte: „Wer wird die aktuelle Krise bezahlen? Die Re-Finanzierung der Hilfspakete ist bisher ungeklärt. Es darf nicht sein, dass die neuen Staatsschulden – wie nach der Bankenkrise – von den Bürgern damit bezahlt werden, dass an der öffentlichen Infrastruktur gespart wird.“ Das Grundgesetz sehe im Artikel 106 das Mittel einer einmaligen Vermögensabgabe vor.

Über 1000 Corona-Tote in den USA

In den USA hat die Zahl der durch das Coronavirus ums Leben gekommenen Menschen am Mittwoch die Marke von 1000 überschritten.

Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor. Demnach starben mittlerweile sogar mehr als 1030 Menschen an Covid-19. Mehr als 68 500 Infizierte wurden bestätigt. Nur China und Italien haben bislang mehr Infizierte registriert. New York ist die US-Stadt mit den meisten Opfern – hier wurden allein 280 Tote gezählt. Für das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum gelten weitreichende Ausgangssperren. Restaurants, Bars, Schulen, Museen und Broadwayshows sind geschlossen.

Tschechien schließt Grenzen auch für Berufspendler

Zwei Wochen nach Beginn der schrittweisen Schließung der Grenzen stoppt Tschechien nun auch die Ein- und Ausreise für Berufspendler.

Zur Eindämmung der Corona-Infektionen sind von diesem Donnerstag an alle Übergänge dicht. Das tschechische Kabinett in Prag hatte dies am Montag beschlossen.

Nach Angaben von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU) pendeln insgesamt rund 10 000 Menschen aus Tschechien zum Arbeiten nach Sachsen. Sie müssen sich entscheiden, daheimzubleiben oder sich für mehrere Wochen in Deutschland eine Unterkunft zu suchen. In letzterem Fall müssten sie sich nach ihrer Rückkehr nach Tschechien in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne begeben.

Bürgerschaft tagt an ungewöhnlichem Ort

Die Lübecker Bürgerschaft kommt am Donnerstag wegen der Corona-Pandemie an einem ungewöhnlichen Ort zusammen.

Damit die Abgeordneten den nötigen Sitzabstand wahren können, findet die Sitzung statt im Rathaus im Konzertsaal der Musik- und Kongresshalle statt. Auch in schwierigen Zeiten nähmen Verwaltung und Kommunalpolitik ihre Aufgaben war, um die Handlungsfähigkeit sicherzustellen, sagte eine Stadtsprecherin. Neben verschiedenen Wahlen und Grundstücksverkäufen steht auch die außerplanmäßige Bewilligung von zehn Millionen Euro für die Folgen der Corona-Pandemie auf der reduzierten Tagesordnung.

Grabeskirche in Jerusalem geschlossen

Die Grabeskirche in Jerusalem, eine der bedeutendsten heiligen Stätten des Christentums, ist wegen der Corona-Pandemie geschlossen worden. Die Schließung der normalerweise jährlich von Millionen von Pilgern besuchten Basilika in der Altstadt erfolgte am Mittwoch aufgrund von verschärften Maßnahmen der israelischen Behörden gegen die Ausbreitung des Virus.

Helsinki wird abgeriegelt

Die finnische Hauptstadt Helsinki wird wie zahlreiche andere Großstädte auf der Welt wegen des Coronavirus abgeriegelt.

Die Aus- und Einreiseverbote für die Hauptstadtregion Uusimaa gelten ab Freitag und für mindestens drei Wochen, wie Ministerpräsidentin Sanna Marin (34) am Mittwoch mitteilte. Reisen aus sehr wichtigen Gründen wie etwa beim Tod eines Angehörigen oder zum Besuch eines getrennt lebenden Kindes bleiben aber erlaubt.

Auch ist Bewohnern von Uusimaa, die sich derzeit außerhalb der Region aufhalten, die Rückkehr nach Hause erlaubt. Der Warenverkehr ist von den Verboten nicht betroffen. In Uusimaa leben 1,7 Millionen Menschen, das ist ein Drittel der Gesamtbevölkerung des skandinavischen Landes.

In Finnland gibt es bislang rund 880 bestätigte Corona-Infektionsfälle und mindestens drei Todesopfer der Pandemie. Mehr als 500 der Ansteckungsfälle und zwei der Todesfälle wurden in Uusimaa verzeichnet.

Wissenschaftler: Home Office macht uns nicht weniger produktiv

Das Arbeiten im Home Office macht Arbeitnehmer nach Angaben norwegischer Wissenschaftler nicht weniger produktiv.

Unter den richtigen Voraussetzungen seien virtuell zusammenarbeitende Teams manchmal sogar effektiver als solche am selben Standort, wurde der Forscher Nils Brede Moe in einem Artikel zitiert, den die unabhängige norwegische Forschungsorganisation Sintef auf ihrer Webseite veröffentlichte.

Unter Berufung auf verschiedene aktuelle Sintef-Forschungsarbeiten kommt Moe zu dem Schluss: „Es ist nicht der Fall, dass virtuelle Teams eine geringere Produktivität bedeuten.“ Es könne jedoch etwas schwieriger für solche Teams sein, effektiv zu arbeiten. Entscheidend sei unter anderem, dass die Kollegen mit den richtigen Werkzeugen zur Kommunikation während der Arbeit ausgestattet seien.

 

25.03.2020 15.55 Uhr

Mehr als 150 000 im Ausland gestrandete Deutsche zurück

Die Bundesregierung hat gemeinsam mit Reiseveranstaltern und der Lufthansa inzwischen mehr als 150 000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche zurückgeholt. 17 000 seien mit den vom Auswärtigen Amt gecharterten Maschinen ausgeflogen worden, sagte der stellvertretende Sprecher des Ministeriums, Rainer Breul, am Mittwoch in Berlin.

Bei der Anfang vergangene Woche gestarteten Rückholaktion geht es insgesamt um rund 200 000 Reisende.

Bundestag beschließt Rettungsfonds für große Unternehmen

Der Bundestag hat einen milliardenschweren Rettungsfonds für angeschlagene große Unternehmen beschlossen. Über einen „Wirtschaftsstabilisierungsfonds“ sollen Firmen mit Kapital gestärkt werden können – der Staat soll sich notfalls wie in der Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren auch an Unternehmen beteiligen können.

Der Schutzschirm umfasst ein Volumen von insgesamt 600 Milliarden Euro.

Unternehmen sollen mit Kapital und Garantien gestärkt werden können. Mögliche Staatsbeteiligungen sollen wieder privatisiert werden, wenn die Krise vorbei ist. Welche Konzerne unter diesen Rettungsschirm schlüpfen könnten, ist derzeit unklar.
Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte gesagt, notfalls werde der Staat Firmen teilweise oder ganz übernehmen. Wenn Unternehmen größere Bedeutung für das Land hätten, verfüge die Regierung über den geeigneten Instrumentenkasten – allerdings werde die Bundesregierung sehr sorgfältig damit umgehen.

Bundestag beschließt Nachtragshaushalt mit 156 Mrd. Neu-Schulden

Der Bundestag hat einen Nachtragshaushalt zur Finanzierung der Hilfspakete in der Corona-Krise beschlossen.

Vorgesehen sind darin neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro. Der Bundesrat muss den Plänen am Freitag noch zustimmen.

EU-Behörde: Corona bleibt über den Sommer

Die EU-Seuchenschutzbehörde hält es für unwahrscheinlich, dass das Coronavirus im Sommer verschwinden wird. Mit dieser Warnung dämpft das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) Hoffnungen, dass steigende Temperaturen dem Virus den Garaus machen.

Putin verschiebt Referendum über Verfassungsreform

Russland verschiebt wegen der Corona-Pandemie die Abstimmung über die größte Verfassungsänderung in der Geschichte des Landes. Das kündigte Präsident Wladimir Putin (67) am Mittwoch bei einer Fernsehansprache an. Einen Termin werde es später geben. Die Bevölkerung sollte ursprünglich am 22. April darüber entscheiden, ob die Verfassung mit erweiterten Machtbefugnissen für den Kremlchef in Kraft gesetzt wird. Wegen der Lage um das Coronavirus erklärte Putin die kommende Woche für arbeitsfrei.

Die Lage um das Coronavirus hatte sich in den vergangenen Tagen in Russland verschärft. Offiziell hatte Russland am Mittwoch 658 Coronavirus-Fälle, davon 410 in Moskau. Die russische Hauptstadt untersagte alle Veranstaltungen unter freiem Himmel. Geschlossen sind unter anderem auch Kultur- und Sporteinrichtungen.

Mehr als 1,9 Millionen Menschen im Alter über 65 Jahre müssen von diesem Donnerstag an zuhause bleiben. Das russische Verteidigungsministerium überprüfte die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte. Das russische Parlament plant eine massive Verschärfung der Strafen wegen Verstoßes gegen die Quarantänevorschriften.

Aber: Putin kassiert im Kampf gegen Corona auch eine Menge Hohn und Spott. Woran das liegt, können Sie hier nachlesen.

Kommt das Corona-Tracking schon zu Ostern?

In Südkorea wurde u.a. mit Handy-Tracking von Infizierten erfolgreich gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus gekämpft. Kommt das jetzt auch in Deutschland?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (39, CDU) zeigt sich im Gespräch mit der Wochenzeitung DIE ZEIT überzeugt, man werde nicht „um die digitale Nachverfolgung von Kontakten, also um das Handy-Tracking“ herumkommen. „Wir sehen,“ so Spahn, „dass es einem demokratischen Staat wie Südkorea gelungen ist, mit diesem Verfahren das Virus zu bekämpfen und trotzdem das öffentliche Leben weitgehend aufrechtzuerhalten.“

Bis Ostern will Spahn ein Gesamtkonzept erarbeiten. Dazu werde auch gehören, die Älteren „möglicherweise über mehrere Monate zu bitten, ihre Kontakte stark einzuschränken und im Zweifel zuhause zu bleiben.“

Irre Fotos aus Lufthansa-Jet

Die Lufthansa hat einen Airbus A330, der normalerweise Passagiere transportiert, kurzfristig zum Cargo-Flieger umfunktioniert. Die Maschine fliegt jetzt Hilfsgüter aus Shanghai ein.

Auf Englisch twittert die Lufthansa eine Erklärung und irre Bilder aus dem Jet. Das Unternehmen schreibt: „Auf dem Heimweg ist die Maschine mit rund 30 Tonnen Spezialladung voll beladen: Schutzausrüstung und medizinische Versorgung. Um möglichst viel Platz zu haben, wurde die Fracht auf den Sitzen und in den Gepäckfächern über Kopf – zusätzlich zum Bauch – sicher verstaut.“

Britin (21) ohne Vorerkrankung stirbt an Coronavirus

In Großbritannien ist eine 21-Jährige am Coronavirus gestorben! Die junge Frau namens Chloe Middleton soll keine Vorkrankungen gehabt haben, berichtet die Zeitung „The Sun“.

Ihre Familie aus High Wycombe (Buckinghamshire) habe die Bevölkerung per Facebook aufgefordert, im Haus zu bleiben, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Der Tod von Chloe solle als Weckruf angesehen werden, die Pandemie ernst zu nehmen, schrieb ihre Mama Diane Middleton auf Facebook.

Warnung vor falschen Corona-Testern

Immer wieder gibt es in den vergangenen Tagen Warnungen vor Corona-Betrügern – jetzt sind sie offenbar auch im Harz unterwegs.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Harz (Sachsen-Anhalt) weist darauf hin, dass Personen unterwegs sind, die sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgeben und angeblich Tests auf das Coronavirus vornehmen.
Ein solcher Fall hat sich nach Informationen des Gesundheitsamtes offenbar am Montag zugetragen, wo eine Frau und ein Mann in Schutzanzügen an einer Haustür klingelten, sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgaben und Einlass für einen Corona-Test wollten. Auf Verlangen konnten sie sich nicht ausweisen – da zogen die Betrüger lieber schnell wieder ab.
Das Gesundheitsamt stellt klar, dass Mitarbeiter der Gesundheitsämter prinzipiell nur im Ausnahmefall zu Menschen nach Hause kommen, um sie auf das Coronavirus zu testen, beispielsweise bei körperlichen Beeinträchtigten. Dies erfolgt jedoch nie ohne ausdrückliche vorherige Absprache. Besuche von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes finden zudem im Rahmen von Kontrollen zur Einhaltung von Quarantäne-Anordnungen statt.
In jedem Fall können sich die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausweisen.
Der Landkreis Harz wird solche Vorfälle eigenen Angaben zufolge zur Anzeige bringen. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich bei Verdachtsfällen oder als Geschädigte umgehend bei der Polizei zu melden.

2 weitere italienische Corona-Patienten in Sachsen gelandet

Am Flughafen Leipzig/Halle sind am Mittwochnachmittag weitere Coronavirus-Patienten aus Italien gelandet. Die Patienten sollen auf einer Intensivstation des Herzzentrums in Leipzig behandelt werden, wie Krankenhaussprecher Stefan Möslein sagte. „Die Kapazitäten sind momentan frei und extra dafür vorgehalten“, so Möslein. Die Klinik erwartete zwei schwer kranke Menschen.
Bereits in der Nacht zum Dienstag waren zwei an Covid-19 erkrankte Patienten aus Italien eingeflogen worden.

Tour de France mit Einschränkungen

Im Gegensatz zu den Olympischen Spielen und der Fußball-Europameisterschaft ist die Tour de France als drittes großes Sportereignis in diesem Sommer noch nicht unmittelbar von einer Absage oder Verschiebung bedroht. Vielmehr arbeiten die Verantwortlichen wegen der Coronavirus-Pandemie im Hintergrund laut Medienberichten an einer Ausgabe mit Einschränkungen für die Öffentlichkeit. Auch Frankreichs Sportministerin Roxana Maracineanu bezeichnete die Rundfahrt, die am 27. Juni in Nizza starten soll, als Veranstaltung „von größter Bedeutung“.

So könnte die Tour, die jährlich von zehn bis zwölf Millionen Radsport-Fans am Straßenrand verfolgt und von rund 29 000 Sicherheitskräften begleitet wird, in diesem Jahr mit einigen Restriktionen ablaufen. Das könnte die Streichung der Werbekarawane oder des Tour-Dorfes vor jeder Etappe betreffen. Zudem könnten die Zuschauer im Start- und Zielbereich, ähnlich wie bei Paris-Nizza Mitte März, ausgeschlossen werden.

Tour-Chef Christian Prudhomme hatte in der vergangenen Woche darauf hingewiesen, dass erst zwei Weltkriege das Rennen stoppen konnten. „Sobald die Aktivitäten wieder aufgenommen werden, wird der Hunger auf das Rennen immens sein.“ Er hoffe, in erster Linie zum Wohle des Landes, dass die Situation bis dahin geregelt sei.

Statistisches Bundesamt: Nachfrageplus von 211 Prozent bei Toilettenpapier

Das Statistische Bundesamt hat in der Corona-Krise eine stark erhöhte Nachfrage nach bestimmten Lebensmitteln und Hygieneartikeln verzeichnet. In der vergangenen Woche waren die Verkaufszahlen im Einzelhandel bei Seife mit einem Plus von 337 Prozent „mehr als viermal so hoch wie in den sechs Monaten zuvor“, so die Statistiker am Mittwoch. Demnach wurden auch Toilettenpapier (plus 211 Prozent), Reis (plus 208 Prozent) und passierte Tomaten (plus 171 Prozent) deutlich stärker nachgefragt als sonst.
Bei Zucker, Mehl und Teigwaren war der Absatz laut Statistischem Bundesamt in der vergangenen Woche etwa doppelt so hoch wie im Mittel der sechs Monate von August bis Januar. Demgegenüber ging in den vergangenen Wochen der Bierverkauf im Einzelhandel um teilweise knapp zehn Prozent zurück.
Die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln stieg den Statistikern zufolge in der ersten Märzwoche zunächst auf mehr als das Achtfache (plus 751 Prozent), fiel anschließend aber wieder deutlich. In der vergangenen Woche sei der Absatz nur noch halb so stark wie sonst üblich gewesen. Den Statistikern zufolge ist diese Entwicklung aber einfach „darauf zurückzuführen, dass das Produkt vorübergehend praktisch ausverkauft war“.

„Dicht an dicht“ am Gipfelkreuz – da hagelte es Anzeigen

Im Allgäu haben Bergwanderer wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen Anzeigen erhalten. Wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte, hatten sich die Ausflügler am Riedberger Horn „dicht an dicht“ am Gipfelkreuz aufgehalten und somit gegen die wegen der Coronavirus-Krise festgelegte Abstandsregel von eineinhalb Metern verstoßen.
Die Beamten aus Oberstdorf hatten beobachtet, dass „unzählige Wanderer und Skitourengeher“ teils aus anderen Landkreisen angereist und unterwegs waren. Der Sprecher des Polizeipräsidiums erläuterte, es sei zwar nicht wünschenswert, wenn die Wanderer über weite Strecken anreisen, verboten sei dies jedoch nicht.
Bürgermeister aus dem Tegernseer Tal hatten wegen der vielen Ausflügler bereits verlangt, dass sich die Bürger in Bayern nur noch in ihren Landkreisen aufhalten dürfen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wies eine solche Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen am Dienstag aber zurück. „Das wäre jetzt das falsche Signal“, sagte er.

NRW will Häftlinge vorzeitig freilassen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will wegen der Corona-Krise Häftlinge vorzeitig freilassen. Er brauche für den Fall eines Ausbruchs im Strafvollzug rund 1000 freie Zellen, um Quarantänezonen schaffen zu können, sagte Justizminister Peter Biesenbach (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf.

Deswegen soll die Haft für minder schwere Fälle mit Strafen bis eineinhalb Jahren Haft unterbrochen werden, wenn sie ohnehin bis Ende Juli verbüßt wäre. Dies gelte nicht für Sexualstraftäter und schwere Gewalttäter sowie Abschiebe-Kandidaten.

Zudem gehe es um Häftlinge, die Ersatzfreiheitsstrafen wegen nicht gezahlter Geldstrafen absitzen. Bei ihnen soll der Haftantritt aufgeschoben oder die Haft ebenfalls ausgesetzt werden. „Es gibt keinen Corona-Rabatt“, betonte Biesenbach. Es gehe lediglich um eine Unterbrechung oder einen Aufschub der Haft.

Bislang gebe es noch keinen mit dem Coronavirus infizierten Strafgefangenen, sagte Biesenbach. Der Besuchsverkehr in den Gefängnissen war bereits weitgehend eingeschränkt worden. Im Gegenzug wurden mehr Telefonate und im offenen Vollzug auch stundenweise die Nutzung von Handys erlaubt.

Erster Corona-Toter in Bremen

Das Bundesland Bremen hat den ersten Todesfall infolge einer Corona-Infektion gemeldet. Es handele sich um einen 76-jährigen Mann, der mehrere Vorerkrankungen gehabt habe, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit.

4,4 Milliarden Euro fürs niedersächsische Corona-Hilfspaket

Niedersachsen hat ein 4,4 Milliarden Euro schweres Hilfspaket zur Bewältigung der Corona-Krise auf den Weg gebracht. Der Landtag stimmte am Mittwoch mit den Stimmen aller anwesenden 118 Abgeordneten für einen Nachtragshaushalt und einen erhöhten Bürgschaftsrahmen. Das Geld soll Wirtschaft und Gesundheitswesen stützen.

Ex-Bahnchef will 6 Wochen Shutdown

Der frühere Bahnchef Rüdiger Grube ist für harte aber zeitlich streng begrenzte Maßnahmen in der Corona-Krise. „Die Wirtschaft braucht Klarheit. Eine Salamitaktik hilft nicht. Wir sollten besser für zum Beispiel sechs Wochen einen Shutdown festlegen und danach die Produktion wieder hochfahren, wie in China“, sagt Grube in den Hamburg-Seiten der ZEIT. „Nur ein perspektivischer Wiederanlauf beruhigt das Wirtschaftssystem und die Finanzmärkte.“

Grube, der unter anderem Aufsichtsratschef des größten Terminalbetreibers HHLA im Hamburger Hafen ist, macht sich auch Sorgen wegen unvorsichtiger Mitarbeiter: „Leider halten sich einige nicht an die Spielregeln in Corona-Zeiten und bringen sich selbst und andere in Gefahr“, so Grube in der ZEIT. „Ich habe im Hafen erlebt, dass sich manche Leute über das Virus lustig gemacht haben. Die haben die Maßnahmen für übertrieben gehalten und sich provokativ mit anderen zusammengesetzt.“ Das könne gravierende Folgen haben: „Meine Sorge ist, dass wir genau dann den Höhepunkt bei den Corona-erkrankten Mitarbeitern haben, wenn wieder Schiffe aus China hier ankommen“, so der Manager. „Dann können wir die Schiffe nicht so be- und entladen wie sonst.“ Aktuell sei der Betrieb im Hafen aber gewährleistet.

In der aktuellen Krise zeige sich laut Grube, ob ein Manager sein Geld wert ist: „Ein guter Manager ist nur einer, der mindestens zwei Krisen durchgemacht hat – und zwar erfolgreich.“

Betrug mit Atemschutz: Großteil der Beute sichergestellt

Nach einem großangelegten Betrug mit der Mangelware Atemschutzmasken haben die Bremer Behörden 180 000 Euro aus der Beute sicherstellen können. Das Geld sei auf Konten gepfändet worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Schadenssumme insgesamt: 200 000 Euro.
Mit einem Fakeshop im Internet und einer Bremer Adresse hatten die Betrüger Schutzmasken und Desinfektionsmittel angeboten, die in der Corona-Krise knapp sind. Dabei legten die Täter den Angaben nach gefälschte Bescheinigungen von Behörden vor.
Vier Großhändler bestellten und leisteten Vorkasse. Die Ware wurde aber nicht geliefert. Das Geld wurde von den Tätern rasch auf andere Konten verschoben. Der größte Teil sei aber mithilfe des Amtsgerichts Bremen beschlagnahmt und zugunsten der geprellten Kunden gepfändet worden.

Welche Gefahren bei Corona-Cyberdeals lauern, lesen Sie auch hier.

Bisher gut 150 000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt

Das Auswärtige Amt hat gemeinsam mit den Reiseveranstaltern inzwischen mehr als 150 000 im Ausland gestrandete deutsche Urlauber zurückgebracht, wie ein Sprecher sagt. Zum Zeitpunkt der weltweiten Reisewarnung seien etwa 200 000 Deutsche im Ausland gewesen. Die Rückholungen gingen weiter. Das Augenmerk richte sich nun auf die schwierigeren Fälle, wo das Ausfliegen nicht so leicht möglich sei.

Hannovers Oberbürgermeister ist infiziert

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (39) ist am Mittwoch positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Am späten Montagabend seien bei dem Grünen-Politiker Krankheitssymptome aufgetreten, so die Stadtverwaltung. Er übe die Amtsgeschäfte nun in häuslicher Quarantäne aus.

Nach Vorschriften der Gesundheitsbehörden gilt die Quarantäne auch für Menschen, die seit Samstag (21. März) in direktem persönlichem Kontakt mit dem Oberbürgermeister standen. Dies betreffe innerhalb der Verwaltung vor allem die Dezernentinnen und Dezernenten, hieß es. Die Quarantäne läuft bis zum 6. April.

Wegen eines gemeinsamen Termins mit Onay hat sich auch Regionspräsident Hauke Jagau in Quarantäne begeben. Er habe keine Krankheitssymptome und arbeite ebenfalls von zu Hause aus, teilte die Stadt mit.

Dramatische Zustände bei Schutzausrüstung – EU-weit!

Die Länder der Europäischen Union können einem internen EU-Dokument zufolge nur zehn Prozent des aktuellen Bedarfs an persönlicher Schutzausrüstung gegen das Coronavirus und anderen medizinischen Geräten wie Beatmungsgeräten mithilfe traditioneller Lieferketten decken. Die Verfügbarkeit in ganz Europa sei „weiterhin besorgniserregend“, heißt es in den Dokument. Die meisten EU-Staaten verfügten nur über begrenzte Lagerbestände und begrenzte Kapazitäten zur Steigerung der Produktion.

In Spanien gibt es jetzt mehr Todesopfer als in China

Nach aktuellsten Angaben der Regierung in Madrid starben in Spanien bisher 3434 Menschen an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Binnen eines Tages seien weitere 738 Todesopfer hinzugekommen, hieß es. Damit überholt Spanien in dieser traurigen Statistik sogar China. Dort gab es bisher 3285 Tote.

Hier sehen Sie die BILD-Grafik mit den bestätigten Corona-Fällen für Spanien.

Prinz Charles (71) hat Corona!

In seinem Alter gehört er zur Risikogruppe. 2010 lag er schon einmal mit Lungenentzündung flach. Und jetzt das! Prinz Charles (71) wurde positiv auf Coronavirus getestet!

Der Buckingham Palace hat das inzwischen offiziell bestätigt. Er habe nur milde Symptome und sei ansonsten bei guter Gesundheit, hieß es. Seine Ehefrau Camilla sei negativ getestet worden.

Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

Saisonarbeiter dürfen nicht mehr einreisen

Um die Ausbreitung der Corona-Pandemie in Deutschland zu bremsen, hat das Bundesinnenministerium ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter angeordnet. Erntehelfern und anderen Saison-Arbeitskräften werde von diesem Mittwoch um 17 Uhr an im Rahmen der bestehenden Grenzkontrollen die Einreise verweigert, so ein Sprecher.
Diese Regelung gelte für die Einreise aus Drittstaaten, aus Großbritannien, für EU-Staaten wie Bulgarien und Rumänien, die nicht alle Schengen-Regeln vollumfänglich anwenden, sowie für Staaten wie Polen oder Österreich, „zu denen Binnengrenzkontrollen vorübergehend wieder eingeführt worden sind“. Diese Beschränkungen seien „zwingend erforderlich, um Infektionsketten zu unterbrechen“.
Vielen Landwirten fehlen derzeit Arbeitskräfte für Ernte und Aussaat. Einige Erntehelfer sind aber auch schon da, wie Sie hier nachlesen können.

1000 Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen

In den deutschen Kliniken werden nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) derzeit rund 1000 Corona-Patienten auf Intensivstationen behandelt.

Insgesamt betreuten die Häuser aktuell bis zu 4000 Corona-Patienten, sagt DKG-Präsident Gerald Gaß den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die DKG erwartet demnach in den nächsten Tagen eine deutliche Steigerung der Infektionszahlen: „Ich gehe davon aus, dass wir bis Ende dieser Woche mit etwa 70 000 registrierten Infektionen rechnen müssen“, sagt Gaß.

Putin-Auftritt in voller Corona-Montur

Fast hätten wir ihn nicht erkannt …

Russlands Präsident Wladimir Putin (67) hat ein Krankenhaus für Covid-19-Patienten im Süden von Moskau besucht. In voller Corona-Montur! Schutzmaske, Handschuhe und ein strahlend gelber Schutzanzug. Das Modell „DuPont Tychem C“ gibt’s im Internet übrigens schon für rund 30 Euro zu bestellen – zur Zeit ist es aber leider ausverkauft.

Russland hatte sich in der Corona-Krise vergleichsweise früh abgeschottet. Offiziell waren mit Stand am Dienstagvormittag 438 Infektionen im flächenmäßig größten Land der Erde bekannt.

Putin kündigte am Mittwoch eine Fernsehansprache an, die er im Laufe des Tages halten will. Es gibt u.a. Spekulationen, dass er wegen der Ausbreitung des Coronavirus die für den 22. April landesweit geplante Abstimmung über eine Verfassungsänderung verschieben wird.

Putin-Auftritt in voller Corona-Montur

Fast hätten wir ihn nicht erkannt …

Russlands Präsident Wladimir Putin (67) hat ein Krankenhaus für Covid-19-Patienten im Süden von Moskau besucht. In voller Corona-Montur! Schutzmaske, Handschuhe und ein strahlend gelber Schutzanzug. Das Modell „DuPont Tychem C“ gibt’s im Internet übrigens schon für rund 30 Euro zu bestellen – zur Zeit ist es aber leider ausverkauft.

Russland hatte sich in der Corona-Krise vergleichsweise früh abgeschottet. Offiziell waren mit Stand am Dienstagvormittag 438 Infektionen im flächenmäßig größten Land der Erde bekannt.

Putin kündigte am Mittwoch eine Fernsehansprache an, die er im Laufe des Tages halten will. Es gibt u.a. Spekulationen, dass er wegen der Ausbreitung des Coronavirus die für den 22. April landesweit geplante Abstimmung über eine Verfassungsänderung verschieben wird.

Kommunen baten Bundeswehr bisher 140 Mal um Hilfe

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist die Bundeswehr nach eigenen Angaben bereits rund 140 Mal von Städten und Gemeinden um Hilfe gebeten worden. Das sagte Generalinspekteur Eberhard Zorn am Mittwoch im „Deutschlandfunk“. Besonders nachgefragt seien „helfende Hände“, Zelte, Feldbetten, logistische Unterstützung sowie medizinische Schutzkleidung und Beatmungsgeräte. „Hier werden noch mehr Anträge kommen, insbesondere wenn es um die helfenden Hände geht“, sagte der ranghöchste Soldat Zorn.

Rund 5000 Reservistinnen und Reservisten meldeten sich innerhalb einer Woche freiwillig zur Arbeit in Bundeswehrkrankenhäusern. 170 von ihnen werden demnach gerade auf die fünf Bundeswehrkrankenhäuser verteilt. Dort werden bereits 80 Prozent zivile Patienten behandelt, sagte Zorn. Was die medizinische Hilfe angehe, sei die Bundeswehr „schon voll mittendrin“. Ziel sei es, die Zahl der Intensivbetten, wie im zivilen Gesundheitssystem auch, zu verdoppeln.

Jetzt kann man sich telefonisch 2 Wochen krankschreiben lassen

Die Krankschreibungs-Regeln in Deutschland werden wegen der Krise weiter gelockert. Ab sofort können Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege oder Verdacht auf Corona eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit für bis zu 14 Tage ausgestellt bekommen. Ohne Besuch der Arztpraxis! Ein Anruf beim Mediziner reicht.

Die Regelung gilt vorerst bis zum 23. Juni, wie der Spitzenverband gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland mitteilt. Bereits seit etwa zwei Wochen durften Ärzte die Patienten für bis zu eine Woche am Telefon krankschreiben.

RKI-Chef sagt, es sei „zu früh“ für Schlussfolgerungen aus Kontaktverboten

Wie gut helfen die Kontaktverbote in Deutschland? Eigentlich hieß es, man könne am heutigen Mittwoch erste Schlussfolgerungen ziehen. RKI-Chef Lothar Wieler (59) sagte in der Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage jetzt aber, dass es „zu früh“ sei, um Schlüsse zu ziehen, ob die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus bereits greifen. Wieler: „Es ist noch völlig unklar, wie sich die Epidemie entwickeln wird.“

Noch ein Mensch in Würzburger Altenheim gestorben!

Jetzt sind es schon zehn Tote! Im Würzburger Altenheim St. Nikolaus ist nach BILD-Informationen ein weiterer Mensch an den Folgen der Coronavirus-Erkrankung gestorben. Es soll sich um eine Frau handeln, die älter als 80 Jahre war.

Inzwischen denkt man in Würzburg über eine Evakuierung der anderen positiv getesteten Patienten nach.

Was ein Patientenschützer über den Fall bereits im Vorfeld gesagt hat, lesen Sie hier.

Dax zur Eröffnung zeitweise wieder über 10 000 Punkten

Am deutschen Aktienmarkt ist der Dax zum Handelsbeginn am Mittwoch über die Marke von 10 000 Punkten gestiegen. Zuletzt notierte der Leitindex mit plus 2,43 Prozent bei 9936,41 Punkten etwas darunter. Im Vergleich zum Corona-Krisentief Anfang der Vorwoche bei 8255 Punkten hat sich der Dax inzwischen um mehr als 20 Prozent erholt. Ein Konjunkturpaket in den USA zur Linderung der Folgen der Coronavirus-Krise treibt die Kurse.
Der MDax der mittelgroßen Werte stieg am Mittwochmorgen um 3,07 Prozent auf 20 801,75 Zähler. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gewann gut 2 Prozent.

Die historische Bundestagssitzung im Livestream

Das gab’s noch nie! Im Bundestag wird heute über das historische Hilfspaket für Bürger und Unternehmen in der Corona-Krise entschieden. Es soll in bisher kaum vorstellbarem Tempo beschlossen werden. Der Bund will mit mehreren großen Rettungsschirmen und umfangreichen Rechtsänderungen Familien, Mieter, Beschäftigte, Selbstständige und Unternehmen in der Corona-Krise schützen. Die Schuldenbremse im Grundgesetz soll ausgesetzt werden. Das legt die Grundlage für einen Nachtragshaushalt mit einer sonst unzulässigen Schuldenaufnahme von rund 156 Milliarden Euro.

Noch ein Mensch in Würzburger Altenheim gestorben!

Jetzt sind es schon zehn Tote! Im Würzburger Altenheim St. Nikolaus ist nach BILD-Informationen ein weiterer Mensch an den Folgen der Coronavirus-Erkrankung gestorben.

Was ein Patientenschützer über den Fall bereits im Vorfeld gesagt hat, lesen Sie hier.

Dax zur Eröffnung zeitweise wieder über 10 000 Punkten

Am deutschen Aktienmarkt ist der Dax zum Handelsbeginn am Mittwoch über die Marke von 10 000 Punkten gestiegen. Zuletzt notierte der Leitindex mit plus 2,43 Prozent bei 9936,41 Punkten etwas darunter. Im Vergleich zum Corona-Krisentief Anfang der Vorwoche bei 8255 Punkten hat sich der Dax inzwischen um mehr als 20 Prozent erholt. Ein Konjunkturpaket in den USA zur Linderung der Folgen der Coronavirus-Krise treibt die Kurse.
Der MDax der mittelgroßen Werte stieg am Mittwochmorgen um 3,07 Prozent auf 20 801,75 Zähler. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gewann gut 2 Prozent.

Fotofahndung: Supermarkt-Kundin spuckte Marktleiterin ins Gesicht

Unfassbarer Vorfall am Montagnachmittag im Combi-Markt in Haselünne (Niedersachsen)!

Eine bisher unbekannte Frau hat der Marktleiterin ins Gesicht gespuckt! Jetzt fahndet die Polizei nach ihr.

Der Spuck-Attacke waren ein Streit und Beleidigungen vorausgegangen. Grund: Die Kundin hatte mehrfach gegen die Corona-Hygienevorschriften des Supermarktes verstoßen. Trotz mehrfacher Hinweise durch das Marktpersonal, änderte sie ihr Verhalten nicht, wurde stattdessen noch laut.

Das Ganze geschah gegen 15.25 Uhr. Hinweise zu der abgebildeten Frau nimmt die Polizei Haselünne unter der Rufnummer (05961) 955820 entgegen.

Die drastischen Worte von Düsseldorfs Oberbürgermeister

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hat vor den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Corona-Einschränkungen gewarnt. „Ich befürchte, lange wird unser Land einen nahezu vollständigen Shutdown nicht überstehen“, schrieb er in einem Gastbeitrag der „Rheinischen Post“.
Schon jetzt gebe es erste Insolvenzen, die „vollmundig angekündigten großzügigen staatlichen Rettungsschirme“ würden mangels staatlicher Einnahmen auf Dauer wohl nicht durchzuhalten sein, sagte Geisel. Hinzu komme wegen der Kontaktverbote bereits eine „signifikante Zunahme“ von Inobhutnahmen und Betretungsverboten wegen häuslicher Gewalt.

Die Schließungen von Schulen und Universitäten brächten das solidarische Miteinander der Generationen in Gefahr. Es sei zu befürchten, dass junge Menschen zunehmend gegen die Maßnahme rebellierten, weil sie sich von den Gefahren der Infektion nicht selbst betroffen fühlten.

Coronavirus jetzt auch im Bürgerkriegsland Libyen

Die Coronavirus-Pandemie ist nun auch im Bürgerkriegsland Libyen angekommen. Es sei „eine erste Ansteckung mit dem Coronavirus in Libyen“ zu verzeichnen, so der Gesundheitsminister der von der UNO anerkannten Einheitsregierung in Tripolis, Ehmed Ben Omar. Die „notwendigen Maßnahmen“ zur Behandlung des Patienten seien eingeleitet worden. Der Chef des Nationalen Zentrums für Seuchenkontrolle, Badreddin al-Nadschar, sagte, der Patient sei vor einer Woche aus Saudi-Arabien via Tunesien nach Libyen zurückgekehrt.

Die Risiken durch die Corona-Pandemie sind in dem nordafrikanischen Land besonders besorgniserregend. Durch den Bürgerkrieg ist das öffentliche Gesundheitssystem extrem geschwächt.

Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 herrscht in Libyen Chaos. Die Einheitsregierung in Tripolis ist schwach. Ein Großteil des Ostens und Südens des Landes wird von Truppen des Generals Chalifa Haftar kontrolliert, der gegen die Einheitsregierung kämpft. Vor rund einem Jahr startete er eine Offensive auf Tripolis. Seither hat sich die humanitäre Lage weiter verschlechtert.

So eröffnete Scholz die historische Bundestagssitzung

„Wir erleben eine Krise, die in der Geschichte der Bundesrepublik ohne Vorbild ist“, sagt Bundesfinanzminister Olaf Scholz zu Beginn der Bundestagsdebatte über das Hilfspaket. Sie zeige, wie verletzlich jeder sei. „Das was wir jetzt brauchen, ist Solidarität.“ Deutschland stehe auch an der Seite seiner europäischen Partner. „Das ist keine Sache für uns allein. Wir stehen zusammen.“

Bundeswehr: Corona-Ausbruch bei der Nato in Litauen

Im Nato-Lager im litauischen Rukla gibt es offenbar einen schweren Coronavirus-Ausbruch! „Mehrere Soldaten“ haben sich laut Bundeswehr infiziert – darunter auch Deutsche.

Aktuell sind 500 Bundeswehr-Soldaten in Litauen und unterstützen dort die „Enhanced Forward Presence“, die Sicherung der Ostflanke der Nato-Staaten.

Auch die Niederlande berichten von infizierten Angehörigen ihrer Streitkräfte in Rukla. Ein positiv getesteter Soldat und vier weitere mit Krankheitssymptomen seien in die Niederlande ausgeflogen worden. Der Rest der Truppe sei in Litauen „vorsorglich unter Quarantäne“ gestellt worden.

Israel verschärft Ausgangsbeschränkungen

Israel hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Ausgangsbeschränkungen im Land weiter verschärft. Die israelische Regierung beschloss nach Medienberichten in der Nacht zum Mittwoch weitere Notstandsmaßnahmen: Demnach sollen die Menschen sich grundsätzlich nur in einem Radius von bis zu 100 Metern von ihrem Zuhause bewegen. Ausnahmen gelten unter anderem für essenziell wichtige Arbeitsplätze, Einkäufe von Lebens- und Arzneimitteln sowie ärztliche Behandlungen. Banken und Tankstellen sollen geöffnet bleiben. Öffentliche Verkehrsmittel sollen jedoch stark eingeschränkt und sportliche Aktivitäten draußen verboten werden. Die neuen Anweisungen sollten am Mittwochabend in Kraft treten.

Die israelische Armee ist nach eigenen Angaben bereits darauf vorbereitet, die Polizei wenn nötig bei der Durchsetzung der Ausgangsbeschränkungen landesweit zu unterstützen.

Gleich beginnt die historische Sitzung im Bundestag

Olaf Scholz (SPD), Bundesminister der Finanzen, ist schon da. Um 9 Uhr beginnt die 154. Sitzung des Bundestages – es wird eine historische! Das 156-Milliarden-Paket gegen das Coronavirus soll heute beschlossen werden.

Übrigens: Um eine Ansteckungsgefahr zu minimieren, bleiben jeweils zwei Plätze zwischen den Bundestagsabgeordneten frei. Und: Wie man an die Milliarden kommt, erfahren sie hier.

Vietnam exportiert keinen Reis mehr

Vietnam stoppt vorerst seine Reisexporte, um die Nahrungsmittelversorgung der eigenen Bevölkerung sicherzustellen. Sowohl die Corona-Pandemie als auch eine schwere Dürre und ein Eindringen von Salzwasser in das Mekong Delta im Süden des Landes böten Grund zur Sorge, begründete die Regierung in Hanoi den Schritt.

Nahrungsmittel könnten knapp werden, warnte Ministerpräsident Nguyen Xuan Phuc in einer Mitteilung. Zudem ordnete er an, das Land solle zusätzliche Reisvorräte einkaufen. Der Zoll des südostasiatischen Landes wies die Dienststellen in den Provinzen an, ab dem heutigen Mittwoch keine Reisexporte mehr zu genehmigen.
Im Mekong Delta ist in diesem Jahr das Salzwasser weiter in die örtlichen Flüsse eingedrungen als üblich und bedroht die Wasserversorgung für die landwirtschaftliche Produktion. Darunter leiden vor allem die Reisbauern in der Region. Nach Berichten von Staatsmedien haben der Klimawandel und der Bau von Dämmen flussaufwärts in China das Problem noch verstärkt.

21 Seniorenheim-Bewohner in Schleswig-Holstein unter Quarantäne

In einem Altenheim in Wentorf (Kreis Herzogtum Lauenburg) gab es am Dienstag einen Einsatz der Feuerwehr, nachdem ein Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Wie ein Feuerwehrsprecher am Mittwochmorgen sagte, war am Nachmittag zunächst eine Evakuierung des Heims erwogen worden, da der Infizierte Kontakt mit den anderen Bewohnern hatte. Feuerwehr und Rettungsdienst rückten an und untersuchten die Bewohner. Da keiner von ihnen entsprechende Symptome aufwies, verblieben alle 21 Bewohner im Heim und wurden unter Quarantäne gestellt.

Die Isolierung in den Zimmern soll bis auf Weiteres andauern. Die Pflegekräfte, die Kontakt zu dem infizierten Bewohner hatten, befinden sich ebenfalls in Quarantäne.

RKI empfiehlt Tests bei jedem mit Atemwegsproblemen

Das Robert-Koch-Institut hat am Dienstag seine Orientierungshilfe für Ärzte zu Coronavirus-Tests aktualisiert. Demnach soll fortan am besten JEDER mit Atemwegsproblemen („respiratorischen Symptome“) auf das Coronavirus getestet werden.

Bisher sollte nur getestet werden, wer Atemwegsprobleme UND Kontakt zu einem Infizierten hatte bzw. im Risikogebiet war. Zuerst hatte die „Ärzte Zeitung“ über die neue RKI-Empfehlung berichtet.

Labore hingegen kritisieren bereits jetzt eine „zu breite Testung“. Auch könnten die Laborkapazitäten zum Problem werden. Die Frankfurter Virologin Prof. Sandra Ciesek hatte erklärt, dass es derzeit einen Engpass bei Tests gibt: „Der Engpass sind die Laborkapazitäten, also die Menschen.“ Die Labormitarbeiter arbeiteten seit Anfang Februar durch, auch Samstag und Sonntag, „das ist schon eine enorme Belastung“. Es gebe leider nur wenige Fachkräfte, die die derzeit dafür nötige Technik beherrschten. „Die können Sie nicht einfach so nachbestellen. Das ist auch ein Grund, dass aktuell nicht jeder ohne Symptome auf eigenen Wunsch getestet werden kann.“

 

Mehr als 75 000 Betriebe wollen Kurzarbeit einführen

Als Folge der Corona-Krise nimmt Kurzarbeit drastisch zu. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (47, SPD) sagte der „Funke Mediengruppe“: „Allein in der vergangenen Woche haben 76 700 Betriebe angekündigt, Kurzarbeit in Anspruch nehmen zu wollen.“ Der Bedarf sei enorm: „Das wird bei Weitem nicht das Ende der Fahnenstange sein.“

Betroffen seien alle Bundesländer und nahezu alle Branchen. Heil appellierte an die Arbeitgeber, „wo immer es geht, das Kurzarbeitergeld aufzustocken“. Vor allem Arbeitnehmer mit geringem Lohn hätten mit Gehaltseinbußen zu kämpfen. Daher habe das Bundeskabinett beschlossen, den Bezug ergänzender Grundsicherung zu erleichtern: „Das wirkt wie ein Kombilohn für die Zeit der Krise.“

Schröders Frau geht nur noch mit Mundschutz raus

Soyeon Schröder-Kim trägt beim Einkaufen oder Spazierengehen einen Mundschutz und erntet dafür manchmal misstrauische Blicke. „Offenbar denken einige, dass jeder, der einen Mundschutz trägt, ansteckend sein könnte“, sagte die Ehefrau von Altkanzler Gerhard Schröder. „Auch einige meiner in Deutschland lebenden koreanischen Freundinnen haben ähnliche Erfahrungen gemacht“, berichtete die Unternehmerin. „Mein Mann hat damit wie andere auch Schwierigkeiten, akzeptiert es aber.“

Der frühere SPD-Chef und die Koreanerin sind seit 2018 verheiratet, derzeit stecken beide wegen der Corona-Krise im Homeoffice in Hannover fest. Viele Asiaten hätten Angst, in Deutschland öffentlich Mundschutz zu tragen, weil sie komisch angesehen werden, sagte Schröder-Kim. „Ihnen will ich Mut machen. Ich jedenfalls gehe auch künftig mit einem Mundschutz zum Einkaufen, weil ich damit die Kassiererinnen und Kassierer schützen will. Und ich werde meinen Mann bitten, künftig das Gleiche zu tun.“

21 Seniorenheim-Bewohner in Schleswig-Holstein unter Quarantäne

In einem Altenheim in Wentorf (Kreis Herzogtum Lauenburg) gab es am Dienstag einen Einsatz der Feuerwehr, nachdem ein Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Wie ein Feuerwehrsprecher am Mittwochmorgen sagte, war am Nachmittag zunächst eine Evakuierung des Heims erwogen worden, da der Infizierte Kontakt mit den anderen Bewohnern hatte. Feuerwehr und Rettungsdienst rückten an und untersuchten die Bewohner. Da keiner von ihnen entsprechende Symptome aufwies, verblieben alle 21 Bewohner im Heim und wurden unter Quarantäne gestellt.

Die Isolierung in den Zimmern soll bis auf Weiteres andauern. Die Pflegekräfte, die Kontakt zu dem infizierten Bewohner hatten, befinden sich ebenfalls in Quarantäne.

RKI meldet erneuten Anstieg der Fallzahlen

Die Zahl der Coronavirus-Fälle ist in Deutschland erneut gestiegen. Das Robert-Koch-Institut meldete mit Stand 0 Uhr 31 554 Fälle – 4191 mehr als am Tag zuvor.

US-Regierungssprecher: Haben uns auf Hilfspaket geeinigt

Die US-Regierung hat sich nach eigenen Angaben mit den Senatoren auf ein Hilfspaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie geeinigt. „Wir haben ein Abkommen“, sagte Präsidialamtssprecher Eric Ueland am Mittwoch. Verhandelt wurde seit Tagen über ein Paket, das einen Umfang von zwei Billionen Dollar haben könnte.

Lokführergesellschaft fordert: Es müssen weniger Bahnen fahren!

Die Lokführergewerkschaft GDL fordert, das Fahrtenangebot für Bahnreisende in der Corona-Krise deutlich zu reduzieren. „Wir müssen nicht auf Teufel komm raus heiße Luft transportieren“, sagte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky (61) der Deutschen Presse-Agentur. „Wir müssen mindestens auf 50 Prozent runter.“

Die Fahrgastzahlen seien deutlich gesunken, erklärte der Gewerkschafter. Deshalb müsse die Bahn jetzt Personalreserven bilden, um auch in den nächsten Wochen ein verlässliches Grundangebot aufrecht erhalten zu können. „Auch Lokführer und Zugbegleiter werden krank“, sagte Weselsky mit Blick auf die Ausbreitung des Coronavirus.

Südkorea: Verschärfte Einreisebestimmungen für USA

Südkorea kündigt an, die Grenzkontrollen für Reisende aus den Vereinigten Staaten bis Freitag zu verschärfen.

Die Regierung in Seoul hatte bereits strenge Grenzkontrollen für Besucher aus Europa, China, Italien und dem Iran eingeführt. Einreisende aus den betroffenen Ländern wurden zur Installation einer App verpflichtet, mit der verfolgt wird, ob sie Symptome wie Fieber entwickeln. Zusätzlich trat am vergangenen Donnerstag eine zweiwöchige obligatorische Quarantäne für alle Langzeitankömmlinge aus Europa in Kraft. Premierminister Chung Sye-kyun (69) sagt, dass ähnliche Maßnahmen für Einreisende aus den Vereinigten Staaten spätestens am Freitag umgesetzt werden sollten.

Aktienkurse in Tokio und Seoul weiter im Aufwärtstrend

An der asiatischen Leitbörse in Tokio sind die Kurse im Vormittagshandel am Mittwoch erneut deutlich gestiegen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte kletterte um 1036,86 Punkte oder 5,7 Prozent auf den Zwischenstand von 19 129,21. Schon an den beiden vorangegangenen Tagen hatte das Börsenmeter deutlich im Plus gelegen.

Auch der Leitindex Kospi an der Börse in Seoul sprang den zweiten Tag nacheinander deutlich nach oben. Die Kurse legten bis 11.20 Uhr (Ortszeit) um 4,4 Prozent auf 1680,32 zu.

Heil lässt Zweifel an Grundrente 2021 aufkommen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (47) hat wegen der Corona-Krise Zweifel an der pünktlichen Einführung der Grundrente zum Jahresbeginn 2021 durchblicken lassen.

Der SPD-Politiker zur Funke Mediengruppe: „Ich will, dass die Grundrente kommt. Allerdings kann keiner sagen, wie lange diese Krise andauert und wie lange bewährte Abläufe eingeschränkt werden müssen.“ Er verwies darauf, dass auch der Bundestag wegen der Corona-Krise „unter veränderten Bedingungen“ arbeite. Auf die Frage, ob die Grundrente zum 1. Januar 2021 komme, sagte Heil lediglich: „Das ist mein Ziel und daran arbeite ich weiter.“

Trump bittet Südkorea um medizinische Ausrüstung

US-Präsident Donald Trump (73) hat Südkorea nach Angaben des Präsidialamts in Seoul um die Lieferung medizinischer Ausrüstung für die Bekämpfung des Coronavirus-Ausbruchs in den USA gebeten.

Die Bitte sei bei einem Telefongespräch mit Präsident Moon Jae In (67) am Dienstagabend (Ortszeit Seoul) ausgesprochen worden. Moon habe seine größtmögliche Unterstützung zugesagt, falls genügend Ausrüstung vorhanden sei. Für die eventuelle Zustimmung durch die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde (FDA) wolle Trump noch am Dienstag sorgen.

Neuseeland verhängt Ausgangssperre

Neuseeland ruft den Notstand aus. Ab Mitternacht (Ortszeit) sei das Land mit einer vollumfassenden Ausgangssperre belegt, erklärt die Regierung. Das Land hatte Stand Mittwoch 47 neue Fälle bestätigt. Die neuseeländische Generaldirektorin für Gesundheit, Dr. Ashley Bloomfield, sagt auf einer Pressekonferenz, dass die Zahl der Fälle noch mindestens 10 Tage weiter steigen würden, bis eine Trendwende erkennbar sei.

Corona-Entwarnung bei Heidi Klum

Model Heidi Klum (46) ist nicht mit dem Coronavirus infiziert.

Dies sei ihr 14. Tag zuhause, schrieb Klum am Dienstag auf Instagram zu dem Hashtag „#covid_19negative“. Dazu postete die vierfache Mutter ein Foto von sich unter blauem Himmel auf einer Wiese liegend. Auf die Nachfrage eines Fans, wie sie sich fühle, antwortete Klum: „Viel besser, danke. Ich habe nur eine schwere Erkältung und versuche, darüber hinwegzukommen.“

„Germany’s next Topmodel“-Moderatorin hatte Mitte März mitgeteilt, dass sie mit erkältungsähnlichen Symptomen im Bett liege und sich zu Hause isoliere. Sie habe sich auf Sars-CoV-2 testen lassen und warte auf das Ergebnis, gab sie später bekannt. Auch Klums Mann, Musiker Tom Kaulitz (30), habe sich nicht gut gefühlt und ebenfalls einen Test gemacht. Der sei aber negativ ausgefallen, wie Klum und Toms Zwillingsbruder Bill Kaulitz später auf Instagram schrieben.

China meldet 47 neue „importierte Fälle“

China hat erneut 47 „importierte“ Coronavirus-Fälle gemeldet. Insgesamt zählt China damit bereits 474 solcher Erkrankungen, die bei Menschen, die in das Land eingereist sind, festgestellt wurden. Wie aus den offiziellen Zahlen der Pekinger Gesundheitskommission am Mittwoch hervorging, soll es erneut keine lokalen Erkrankungen gegeben haben. In der zentralchinesischen Provinz Hubei, von wo sich das Virus Sars-CoV-2 Ende 2019 weltweit auszubreiten begann, starben weitere drei Menschen.

Nach offiziellen Angaben sind bislang 3281 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen. Insgesamt wurden auf dem chinesischen Festland 81 218 Infizierte registriert, von denen sich bislang mehr als 73 000 wieder erholt haben.

US-Außenminister Pompeo wirft China Vertuschung vor

US-Außenminister Mike Pompeo (56) verschärft seine Kritik am Umgang Chinas mit dem Ausbruch des Coronavirus.

Er behauptet, dass die Kommunistische Partei der Welt weiterhin Informationen vorenthalte, die benötigt würden, um den Virus aufzuhalten. In einem Interview mit der Radiosendung „Washington Watch“ wiederholt Pompeo frühere Vorwürfe, dass Pekings Verzögerung beim Offenlegen von Informationen beim ersten Auftreten des Virus Risiken für die Menschen weltweit geschaffen habe. Dieses Verhalten habe „wirklich Tausende von Leben aufs Spiel gesetzt“. Pompeo: „Meine Sorge ist, dass durch diese Vertuschung, diese Desinformation, der Welt immer noch die Informationen fehlen, die sie braucht, um weitere Fälle oder eine Wiederholung einer solchen Epidemie zu verhindern.“

New York City lässt in Corona-Krise 300 Gefangene frei

In der Corona-Krise lässt die Stadt New York City etwa 300 Gefangene frei. Dabei handele es sich um Insassen, die für kleinere und nicht-gewalttätige Vergehen einsitzen und deren Haftstrafe in weniger als einem Jahr ablaufen würde, sagte Bürgermeister Bill de Blasio (58). Dies sei eine Maßnahme, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus auch in den Gefängnissen zu hemmen.

De Blasio zufolge hat die US-Ostküstenmetropole mit nun etwa 15 000 Infizierten ein Drittel aller Corona-Fälle in den USA. New York ist mit Abstand am schwersten von der Krise betroffen. Mehr als 100 Menschen sind dort bereits gestorben. Alle nicht-überlebenswichtigen Unternehmen dürfen ihre Mitarbeiter nur noch von zu Hause aus arbeiten lassen – und die Bewohner des Bundesstaates sollen soweit wie möglich zu Hause bleiben. Restaurants, Bars, Schulen, Museen und Broadwayshows sind geschlossen.

Merkel und Netanjahu beraten über Corona-Krise

Kanzlerin Angela Merkel (65) und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (70) haben am Dienstag über die Corona-Krise gesprochen. Das bestätigt ein Regierungssprecher in Berlin. Die „Jerusalem Post“ berichtet, dabei sei es unter anderem darum gegangen sei, dass Deutschland bei seiner Rückholaktion auch israelischen Staatsbürger hilft, nach Hause zurückzukehren. Israel gilt wie Deutschland als Land, das an Medikamenten gegen das Coronavirus forscht.

Flughäfen Düsseldorf und Köln melden Kurzarbeit an

Die zwei größten Flughäfen von NRW, Düsseldorf und Köln-Bonn, werden Kurzarbeit anmelden. Das berichtet die Düsseldorfer „Rheinische Post“ unter Verweis auf Auskünfte der Unternehmen. Am Airport Düsseldorf arbeiten 2300 Beschäftigte, in Köln-Bonn 1800.

Zudem wird die Firma Kötter für ihre 1700 Sicherheitsdienstleister an den zwei Airports Kurzarbeit beantragen. Auch das Tourismusunternehmen Alltours mit 450 Beschäftigten kündigt Kurzarbeit an. Die Deutsche Telekom erklärt auf Anfrage, sie prüfe für einige Bereiche des Unternehmens Kurzarbeit.

UN-Sicherheitsrat tagt erstmals per Videoschalte

Erstmals in seiner Geschichte hat der UN-Sicherheitsrat per Videokonferenz getagt. Wegen der Coronavirus-Pandemie konferierten die Diplomaten am Dienstag von zuhause aus miteinander. Während der mehr als vierstündigen Sitzung gab es allerdings technische Probleme, wie anschließend aus Diplomatenkreisen am UN-Hauptquartier in New York verlautete. Die Beratungen mussten mehrmals unterbrochen werden, weil die Internetverbindungen zusammenbrachen oder bei Teilnehmern der Strom ausfiel.

Saudi-König Salman bittet G20 zu Videokonferenz

Saudi-Arabiens König Salman (84) bittet die Staats- und Regierungschefs der G20 am Donnerstag zu einer außerordentlichen Video-Konferenz, um eine Antwort auf die weltweite Verbreitung des Coronavirus abzustimmen. Saudi-Arabien hat derzeit den Vorsitz der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer. Es gibt Kritik, dass die G20 spät auf die Pandemie reagieren.

Trump: Corona-Konjunkturpaket umfasst 2 Billionen Dollar

Das von Kongress und Regierung vorbereitete Coronavirus-Konjunkturpaket hat nach Angaben von Präsident Donald Trump (73) ein Volumen von rund 2 Billionen Dollar (1,9 Milliarden Euro).

Mit diesem „größten und mutigsten“ Paket der US-Geschichte könnten die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie abgefedert werden, sagte Trump am Dienstag im Weißen Haus. Sobald die Krise ausgestanden sei, werde die US-Wirtschaft rasch wieder wachsen, versprach er. Das von beiden großen Parteien ausgehandelte Konjunkturpaket solle noch am Dienstag (Ortszeit) vom Senat verabschiedet werden. Danach muss das Repräsentantenhaus zustimmen.

Das Konjunkturpaket soll unter anderem direkte Hilfszahlungen an die US-Steuerzahler umfassen, eine deutliche Verbesserung der Arbeitslosenversicherung, mehr Geld für Krankenhäuser und ein sehr umfassendes Kreditprogramm für Unternehmen.

60 Prozent aller neuen US-Corona-Fälle aus New York

Die Metropole New York City entwickelt sich zunehmend zum Brandherd in der Coronakrise in den USA: US-Vizepräsident Mike Pence (60) sagte am Dienstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus, inzwischen kämen 60 Prozent aller neuen Fälle in den USA aus dem Großraum New York.

Die Infektionsrate in der Ostküstenmetropole liege bei eins zu eintausend – rund fünf bis zehn Mal höher als in dem ebenfalls schwer betroffenen Bundesstaat Washington an der Westküste der USA. Pence rief New Yorker, die die Stadt verlassen haben, dazu auf, sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne zu begeben: „Wir müssen den Großraum New York City als Hochrisikogebiet betrachten.“

Auch Berlin will Corona-Patienten aus Italien aufnehmen

Berlin will so wie andere Bundesländer schwer kranke Corona-Patienten aus Italien zur Behandlung aufnehmen. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (55, SPD) in der RBB-Sendung „Wir müssen reden!“ an: „Solidarität macht nicht an der Stadtgrenze halt. Wir wollen helfen und Patienten aus Italien aufnehmen. Darüber habe ich heute mit dem Charité-Chef gesprochen.“

Müller folgt dem Beispiel anderer Länderchefs. Auch Bayern will italienische Covid-19-Patienten aufnehmen. Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU): „Wir wollen auch da ein Signal der Humanität setzen.“ Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) sagte die Aufnahme von zehn Patienten aus dem besonders leidenden Norditalien zu: „Wir wollen signalisieren: Ihr seid nicht allein.“ In Baden-Württemberg, Sachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind bereits erste Corona-Notfälle aus dem Ausland in Kliniken untergebracht.

Trumps Pressesprecherin negativ getestet

Die Pressesprecherin von US-Präsident Donald Trump (73) hat sich nicht mit dem Coronavirus infiziert. Der Test von Stephanie Grisham (43) sei negativ ausgefallen, teilt das Weiße Haus mit.

Sie hatte zuletzt aus dem Homeoffice gearbeitet. Auslöser war eine Begegnung mit dem Pressesprecher des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro (65), der später positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Trump behauptet: „Licht am Ende des Tunnels“

Trotz dramatisch wachsender Fallzahlen in den USA gibt sich US-Präsident Donald Trump (73) im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus optimistisch. Trump im Weißen Haus: „Wir fangen an, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen.“

Unklar ist, worauf der Präsident diese Aussage basierte. Nach Daten der Johns-Hopkins-Universität sind in den USA inzwischen mehr als 52 000 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt – damit liegen die Vereinigten Staaten nur noch hinter China und Italien. Mehr als 670 Menschen starben. Experten zufolge steht den USA das Schlimmste noch bevor. Die Weltgesundheitsorganisation schließt nicht aus, dass die USA das neue Epizentrum der Pandemie werden könnten.

Demokratische Republik Kongo schließt Grenzen

Die Demokratische Republik Kongo ruft den Notstand aus und schließt die Grenzen. Das teilt Präsident Felix Tshisekedi (56) in einer Ansprache an die Nation mit. In dem Land in Zentralafrika sind bislang vier Menschen an dem Coronavirus gestorben, mehr als 40 Personen haben sich infiziert.

Zu volle Parks in Berlin? Polizei setzt Hubschrauber ein

Im Kampf gegen Kontakt-Verstöße in der Corona-Krise hat die Berliner Polizei einen Hubschrauber eingesetzt. Am frühen Dienstagabend überflogen Polizisten den Gleisdreieck-Park, die Hasenheide in Neukölln und den Volkspark Friedrichshain. Mehrere Hinweise zu vollen Parks seien eingegangen, schrieb die Polizei auf Twitter. Auch Polizeistreifen zu Fuß hätten sich in den Parks sowie am Alexanderplatz umgesehen. Das Ergebnis: „Viele Menschen mit Abstand, nur wenige ohne.“

 

24.03.2020 21.35 Uhr

Dow Jones legt stärksten Anstieg seit fast 90 Jahren hin

An der Wall Street geht es steil nach oben. Der US-Börsenindex Dow Jones hat inmitten der Coronavirus-Pandemie den stärksten Anstieg seit fast 90 Jahren hingelegt. An der New Yorker Wall Street gewann er am Dienstag rund 11,4 Prozent und stieg auf etwa 20 705 Punkte an. Es war der stärkste prozentuale Tagesgewinn seit Anfang der 1930er Jahre.

Spaniens Polizei warnt: Kranke fliehen aus Krankenhäusern

Zahlreiche Corona-Patienten fliehen in Spanien aus den Krankenhäusern. Es habe bereits mehrere Fälle in verschiedenen Krankenhäusern gegeben, sagte der Direktor der Nationalpolizei, Jose Ángel González, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Madrid. Das bereite den Sicherheitsbehörden unnötigerweise eine „Riesenarbeit“, um diese Patienten ausfindig zu machen und wieder in die Krankenhäuser zu bringen.

Allein in den vergangenen Stunden habe es in Leganés bei Madrid sowie im Küstenort Benidorm im Osten Spaniens zwei solcher Fälle gegeben. González klagte, neben solchen Patienten gebe es auch sonst „ziemlich viele verantwortungslose“ Bürger, die etwa die vor eineinhalb Wochen verhängte Ausgangssperre verletzten. Allein in den vergangenen 24 Stunden habe man im Rahmen des sogenannten Alarmzustandes 80 „verantwortungslose und unsolidarische“ Personen festnehmen müssen.

Die knapp 47 Millionen Einwohner Spaniens dürfen seit dem 15. März nur noch in wenigen Ausnahmefällen das Haus verlassen, etwa zum Einkaufen.

Türkei zählt 44 Todesopfer

In der Türkei sind mittlerweile 44 Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. In den vergangenen 24 Stunden seien sieben Menschen ihrer Erkrankung erlegen, teilt Gesundheitsminister Fahrettin Koca per Twitter mit. Bei 1872 Menschen sei eine Infektion mit dem Virus bestätigt worden. Das seien 343 mehr als am Vortag.

3 Wochen Ausgangssperre für 1,3 Milliarden Inder

Für Indiens 1,3 Milliarden Einwohner gilt die kommenden 21 Tage eine Ausgangssperre. Die wegen der Corona-Krise verhängte Sperre werde ab Mitternacht gelten, sagte Premierminister Narendra Modi am Dienstagabend (Ortszeit) in einer am Fernsehen übertragenen Rede. Er forderte seine Landsleute auf zu vergessen, wie es sich anfühlt, das Haus zu verlassen. „Wenn wir diese 21 Tage nicht gut bewältigen, dann wird das Land um 21 Jahre zurückgeworfen. Viele Familien werden für immer zerstört“, sagte der Premier. „Wenn ihr eure Türschwellen überschreitet, dann ladet ihr die gefürchtete Pandemie nach Hause ein.“ Modi teilte außerdem mit, dass seine Regierung umgerechnet rund 1,83 Milliarden Euro zur Stärkung der Gesundheitsinfrastruktur einsetzen werde.

Nachdem etliche Inder nach der Rede Lebensmittel kauften, rief Modi sie auf, keine Hamsterkäufe zu tätigen. Das indische Innenministerium stellte klar, dass Lebensmittelläden, Apotheken und Banken weiter offen seien. Metros, Züge, Rikschas und Flüge im In- und Ausland operieren in Indien inzwischen nicht mehr. Seit Montag galt bereits eine Ausgangssperre in vielen Regionen und großen Städten Indiens.

Bisher wurden 508 Menschen in Indien nach Angaben des Gesundheitsministeriums positiv auf das Coronavirus getestet. Zehn Menschen sind an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Die Zahlen sind im Vergleich zur Bevölkerung Indiens zwar noch relativ klein – Indien ist nach China das bevölkerungsreichste Land der Welt mit 1,3 Milliarden Einwohnern.

Barça stellt Klubanlagen zur Verfügung

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie stellt der FC Barcelona den Gesundheitsbehörden der Region Katalonien die Clubanlagen zur Verfügung. Man sei bereit, jede nötige Hilfe zu leisten, teilte der spanische Fußballmeister am Dienstag mit. Dem Hospital Sant Pau in Barcelona habe man außerdem bereits den Elektrowagen überlassen, mit dem normalerweise im Camp-Nou-Stadion verletzte Spieler vom Feld gefahren werden, hieß es.

Da man wegen der Aussetzung aller Wettbewerbe vorerst nicht mehr antreten könne, sei man „fest entschlossen, jene Begegnung zu spielen und zu gewinnen, die die gesamte Gesellschaft derzeit bestreitet“, so der Club von Nationaltorwart Marc-André ter Stegen und Weltfußballer Lionel Messi. Die vom Virus Sars-CoV-2 verursachte Krankheit Covid-19 sei „der Gegner von uns allen“.

Bis 31. Mai! Finnland will alle Restaurants schließen

Die finnische Regierung will im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus alle Restaurants, Kneipen, Nachtclubs und Cafés für Kunden schließen. Ein entsprechender Regierungsvorschlag werde nun vom finnischen Parlament geprüft, sagte Ministerpräsidentin Sanna Marin am Dienstagabend vor Reportern in Helsinki. Im besten Fall könne die Maßnahme noch in dieser Woche in Kraft treten, sie solle dann bis zum 31. Mai gelten. Außer-Haus-Verkauf sei jedoch weiter erlaubt. Mittagskantinen etwa an Arbeitsplätzen dürfen geöffnet bleiben.

Spaniens Militär bittet um Unterstützung

Wegen der Corona-Krise hat Spaniens Militär die Nato um Hilfe gebeten. Die spanischen Streitkräfte hätten „internationale Hilfe“ angefordert, um Unterstützung bei der medizinischen Versorgung zu erhalten, erklärte das Militärbündnis am Dienstag. Demnach bat Madrid um 500 000 Test-Kits, 500 Beatmungsgeräte sowie 1,5 Millionen OP-Masken und 450 000 Atemschutzmasken.

Italiens Regierung verschärft Strafen

Die Regierung in Italien erhöht die Geldstrafen für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Künftig sollen Verletzungen der strengen Regeln mit 400 bis 3000 Euro geahndet werden. Das kündigte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Dienstagabend in Rom an. Bisher drohte bei Vergehen eine Strafe von 206 Euro, auch eine Haft von bis zu drei Monaten war möglich.

Das von Conte vorgestellte Dekret sieht vor, das regionale Autoritäten im Kampf gegen das Virus zeitweise eigene Maßnahmen erlassen dürfen, wie der Premier ankündigte.

Italiens Polizei hat seit Einführung der Ausgangsverbote am 10. März mehr als zwei Millionen Menschen kontrolliert. Dabei habe es mehr als 100 000 Anzeigen wegen Verstößen gegeben, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Die Zahl der Menschen, die in Italien positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet wurden, stieg bis Dienstag auf mehr als 69 000.

Juve-Star Ronaldo unterstützt Krankenhäuser

Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo hilft in seinem Heimatland Portugal mit großzügigen Spenden im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Der Profi von Juventus Turin und sein Manager Jorge Mendes hätten mit „Millionenspenden“ den Ausbau der Intensivstationen zweier Krankenhäuser unterstützt, berichteten am Dienstag portugiesische Medien. Die Hilfsleistung wurde inzwischen von den Krankenhäusern, dem Hospital de Santa Maria in Lissabon und dem Hospital de Santo Antonio in Porto, bestätigt.

Der Wert der Spenden wurde zwar nicht bekanntgegeben. Das Krankenhaus in der Hauptstadt ließ aber wissen, dass der fünffache Weltfußballer und Mendes insgesamt 20 Betten sowie unter anderem auch Beatmungs- und Herzüberwachungsgeräte, Infusionspumpen und Spritzen zur Verfügung stellen. Das Spital in Porto bekommt nach eigenen Angaben 15 Betten und ebenfalls zahlreiche Geräte und Ausrüstung, die für die Behandlung von Menschen, die mit dem Covid-19-Erreger Sars-CoV-2 infiziert wurden, nötig seien.

„Es sind sehr hohe Spenden, die mit Sicherheit zur Rettung vieler Menschenleben beitragen werden“, wurde der Chef der Chirurgieabteilung des Santo António, Eurico Castro Alves, von portugiesischen Medien zitiert. Die Intensivstation des Krankenhauses solle nach Mendes und Ronaldo benannt werden. Der 35 Jahre alte Fußballer hält sich seit Ausbruch der Corona-Krise in seiner Geburtsstadt Funchal auf der Atlantikinsel Madeira auf.

Die Zahl der Infektionsfälle in Portugal belief sich am Dienstag auf mehr als 2300. 30 dieser Patienten kamen bereits ums Leben.

So läuft der Wettlauf um den Corona-Impfstoff

Diese sechs Schritte durchläuft ein Impfstoff, bis er beim Patienten landet.

Bundeswehr-Soldaten in Litauen infiziert

In Litauen haben sich mehrere Soldaten des von der Bundeswehr geführten Nato-Bataillons mit dem Coronavirus infiziert. Unter den positiv getesteten Fällen befinden sich nach Angaben eines Sprechers des Einsatzführungskommandos in Potsdam auch deutsche Soldaten.

Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam sagte BILD: „In Litauen wurden einige deutsche Soldaten positiv auf das Coronavirus gestestet. Es handelt sich um eine Anzahl im unteren einstelligen Bereich, die sich aber noch verändern kann. Sie werden hervorragend medizinisch betreut. Bei Bedarf können sie jederzeit in die Heimat ausgeflogen werden.“

NRW will bis Freitag über Abi-Prüfungen entscheiden

Nordrhein-Westfalens Landesregierung will möglichst im Einvernehmen mit vielen Bundesländern bis Freitag über die Abiturprüfungen 2020 entscheiden. „Nordrhein-Westfalen ist auf verschiedene Szenarien vorbereitet und wird in dieser Woche noch einen Vorstoß unternehmen, mit möglichst vielen Ländern einen gemeinsamen Weg einzuschlagen“, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) der „Aachener Zeitung“ (Mittwoch). „Sollte dies nicht möglich sein, wird Nordrhein-Westfalen unabhängig davon seine Entscheidungen treffen und diese am Freitag vorstellen“, heißt es in einer Erklärung Gebauers vom Dienstag, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Trump bittet Südkorea um medizinische Ausrüstung

US-Präsident Donald Trump hat Südkorea gebeten, medizinische Ausrüstung für den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus in die USA zu schicken. Das teilt das südkoreanische Präsidialamt mit.

Präsident Moon Jae In habe in dem 23 Minuten dauernden Telefonat angeboten, Ausrüstung bereitzustellen, wenn Südkorea welche übrig habe. Das Gespräch sei auf Trumps dringende Bitte verabredet worden.

Südkorea hat – anders als die USA – von Anfang an umfassend auf das Virus getestet und so nach einer anfangs raschen Ansteckungswelle die Zahl der Neuinfektionen drastisch verringert. Die Zahl der Toten ist mit 125 vergleichsweise niedrig.

Zirkus-Chef: Wir stehen vor dem Aus

Bleibt diese Manege für immer zu? 131 Jahre lang hat der Großzirkus William Kinder unterhalten. Jetzt steht das Familienunternehmen (30 Mitarbeiter, 1200 Plätze) aus Müncheberg (Brandenburg) wegen der Corona-Krise vor dem Aus.

Die 94 Tiere, darunter Löwen, Kamele, Krokodile und Zebras, brauchen Futter. Doch die Einnahmen bleiben aus, Tourneen sind abgesagt. „Wir benötigen 30 000 Euro Soforthilfe pro Monat“, so Zirkus-Chef Manolito Wille (40). Sonst werde es „existenziell für unsere Familie und die Tiere“.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

London sucht 250 000 Freiwillige für Krankenhäuser

Die britische Regierung will den Nationalen Gesundheitsdienst NHS im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie mit 250 000 Freiwilligen verstärken. Das teilte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Dienstag bei einer Pressekonferenz in London mit. Knapp 12 000 NHS-Mitarbeiter im Ruhestand seien bereits einem Aufruf der Regierung gefolgt, in den aktiven Dienst zurückzukehren. Zudem solle in der kommenden Woche ein temporäres Krankenhaus eröffnet werden, das in einem Konferenzzentrum eingerichtet werde, erklärte Hancock.

Die Zahl der Toten durch die von dem neuartigen Coronavirus hervorgerufene Lungenkrankheit Covid-19 in Großbritannien stieg unterdessen um 87 auf 422.

LVZ: Corona-Flüge aus Italien abgesagt

Weitere Corona-Patienten aus Italien sollten am Dienstagabend mit einer Militärmaschine auf dem Flughafen Leipzig/Halle landen. Doch daraus wurde nichts, wie die „Leipziger Volkszeitung“ berichtet. Ohne Angaben von Gründen wurde der Flug einer Militärmaschine aus Bergamo gecancelt. Es war zuvor erwartet worden, das man diese sechs Erkrankten zur Behandlung an das Herzzentrum Leipzig, die Uniklinik Dresden sowie das Lungenfachkrankenhaus Coswig bringen würde.

USA melden 544 Virus-Tote und fast 44 200 Infizierte

In den USA steigt die Zahl der Todesopfer und Infektionsfälle deutlich. Binnen 24 Stunden seien 144 Menschen an Covid-19 gestorben, die Gesamtzahl sei damit auf 544 gestiegen, teilen die Gesundheitsbehörden CDC mit. Bei mittlerweile 44 183 Menschen sei das Coronavirus nachgewiesen worden, das sei ein Anstieg um 10 779. Infektionen werden aus allen 50 US-Bundesstaaten und dem District of Columbia gemeldet.

Zahl der Todesopfer in Italien steigt um 743 auf 6820

In Italien ist die Zahl der Todesopfer binnen eines Tages um 743 auf 6820 angestiegen. Das teilt die Zivilschutzbehörde mit. Damit ist nach einem geringeren Anstieg der Opferzahl am Montag (602 Tote) und Sonntag (650) die Zahl wieder deutlich nach oben gesprungen. Am Samstag war mit 793 Todesfällen die höchste Zahl an einem einzigen Tag vermeldet worden. Mittlerweile wurde bei 69 176 Menschen das Coronavirus nachgewiesen. Am Montag lag die Zahl der bestätigten Infektionen noch bei 63 927.

Erste Soldaten helfen in Krankenhäusern

Erstmals in der Coronakrise sind seit Dienstag Soldaten zur Unterstützung in Krankenhäusern in Baden-Württemberg im Einsatz. Je sieben Sanitätssoldaten würden in Krankenhäusern in Freiburg und Titisee-Neustadt (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) zunächst einmal eingewiesen und sollen künftig im Klinikbetrieb helfen, sagte ein Sprecher des Landeskommandos Baden-Württemberg am Dienstag.

31 Prozent weniger Bewegungen in Deutschland

Bewegungen einschränken und das öffentliche Leben so weit wie möglich herunterfahren – um die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland mindestens zu verlangsamen, vielleicht sogar zu stoppen.

Klappt das? Daten, die BILD exklusiv vorliegen, zeigen erneut: Ja, die Bevölkerung hat ihr Verhalten im Zuge der Corona-Krise verändert – und sich erneut weniger bewegt.

In London liegen die Nerven blank

In der britischen Hauptstadt liegen die Nerven blank!

Trotz der schärferen Ausgangsbeschränkungen waren viele Londoner am Dienstag in ihrer Stadt unterwegs. Die Märkte waren voll, die Schlangen in den Supermärkten und Discountern lang. Vielerorts wurden die Lebensmittel knapp, was sogar zu Schlägereien führte, wie etwa vor einem Gemüseladen in der Innenstadt, wo sogar die Polizei anrücken musste.

Und nicht nur dort war „High Life“ angesagt. Viele Londoner U-Bahnen waren am Dienstag überfüllt. In den Abteilen standen Fahrgäste gedrängt nebeneinander.

Hier geht’s zum kompletten Artikel.

Das kann ein Intensivbett

Noch sind die zusätzlichen Intensiv-Betten im Allgemeinen Krankenhaus in Viersen leer. Doch Ärzte und Pflegepersonal sind auf einen Ansturm von Corona-Patienten vorbereitet. Die Zahl der Intensiv-Betten im Haus wurde von zwölf auf 25 mehr als verdoppelt.

„Die komplette Ausstattung, die zu diesem Bett gehört, kostet etwa 180 000 Euro“, sagt Dr. Thomas Axer (54), Geschäftsführer des Krankenhauses. Ob die Zahl der Betten ausreichen wird, ist unklar. Niemand weiß genau, was kommt. „Eins ist aber sicher: Jeder Patient, der so ein Intensiv-Bett benötigt, wird es vermutlich etwa drei Wochen belegen.“ In BILD erklärt der Mediziner, was so ein Intensiv-Bett genau kann.

Strafen bis 25000 Euro: Hamster-Verbot in Frankfurt

Jetzt geht’s den Hamstern an die dicken Backen!

Frankfurt schiebt Massen-Einkäufen einen Riegel vor. Laut einer ab sofort gültigen Allgemeinverfügung dürfen Geschäfte Waren nur noch in haushaltsüblichen Mengen abgeben. Heißt: Mit zig Packungen Klopapier oder Mehl im Einkaufswagen ist spätestens an der Kasse Schluss. Der Magistrat zieht mit der neuen Regelung die Notbremse! Lesen Sie hier den ganzen Artikel!

Strafen bis 25000 Euro: Hamster-Verbot in Frankfurt

Jetzt geht’s den Hamstern an die dicken Backen!

Frankfurt schiebt Massen-Einkäufen einen Riegel vor. Laut einer ab sofort gültigen Allgemeinverfügung dürfen Geschäfte Waren nur noch in haushaltsüblichen Mengen abgeben. Heißt: Mit zig Packungen Klopapier oder Mehl im Einkaufswagen ist spätestens an der Kasse Schluss. Der Magistrat zieht mit der neuen Regelung die Notbremse! Lesen Sie hier den ganzen Artikel!

Spanisches Dorf verordnet Mindestbetrag für Einkäufe

Ungewöhnliche Maßnahme gegen Corona-Regel-Brecher in Spanien! Der Bürgermeister von Herrera del Duque hat beschlossen, dass die rund 3700 Einwohner seiner Ortschaft bis auf weiteres bei jedem Einkauf mindestens 30 Euro ausgeben MÜSSEN. Mit dieser Entscheidung will Bürgermeister Saturnino Alcázar erreichen, dass die Menschen nicht unter dem Vorwand des Einkaufens ihr Haus mehrmals am Tag verlassen und so die wegen der Pandemie seit eineinhalb Wochen in ganz Spanien geltende Ausgangssperre umgehen.

Flughafen Hannover: Ab Mittwoch Kurzarbeit

Am Flughafen Hannover-Langenhagen beginnt am Mittwoch eine längere Phase der Kurzarbeit. Der Luftverkehr ist in der Corona-Krise weltweit eingebrochen – rund 1500 Mitarbeiter der Airport-Gesellschaft erhielten nun das gesetzliche Kurzarbeitergeld, sagte ein Sprecher am Dienstag. Dieses solle ein Jahr lang laufen.

Pirelli verzichtet auf Kalender 2021

Wegen der Corona-Pandemie hat der italienische Reifenhersteller Pirelli seinen berühmten Kalender fürs nächste Jahr gestrichen. „Im Lichte des gegenwärtigen Covid-19-Notstands haben wir entschieden, Produktion und Erscheinen des #PirelliCalendar 2021 abzusagen“, teilte das Unternehmen am Dienstag auf Twitter mit. Stattdessen wolle man 100 000 Euro für den Kampf gegen Sars-CoV-2 stiften.
Der Pirelli-Kalender existiert seit 1964 und galt über Jahre als Inbegriff der Aktfotografie.

New Yorks Gouverneur: „Dramatischer Anstieg“

Der Gouverneur des US-Bundesstaates New York schlägt angesichts stark steigender Infiziertenzahlen in der Corona-Krise Alarm. Der „dramatische Anstieg“ auf nun über 25 000 bestätigte Fälle in dem Bundesstaat sei „beunruhigend und astronomisch“, sagte Andrew Cuomo am Dienstag in einer Pressekonferenz. Im Moment verdoppelten sich die Zahlen alle drei Tage, die Mittel der Behörden seien mit den Ausgangsbeschränkungen weitgehend erschöpft. „Wir verlangsamen (die Ausbreitung) nicht und die Beschleunigung passiert von selbst“.

Frankreich rüstet Zug für Verlegung von Kranken um

Für den Abtransport von Corona-Infizierten aus dem Risikogebiet im Elsass setzt Frankreich erstmals einen Hochgeschwindigkeitszug ein. Der französische Gesundheitsminister Olivier Véran sagte am Dienstag in Paris, der medizinisch umgerüstete TGV der Staatsbahn werde am Mittwoch 30 Kranke aus überlasteten Kliniken in Straßburg und Mülhausen wegbringen. Dies sei eine „Premiere in Europa“, sagte Véran. Wohin die Menschen verlegt werden, sagte er nicht.

DFL-Präsidium empfiehlt Bundesliga-Pause bis zum 30. April

Frankfurt/Main (dpa).
Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga soll wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst bis zum 30. April ausgesetzt bleiben. Diese Empfehlung hat das Präsidium der Deutschen Fußball Liga den 36 Profivereinen zur Beschlussfassung auf der Mitgliederversammlung in der kommenden Woche gegeben.

Zahl der Todesfälle in Großbritannien steigt auf 422

In Großbritannien ist die Zahl der Infizierten und Toten deutlich gestiegen. 8077 Infektionsfälle seien inzwischen bestätigt, teilt die Regierung mit. Am Montag seien es noch 6650 gewesen. Binnen eines Tages seien 87 Menschen gestorben, nachdem sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Damit liege die Gesamtzahl der Todesopfer bei 422.

Greta Thunberg war in Corona-Quarantäne

Umweltaktivistin Greta Thunberg schreibt auf ihrem Instagram-Account, dass sie und ihr Vater die letzten zwei Wochen in Quarantäne verbracht haben – in einer kleinen, separaten Wohnung, um Mutter und Schwester nicht anzustecken.

Allein in Lombardei rund 400 Tote binnen 24 Stunden

In der Lombardei ist die Zahl der am Coronavirus gestorbenen Menschen binnen 24 Stunden um rund 400 gestiegen. Damit seien allein in der norditalienischen Region, die von der Epidemie besonders betroffen ist, fast 4200 Patienten der Krankheit erlegen, sagt ein Insider. Am Montag waren dort noch 320 Todesfälle binnen 24 Stunden bekanntgegeben worden. Die Zahl der Infektionen stieg nun demnach um 1940 auf rund 30 700.

Sollten sich die neuen Zahlen bestätigen, würden Hoffnungen auf eine Verbesserung der Lage zerschlagen. Italien will die Zahlen für das gesamte Land am frühen Abend mitteilen. Am Montag wurden insgesamt 6077 Todesfälle gemeldet, die höchste Zahl weltweit.

Stuttgart: Polizei zählt 346 Verstöße an einem Tag

Die Polizei in Baden-Württemberg hat bei Kontrollen im Kampf gegen das Coronavirus am Montag 346 Verstöße gegen das Bundesinfektionsschutzgesetzes festgestellt. 93 Strafverfahren und 253 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten wurden eingeleitet. Bei Schwerpunktkontrollen seien 431 Fahrzeuge und 2402 Menschen kontrolliert worden, teilte das Innenministerium am Dienstag mit.

„Die Menschen im Land zeigen weit überwiegend Verständnis für die notwendigen Maßnahmen, die wir getroffen haben – und sie halten sich auch daran“, bilanzierte Innenminister Thomas Strobl (CDU). Die Ausgangsbeschränkungen und die Einhaltung anderer Maßnahmen würden intensiv überwacht.

Stuttgart: Polizei zählt 346 Verstöße an einem Tag

Die Polizei in Baden-Württemberg hat bei Kontrollen im Kampf gegen das Coronavirus am Montag 346 Verstöße gegen das Bundesinfektionsschutzgesetzes festgestellt. 93 Strafverfahren und 253 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten wurden eingeleitet. Bei Schwerpunktkontrollen seien 431 Fahrzeuge und 2402 Menschen kontrolliert worden, teilte das Innenministerium am Dienstag mit.

„Die Menschen im Land zeigen weit überwiegend Verständnis für die notwendigen Maßnahmen, die wir getroffen haben – und sie halten sich auch daran“, bilanzierte Innenminister Thomas Strobl (CDU). Die Ausgangsbeschränkungen und die Einhaltung anderer Maßnahmen würden intensiv überwacht.

Mehr Beatmungsgeräte für britische Covid-19-Kranke

Im Kampf gegen die Covid-19-Lungenerkrankung stehen Großbritannien jetzt 8000 Beatmungsgeräte zur Verfügung. Weitere 5000 sollen in den kommenden Wochen hinzukommen, sagte ein Regierungssprecher am Dienstag in London. Dies sei durch die Zusammenarbeit mit privaten Kliniken und Herstellern außerhalb Großbritanniens gelungen. Noch vor Kurzem standen landesweit nur 5000 Geräte in den staatlichen Kliniken bereit – Großbritannien war damit fast ein Schlusslicht in Europa auf je 100 000 Einwohner berechnet.

DFL: Bundesliga soll bis 30. April pausieren

Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga soll wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst bis zum 30. April ausgesetzt bleiben. Diese Empfehlung hat das Präsidium der Deutschen Fußball Liga den 36 Profivereinen zur Beschlussfassung auf der Mitgliederversammlung in der kommenden Woche gegeben.

Französischer Arzt protestiert mit Nacktfoto

Mit einem Nacktfoto protestiert ein französischer Hausarzt gegen die Handhabung der Coronavirus-Krise in seinem Land. Der Mediziner Alain Colombié sagte am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP, das von ihm auf Facebook veröffentlichte Foto sei ein „Aufschrei“ gegen die Zustände. Frankreich sei trotz Warnungen vieler Ärzten unvorbereitet in die Pandemie gegangen.

Das Foto zeigt Colombié nackt in seinem Behandlungszimmer auf einem roten Drehstuhl. Er trägt lediglich ein Stethoskop und eine Kopf- und Armbinde mit der Aufschrift „chair à canon“ (Kanonenfutter).

Erster Corona-Fall in der Berliner SPD-Fraktion

In der Berliner SPD-Fraktion gibt es einen ersten Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus. Das habe eine ärztliche Untersuchung am Dienstag bestätigt, teilte ein Sprecher der Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus mit. Dabei handle es sich um den Abgeordneten Frank Zimmermann, der auch zum Fraktionsvorstand gehört und innenpolitischer Sprecher ist. „Ich bin positiv auf Covid19 getestet worden“, sagte Zimmermann laut der Mitteilung. „Das Ergebnis habe ich heute erhalten. Mir geht es sehr gut, ich bin aber vorläufig in häuslicher Quarantäne.“

Ausgangssperre für eine Milliarde Inder

Indien hat seine Ausgangssperren während der Corona-Pandemie auf 32 der 36 Bundesstaaten und Bundesterritorien ausgeweitet. Das teilte die Regierung am Dienstag auf Twitter mit. Aus nahezu allen Landesteilen seien Infektionen gemeldet worden, hieß es zur Begründung. Damit sind nun mindestens eine Milliarde Menschen von den Maßnahmen betroffen. In den übrigen Staaten gelten zunächst nur teilweise Einschränkungen.

Rheinland-Pfalz stellt 3,3 Milliarden Euro bereit

Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz hat einen Nachtragshaushalt über 3,3 Milliarden Euro beschlossen. In dem Entwurf für das Ausgabengesetz seien 800 Millionen Euro für die aktuelle Krisenbewältigung enthalten, teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag mit. Das Land nehme für das Paket auch eine Neuverschuldung in Kauf. Zunächst war für den Nachtragshaushalt ein Volumen von 650 Millionen Euro genannt worden.

Brandenburg plant Verdopplung von Rettungspaket

Der geplante Brandenburger Rettungsschirm für Hilfen in der Corona-Krise soll auf eine Milliarde Euro verdoppelt werden. Darauf verständigten sich die Koalitionsfraktionen von SPD, CDU und Grünen am Dienstag. Der Haushaltsausschuss muss an diesem Mittwoch noch zustimmen, der Landtag entscheidet am 1. April.

Bayern übernimmt Kosten für Verpflegung von Pflegern

Der Freistaat Bayern will ab dem 1. April die Kosten für Essen und Trinken der Pflegerinnen und Pfleger in Krankenhäusern, Altenheimen, aber auch Behinderteneinrichtungen übernehmen. „Wir wollen einfach ein Signal setzen, des Dankeschöns, schon jetzt für die Arbeit, die dort geleistet wird“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München.

Kreuzfahrtschiffe suchen Häfen zum Anlegen

In der Coronavirus-Krise irren immer noch Kreuzfahrtfahrtschiffe auf den Weltmeeren herum, die wegen möglicher Infektionsfälle an Bord nicht anlegen können. Chile wies am Montag das unter niederländischer Flagge fahrende Schiff „Zaandam“ ab, weil mehrere Menschen an Bord unter grippeähnlichen Symptomen leiden. Die Reederei Holland America sucht nun einen Hafen, in dem die Kranken von Bord gehen können, bevor das Schiff seine Reise nach Fort Lauderdal in Florida fortsetzen kann.

11 000 Bewerber wollen RKI helfen

Auf gewaltiges Interesse ist EINE Stellenanzeige als Unterstützungskraft beim Robert Koch-Institut (RKI) gestoßen. Zwischen Donnerstag und Montag hätten sich 11 000 Menschen als Helfer im Kampf gegen das Coronavirus beworben, wie das Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln mitteilte. Das Amt hatte die Stelle für das RKI ausgeschrieben. „Einen solchen Andrang auf ausgeschriebene Stellen haben wir noch nicht erlebt“, sagte BVA-Präsident Christoph Verenkotte.

11 000 Bewerber wollen RKI helfen

Auf gewaltiges Interesse ist EINE Stellenanzeige als Unterstützungskraft beim Robert Koch-Institut (RKI) gestoßen. Zwischen Donnerstag und Montag hätten sich 11 000 Menschen als Helfer im Kampf gegen das Coronavirus beworben, wie das Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln mitteilte. Das Amt hatte die Stelle für das RKI ausgeschrieben. „Einen solchen Andrang auf ausgeschriebene Stellen haben wir noch nicht erlebt“, sagte BVA-Präsident Christoph Verenkotte.

Italien: Massenkontrollen mit Drohnen

Italiens Polizei hat seit Einführung der Ausgangsverbote vor zwei Wochen mehr als zwei Millionen Menschen kontrolliert. Das meldete die Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag unter Berufung auf das Innenministerium in Rom. Dabei dürfen die Sicherheitskräfte auch offiziell Drohnen zur Überwachung nutzen.

Die Luftfahrtbehörde ENAC hatte der Polizei am Montag grünes Licht für die Überwachung aus der Luft gegeben. Die Freigabe gelte bis zum 3. April, teilte die Behörde mit. Kommunen wie die Küstenstädte Rapallo und Rimini legten damit sofort los. Andere Orte hatten die Drohnen schon vorher eingesetzt.

Berlin: 2200 Flughäfen-Beschäftigte bald in Kurzarbeit

Wegen des Einbruchs des Flugbetriebs um 90 Prozent haben die Berliner Flughäfen die Einführung von Kurzarbeit für ihre rund 2200 Beschäftigten beschlossen. Dazu sei ein Antrag beim zuständigen Arbeitsamt gestellt worden, teilt der Betreiber FBB der Flughäfen Berlin-Tegel und Schönefeld mit. Ziel sei es, Entlassungen durch eine Reduzierung der Arbeitszeit zu vermeiden. Gemeinsam mit dem Betriebsrat sei beschlossen worden, das gesetzliche Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent des Nettoentgelts aufzustocken. Alleinerziehende sollen 90 Prozent erhalten.

Arzt stirbt nach Kollaps in Corona-Teststelle

Um bei der Corona-Krise zu helfen, kam er aus dem Ruhestand – jetzt ist er tot!

In der zentralen Corona-Abstrichstelle in Herford kam es am Montag zu einem tragischen Notfalleinsatz. Ein Mediziner war bei der Arbeit kollabiert und ist trotz Reanimationsversuchen im Krankenhaus gestorben, wie der Kreis Herford jetzt mitteilte.

„Die Todesursache ist noch ungeklärt, vermutlich ist der Mann an einem Herzinfarkt verstorben“, heißt es darin. Laut „Neue Westfälische“ hatte sich der verstorbene Arzt aus dem Ruhestand heraus freiwillig gemeldet, um bei den Untersuchungen in der Abstrichstelle zu helfen.

Lesen Sie hier die ganze Geschichte.

Kurzarbeit für rund 80 000 VW-Beschäftigte

Bei Volkswagen sollen wegen der Lieferprobleme und Absatzschwäche in der Corona-Krise rund 80 000 Beschäftigte in Deutschland in Kurzarbeit gehen. Dies verlautete am Dienstag aus Konzernkreisen. Das Unternehmen hat die deutschen und europäischen Werke sowie weitere Standorte in Amerika und Russland derzeit vorübergehend geschlossen. Als Grund für die beantragte Kurzarbeit hatten die Wolfsburger bereits in der vergangenen Woche die beträchtlichen Arbeitsausfälle in der Produktion sowie in den angrenzenden Bereichen genannt.

NRW-Landtag beschließt 25-Milliarden-Rettungsschirm

Der nordrhein-westfälische Landtag hat am Dienstag einstimmig ein Hilfspaket in Höhe von 25 Milliarden Euro zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise beschlossen. Im Schnellverfahren stimmten alle fünf Fraktionen dem in der Landesgeschichte beispiellosen Rettungsschirm zu.

Es bleibt kalt! Coronavirus hasst saubere Luft

Jetzt kommt der Winter wohl doch noch – und das hat sogar etwas Gutes!

Bis zu minus 10 Grad wurden in der Nacht zu Dienstag in Deutschland gemessen. Im Osten Deutschlands war es die kälteste Nacht des gesamten Winters.

Und genau das brauchen wir in der Corona-Krise!

Denn: Italienische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich das Virus auch gerne an Feinstaubpartikel anheftet und darüber ausbreitet. Insbesondere dann, wenn die Luft feucht ist.

Hier geht’s zum kompletten Artikel.

Briten müssen bei Verstoß gegen Ausgangssperre 30 Pfund zahlen

Wer in Großbritannien gegen die Auflagen für die Ausgangssperre verstößt, soll künftig umgehend 30 Pfund (rund 33 Euro) Strafe zahlen. Dies Summe könne aber notfalls noch deutlich steigen, sagt ein Sprecher von Regierungschef Boris Johnson. Die Polizei werde „alle Maßnahmen ergreifen, die sie für angemessen hält, um Gruppen von Personen, die die Regeln missachten, zu zerstreuen“. Versammlungen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit, die nicht zusammen leben, sind in Großbritannien derzeit verboten.

Gefangener in Knast-Quarantäne in Hamburg

In der Justizvollzugsanstalt Glasmoor in Norderstedt ist die erste Covid-19-Infektion im Hamburger Vollzug aufgetreten.

„Der etwa 30 Jahre alte Gefangene befindet sich in seinem Haftraum in Quarantäne. Er zeigt keine Symptome“, teilte Dennis Sulzmann, Sprecher der Justizbehörde, am Montag mit und bestätigte damit einen Bericht der Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Hier geht’s zum kompletten Artikel.

Singapur schließt Bars, Kinos und Theater

Singapur hat seine Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verschärft. Bars, Kinos, Theater und Nachtclubs werden bis zum 30. April geschlossen, wie das Gesundheitsministerium des Stadtstaates am Dienstag mitteilte. Bei 49 weiteren Menschen in dem flächenmäßig kleinsten Land Südostasiens sei die Lungenkrankheit Covid-19 diagnostiziert worden, die durch das Coronavirus verursacht wird, hieß es zur Begründung. Zwei Menschen seien bereits an der Krankheit gestorben. Singapur hat knapp sechs Millionen Einwohner.

Klopapier-Hamsterkäufe belasten Kanalisation

Hamsterkäufe von Klopapier sorgen für Probleme in den Kläranlagen in Neu-Ulm. Die schwäbische Stadt geht davon aus, dass viele Bürger kein Toilettenpapier mehr bekommen haben und deswegen nun ersatzweise andere Materialien auf dem Klo benutzen. Die Experten der Stadtentwässerung hätten „zuletzt vermehrt Produkte wie Feucht-, Kosmetik- oder Küchentücher“ in der Kanalisation und den Pumpwerken entdeckt, teilte die Kommune am Dienstag mit.

„Die Pumpen in unseren Pumpwerken können diese Stoffe nicht transportieren“, sagte Abteilungsleiter Jochen Meissner. „Es kann zu Ausfällen im gesamten System kommen“, warnte er. In den Kläranlagen werde zudem durch die falsch entsorgen Tücher der Sauerstoffaustausch im Reinigungsprozess gestört, was dazu führe, dass die Anlagen nicht mehr die volle Reinigungsleistung erbringen.

Absage der Abiturprüfungen in Schleswig-Holstein?

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat sich wegen der Corona-Pandemie für eine Absage der Abiturprüfungen in Schleswig-Holstein ausgesprochen. Sie werde dem Kabinett am Mittwoch einen entsprechenden Beschlussvorschlag vorlegen, sagte Prien am Dienstag. Auch die Prüfungen zum ersten allgemeinbildenden und zum mittleren Schulabschluss sollen in diesem Schuljahr nicht abgenommen werden.

„In der derzeitigen Situation und der besonderen Herausforderung nicht nur für unser Schulsystem, sondern auch jeden einzelnen von uns, halte ich diese Entscheidung für geboten“, sagte Prien am Dienstag.

Wie es in dem Fall zu einer Endnote kommen soll? Prien will „Abschlusszeugnisse als Anerkennungleistungen aus den bisherigen Noten vergeben.“ Also wird die Abi-Note aus der Vor-Benotung der bisherigen vier Semester gebildet.

Mehr als 200 000 bestätigte Infektionsfälle in Europa

Europaweit ist die Zahl der offiziell gemeldeten Coronavirus-Infektionsfälle auf mehr als 200 000 gestiegen. Mehr als die Hälfte der Fälle wurden in Italien und Spanien registriert, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP vom Dienstag ergab. Die Zahl der Todesfälle stieg europaweit auf 10 732.

Rewe plant Bonuszahlungen für Mitarbeiter

Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler Rewe will die Beschäftigten bei Rewe, aber auch bei der konzerneigenen Discounttochter Penny für ihren Einsatz in der Coronavirus-Krise mit einem Bonus belohnen. Dafür werde der Konzern über 20 Millionen Euro in die Hand nehmen, sagte ein Rewe-Sprecher am Dienstag auf Nachfrage.

125 Corona-Tote in Deutschland

Die Corona-Lage in Sachsen entspannt sich nicht, es gibt immer mehr Fälle. Jetzt sind zwei Dresdner an dem Virus verstorben.

Das teilte Gesundheitsministerin Petra Köpping (61, SPD) Dienstag in einer Pressekonferenz mit. Insgesamt erlagen bis jetzt fünf Menschen aus Sachsen dem Virus. Auch bei einem Betroffenen in Bautzen und zwei stark vorerkrankten Senioren (84, 87) aus Bernsdorf im Lankreis Zwickau war der Krankenheitsverlauf tödlich.

Damit sind jetzt 125 Menschen in Deutschland am Coronavirus gestorben.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Covid-19-Ausbreitung in Ischgl

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat Ermittlungen zur Ausbreitung des Coronavirus im beliebten Wintersportort Ischgl aufgenommen.

Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, geht sie dem Verdacht nach, dass ein Gastronomiebetrieb Ende Februar einen positiven Test einer Mitarbeiterin nicht den Gesundheitsbehörden gemeldet habe. Das Land Tirol hatte der Staatsanwaltschaft eine Anfrage des ZDF mit dem entsprechenden Verdacht weitergeleitet. „Es ist unbekannt, um welchen Betrieb es sich dabei handeln soll und ob tatsächlich Meldepflichten verletzt wurden“, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Daher werde nun ermittelt.

Das Land Tirol und die Tourismusbranche vor Ort waren in den vergangenen Tagen scharf kritisiert worden, weil der Skitourismus mit seinen Après-Ski-Partys die internationale Ausbreitung des Coronavirus verstärkt haben könnte. Vor allem Ischgl geriet diesbezüglich ins Visier. Dort war der Barkeeper einer beliebten Après-Ski-Bar am 7. März positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden.

Dem Land Tirol wird vorgeworfen, den Skibetrieb nicht schnell genug gestoppt zu haben. Als am 13. März über Ischgl und weitere Orte eine Quarantäne verhängt wurde, kam es zudem zu chaotischen Zuständen bei der fluchtartigen Abreise zahlreicher internationaler Gäste. Auch dafür hagelte es Kritik. Erst am 15. März fand die Skisaison dann ihr vorzeitiges Ende.

Restaurantkette Maredo stellt Insolvenzantrag

Wegen der Auswirkungen der Corona-Krise hat die angeschlagene Restaurantkette Maredo einen Insolvenzantrag gestellt.

„Letztlich Auslöser waren die massiven Auswirkungen der Corona-Krise, die zuerst zu einem gravierenden Umsatzeinbruch und dann zur Schließung aller Restaurants geführt haben“, schrieb das Unternehmen in einer Mitteilung von Montagabend. Gleichzeitig müssten Mieten und Gehälter weiterbezahlt werden. Man habe deshalb Ende vergangener Woche einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Düsseldorf gestellt. Das Gericht bestätigte den Eingang des Antrags.

Gleichzeitig wolle man prüfen, ob Maredo Staatshilfen erhalten könne. Sollte dies möglich sein, könne das eingeleitete Verfahren wieder zurückgenommen werden. Zuvor hatte bereits die angeschlagene Kette Vapiano die Zahlungsunfähigkeit bekanntgegeben. Auch für das börsennotierte Kölner Unternehmen kommt es nun auf Staatshilfen an.

Brandenburg will Jagd trotz Schweinepest verbieten

Jagd in Zeiten des Coronavirus’ – wichtig oder nicht?

Ja, sagt der Bund und die Länder ziehen mit. Schon allein, weil Jäger die Felder der Landwirte vor Wildschaden schützen müssen. Nur Brandenburg sieht das anders. „In diesem Bundesland soll die Jagd bis zum 8. April untersagt werden“, sagt Torsten Reinwald, Sprecher des Deutschen Jagdverbands (DJV), zu BILD. „Dass Gesellschaftsjagden nicht erlaubt werden, ist selbstverständlich richtig. Doch dass Einzeljagden auch verboten sind, ist nicht nachzuvollziehen.“

Denn die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist nur noch 21 Kilometer von Brandenburg entfernt. Doch das Ministerium meint, in Feld und Wald könne der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden.

Alle Details lesen Sie in unserem Artikel.

IOC verschiebt Olympische Spiele in Tokio um ein Jahr

Die Olympischen Spiele in Tokio werden nach Angaben von Japans Ministepräsidenten Shinzo Abe um ein Jahr verschoben.

Tankstellen in Italien schließen

In Italien schließen demnächst die ersten Tankstellen.

Das kündigen die Betreiberverbände an. Ab Mittwochabend sollen demnach zunächst die Zapfstellen an Autobahnen dichtmachen, dann sollen nach und nach auch andere Tankstellen folgen. Zur Begründung geben die Verbände vor dem Hintergrund der Corona-Krise an, es sei unmöglich geworden, den Betrieb aufrecht zu halten ohne die Gesundheit zu gefährden.

Bayern nimmt schwerkranke Corona-Patienten aus Italien auf

Bayern will angesichts der Corona-Krise schwerkranke Italiener zur Behandlung in bayerische Krankenhäuser aufnehmen.

Bayern wolle im Rahmen der Möglichkeiten mit „medizinischem Gerät“ helfen aber auch einige Patienten aus Italien aufnehmen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. „Wir wollen auch da ein Signal der Humanität setzen.“

Die konkrete Umsetzung müsse noch diskutiert werden. Söder kündigte außerdem an, die Bereitschaft der anderen Bundesländer, ebenfalls Italiener aufzunehmen, im Ministerrat abzufragen.

Bayern folgt damit dem Beispiel des Saarlands und Baden-Württembergs, die ebenfalls akute Beatmungspatienten aus ihrem Nachbarland Frankreich aufnehmen. Mit rund 64 000 registrierten Infizierten und mehr als 6000 Toten ist Italien besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Die Intensivstationen der Krankenhäuser sind außerdem völlig überlastet. Es fehlen Betten mit Beatmungsgeräten, Material und Personal.

Bayern stockt Corona-Hilfspaket auf insgesamt 20 Milliarden Euro auf

Bayern stockt sein Hilfspaket für die bayerische Wirtschaft wegen der Corona-Krise noch einmal massiv auf. Im Haushalt sollen nun 20 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München an.

„Ich möchte nicht, dass Bayern ein Übernahme-Kandidat wird“, sagte er.

5400 Mitarbeiter in Spaniens Gesundheitswesen positiv getestet

In Spanien sind nach Behördenangaben inzwischen 5400 Mitarbeiter im Gesundheitswesen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das seien fast 14 Prozent aller Fälle in dem Land.

Uniklinik Leipzig: Patienten aus Italien in kritischem Zustand

Die beiden in der Nacht zu Dienstag aus Italien eingeflogenen Coronavirus-Patienten werden am Universitätsklinikum Leipzig intensivmedizinisch betreut.

„Sie sind in einem kritischen Zustand“, sagte Klinikumssprecher Markus Bien am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Neben den beiden Patienten aus Italien habe die Klinik aktuell keine weiteren beatmungspflichtigen Coronavirus-Patienten, hieß es.

Am Dienstagnachmittag sollen weitere Patienten aus Italien nach Sachsen geflogen werden. Auch das Herzzentrum und das Helios Park-Klinikum Leipzig werden zwei Patienten auf der interdisziplinär geführten Intensivstation aufnehmen, sagte der Pressesprecher des Lehrkrankenhauses, Stefan Möslein. Wann die Patienten einträfen, sei noch unklar, man sei aber einsatzbereit. „Wir haben uns in den letzten Tagen darauf vorbereitet“, sagte Möslein. Die Aufnahme von Patienten aus Italien sei „ein solidarischer Akt“.

Auch das Universitätsklinikum Dresden bereitet sich nach Angaben der Pressestelle auf die Aufnahme zweier Patienten aus Italien vor. Der Zeitpunkt ihrer Ankunft blieb auch hier zunächst offen.

Japanische Regierung wird Olympiaverschiebung vorschlagen

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe wird dem Internationalen Olympischen Komitee eine Verschiebung der Olympischen Sommerspiele in Tokio um ein Jahr vorschlagen. Das meldete der Fernsehsender NHK am Dienstag.

Supermarkt bietet Benachteiligten frühere Öffnungszeiten an

Einige Supermärkte bieten Senioren und Menschen mit Behinderung in der Corona-Krise frühere Öffnungszeiten an. Seit Montag steht zum Beispiel das Sortiment vom Edeka Fleck im Stuttgarter Stadtteil Fasanenhof zwischen 7 und 8 Uhr nur Rentnern, Rollstuhlfahrern und anderen „Personen mit Handicap“ zur Verfügung, wie ein Schild am Eingang erklärt. Üblicherweise öffnet der Markt erst um 8 Uhr.

„Die Aktion wird von den Kunden gut angenommen“, sagte der Marktleiter Julian Fleck am Dienstag. Der 92-jährige Kunde Willi Treppel freute sich über die frühere Öffnungszeit: „Es ist das erste Mal, dass ich mal wieder alleine einkaufen darf.“ In den vergangenen Wochen habe sein Sohn ihn davon abgehalten.

Andere Supermarkt-Ketten bieten derlei Aktionen hierzulande vorerst nicht an. „In Anbetracht der aktuellen Situation einer stabilen Warenversorgung sehen wir keine Notwendigkeit, die Öffnungszeiten zu verändern“, erklärte ein Sprecher von Rewe. Die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg, Sabine Hagmann, sagte auf Anfrage: „In Baden-Württemberg hat die Regierung gesagt: Alle Gruppen, die gefährdet sind, sollen zu Hause bleiben. Ich finde, gerade auch ältere Kunden sollten sich dann daran halten.“

Leipzig schließt auch Wochenmärkte

Leipzig schließt wegen der Coronavirus-Pandemie seine Wochenmärkte. Die Regelung gelte „ab sofort und bis auf weiteres“, teilte die Leipziger Stadtverwaltung am Dienstag mit. Der zu diesem Zeitpunkt noch laufende große Markt in der Innenstadt schließe spätestens um 14 Uhr, hieß es weiter.

Hintergrund der Schließung ist den Angaben nach die Allgemeinverfügung des Freistaats Sachsen vom Sonntag. Das sächsische Innenministerium in Dresden habe auf Nachfrage mitgeteilt, dass die Ausnahmeregelung für Wochenmärkte entfalle, erklärte die Stadtverwaltung.

Die Allgemeinverfügung war in der Nacht zum Montag in Kraft getreten und sieht Regelungen vor, die über das bundesweit gültige Kontaktverbot von mehr als zwei Menschen hinausgehen. So ist im Freistaat laut Verfügung zunächst bis zum 5. April das Verlassen der eigenen Wohnung ohne „triftigen Grund“ untersagt. Als triftiger Grund gelten demnach unter anderem „Versorgungswege für die Gegenstände des täglichen Bedarfs“. Wochenmärkte werden nicht gesondert aufgeführt.

Göring-Eckardt: Bundestag wird Mittwoch Epidemiefall ausrufen

Der Bundestag wird am Mittwoch nach Angaben von Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt den Epidemiefall ausrufen.

„Das wird er morgen sicher auch mit großer Mehrheit tun“, sagt sie mit Hinweis auf eine fraktionsübergreifende Einigung auf eine Reform des Infektionsschutzgesetz. Am Freitag muss der Bundesrat zustimmen.

„Diese Regelung ist begrenzt auf ein Jahr“, sagt die Grünen-Politikerin, die eine Zustimmung der Länder andeutet, in denen die Grünen an der Regierung beteiligt sind. Die Gesetzesänderung sieht vor, dass der Bund vorübergehend mehr Rechte bei der Bekämpfung des Coronavirus’ erhält.

Dax macht verlorenen Boden gut

Frankfurt/Main (dpa).
Am deutschen Aktienmarkt haben Anleger am Dienstag etwas kräftiger durchatmen können. Die Lage beruhigte sich weiter. Der Dax gewann gegen Mittag 6,38 Prozent auf 9298,57 Punkte. Damit hat der Leitindex seit seinem Anfang der Vorwoche markierten Tief bei 8255 Punkten nun mehr als 1000 Punkte gut gemacht.

Spahn will Verschärfung beim Seuchenschutz auf ein Jahr begrenzen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die geplante Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes auf ein Jahr begrenzen.

„Wir sind mit den Fraktionen im Deutschen Bundestag übereingekommen, die zusätzlichen Befugnisse des Bundes im Infektionsschutzgesetz nun erstmal zeitlich auf ein Jahr zu begrenzen“, sagte Spahn am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Direkt nach der Krise werden wir dem Bundestag einen umfassenden Bericht vorlegen, was gesetzlich und organisatorisch dauerhaft für künftige Krisen dieser Art geändert werden muss.“

Eine entsprechende Forderung hatte FDP-Fraktionschef Christian Lindner aufgestellt. „Damit konnten zunächst einmal unsere Bedenken ausgeräumt werden, dass das Parlament ausgehebelt werden könnte“, sagte Lindner nun der Deutschen Presse-Agentur.

Nach dem Gesetzentwurf von Spahn soll der Bund bei einer „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ mehr Eingriffsmöglichkeiten im ganzen Land erhalten.

Mehr als 500 Corona-Tote in Spanien an nur einem Tag

In Spanien wächst die Zahl der Virus-Toten innerhalb von Tagesfrist um mehr als 500. Es seien 2696 Tote gezählt worden, teilen die Behörden mit. Am Montag wurden 2182 Todesfälle angegeben. Die Zahl der Infizierten stieg demnach von 33 089 auf 39 673.

WHO sieht Hoffnungsschimmer bei Corona-Zahlen in Italien

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht erste Hoffnungszeichen, dass die strikten Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus in Italien Wirkung zeigen.

„Die Fallzahlen und Totenzahlen sind in den vergangenen zwei Tagen leicht gefallen“, sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris am Dienstag. Es sei aber noch zu früh, von einem Wendepunkt zu sprechen.

Weltweit seien die Zahlen über Nacht weiter sprunghaft gestiegen, sagte sie. Die WHO wollte konkrete Zahlen im Laufe des Tages veröffentlichen. Sie hatte Stand Montagabend rund 335 000 nachgewiesene Infektionen und knapp 15 000 Tote erfasst. Die renommierte Johns Hopkins-Universität hatte am Dienstag bereits knapp 385 000 Fälle und 16 600 Tote verzeichnet.

85 Prozent der neuen nachgewiesenen Infektionen stammten aus Europa und den USA, sagte Harris. Gut die Hälfte dieser 85 Prozent wurden aus Europa gemeldet. Von Sonntag auf Montag war die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen nach WHO-Angaben innerhalb von 24 Stunden um den Rekordwert von mehr als 40 000 gestiegen. Das dürfte übertroffen werden, sagte Harris. Der Anstieg sei zum einen darauf zurückzuführen, dass mehr getestet wurde. Gleichzeitig sei aber auch deutlich, dass sich weiter viele Menschen neu anstecken.

Bahnchef Lutz in Quarantäne

Bahnchef Richard Lutz hat sich in häusliche Quarantäne begeben. Dies geschehe vorsorglich, teilte das Bundesunternehmen am Dienstag mit. In Lutz’ direktem beruflichen Umfeld sei eine Person positiv auf Covid-19 getestet worden; die Krankheit wird von dem neuartigen Coronavirus ausgelöst.

Die für diesen Donnerstag geplante Bilanz-Pressekonferenz sagte die Bahn ab. Stattdessen werde schriftlich informiert. Der Aufsichtsrat wird seine reguläre Sitzung an diesem Mittwoch als „Tele-Präsenzsitzung“ abhalten, wie es aus Kreisen des Kontrollgremiums hieß.

Puma meldet Kurzarbeit an: Vorstand verzichtet auf Gehalt

Auch der Sportartikelhersteller Puma will die Folgen des Coronavirus-Ausbruchs mit Kurzarbeit bewältigen.

Das Unternehmen habe für die rund 1400 Mitarbeiter in Deutschland für die kommenden drei Wochen Kurzarbeit angemeldet, sagte eine Puma-Sprecherin am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters.

▶︎ Fast alle Läden, die der Konzern und seine Partner in fast allen Erdteilen betreiben, seien auf Geheiß der Behörden geschlossen worden. Der Vorstand um Puma-Chef Björn Gulden werde „angesichts dieses drastischen Umsatzrückgangs“ für den Monat April auf sein Gehalt verzichten – das dürften insgesamt etwa 170 000 Euro sein.

Für 2019 hatten die drei Vorstände zusammen ein Festgehalt von zwei Millionen Euro bekommen. Die zweite Führungsebene verzichtet auf ein Viertel des April-Gehalts. Puma hatte vor zwei Wochen die Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Jahr bereits zurückgezogen. Bis einschließlich Ostermontag sollen die Beschäftigten in der Zentrale in Herzogenaurach und in den eigenen Shops nun nur 50 Prozent ihrer Arbeitszeit leisten. Das Unternehmen werde das Kurzarbeitergeld auf 100 Prozent der gewöhnlichen Bezüge aufstocken, sagte die Sprecherin.

Mittlerweile fast 2000 Corona-Tote im Iran

Die Zahl der Corona-Toten im Iran hat sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden um 122 auf 1934 erhöht. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg demnach um 1762 auf 24 811.

Karte: Was darf in Deutschland geöffnet bleiben?

Damit Sie sich auf jeden Fall zurecht finden und auf keine Fake News reinfallen, haben wir für Sie eine Karte erstellt, die auf einen Blick zeigt, was noch geöffnet hat.

 

 

Bundeswehr verteilt in Corona-Krise Lebensmittel in Wilhelmshaven

Mit dem Einkauf und der Verteilung von Lebensmitteln unterstützt die Bundeswehr in der Corona-Krise die Bevölkerung in Wilhelmshaven.

Zwölf Soldaten stehen dafür im Schichtdienst bereit, wie ein Marinesprecher am Dienstag auf Anfrage sagte. Die Soldaten kaufen in Supermärkten ein und verteilen die Lebensmittel dann in sechs Autos an Menschen, die sich nicht selbst versorgen könnten. Wer Bedarf hat, kann sich seit Montag an eine Hotline der Stadt wenden.

Bisher seien drei ältere Menschen versorgt worden, sagte der Marinesprecher. Am Dienstag habe es zunächst keine neuen Anfragen gegeben. Zumindest in Niedersachsen gibt es den Angaben zufolge keine vergleichbaren Aktionen mit Beteiligung der Bundeswehr.

Nordrhein-Westfalen will Corona-Kranke aus Italien behandeln

Nordrhein-Westfalen will Corona-Patienten aus Italien in örtlichen Krankenhäusern behandeln. Das Land wolle zehn Patienten aus Italien aufnehmen, sagt Ministerpräsident Laschet.

„Ich habe dem Botschafter Italiens angeboten, zehn Patienten in Krankenhäusern in NRW aufzunehmen. Das ist einer kleiner Tropfen, aber es soll Italien signalisieren: ‚Ihr seid nicht allein‘, und jedes Leben, das wir retten, ist es wert, dass wir das tun“.

Die italienische Luftwaffe wolle in den kommenden Tagen den Transport übernehmen. „Wir brauchen eine grenzenlose Solidarität in Europa“, unterstrich Laschet: „Wir wollen den europäischen Geist erhalten.“ Die Grenzen zu den Niederlanden und Belgien sollen offen bleiben.

Klosterfrau spendet 500 000 Flaschen Desinfektionsmittel

Das Kölner Unternehmen Klosterfrau Healthcare (früher Klosterfrau Melissengeist) will in der Corona-Krise 100 000 Liter Desinfektionsmittel spenden.

Das sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag in einer Sondersitzung des Landtags. Schon kommende Woche wolle das Unternehmen 150 000 Flaschen Handdesinfektionsmittel spenden. Insgesamt gebe Klosterfrau 500 000 Flaschen.

Die Landesregierung habe zudem 5 Millionen medizinische Schutzmasken gekauft. Am vergangenen Freitag seien die ersten 130 000 eingetroffen. Weitere kämen diese Woche. „Sie kommen mühsam“, sagte Laschet. „Auf den Weltmärkten ist ein ungeheuerlicher Wettbewerb ausgebrochen.“ Auch der am stärksten von Corona-Infektionen betroffene Kreis Heinsberg werde mit Schutzmaterial versorgt, sagte Laschet.

Briten irritiert durch neue Ausgangsbeschränkungen

Vielen Briten sind die neuesten Ausgangsbeschränkungen in ihrem Land im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu vage. Polizeichefs berichteten am Dienstag, dass sie eine Flut von Nachfragen bekämen, die sie nicht beantworten könnten.

So sind Kritikern zufolge die sportlichen Aktivitäten, die noch einmal am Tag im Freien erlaubt sind, nicht genau definiert. Der Chef der Oppositionspartei Labour, Jeremy Corbyn, forderte eine Klarstellung, welche Arbeitsstätten denn nun genau geschlossen werden müssen.

Zuvor hatte sich ein Unternehmen für Sportartikel vergeblich gegen die Schließung mit der Begründung gewehrt, seine Ausrüstungen seien entscheidend für den Kampf gegen den neuartigen Erreger.

▶︎ Premierminister Boris Johnson hatte am Montagabend seine Landsleute in einer Rede an die Nation angewiesen, die eigenen vier Wände nur noch so wenig wie möglich zu verlassen. Versammlungen von mehr als zwei Personen seien verboten. Das Haus dürfe nur für den Einkauf wesentlicher Dinge wie Lebensmittel und Medikamente, für den Weg zur Arbeit und einmal am Tag für Sport verlassen werden. Läden, die nicht zur Grundversorgung dienen, mussten sofort schließen.

Zuvor hatten zahlreiche Briten Empfehlungen der Regierung ignoriert. So waren Menschenmengen am Wochenende bei schönstem Wetter durch die Parks in London geschlendert und U-Bahnen überfüllt. Auch im Snowdonia-Gebirge in Wales, in den schottischen Highlands und in Cornwall im Südwesten von England tummelten sich viele Ausflügler.

Krankschreibung per Telefon jetzt für bis zu 14 Tage möglich

Angesichts der Zunahme der Corona-Fälle werden die Vorgaben für eine Krankschreibung weiter gelockert.

Patienten mit leichten Erkrankungen der Atemwege können sich ab sofort nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt für bis zu 14 Tage krank schreiben lassen, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am Dienstag in Berlin mitteilte. Eine telefonische Bestätigung der Arbeitsunfähigkeit ist auch möglich, wenn der Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht. Patienten müssen dafür also nicht eigens in die Praxis kommen.

Bereits seit etwa zwei Wochen dürfen Ärzte per Telefon eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beziehungsweise eine Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kinds für bis zu sieben Tage ausstellen. KBV und Krankenkassen erweiterten diese Regelung nun noch einmal. Neu ist neben der längeren Dauer der Krankenbescheinigung, dass unter die Regelung auch Patienten fallen, bei denen ein Infektionsverdacht besteht. Die Regelung ist bis zum 23. Juni befristet.

Millionen von Deutschland bestellte Atemmasken in Kenia verschwunden

Bei der Lieferung von sechs Millionen Schutzmasken nach Deutschland gegen eine weitere Verbreitung von Corona-Infektionen hat es eine Panne gegeben.

Die Masken der Schutzstufe FFP2 seien auf einem Flughafen in Kenia „spurlos verschwunden“, berichtete der Spiegel am Dienstag. Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums sagte, der Vorgang werde untersucht.

Der von der Generalzolldirektion geschlossene Liefervertrag habe storniert werden können. Weiter sagte sie, es handele sich um einen Bruchteil des insgesamt bestellten Materials.

Die Beschaffung dringend benötigt medizinischen Materials in der Corona-Krise ist unter Federführung des Beschaffungsamtes der Bundeswehr organisiert. Unterstützt von der Generalzolldirektion leistet die Behörde Amtshilfe für das Bundesgesundheitsministerium.

Deutsche Dienstleister mit Rekordeinbruch im März

Die Corona-Krise hat die Geschäfte der deutschen Dienstleister so stark einbrechen lassen wie noch nie.

Der Einkaufsmanagerindex für den dominierenden Sektor fiel im März auf 34,5 Punkte und damit auf den tiefsten Wert seit Beginn der Datenerhebung im Juni 1997. Das teilte das Institut IHS Markit am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage unter Hunderten Unternehmen mit. Das Barometer zeigt erst ab 50 Zählern ein Wachstum an. Im Februar hatte es mit 52,5 noch über dieser Marke gelegen. Der Einbruch kommt in dieser Stärke überraschend: Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich einen Rückgang auf 42,3 Punkte erwartet.

▶︎ „Der Dienstleistungssektor trägt bisher die Hauptlast der Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus“, erklärte Markit-Ökonom Phil Smith den Einbruch. „Der beispiellose Rückgang zeigt, dass Deutschland vor einer Rezession steht ? vor einer kräftigen sogar.“ Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im zu Ende gehenden ersten Quartal um etwa zwei Prozent fallen, im Frühjahr werde sich die Talfahrt wohl beschleunigen.

Weniger steil verlief der Rückgang in der Industrie. Dieses Barometer sank im März um 2,3 auf 45,7 Punkte. „Die Lage ist aber weitaus dramatischer, als es der Einkaufsmanagerindex andeutet“, sagte Smith. „Die Produktions- und Auftragsdaten sind jedenfalls so schlecht wie seit zehn Jahren nicht mehr, wenngleich nicht ganz so schlimm wie im Servicesektor.“

Trump nennt nicht zugelassenes Medikament „Gottesgeschenk“

US-Präsident Donald Trump hat das noch nicht zum Einsatz gegen das Coronavirus zugelassene Malaria-Medikament Cloroquin als mögliches „Geschenk Gottes“ im Kampf gegen das Coronavirus bezeichnet.

„Hydroxychloroquin und Z-Pak, ich denke, diese Kombination sieht wahrscheinlich sehr, sehr gut aus“, sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz unter Verweis auf erste Tests mit den Pharmazeutika.

▶︎ Infektiologen warnten die Bevölkerung unterdessen vor jeder nicht ärztlich verordneten Einnahme von Medikamenten!

Einem Bericht des Senders NBC zufolge lösten Trumps Äußerungen zu Chloroquin bei manchen US-Bürgern jedoch falsche Hoffnungen aus. Eine Frau aus Arizona landete demnach nach der Einnahme von Chloroquin im Krankenhaus, ihr Mann starb an einer Vergiftung durch das Präparat.

Afro-Jazz-Star Manu Dibango an Folgen des Coronavirus’ gestorben

Der weltberühmte Saxofonist und Afro-Jazz-Star Manu Dibango ist im Alter von 86 Jahren an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben.

Dibango sei am frühen Dienstagmorgen in einem französischen Krankenhaus an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, sagte Thierry Durepaire, der Sonderausgaben von Dibangos Musik herausgebracht hatte, der Nachrichtenagentur AFP.

Dubango ist der erste weltweit bekannte Prominente, der an den Folgen des Coronavirus gestorben ist. Mit dem Song „Soul Makossa“ feierte er in den 70er Jahren einen weltweiten Hit.

Gericht: Corona-Einschränkungen sind angemessen

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) hat die vom Land Brandenburg am Sonntag erlassene verschärfte Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus für rechtens erklärt.

Vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit dem neuartigen Coronavirus auch in anderen Ländern und dessen Einstufung als Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation seien die angeordneten Schutzmaßnahmen geeignet, erforderlich und angemessen, heißt es in einem am Montagabend in Berlin veröffentlichten Beschluss des Gerichtes. Dass die Maßnahmen über die Regelungen hinausgingen, die am Sonntag von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Regierungschefs der Bundesländer vereinbart worden seien, sei nicht ersichtlich. (OVG 11 S 12.20)

▶︎ Hintergrund der Entscheidung des OVG war ein am Montag gestellter Eilantrag eines Potsdamer Bürgers auf „teilweise Aussetzung des Vollzugs der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung“ vom 22. März 2020. Diesen Antrag wies das Gericht zurück.

Zur Begründung hieß es, der Antragsteller sei nicht in seinem Recht auf Freizügigkeit verletzt. Die von ihm beanstandeten Bestimmungen fänden eine hinreichende Rechtsgrundlage im Infektionsschutzgesetz. Der Beschluss des Gerichts ist nicht anfechtbar, erklärte Gerichtssprecherin Christiane Scheerhorn.

Altmaier: Staatshilfen sollen unbürokratisch fließen

Die Auszahlung der Bundesmittel für notleidende Unternehmen und Selbstständige soll nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier spätestens Mitte nächster Woche möglich sein. Dann sollte in allen Bundesländern klar sein, welche Behörden und Institutionen das Geld auszahlen, sagt der Minister im ZDF-Mogenmagazn. „Und es soll so unbürokratisch wie möglich gehen, wo immer möglich auch elektronisch.“

Türken setzen in der Corona-Krise auf die Wirkung von Kölnisch Wasser

In zahlreichen Ländern hamstern die Menschen wegen der Coronavirus-Pandemie Toilettenpapier – in der Türkei ist findet dagegen Kölnisch Wasser reißenden Absatz.

Viele Türken sind der Überzeugung, dass das Duftwasser dank seines hohen Alkoholgehalts Hände und Gesicht wirksam reinigt und so vor einer Coronavirus-Infektion schützen kann. In vielen Geschäften und Apotheken ist Kölnisch Wasser längst ausverkauft, nun blüht der Schwarzmarkt.

▶︎ Bereits Anfang März – noch bevor die Türkei ihren ersten bestätigten Corona-Infektionsfall meldete – hatten sich vor den Parfümerien auf dem berühmten Istanbuler Gewürzmarkt lange Schlangen gebildet. Heute sieht man dort vor allem „Kölnisch Wasser ausverkauft“-Schilder.

Eine Rolle bei der großen Nachfrage spielte wohl auch die Empfehlung von Gesundheitsminister Fahrettin Koca an die Türken, im Kampf gegen das Coronavirus Kölnisch Wasser als Alternative zu Hand-Desinfektionsmittel zu verwenden. Allein in den vergangenen Wochen gingen beim Duftwasser-Hersteller Eyup Sabri Tuncer zehntausende Bestellungen ein.

Bill Gates: Es dauert nur ein paar Wochen, wenn …

Microsoft-Gründer Bill Gates engagiert sich seit Jahren zusammen mit seiner Frau Melinda für Gesundheit. In einer „Frag mich alles“-Session auf Reddit meinte er jetzt, dass die Corona-Krise relativ schnell überwunden sein kann, wenn …

„Wenn ein Land einen guten Job beim Testen und Shutdown macht, dann werden sie innerhalb von sechs bis zehn Wochen nur noch ein paar Fälle haben und alles wieder aufmachen können“, sagte er.

▶︎ „In der jetzigen Phase haben reiche Länder viele Fälle. Mit den richtigen Maßnahmen, die Test und Social Distancing beinhalten, können die reichen Länder höhere Infektionszahlen innerhalb von zwei bis drei Monaten vermeiden“, erklärte er weiter. „Ich mache mir über den wirtschaftlichen Schaden Sorgen, aber noch schlimmer wird es die Entwicklungsländer treffen, die Social Distancing nicht so wie wir praktizieren können und die nicht so viele Krankenhäuser haben.“

Tesla-Boss Elon Musk bietet Beatmungsgeräte an

Tech-Milliardär Elon Musk hat für den Kampf gegen das Coronavirus seine Hilfe angeboten. Er habe in China 1255 Beatmungsgeräte gekauft und nach Los Angeles gebracht, schrieb der 48-jährige Tesla-Chef auf Twitter. „Wenn Sie ein kostenloses Beatmungsgerät installiert bekommen möchten, lassen Sie es mich wissen“, sagte Musk.

Tesla hatte in der vergangenen Woche einem Produktionsstopp in seinem Hauptwerk im kalifornischen Fremont aufgrund der Coronavirus-Krise zugestimmt. „Wir halten uns an die gesetzlichen Vorschriften“, teilte der US-Elektroautobauer mit. Vorangegangen waren tagelange Diskussionen mit Gesetzesvertretern.

Studenten helfen bei der Essener Tafel

Eigentlich sind Kim (30) und Kira (19) Studentinnen. Doch weil die Uni wegen der Corona-Krise derzeit dicht ist, schleppen sie nun Kisten und sortieren Obst und Gemüse bei der Essener Tafel.

Kira zu BILD: „Gerade in diesen Zeiten kann man ein bisschen mehr auf seine Mitmenschen achten und gucken, wo man einfach helfen kann.“

Auch Fridays for Future unterstützt die Tafel. Hier lesen Sie die Details.

Zwei italienische Corona-Patienten in Sachsen gelandet

Sachsen hilft Italien!

Gegen 1.30 Uhr setzt die italienische Militärmaschine C130 auf dem Flughafen Leipzig/Halle auf, wenig später fahren zwei Rettungswagen auf das Rollfeld, Ärzte und Helfer in gelben und weißen Schutzanzügen kümmern sich sofort um die zwei schwerkranken Corona-Patienten aus Italien.

Lesen Sie hier unseren Artikel.

Umfrage: 95 Prozent der Deutschen befürworten Einschränkung von Versammlungen

Die übergroße Mehrheit der Deutschen befürwortet laut einer Umfrage die wegen des Coronavirus verhängten Beschränkungen von Versammlungen.

Laut dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend stellen sich 95 Prozent der Befragten hinter die Regelung, die Treffen von mehr als zwei Personen außerhalb der eigenen häuslichen Gemeinschaft verbietet. Nur drei Prozent der Deutschen lehnen diese Maßnahme ab.

75 Prozent der Bundesbürger sind der Umfrage zufolge zufrieden mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung. Nur fünf Prozent sind damit gar nicht, 18 Prozent sind weniger zufrieden.

Bei 64 Prozent aller Befragten ist die Sorge um die persönliche wirtschaftliche Entwicklung wegen des Coronavirus weniger groß bis klein. Bei der berufsaktiven Gruppe der 18- bis 64-Jährigen zeigten sich 42 Prozent der Befragten besorgt um die eigene wirtschaftliche Entwicklung.

Das Coronavirus ist in Syrien angekommen

Der Syrienkrieg geht ins zehnte Jahr. Und jetzt kommt auch noch das Coronavirus. Am Montag hat die syrische Regierung die erste Infektion gemeldet.

„Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen, bisher wurden kaum Tests durchgeführt“, sagt Louay Yassin, Pressesprecher der Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer weltweit. „Das syrische Gesundheitssystem ist kaputt, es wird einer Pandemie niemals standhalten können.“

Vor allem der Norden sei bedroht, dort wo sich die letzten Aufständischen halten. „Millionen Flüchtlinge leben dort auf engstem Raum und unter extrem unhygienischen Bedingungen. Schon heute sterben täglich Kinder an den Folgen. Breitet sich das Virus dort aus, kommt zu einer humanitären Katastrophe eine medizinische hinzu“, so Yassin weiter. „Auch, wenn die westliche Welt es heute ebenfalls mit einer gewaltigen Krise zu tun hat, darf das nicht heißen, dass wir andere Krisen vergessen.“

Weltärztepräsident: Corona-Krise mindestens bis Ende des Jahres

Der Präsident des Weltärztebundes rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Corona-Krise.

„Diese Problematik wird uns mit Sicherheit bis zum Ende des Jahres begleiten“, sagte Frank Ulrich Montgomery der Deutschen Presse-Agentur. Bis ein Impfstoff verfügbar sei, „werden wir unser gesamtes soziales Leben und unser Arbeitsleben umstellen müssen“.

▶︎ Montgomery begrüßte die Einigung von Bund und Ländern auf eine Kontaktbegrenzung. Es sei ein großer Unterschied, ob Menschen durch staatliche Repression eingeschlossen würden – wie bei einer Ausgangssperre – „oder ob sie es selber in der Hand haben“. Der Weltärztepräsident hatte sich zuvor gegen ein Ausgangsverbot ausgesprochen.

Kultusministerkonferenz: Schuljahr-Wiederholung ausgeschlossen

Trotz des massiven Unterrichtsausfalls an deutschen Schulen wegen der Corona-Krise schließt die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) eine Wiederholung des Schuljahrs aus. Stefanie Hubig (51, SPD): „Das Schuljahr 2019/2020 wird auf jeden Fall gewertet.“

Auch das Abitur sieht die KMK-Chefin und rheinland-pfälzische Bildungsministerin nicht in Gefahr: „Für den Fall, dass Abschlussprüfungen gar nicht durchgeführt werden können, wird es eine entsprechende Regelung geben, bei der die gegenseitige Anerkennung auch gesichert ist.“ Darauf hätten sich die Kultusminister auf ihrer letzten Sitzung geeinigt. Auch das Abitur 2020 würde gegenseitig anerkannt, denn die Schüler sollten durch die besondere Situation keine Nachteile haben, sagte Hubig.

Kubaner dürfen nicht mehr ausreisen

Kuba hat in der Coronavirus-Krise seinen Bürgern die Ausreise vorerst untersagt. Das teilte Ministerpräsident Manuel Marrero (56) im Staatsfernsehen mit.

Er begründete dies damit, dass zuletzt viele Kubaner in Länder gereist seien, die vom Coronavirus besonders betroffen seien, um dort Waren für den Verkauf in Kuba einzukaufen. Es gehe darum, die Gesundheit des Volkes zu schützen. Marrero gab auch eine einmonatige Schließung der Schulen bekannt. Er verkündete zudem, dass die rund 32 000 in Kuba verbliebenen Touristen ihre Hotels nicht mehr verlassen dürften, während sie auf ihre Rückflüge warteten. Davon sind etwa 9400 in Privatunterkünften untergebracht – sie sollen in Hotels umziehen. Ausländer können die Insel weiter verlassen, ab Dienstag aber nicht mehr einreisen.

Kuba hat bisher 40 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Ein italienischer Tourist kam ums Leben.

Altmaier lehnt Eurobonds im Kampf gegen Corona ab

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich gegen eine Vergemeinschaftung der Schulden der Euro-Staaten ausgesprochen. Die neue Diskussion um sogenannte Eurobonds sei „eine Gespensterdebatte“, sagte Altmaier dem „Handelsblatt“.

In Europa seien alle Regierungen entschlossen, eine neue Staatsschuldenkrise möglichst zu verhindern. Doch rate er zu Vorsicht, „wenn angeblich neue, geniale Konzepte präsentiert werden, die häufig genug Wiedergänger längst verworfener Konzepte sind“.

Eurobonds sind unter anderen von der Regierung des besonders hart von der Pandemie getroffenen Italien ins Gespräch gebracht worden. Sie sollen „Corona-Bonds“ heißen. Die Bundesregierung hat eine Vergemeinschaftung von Schulden europäischer Länder jedoch schon in vergangenen Jahren immer wieder strikt abgelehnt.

Iran lehnt Hilfe von Ärzte ohne Grenzen ab

Obwohl vom iranischen Außenministerium bewilligt und von der Botschaft in Paris angekündigt, will der Iran angeblich doch kein Team der Ärzte ohne Grenzen (MSF) Team im Land. „Wir bedanken uns bei MSF, aber derzeit besteht kein Bedarf für solch eine ausländische Mini-Klinik“, twitterte Aliresa Wahabsadeh, Berater und Medienbeauftragter im iranischen Gesundheitsministerium. Der Iran werde mit Hilfe der Armee die mobilen Krankenhäuser für Coronavirus-Infizierte selbst errichten.

MSF hatte ein Team von neun Experten nach Isfahan in Zentraliran geschickt und wollte in der besonders hart von der Corona-Krise betroffenen Provinz eine Mini-Klinik mit 50 Betten errichten. Die Corona-Krise hat den Iran besonders hart getroffen. Die Zahl der registrierten Infizierten stieg nach jüngsten Angaben des Gesundheitsministeriums auf mehr als 23 000, die der Toten auf über 1800.

Aktienkurse in Tokio und Seoul legen deutlich zu

An den Finanzmärkten in Tokio und Seoul haben die Aktienkurse im frühen Handel am Dienstag deutlich zugelegt.

An der Leitbörse in Tokio stieg der Nikkei-Index für 225 führende Werte um 1138,95 Punkte oder 6,7 Prozent auf den Zwischenstand von 18 026,73. Schon am Vortag hatte das Börsenmeter deutlich im Plus gelegen. Auch an der Börse in Seoul kletterte der Leitindex Kospi nach dem erneuten Kurssturz am Vortag bis 12 Uhr (Ortszeit) um 7 Prozent auf 1586,0.

Erster Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ

Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. „Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt.“

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montag, dass die Kanzlerin auch aus der häuslichen Quarantäne heraus ihre Amtsgeschäfte voll ausüben könne. In dieser Woche steht noch ein EU-Gipfel auf der Agenda, der per Videoschalte stattfinden soll. Merkel hatte sich am Freitagnachmittag eine prophylaktische Pneumokokken-Impfung verabreichen lassen. Am Sonntagabend erfuhr sie nach Angaben des Regierungssprechers, dass der Arzt positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

383 Corona-Infektionen im Saarland registriert

Die Zahl der Corona-Fälle im Saarland ist am Montag auf 383 gestiegen. Am Sonntag waren es zur selben Zeit (15 Uhr) noch 318. Aktuell werden 29 am Coronavirus Erkrankte stationär behandelt – sechs davon intensivmedizinisch, wie das Gesundheitsministerium weiter mitteilte. Gemeldet wurde in dem kleinsten deutschen Flächenland bislang ein Todesfall im Zusammenhang mit der tödlichen Lungenkrankheit Covid-19.

26 Prozent weniger Bewegungen in Deutschland

Bewegungen einschränken und das öffentliche Leben so weit wie möglich herunterfahren, um die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland mindestens zu verlangsamen: Das aktuell wichtigste Gegenmittel gegen Covid-19, wie es Kanzlerin Angela Merkel (65, CDU) nannte, wird von der Bevölkerung weiter umgesetzt!

BILD liegen exklusive Daten vor, die zeigen, dass die Bewegungen von Samstag auf Sonntag noch einmal weniger wurden. Konkret: Sie gingen im Bundesschnitt um 26 Prozent zurück. Eine interaktive Karte, die „Teralytics“ auf Basis anonymisierter Mobilfunkanbieter-Daten (über 30 Millionen Verträge) erstellt hat, zeigt, dass das Bewusstsein für die Corona-Gefahr in der Bevölkerung offenbar gestiegen ist.

In Italien über 600 neue Todesfälle

In Italien ist die Zahl der Todesfälle unter Covid-19-Patienten um 602 auf 6078 gestiegen. Das ist zwar ein Plus von elf Prozent, in absoluten Zahlen aber der geringste Zuwachs seit Donnerstag, wie die Zivilschutzbehörde mitteilt. Die Zahl der bekannten Infektionen wuchs demnach um acht Prozent auf mehr als 63 900.

Weltbank will Entwicklungsländer unterstützen

Die Weltbank steht nach eigenen Angaben bereit, die Entwicklungsländer in der Virus-Krise in den kommenden 15 Monaten mit 150 Milliarden Dollar zu unterstützen. Weltbank-Präsident David Malpass fordert zudem die 20 führenden Industrieländer (G20) auf, den ärmsten Ländern der Welt die Aussetzung aller zwischenstaatlichen Schulden-Zahlungen zu erlauben.

Erster Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ

Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. „Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt.“

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montag, dass die Kanzlerin auch aus der häuslichen Quarantäne heraus ihre Amtsgeschäfte voll ausüben könne. In dieser Woche steht noch ein EU-Gipfel auf der Agenda, der per Videoschalte stattfinden soll. Merkel hatte sich am Freitagnachmittag eine prophylaktische Pneumokokken-Impfung verabreichen lassen. Am Sonntagabend erfuhr sie nach Angaben des Regierungssprechers, dass der Arzt positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Zahl der Infektionen in MV überschreitet 200

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist in Mecklenburg-Vorpommern auf nunmehr 201 angewachsen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock am Montag mitteilte, waren das 34 mehr als am vergangenen Freitag. Inzwischen würden 13 der Patienten im Krankenhaus behandelt, drei davon seien auf einer Intensivstation untergebracht.
Im Vergleich zu den Vortagen fiel der Anstieg der Infektionsnachweise eher moderat aus. Allerdings waren nach Angaben von Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Wochenende nicht in allen Testzentren des Landes Abstriche vorgenommen worden.

Zahl der Infektionen in MV überschreitet 200

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist in Mecklenburg-Vorpommern auf nunmehr 201 angewachsen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock am Montag mitteilte, waren das 34 mehr als am vergangenen Freitag. Inzwischen würden 13 der Patienten im Krankenhaus behandelt, drei davon seien auf einer Intensivstation untergebracht.
Im Vergleich zu den Vortagen fiel der Anstieg der Infektionsnachweise eher moderat aus. Allerdings waren nach Angaben von Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Wochenende nicht in allen Testzentren des Landes Abstriche vorgenommen worden.

Zwei weitere Todesfälle in Sachsen

In Sachsen gibt es zwei weitere Corona-Tote! Laut Sächsischem Sozialministerium starben in Bernsdorf (Landkreis Zwickau) zwei Menschen an den Folgen des Coronavirus.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Ministerium: Rettungspaket steht auch Startups offen

Das Bundeswirtschaftsministerium widerspricht der Darstellung des Digitalverbands Bitkom, wonach das Ministerium bereits ein Rettungspaket für Start-ups in Aussicht gestellt habe. Die Bundesregierung habe „kein entsprechendes Paket angekündigt“, betont das Ministerium. „Alle bis dato beschlossenen Maßnahmen stehen aber selbstverständlich auch Startups zur Verfügung.“ Vor allem die „heute beschlossenen Soforthilfen für Kleinstunternehmen gelten natürlich auch für Startups, die die Voraussetzungen erfüllen“.

Bitkom hatte zuvor von der Politik gezielte, auf junge, innovative Technologie-Firmen zugeschnittene Hilfen gefordert. Der Digitalverband hatte Bitkom-Präsident Achim Berg mit den Worten zitiert: „Wir begrüßen, dass das Bundeswirtschaftsministerium bereits ein Rettungspaket für Startups angekündigt hat.“

Guterres ruft zu Waffenstillstand weltweit auf

Angesichts der Corona-Krise hat UN-Generalsekretär António Guterres zu einem „sofortigen weltweiten Waffenstillstand“ aufgerufen. Zivilisten in Konfliktgebieten müssten vor den verheerenden Auswirkungen der Pandemie geschützt werden, sagte Guterres am Montag bei einer Rede im UNO-Hauptquartier in New York. „Die Heftigkeit des Virus“ verdeutliche, wie „unsinnig“ Kriege seien, sagte Guterres.

Bundeswehr lehnt Thüringer Anträge auf Hilfen ab

Trotz der Belastungen durch die Coronakrise unterstützt die Bundeswehr in Thüringen zumindest vorerst keine zivilen Behörden oder Organisationen. Zwei im Zusammenhang mit der Flüchtlingshilfe stehende Anträge auf Hilfen seien durch die Bundeswehr abgelehnt worden, sagte der Sprecher des Landeskommandos Thüringen, Oberstleutnant Michael Weckbach, am Montag. Die Juristen der Bundeswehr seien zu der Einschätzung gelangt, dass die beantragten Hilfen noch nicht möglich seien.

Madrid will Katzen in Parks retten

Die Corona-Krise ist in Madrid auch für Hunderte von Katzen zur großen Gefahr geworden. Seit der Schließung der Parks der spanischen Hauptstadt vor mehr als einer Woche hat sich bisher nämlich niemand mehr um die dort wild lebenden Katzen-Kolonien kümmern dürfen. Tierschützer hatten deshalb mehrfach gewarnt, viele der Tiere könnten bald verhungern. Jetzt gibt es aber von der Stadt und dem Gesundheitsministerium grünes Licht für eine Rettungsaktion, die am Dienstag starten soll.

EU-Länder einigen sich auf Aussetzung der Schuldenregeln

Im Kampf gegen die Coronavirus-Krise werden erstmals überhaupt die europäischen Schulden- und Defizitregeln vorübergehend ausgesetzt. Dem stimmten die EU-Wirtschafts- und Finanzminister am Montag zu.

Grafik: Wie Seife das Coronavirus zerstört

Neben den Abstandsregeln (mindestens 1,5 Meter bis zur nächsten Person) ist gründliches Händewaschen (mindestens 20 Sekunden lang) das wirksamste Mittel gegen das Coronavirus – und Seife ein MUSS. Hier steht warum!

Gesundheitsminister Lucha in häuslicher Quarantäne

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred „Manne“ Lucha (Grüne) befindet sich in Quarantäne. Er habe am Wochenende erfahren, dass eine Person aus seinem persönlichen Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet worden ist, teilte ein Sprecher des Ministeriums am Montag. Lucha habe sich daraufhin unmittelbar in häusliche Quarantäne begeben. Er sei symptomfrei und gehe seinen Dienstgeschäften vollumfänglich von zu Hause aus nach.

Erster Rückholflug aus Argentinien gestartet

In Argentinien ist der erste Rückholflug für Urlauber aus Deutschland gestartet, die wegen der Corona-Krise in dem Land gestrandet waren. Die Lufthansa-Maschine mit insgesamt 365 Passagieren aus Deutschland und anderen europäischen Ländern an Bord hob am Montagmittag (Ortszeit) vom Flughafen Ezeiza nahe Buenos Aires ab. Sie sollten am Dienstagmorgen in Frankfurt am Main landen.

Keine Touristen mehr auf Norderney

Das Coronavirus-bedingte Verbot von Touristen auf der Nordseeinsel Norderney ist vollständig durchgesetzt. Die letzten Feriengäste seien wie vorgesehen am Sonntag abgereist, sagte Bürgermeister Frank Ulrichs (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur. Ab Montag hätten deswegen Strafen verhängt werden können. „Dieses Risiko ist niemand eingegangen“, sagte Ulrichs. Auch die 26 auswärtigen Polizisten, die die Durchsetzung der Verfügung kontrollieren sollten, verließen Berichten von der Insel zufolge Norderney am Montag.

Die Ferieninsel ist selbst von mehreren Infektionen mit dem Virus Sars-Cov-2 betroffen. In der Pandemie hatte der Landkreis Aurich verfügt, dass die Feriengäste nicht erst bis Mittwoch, sondern bis Sonntag abreisen müssen. Auf der größten ostfriesischen Insel Borkum, die zum Kreis Leer gehört, haben die Touristen bis Mittwoch Zeit mit der Rückreise.

Österreich beruft Reservisten ein

Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg mobilisiert Österreich Armeereservisten. Rund 3000 Reservesoldaten sollten ab Mai bei der Bereitstellung von Lebensmitteln, bei ärztlichen Einsätzen und Polizeiaufgaben helfen, teilt Verteidigungsministerin Klaudia Tanner mit.

Kriminelle nutzen Corona-Angst für Cyber-Attacken

Die Angst vor dem Coronavirus nutzen Kriminelle in Hessen vermehrt zu Cyber-Attacken. Wie die Polizei in Darmstadt am Montag mitteilte, verschicken sie dazu in gefälschten E-Mails Spionageprogramme. Die Mails tragen den Angaben zufolge meist den Absender von Gesundheitsämtern oder der Weltgesundheitsorganisation. Die Schadsoftware installiert sich sofort, sobald der Anhang geöffnet wird. Die Polizei riet zur besonderen Vorsicht. Anhänge von unbekannten Absendern sollten nicht ohne Rückfrage angesehen oder gar installiert werden.

Offenbach: 89 Jahre alter Infizierter gestorben

In Offenbach ist ein mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Der 89-Jährige habe mehrere Vorerkrankungen gehabt, teilte die Stadt am Montag mit. Ob es sich dabei um einen Mann oder eine Frau handelt, war den Angaben zufolge unklar. Er starb am Sonntag. Insgesamt wurden bis zum Montag in Offenbach elf weitere Menschen positiv auf das Virus getestet. Zehn von ihnen sind in häuslicher Quarantäne, einer liegt im Krankenhaus.

Zentralrat der Muslime bittet pensionierte Ärzte um Hilfe

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat muslimische pensionierte Ärzte, Pflegepersonal und Medizinstudierende dazu aufgerufen, die Krankenhäuser in der Corona-Krise zu unterstützen. „Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen brauchen jetzt dringend zusätzliches, freiwilliges, medizinisches Personal infolge der raschen Ausbreitung des Corona-Virus und der Zunahme von Infektionen“, erklärte ZMD-Vorsitzender Aiman Mazyek am Montag in Köln. Bei dem muslimischen Verband seien bereits etliche Rückmeldungen eingegangen.

Berlin ruft Senioren zur Selbstquarantäne auf

Berliner Senioren über 70 Jahre sollten sich nach Empfehlung von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) von nun an in Selbstquarantäne begeben. Ältere Menschen sollten konsequent das Haus nicht mehr verlassen, erklärte Kalayci am Montag auf Anfrage dem Evangelischen Pressedienstes (epd). Zuvor hatte sich die Gesundheitssenatorin im Gesundheitsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses dazu geäußert.

Giffey will Verluste beim Elterngeld ausgleichen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will zur Abfederung von Verlusten durch die Corona-Pandemie auch Regelungen für das Elterngeld befristet ändern. Eltern, die etwa im Gesundheitswesen arbeiten, damit systemrelevant sind und derzeit nicht Elternzeit nehmen können, sollen Elterngeldmonate schieben können, schlug Giffey am Montag in Berlin vor. Zudem habe sie den Ländern empfohlen, durch die Corona-Pandemie entstehende Einkommenseinbußen bei Schwangeren bei der Berechnung des Elterngelds auszugleichen, so dass für die Eltern keine Nachteile entstehen.

Horror-Bilder aus Madrid: Kranke liegen in den Fluren

Sie liegen auf einfachen Tüchern in den Krankenhausfluren – und wenn da kein Platz mehr ist, müssen sie sitzen: So sieht es bei den Corona-Kranken in Spanien aus. Ein Video zeigt die ganze traurige Dramatik.

Was Otto Waalkes in der Corona-Krise rät

Komiker Otto Waalkes (71) hat den Menschen in seiner ostfriesischen Heimat auf Plattdeutsch Mut gemacht. Die „Emder Zeitung“ veröffentlichte am Montag eine Karikatur mit Ottos Markenzeichen, dem Elefanten. „Moi to huus bliem und’n lekke Tass Tee drinken. Dat is gesund. Dann geit de marl Tied ok gau vörbi“, schrieb Otto. Die hochdeutsche Übersetzung lieferte er gleich mit: „Schön zu Haus bleiben und ’ne leckere Tasse Tee trinken. Das ist gesund. Dann geht die schlechte Zeit auch schneller vorbei.“

„Wer wird Millionär?“ führt neue Joker ein

Die Quiz-Show „Wer wird Millionär?“ mit Moderator Günther Jauch (63) führt wegen des Coronavirus neue Joker ein. Der Grund: Die neuen Folgen werden ohne Publikum produziert, wie RTL am Montag mitteilte. Damit sind auch die bisherigen Joker, bei denen man einen oder alle Menschen im Publikum befragen konnte, hinfällig. Dafür werden nun ein „Millionärsjoker“ und ein „Begleitpersonenjoker“ eingeführt. Beim „Millionärsjoker“ bilden nach RTL-Angaben drei ehemalige „Wer wird Millionär?“-Millionäre das Publikum. Einer kann vom Kandidaten befragt werden. Beim „Begleitpersonenjoker“ darf man – wie es der Name andeutet – die jeweilige Begleitperson ins Boot holen.

Hessen: Freigänger müssen NICHT ins Gefängnis zurück

Um die Häftlinge in hessischen Gefängnissen vor dem Coronavirus zu schützen, müssen Freigänger im offenen Vollzug nicht in die Haft zurück. Dies betreffe etwa 50 Straftäter von insgesamt rund 4500 Gefangenen, teilte das hessische Justizministerium in Wiesbaden am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd) auf Anfrage mit.

Außerdem würden Verurteilte, die eine Geldbuße nicht bezahlt haben und daher eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten sollen, derzeit nicht zum Haftantritt geladen. Dabei handele es sich um Fälle von Kleinkriminalität, betonte der Pressesprecher. In den hessischen Gefängnissen sei bislang keine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt worden.

Kinderarzt aus Hamburg mit Coronavirus infiziert

Ein Kinderarzt aus Hamburg-Ottensen hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert und seine Praxis geschlossen. Wie ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Montag bestätigte, wurde der Arzt positiv auf den SARS-CoV-2-Erreger getestet und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Verschiedene Medien hatten zuvor über den Fall berichtet.

In einer Sendung des NDR sagte der Arzt, er und seine Frau hätten sich bei seinem 90-jährigen Schwiegervater angesteckt.

Italien: 95-Jährige von Coronavirus geheilt

Sie sitzt lachend in ihrem Bett, umringt von Ärzten und Pflegern, die die Daumen hochhalten: Alma Clara Corsini ist die älteste Patientin in der Provinz Modena, die mit 95 Jahren vom Coronavirus geheilt wurde – und damit die erste!

Pavullo nel Frignano (Italien) – Es ist ein Bild, das den Italienern Mut macht angesichts der grassierenden Epidemie, gegen die das Land, gegen die die Welt seit Wochen, teilweise seit Monaten kämpft. „Ja, ja, mir geht es gut“, sagte sie gegenüber „Gazzetta di Modena“ bereits am 18. März. „Das waren gute Ärzte, die sich um mich gekümmert haben. Jetzt geht’s nach Hause.“

Hier geht’s zur ganzen Geschichte.

Daimler will momentan keine direkte Staatshilfe

Der Autobauer Daimler will die Corona-Krise ohne direkte staatliche Finanzspritzen überstehen. „Daimler benötigt derzeit keine Staatshilfe“, sagte Konzernchef Ola Källenius dem „Handelsblatt“. Der Mercedes-Hersteller sei „mit einer hohen Liquidität solide ausgestattet“.

Kabinett beschließt Erleichterungen für Saisonkräfte

Angesichts drohender Engpässe in der Landwirtschaft wegen der Corona-Krise sollen Regelungen für Saisonkräfte flexibler gestaltet werden. So sollen sie eine kurzfristige Beschäftigung für bis zu 115 Tage sozialversicherungsfrei ausüben können, wie das Bundesagrarministerium nach einem entsprechenden Kabinettsbeschluss am Montag mitteilte. Bisher ist dies für bis zu 70 Tage möglich. Das reduziere auch die Mobilität und damit die Infektionsgefahr. Zudem könnten Saisonarbeitskräfte, die schon in Deutschland sind und dies wollen, länger hier arbeiten. Dies helfe bei Ernte und Aussaat.

Ministerin Julia Klöckner (CDU) sagte: „In der jetzigen Lage hat die Aufrechterhaltung der Lebensmittelversorgung höchste Priorität.“ Daher solle den Betrieben unter die Arme gegriffen werden, auch um die anstehende Ernte zu gewährleisten. Landwirten, die wegen der Corona-Krise Schwierigkeiten beim Zahlen der Pacht haben, soll bis 30. Juni nicht einseitig gekündigt werden dürfen. Profitieren sollen Landwirtschaftsbetriebe unter anderem auch von Plänen zu flexibleren Arbeitszeiten und Hinzuverdienstgrenzen bei Vorruheständlern.

Coronavirus stoppt Dresdner „Tatort“-Dreh

Im Zuge der Vorsichtsmaßnahmen gegen das Coronavirus ist auch der Dreh für den Dresdner „Tatort“ unterbrochen worden. Die Filmarbeiten unter dem Titel „Rettung so nah“ in der Landeshauptstadt wurden am vergangenen Freitag eingestellt – gut eine Woche nach Beginn. „Wir wissen nicht, wann es weitergeht“, sagte ein Sprecher des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) am Montag. Eigentlich sollte bis Mitte April gedreht werden.

ADAC kritisiert „Raserei“ auf leeren Straßen

Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus machen sich auch auf den Straßen bemerkbar, vielerorts ist die Verkehrslage ruhig. Doch laut ADAC würden einige Fahrer die leeren Straßen nutzen, um mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs zu sein. „Offensichtlich wird die ruhige Verkehrslage teilweise für Raserei missbraucht. Das ist nicht hinnehmbar und in keiner Weise nachvollziehbar“, sagte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Ich kann nur an den Verstand der Menschen appellieren, keine unnötigen Gefahren zu provozieren“, sagte Hillebrand und betonte: „Unsere Rettungsdienste sind ausgelastet!“

Viele Mediziner in Spanien sind selbst mit Coronavirus infiziert

In Spanien gehören Mediziner zu den besonders stark vom Coronavirus befallenen Menschen. Fast 4000 Ärzte und Pfleger sind offiziellen Angaben vom Montag zufolge infiziert – das ist fast jede zehnte Infektion.

Wie in anderen von dem Krankheitserreger besonders stark betroffenen Ländern auch klagen Krankenschwestern, Ärzte und andere Beschäftigte im Gesundheitswesen darüber, nicht ausreichend mit Schutzausrüstung versorgt zu sein. „Wir haben einige Daten, die uns nicht gefallen“, sagte der Chef des medizinischen Corona-Krisenstabs, Fernando Simon.

Horror-Bilder aus Madrid: Kranke liegen in den Fluren

Sie liegen auf einfachen Tüchern in den Krankenhausfluren – und wenn da kein Platz mehr ist, müssen sie sitzen: So sieht es bei den Corona-Kranken in Spanien aus. Ein Video zeigt die ganze traurige Dramatik.

 

Polizei: Menschen sollen Ausweis bei sich tragen

Angesichts der verschärften Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus wendet sich die Brandenburger Polizei mit einer dringenden Empfehlung an die Bevölkerung: Die Menschen sollten unbedingt den Personalausweis oder den Reisepass bei sich tragen, sagte der Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums in Potsdam, Torsten Herbst, am Montag.

„Liebe Brandenburgerinnen und Brandenburger, machen Sie es uns allen nicht unnötig schwer. Verkürzen Sie die Kontrolldauer dadurch, dass Sie ein identifizierendes Dokument bei sich haben.“

In Brandenburg ist vorerst bis zum 5. April das Betreten öffentlicher Orte wie Wege, Straßen, Plätze oder Grünanlagen und Parks untersagt. Als Ausnahmen gelten Wege zur Arbeit, zum Arzt, zum Einkaufen oder für Sport und Bewegung an der frischen Luft. Das dürften aber nur Personen allein oder maximal zu zweit im Abstand von 1,5 Metern. Gaststätten müssen landesweit schließen – es sind noch Liefer- und Abholdienste für Speisen möglich.

Ungarn decken sich in Coronakrise mit Waffen ein

Aus Furcht vor Aufständen in der Coronakrise decken sich viele Ungarn mit Waffen ein. „Wir verkaufen derzeit fünfmal so viele Waffen wie in einem normalen März“, sagt Gabor Vass, der drei Geschäfte in der Hauptstadt Budapest betreibt.

„Wir könnten 15-mal so viel verkaufen, wenn wir mehr Waffen für Gummigeschosse hätten, aber die sind ausverkauft.“ In Ungarn gelten strikte Waffengesetze, allerdings sind Waffen mit kleinerem Kaliber davon ausgenommen.

„Die Leute sind verrückt geworden. Sie kaufen alles, wofür sie keine Lizenz benötigen. Gaspistolen, Gummigeschosse, sogar Pfeil und Bogen, was ernsthafte Verletzungen hervorrufen kann.“ Auch in den USA sind die Waffenverkäufe zuletzt Krise nach oben geschnellt.

Sachsen will Corona-Patienten aus Italien in Kliniken aufnehmen

Sachsen will sechs Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern aufnehmen.

Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montag in Dresden an. Man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Die Krankenhäuser im Freistaat hätten signalisiert, dafür die Kapazitäten zu haben.

Zudem könne man durch die Behandlung der italienischen Patienten lernen, mit dem Virus umzugehen. „Das ist ein ganz wichtiges Zeichen, dass wir auch anderen helfen können“, sagte Kretschmer. Bis Montag waren in Sachsen 865 Infektionsfälle registriert, die meisten in Dresden, Zwickau und Leipzig.

BDI lobt Rettungspaket: „Es kommt auf jeden Tag an“

Der Industrieverband BDI begrüßt das umfangreiche Rettungspaket der Bundesregierung für die deutsche Wirtschaft.

„Das Wasser steht vielen Unternehmen bis zum Hals, sagt BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. „Gut, dass die Bundesregierung keine Zeit verliert.“ Denn es komme auf jeden Tag an. „Die Wirtschaft braucht jetzt Liquidität.“ Auch die Staatsgarantie helfe den Unternehmen, an frisches Geld zu kommen. „Die Beteiligungsmöglichkeiten für den Staat sind in dieser Situation vertretbar, wenn Unternehmen nur so vor der Insolvenz gerettet werden können.“

Anhusten als Angriff: Polizei ermittelt gegen Mann in Quarantäne

Weil ein unter Corona-Verdacht stehender Mann im Münsterland absichtlich einen Polizisten angehustet haben soll, wird gegen ihn unter anderem wegen Körperverletzung ermittelt.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, waren die Polizisten zu einer Wohnung in Greven ausgerückt, weil von dort jemand zu einer Corona-Party aufgerufen hatte. Der dort anwesende 25 Jahre alte Mann sei den Beamten sehr aggressiv gegenüber getreten. Dann habe er die Beamten angehustet und dabei gesagt, dass er unter Quarantäne stehe, weil er Kontakt zu einem mit dem Virus Infizierten gehabt habe – Angaben, die sich als korrekt herausstellten.

Die Polizisten leiteten ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz sowie Körperverletzung ein – und unterbanden jegliche Versammlungen in der Wohnung.

Schüler starten Petition zur Absage aller Abiturprüfungen

Zwei Hamburger Schüler haben angesichts der Corona-Pandemie eine Petition zur bundesweiten Absage der Abitur-Prüfungen gestartet.

Stattdessen solle in diesem Jahr jede Schülerin und jeder Schüler deutschlandweit ein sogenanntes Durchschnittsabitur erhalten, heißt es in der unter anderem an Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und zahlreiche Bildungsminister der Länder gerichteten Petition.

Dabei soll ein Durchschnitt der einzubringenden 32 bis 40 Semesterergebnisse der vergangenen vier Halbjahre errechnet und als Abiturnote festgelegt werden. Die beim Internetportal „change.org“ veröffentlichte Petition hatten bis Montagmittag gut 18 000 Unterstützer unterzeichnet.

Aus Sicht der beiden Hamburger Schüler sind Abiturprüfungen für die in diesem Jahr rund 350 000 betroffenen Schülerinnen und Schüler gesundheitlich, psychologisch und gesellschaftlich nicht tragbar.

Beiersdorf spendet Desinfektionsmittel an Feuerwehr und UKE

Der Kosmetik-Konzern Beiersdorf hat der Hamburger Feuerwehr und dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) 6000 Liter Desinfektionslösung gespendet.

Angesichts der durch die Coronakrise ausgelösten Knappheit hatte das Unternehmen in der vergangenen Woche angekündigt, die Produktion von Desinfektionsmitteln in Hamburg-Eimsbüttel, Waldheim (Sachsen) und Tres Cantos bei Madrid hochzufahren. Die ersten 500 Tonnen sollen öffentlichen Einrichtungen und Einsatzkräften gespendet werden

Bayern liefert 800 000 Schutzmasken an Kliniken aus

In der Corona-Krise hat Bayern mit der Auslieferung von 800 000 Atemschutzmasken an Krankenhäuser und andere Einrichtungen begonnen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag mit. „Weitere Lieferungen durch den Bund und die Eigenproduktion im Freistaat werden folgen“, erklärte er.

700 000 Schutzmasken seien vom Gesundheitsministerium bestellt und bezahlt worden, teilte die Behörde mit. BMW habe zusätzlich 100 000 Schutzmasken zur Verfügung gestellt.

Laut Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) seien auch 235 000 Flaschen Handdesinfektionsmittel angekommen. Das Technische Hilfswerk habe die Auslieferung übernommen. Masken und Desinfektionsmittel würden an die THW-Ortsverbände verschickt und von dort aus verteilt. „Die Reihenfolge wird durch die medizinische Notwendigkeit bestimmt“, sagte Huml.

Volle U-Bahnen in London

Auch Großbritannien hat sehr mit dem Coronavirus zu kämpfen. Doch die Menschen drängen sich wie eh und je dicht an dicht in die Londoner U-Bahnen. An einen Schutzabstand von 1,5 Metern hält sich dort niemand, wie das Foto vom 23. März zeigt.

Afrika kämpft gegen schlimme Heuschreckenplage und Corona

Wegen der sich immer weiter ausbreitenden Corona-Epidemie, warnt die Welthungerhilfe vor extremen Folgen für Afrika und andere Entwicklungsländer.

Gerade für Länder, die ein schlechtes oder kaum funktionierendes Gesundheitssystem haben, wird das Virus katastrophale Auswirkungen haben.

„Es ist davon auszugehen, dass wir in den nächsten Wochen und Monaten dort viele Tote beklagen müssen. Damit werden auch Existenzen vernichtet, und die Armut könnte nicht zuletzt wegen der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Pandemie dort weiter ansteigen“, sagte die Präsidentin der Welthungerhilfe, Marlehn Thieme, (der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ am Montag.)

„Die offiziellen Infizierungsfälle in Afrika oder Ländern wie Afghanistan sind auch deshalb so gering, weil es vor Ort kaum Tests gibt“, sagte Thieme.

Russland will mit Handy-Daten Coronavirus eindämmen

Russland will Personen überwachen, die mit Coronavirus-Patienten in Kontakt gekommen sind.

Der russische Premierminister Michail Mischustin gibt den Behörden fünf Tage Zeit, um ein System zu entwickeln, wie solche Personen anhand von Geodaten von Mobiltelefonen verfolgt werden können. Dabei würden Menschen Informationen erhalten, wenn sie mit jemandem in Kontakt gekommen sind, der infiziert ist. Die gleichen Informationen würden an spezielle regionale Behördeneinrichtungen weitergeleitet, die zur Bekämpfung der Pandemie aufgebaut wurden. Russlands Präsidialamt bezeichnete die Maßnahme als legal.

Corona-Krise bremst Grenzverkehr aus

Eine Woche nach dem Start der Kontrollen an den Grenzen zu Luxemburg und Frankreich ist der Einreiseverkehr im Saarland und Rheinland-Pfalz stark zurückgegangen.

„Es ist inzwischen total ruhig“, sagte der Sprecher der Bundespolizei Saarbrücken an der Grenze zu Frankreich. Es rollten vor allem Lastwagen mit Waren über die Grenze. Beim Autoverkehr seien es vor allem Pendler, die in Deutschland einreisten. Am Wochenende habe die saarländische Bundespolizei insgesamt rund 300 Autofahrer zurückgewiesen – nach rund 4000 an den Werktagen der vergangenen Woche, sagte er.

Die kleineren Übergänge zu Frankreich und Luxemburg sind nach Angaben der Bundespolizei in Rheinland-Pfalz und im Saarland inzwischen geschlossen. Dies sei mit Barrieren wie Betonpoller, Sand oder Klötzen geschehen, sagte der Sprecher der Bundespolizei in Koblenz. Auch auf rheinland-pfälzischer Seite sei der Verkehr „stark zurückgegangen“ – wie auch die Zahl der Zurückweisungen.

Zu Luxemburg sind in Rheinland-Pfalz lediglich noch fünf Grenzübergänge geöffnet, zu Frankreich sind es drei. Die Bundespolizei in Trier berichtete, am Sonntag seien nur noch 29 Personen an einer Einreise gehindert worden, am Samstag waren es 58 und am Freitag 105.

Klinikverbund Hessen: Zusammenbruch der Krankenhausversorgung droht

Der Klinikverbund Hessen e.V. hat den vorgelegten Gesetzentwurf zur Liquiditätssicherung der Krankenhäuser scharf kritisiert und im Falle der Umsetzung vor einem Zusammenbruch der Krankenhausversorgung in Deutschland gewarnt.

„Offensichtlich ist der Politik nicht klar, dass eine unveränderte Abrechnungssystematik Personal mit pflegerischer und ärztlicher Kompetenz in den Krankenhäusern – aber im Übrigen auch bei den Kassen und dem Medizinischen Dienst – bindet“, das jetzt dringend für die Versorgung benötigt werde, betonte Reinhard Schaffert, Geschäftsführer des Klinikverbunds Hessen, am Montag in einer Mitteilung.

Die Vereinigung aller hessischen Krankenhäuser in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft beklagte, dass die von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) in einem Eckpunktepapier vorgeschlagenen notwendigen Maßnahmen im vorliegenden Gesetzentwurf völlig ignoriert worden seien.

▶︎ Statt für die Dauer der Corona-Krise eine bürokratiearme Pauschalfinanzierung der Kliniken einzuführen, müssten diese trotz der Ausnahmesituation durch die zunehmende Zahl an Fällen weiterhin jeden Patienten einzeln abrechnen. Die vorgesehene Prüfung von fünf Prozent der Fälle durch den Medizinischen Dienst bezeichnete Schaffert als „Wahnsinn“. Dies sei für die Krankenhäuser nicht zu leisten.

Infektionen in Schweiz und Liechtenstein stark gestiegen

Die Zahl der in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein positiv getesteten Menschen ist innerhalb eines Tages um 1046 auf 8060 geklettert. Betroffen seien alle neun Kantone. 66 Menschen seien an der Krankheit bisher gestorben, sechs mehr als zuletzt.

Scholz: Einkommenshilfen auch bei fehlender Kinderbetreuung

Die Bundesregierung verspricht umfassende Hilfe etwa bei Einkommensverlusten durch die Virus-Krise. Finanzminister Olaf Scholz verweist darauf, dass Eltern von Kindern unter zwölf Jahren Anspruch auf eine Kompensation in Höhe von 67 Prozent ihres Lohnausfalls haben, wenn sie wegen mangelnder Kinderbetreuung nicht arbeiten können. Der Reuters vorliegende Gesetzentwurf geht von bis zu 1,36 Millionen Betroffenen aus.

„Die Corona-Pandemie verändert unser ganzes Leben“, sagt Finanzminister Olaf Scholz, der mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier das vom Kabinett beschlossene Hilfspaket inklusive Nachtragshaushalt über 156 Milliarden Euro vorstellt. Die Regierung wolle sicherstellen, „dass trotz einer sehr großen Herausforderung“ Gesundheit, Arbeitsplätze und wirtschaftliche Abläufe geschützt würden.

Chemie-Arbeiter in Lombardei wollen wegen Corona streiken

Nach den Metallarbeitern kündigen auch die Mitarbeiter im Chemiesektor Arbeitsniederlegungen in der norditalienischen Lombardei an. Am Mittwoch werde für einen Tag gestreikt aus Protest gegen ein Regierungsdekret, das aus Sicht der Gewerkschaften zu vielen Firmen erlaubt, trotz der Corona-Krise offen zu bleiben. Die Arbeiter fürchten wegen des hohen Ansteckungsrisikos um ihre Gesundheit.

Türkei droht Schutzmasken-Herstellern mit Verstaatlichung

Die Türkei droht den Herstellern von Atemschutzmasken mit Verstaatlichung, sollten sie ihre Produkte nicht bis Montagabend an die Regierung verkaufen.

Die Behörden hätten am Sonntag die Lager aller Masken-Hersteller aufgesucht, sagte Innenminister Süleyman Soylu der Zeitung „Hürriyet“ zufolge. Sie hätten sie aufgefordert, Verträge mit dem Gesundheitsministerium zu unterzeichen und damit aufzuhören, Bestände zurückzuhalten.

„Wir werden diese Masken kaufen, und zu einem guten Preis“, sagte Soylu. Die Firmen hätten noch eine Frist von mehreren Stunden, dann würden sie verstaatlicht. In der Türkei sind nach Zahlen vom Sonntag bislang 30 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit gestorben, das ist ein Anstieg um neun. 1256 Coronafälle sind inzwischen bestätigt.

Weitere Tafeln wegen Coronavirus geschlossen

Angesichts der Corona-Pandemie haben weitere Tafeln ihren Betrieb eingestellt. Von den 106 Tafeln in Niedersachsen und Bremen hätten aktuell 38 Ausgabestellen aus Rücksicht auf ihre Kunden und Mitarbeitenden geschlossen, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen und Bremen, Manfred Jabs, am Montag in Bremen.

Viele der Kunden und ehrenamtlichen Mitarbeitenden sind älter als 65 Jahre und gehören damit zur Hochrisikogruppe, sollten sie sich mit dem Coronavirus infizieren.

Zugleich entwickle sich die Lage dynamisch, sagte Jabs. „Es gibt auch Fälle, in denen zwischenzeitlich geschlossene Tafeln dank neuer Unterstützung etwa von Kirchengemeinden oder anderen ehrenamtlichen Helfern ihren Betrieb wieder aufgenommen haben.“ Er beobachte zurzeit „viele gute Ideen, mit denen Bedürftige weiter mit dem Nötigsten versorgt werden können“. In Göttingen und Nordhorn lieferten beispielsweise Schüler auf freiwilliger Basis Lebensmittel an Stammkunden direkt nach Hause. Teilweise zögen auch Tafeln in andere Räume, um etwa hygienische Abstände zwischen Kunden und Helfern besser umsetzen zu können.

Kabinett beschließt beispielloses Hilfspaket in Corona-Krise

Zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen in der Corona-Krise hat das Bundeskabinett am Montag ein beispielloses Hilfspaket beschlossen. Dafür will sich der Bund in diesem Jahr mit der Rekordsumme von rund 156 Milliarden Euro neu verschulden. Zudem sollen Mieter entlastet, Hartz-IV-Anträge erleichtert und Kliniken unterstützt werden.

In Sachsen-Anhalt knapp 300 Corona-Fälle bis Montagvormittag

Bis Montagvormittag (etwa 11 Uhr) sind in Sachsen-Anhalt laut Sozialministerium 291 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Die meisten Fälle seien in Halle (71), Magdeburg (39) und im Landkreis Börde (36) erfasst, teilte das Ministerium in Magdeburg mit. Sonntagnachmittag hatte die Zahl der bestätigten Sars-CoV-2-Infektionen bei 269 gelegen.

Anstieg der Infiziertenzahl in Brandenburg geht etwas zurück

Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Brandenburger wächst weiter – aber nicht mehr so schnell.

Derzeit seien zum Stand 8 Uhr offiziell 375 Infizierte in Brandenburg gemeldet, teilte das Gesundheitsministerium am Montag in Potsdam mit. Das sei ein Zuwachs von 33 Fällen innerhalb der vergangenen 24 Stunden – dies entspreche einem Zuwachs von knapp zehn Prozent. 24 Menschen sind demnach in Behandlung in Krankenhäusern, zwei davon würden beatmet. Bisher ist ein Mensch in Brandenburg an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Der Anstieg von Samstag auf Sonntag (Stand 15.00 Uhr) lag noch bei 12 Prozent.

Die meisten Infizierten gibt es im Kreis Märkisch-Oderland mit 49 Fällen, nachdem es am Sonntag noch der Kreis Oder-Spree war. Der Kreis Oder-Spree zählte demnach 46 Infizierte, der Kreis Barnim 40 Fälle. Die wenigsten Infizierten meldet der Kreis Prignitz mit einem Fall.

Neustadt am Rennsteig unter Quarantäne

Zur Eindämmung des Coronavirus’ ist die Gemeinde Neustadt am Rennsteig nun unter Quarantäne.

Seit Sonntag und für zwei Wochen darf nun niemand mehr den Ortsteil der Landgemeinde Stadt Großbreitenbach verlassen, wie die Sprecherin der Kreisverwaltung des Ilm-Kreis, Doreen Huth, am Montag sagte. Auch betreten werden dürfe der etwa 900 Bewohner zählende Ort nur noch in Ausnahmefällen und unter strengen hygienischen Sicherheitsvorkehrungen.

Man habe sich zu dem Schritt entschieden, weil sechs der am Montagmorgen bekannten elf Fälle im Kreis von bestätigten Infektionen aus dem Bereich Neustadt stammten, sagte Huth. „Dort hängen viele Kontaktpersonen daran.“ Allein bis Sonntagabend hatte das Gesundheitsamt 69 Kontaktpersonen ausgemacht. Die Bewohner seien am Sonntagabend via Lautsprecher über die Allgemeinverfügung informiert worden.

Zu den Ausnahmen gehörten etwa Pflegedienste, Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei. Wie die sonstige Versorgung der Bewohner in der Zeit sichergestellt wird, berät nun ein Krisenstab.

Neustadt am Rennsteig unter Quarantäne

Zur Eindämmung des Coronavirus’ ist die Gemeinde Neustadt am Rennsteig nun unter Quarantäne.

Seit Sonntag und für zwei Wochen darf nun niemand mehr den Ortsteil der Landgemeinde Stadt Großbreitenbach verlassen, wie die Sprecherin der Kreisverwaltung des Ilm-Kreis, Doreen Huth, am Montag sagte. Auch betreten werden dürfe der etwa 900 Bewohner zählende Ort nur noch in Ausnahmefällen und unter strengen hygienischen Sicherheitsvorkehrungen.

Man habe sich zu dem Schritt entschieden, weil sechs der am Montagmorgen bekannten elf Fälle im Kreis von bestätigten Infektionen aus dem Bereich Neustadt stammten, sagte Huth. „Dort hängen viele Kontaktpersonen daran.“ Allein bis Sonntagabend hatte das Gesundheitsamt 69 Kontaktpersonen ausgemacht. Die Bewohner seien am Sonntagabend via Lautsprecher über die Allgemeinverfügung informiert worden.

Zu den Ausnahmen gehörten etwa Pflegedienste, Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei. Wie die sonstige Versorgung der Bewohner in der Zeit sichergestellt wird, berät nun ein Krisenstab.

Iran meldet 127 weitere Coronavirus-Tote

Im Iran ist die Zahl der Coronavirus-Toten noch einmal drastisch angestiegen. Das Land meldete am Montag 127 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf 1812.

Der Iran ist eines der am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Länder der Welt. Die Gesamtzahl der Infektionen gab das Gesundheitsministerium in Teheran am Montag mit 23.049 an. Das war ein Anstieg um 1411 Fälle innerhalb von 24 Stunden.

Pompeo trotz Corona-Pandemie zu Gesprächen in Afghanistan

US-Außenminister Mike Pompeo ist trotz der weltweiten Corona-Pandemie zu Gesprächen nach Afghanistan gereist. Am Montag war er zunächst in der US-Botschaft in Kabul, später wollte er Präsident Aschraf Ghani treffen, wie ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Am Vortag hatten Vertreter der afghanischen Regierung und der militant-islamistischen Taliban zwei Stunden über einen geplanten Gefangenenaustausch unter Vermittlung der USA und Katars in einer Videokonferenz diskutiert.

Der Gefangenenaustausch ist seit Tagen umstritten zwischen Regierung und den Taliban. Diese hatten am 29. Februar mit den USA ein Abkommen unterzeichnet, das einen schrittweisen Abzug von US-Truppen aus Afghanistan vorsieht. Gleichzeitig soll es den Weg für innerafghanische Friedensgespräche ebnen. Die Freilassung von Gefangenen war laut Abkommen Vorbedingung für die Gespräche. Diese sollten ursprünglich ab dem 10. März beginnen, fanden bisher aber nicht statt.

Deutsche Bank schließt ab Dienstag 200 Filialen

Wegen der Corona-Pandemie schließt die Deutsche Bank ab Dienstag vorübergehend rund 200 Filialen für den Kundenverkehr, teilte das Unternehmen mit.

Wegen der sich verschärfenden Krise wird die Zahl der in Betrieb befindlichen Filialen bis auf Weiteres von bislang mehr als 500 auf rund 290. Betroffen sind Deutsche Bank und Postbank.

Desinfektion, Schutzmasken und -Brillen aus MHH geklaut

Wieder eine unfassbare Meldung: Am Sonntag wurden aus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) 40 Liter Desinfektionsmittel für Flächen, 150 Schutzbrillen sowie 600 Schutzmasken geklaut, berichtet der „NDR“.

Die MHH hat Strafanzeige erstattet und die Sicherheitsmaßnahmen verschärft.

Airbus fährt Produktion in Frankreich und Spanien wieder hoch

Nach einer mehrtägigen Unterbrechung wegen der Coronavirus-Krise nimmt Airbus seine Produktion in Frankreich und Spanien teilweise wieder auf.

Angesichts der Pandemie gebe es neue Hygiene- und Sicherheitsvorschriften, die nun auch an anderen internationalen Standorten gelten, teilte der Luft- und Rüstungskonzern am Montag in Toulouse mit. Konzernchef Guillaume Faury sagte, die Airbus-Kunden seien stark von der Krise betroffen. Er forderte deshalb staatliche Unterstützung für Fluggesellschaften. Direkte Hilfe von Regierungen für sein Unternehmen strebt der Franzose hingegen nicht an.

Der Konzern hatte in der vergangenen Woche wegen der Pandemie seine Produktion in Frankreich und Spanien für vier Tage ausgesetzt. Die Airbus-Standorte in anderen Ländern, vor allem in Deutschland, Großbritannien, Kanada, den USA und China, waren davon nicht betroffen. Faury sprach aber von einer Produktionsunterbrechung am Standort Hamburg am vergangenen Freitag. Die Herstellung in China sei im Februar nach einer Pause wiederaufgenommen worden.

Britisches Militär übernimmt Auslieferung von Schutzartikel für Ärzte

In Großbritannien übernimmt das Militär die Auslieferung von Schutzausrüstungen für das medizinische Personal.

Tag und Nacht würden die Lastwagen der Armee eingesetzt, um Millionen Artikel wie Atemschutzmasken zu verteilen, kündigt Gesundheitsminister Matt Hancock an. Zuvor hatten über 6000 Ärztinnen und Ärzte in einem offenen Brief an Premierminister Boris Johnson appelliert, die Versorgung mit Schutzmaterialien zu erhöhen. Ohne würden sie ihr Leben riskieren, sie fühlten sich wie „Kanonenfutter“.

Können Mücken das Virus übertragen?

Noch lassen uns die fiesen Plagegeister mit ihren juckenden Stichen in Ruhe. Doch sobald es draußen etwas wärmer wird, werden wieder Millionen Mücken durch die Luft schwirren. Sind die kleinen Blutsauger in Zeiten der Corona-Krise besonders gefährlich?

Die Antwort lesen Sie in unserem Artikel.

Merkel lässt sich zu Kabinettssitzung zuschalten

Kanzlerin Angela Merkel schaltet sich von zu Hause aus heute telefonisch zu der Kabinettssitzung zu, heißt es in Regierungskreisen.

Ein Statement werde sie danach nicht abgeben. Die Kanzlerin hatte sich am Sonntagabend vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben, weil sie bei einer Impfung mit einem Coronavirus-infizierten Arzt in Kontakt gekommen war. Merkel werde deshalb am Mittwoch auch nicht an der geplanten Fragestunde im Bundestag teilnehmen.

Friedensbewegung plant virtuellen Ostermarsch

Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf die Ostermärsche der Friedensbewegung aus: Genau 60 Jahre nach dem ersten Ostermarsch in Deutschland werden in diesem Jahr wohl alle geplanten Kundgebungen und Aktionen in bundesweit mehr als 90 Orten abgesagt.

Ostern fällt dieses Jahr auf den 12. und 13. April. Da die Kundgebungen traditionell in lokaler und regionaler Verantwortung stattfinden, seien aber bislang noch nicht alle Veranstaltungen offiziell abgesagt, hieß es. Bereits gestrichen sind in jedem Fall die traditionellen Proteste am Fliegerhorst Büchel in der Eifel gegen die dort vermuteten letzten US-Atomwaffen in Deutschland. „Es wäre derzeit nicht zu verantworten, größere Proteste mit mehreren Menschen am Fliegerhorst zu organisieren“, sagte Elke Koller vom Initiativkreis gegen Atomwaffen dem epd.

Eigentlich wollte sich Arun Gandhi, ein Enkel von Mahatma Gandhi, an den Auftaktprotesten in Büchel beteiligen. Die Ostermärsche seien das bekannteste Sprachrohr der Friedensbewegung und hätten die deutsche Gesellschaft seit dem ersten Ostermarsch 1960 mitgeprägt, sagte der Politologe Gregor Hofmann vom Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt am Main dem epd.

95. Corona-Toter in Deutschland kommt aus Rheinland-Pfalz

Ein weiterer Mensch ist in Rheinland-Pfalz an einer Coronavirus-Infektion gestorben. Der Oberbürgermeister von Neustadt an der Weinstraße, Marc Weigel, berichtete bei Facebook von einem dritten Todesfall im Land.

Ein 84-Jähriger sei am Sonntag in einem Krankenhaus gestorben. Er habe in einem Seniorenheim gelebt. Zuvor hatte der Südwestrundfunk darüber berichtet. Das Sozialministerium hatte bisher von zwei Toten wegen der Corona-Pandemie berichtet.

Er ist der 95. Corona-Tote in Deutschland.

Medien: Auch Formel-1-Rennen in Aserbaidschan im Juni wird verschoben

Die Hoffnung auf einen Start der Formel-1-Saison Anfang Juni scheint sich auch zu zerschlagen. Medienberichten zufolge steht der Große Preis von Aserbaidschan vor einer Verschiebung.

Der Grand Prix soll eigentlich am 7. Juni in Baku stattfinden. Die Verantwortlichen in Aserbaidschan sollen sich in einer Krisensitzung für die Verschiebung ausgesprochen haben. Der Aufbau für das Stadtrennen sei aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie nicht mehr zeitlich einzuhalten. Der früheste Saisonstart wäre somit am 14. Juni mit dem Großen Preis von Kanada in Montréal.

Opernstar Placido Domingo infiziert

„Ich halte es für meine moralische Pflicht, Ihnen mitzuteilen, dass ich positiv auf COVID19, das Corona-Virus, getestet wurde“, schreibt Opernstar Placido Domingo auf seiner Facebook-Seite.

„Meine Familie und ich sind alle in Selbstisolation, solange dies als medizinisch notwendig erachtet wird. Derzeit sind wir alle bei guter Gesundheit, aber ich hatte Fieber und Hustensymptome und entschied mich daher, mich testen zu lassen. Das Ergebnis war positiv. Ich bitte alle, äußerst vorsichtig zu sein, die grundlegenden Richtlinien zu befolgen, indem Sie Ihre Hände häufig waschen, mindestens sechs Fuß Abstand zu anderen zu halten, alles tun, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, und bitte vor allem zu Hause bleiben, wenn Sie können! Gemeinsam können wir dieses Virus bekämpfen und die aktuelle weltweite Krise stoppen, sodass wir hoffentlich sehr bald zu unserem normalen Alltag zurückkehren können. Bitte befolgen Sie die Richtlinien und Vorschriften Ihrer lokalen Regierung, um nicht nur sich selbst, sondern unsere gesamte Gemeinde zu schützen.“

Ifo: Krise könnte Deutschland bis zu 729 Milliarden Euro kosten

Die Viruskrise wird laut Ifo-Institut hierzulande Produktionsausfälle in Höhe von hunderten von Milliarden Euro auslösen und den Arbeitsmarkt wie auch den Staatshaushalt erheblich belasten.

„Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist“, so Ifo-Präsident Clemens Fuest am Montag. Je nach Szenario dürften Kosten von 255 Milliarden bis 729 Milliarden Euro auf Deutschland zukommen.

Labor lässt 2000 Corona-Proben liegen

Offiziell sind im Ländle 4300 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Möglicherweise sind es aber viel, viel mehr. Unfassbar: Ein Labor im Ländle soll Tausende Corona-Proben nicht getestet haben, weil im Labor ein chemischer Stoff für die Untersuchung ausgegangen ist.

Was da passiert ist, lesen Sie in unserem Artikel.

Autofahrer durchbrechen Einreisekontrollen in MV – Ermittlungen

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern ermittelt gegen zwei Autofahrer aus Brandenburg, die Kontrollstellen für das Einreiseverbot durchbrochen haben und unerlaubt ins Land gefahren sind.

Wie ein Polizeisprecher am Montag sagte, ereigneten sich beide Vorfälle am Samstag auf der Bundesstraße 109 bei Rollwitz (Vorpommern-Greifswald) und auf der Bundesstraße 96 nahe Neustrelitz. Niemand sei dabei verletzt worden. Die Flüchtenden seien nicht verfolgt worden, da die Kennzeichen und die Halter der Fahrzeuge bekannt seien. Den Tatverdächtigen wird Missachtung von Haltesignalen und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen.

In Mecklenburg-Vorpommern besteht im Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen das Coronavirus ein Einreiseverbot für Einwohner anderer Bundesländer, wenn sie nicht zur Arbeit in den Nordosten müssen. Rollwitz grenzt an die Uckermark, Neustrelitz an die Region Oberhavel. Am Wochenende waren im Süden des Landes rund 6000 Autos kontrolliert worden, wobei etwa jedes zehnte Fahrzeug wieder umkehren musste. Betroffen waren rund 1000 Passagiere.

Tom Hanks geht es besser

Tom Hanks war der erste Hollywoodstar, der sich mit dem Coronavirus infiziert hatte – zumindest offiziell.

Seitdem hält er seine Fans auf dem Laufenden, wie es ihm und seiner Frau Rita Wilson geht. Jetzt meldete er sich wieder auf Facebook und kann Entwarnung geben: „Hallo Leute, zwei Wochen, nachdem wir die ersten Symptome hatten, fühlen wir uns besser. Sich selbst abzuschirmen wirkt sich wie folgt aus: Du gibst es niemandem – du kriegst es von niemandem. Gesunder Menschenverstand, nicht wahr? Es wird noch eine Weile dauern, aber wenn wir aufeinander aufpassen, helfen, wo wir können und auf ein bisschen Annehmlichkeiten verzichten, wird auch das vorübergehen. Wir kriegen das hin.“

Städtetagspräsident hält Kontaktverbote für verhältnismäßig

Der Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung (62, SPD), begrüßt die Bund-Länder-Einigung zur weiteren Beschränkung von Sozialkontakten in der Corona-Krise.

„Die Menschen müssen wissen, woran sie sind“, sagte der Leipziger Oberbürgermeister den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Deshalb habe der Städtetag ein bundeseinheitliches Vorgehen gefordert. „Die Beschränkungen sind richtig und verhältnismäßig.“

Wer sich nicht an die Regeln halte, müsse mit Konsequenzen rechnen. „Wir werden in den Städten mit unseren Ordnungsbehörden gemeinsam mit der Polizei sicherstellen, dass das verabredete Kontaktverbot umgesetzt wird.“

SPD-Fraktionschef Mützenich: Corona härteste Probe seit dem 2. Weltkrieg

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich (60) bezeichnet den Corona-Ausbruch als schwerste Krise in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

„Die Corona-Krise ist existenzieller als frühere Krisen. Sie hat eine gesundheitliche, eine ökonomische und eine soziale Dimension. Für manche Menschen geht es um Leben und Tod, für andere um ihre wirtschaftliche Existenz? und durch die notwendige Kontaktvermeidung sind alle unmittelbar betroffen. Das verleiht dieser Krise eine ungeheure Wucht“, sagt Mützenich den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. „Unser Gemeinwesen wird auf die härteste Probe seit dem Ende des 2. Weltkrieges gestellt und nur gemeinsam kann es gelingen, diese zu bestehen.“

Forschungministerin warnt vor nationalen Alleingängen bei Impfstoffsuche

Forschungsministerin Anja Karliczek (48) warnt einem Medienbericht zufolge bei der Suche nach einem Impfstoff vor Konkurrenzdenken.

„Nationale Alleingänge können keine Lösung sein“, sagt die Politikerin der „Augsburger Allgemeinen“. „Auch die USA profitieren von dem Wissen, das in Deutschland geschöpft wird und umgekehrt.“

Klingbeil: Krise wird die Gesellschaft stärker machen

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil (42) erwartet von den geplanten Not- und Schutzgesetzen in der Corona-Krise eine wirkungsvolle Linderung der Folgen für die Wirtschaft und Menschen in Deutschland.

„Auch Jobs, Existenzen und Unternehmen sind massiv bedroht, und der gesellschaftliche Zusammenhalt wird auf die Probe gestellt“, sagte Klingbeil der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Ich bin mir aber sicher, wir kommen gut durch diese Krise.“

Schulen eine Woche geschlossen – positive Zwischenbilanz

Eine Woche nach dem Beginn flächendeckender Schulschließungen in Deutschland zieht der Grundschulverband (GSV) eine positive Zwischenbilanz.

Die erste Woche sei überwiegend ruhig abgelaufen, Maßnahmen zum Abmildern der Folgen des Unterrichtsausfalls an den Grundschulen seien ohne größere Schwierigkeiten in die Wege geleitet worden, sagte die GSV-Vorsitzende Maresi Lassek. „Die Schulen haben offensichtlich dafür sorgen können, dass diese besondere Situation in ruhigen und geordneten Bahnen verläuft.“ Es gebe ein großes Engagement von Lehrkräften und Schulleitungen und Unterstützung von den Eltern.

Gewerkschaftsbund fordert Sonderfonds zum Mieterschutz

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat für einen dauerhaften Schutz der Mieter auch nach der Corona-Krise einen Sonderfonds für unbürokratische Mietzuschüsse gefordert.

Bei längerer Krisendauer werde es für viele Geringverdiener und Familien auch danach nicht möglich sein, die Mietschulden zu begleichen, schrieb DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell (57) in einem Brief an Justizstaatssekretär Gerd Billen (65). Ein solcher Fonds könne etwa auch Vermieter, die durch Mietausfälle ihre Kredite nicht bedienen könnten, mit zinslosen Überbrückungskrediten unterstützen.

EU-Außenminister beraten über Rückholung von Reisenden

Die EU-Außenminister beraten am Montag in einer Video-Konferenz über die Rückholaktionen für im Ausland wegen der Corona-Krise gestrandete Bürger.

Im Zentrum steht eine bessere Abstimmung der EU-Regierungen bei der Organisation von Rückholflügen. Weiteres Thema der Beratungen sind die „geopolitischen Auswirkungen der Pandemie“. Auch die Lage im Bürgerkriegsland Syrien und deren Auswirkungen auf Flüchtlingsbewegungen in Richtung Europa über die Türkei stehen auf der Tagesordnung.

10 000 Corona-Infektionen in New York City befürchtet

In New York City steigt die Zahl der Coronavirus-Infizierten weiter stark an.

„Wir befinden uns an der Schwelle von 10 000 Fällen“, teilte der Bürgermeister von New York am Sonntag mit. Bill de Blasio (58) sprach von einer schockierenden Zahl im „Epizentrum“ der Corona-Pandemie in den USA und warnte vor einer „neuen Realität“, die Wochen oder Monate andauern werde. Auf die mit knapp neun Millionen Einwohnern größte Stadt in den USA kommen damit rund ein Drittel der erfassten Corona-Fälle in den Vereinigten Staaten.

In dem besonders betroffenen US-Bundesstaat New York stieg die Zahl der Infizierten nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bis Sonntagabend (Ortszeit) auf knapp 15 800, 117 Menschen sind in dem Staat bereits an Corona gestorben. Mehr Tests haben die Zahl der Corona-Fälle in New York in den letzten Tagen hochschnellen lassen.

Vereinigte Arabische Emirate untersagen Passagierflüge

Die Vereinigten Arabischen Emirate untersagen wegen der Corona-Pandemie alle Passagierflüge im Land. Sämtliche Passagierflüge in die Emirate und hinaus sind ab Mittwoch für mindestens zwei Wochen abgesagt, wie die staatliche Nachrichtenagentur WAM am Montag meldete. Von dem von den Behörden erlassenen Verbot betroffen sind auch Transitflüge. Die Flughäfen in Abu Dhabi and Dubai sind wichtige Drehkreuze des interkontinentalen Flugverkehrs.

Mehrheit fühlt sich gut über Corona-Epidemie informiert

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland fühlt sich gut über die Corona-Krise informiert.

So fühlen sich die meisten etwa gut darüber aufgeklärt, wie sich eine Infektion mit dem Coronavirus vermeiden lässt, wie eine Umfrage der Krankenkasse Barmer ergeben hat.

Knapp jeder Dritte nahm in dem Zeitraum Corona als eine Bedrohung wahr. 59 Prozent der Befragten fühlten sich laut der Umfrage voll oder weitestgehend über die Regeln zur Vermeidung von Ansteckungen informiert. Jeder Fünfte wünscht sich einen Test auch ohne konkreten Verdacht.

Kanada schickt keine Sportler zu Olympischen Spielen

Wegen der weltweiten Corona-Pandemie will Kanada keine Sportler zu den Olympischen Sommerspielen in Tokio schicken. Dies gab das Nationale Olympische Komitee Kanadas (COC) am Sonntagabend (Ortszeit) auf Twitter bekannt.

Die „schwierige Entscheidung“ sei mit Zustimmung von Sportverbänden und der kanadischen Regierung getroffen worden, heißt es. Auch die Teilnahme an den Paralympischen Spielen 2020 sei abgesagt worden.

COC rief das Internationale Olympische Komitee dazu auf, die Spiele um ein Jahr zu verschieben. Nichts sei wichtiger als die Gesundheit und der Schutz der Sportler und der Weltgemeinschaft, heißt es in der Mitteilung. Die Spiele in Tokio sind vom 24. Juli bis 9. August 2020 terminiert

Singapore Airlines lässt fast gesamte Flotte am Boden

Singapore Airlines kündigt an, fast ihre gesamte Flotte am Boden zu halten. Die Kapazität sei um 96 Prozent reduziert, so das Unternehmen. Das Drehkreuz Singapur ist für Reisende und Transitpassagiere geschlossen. Die Aktien der Fluggesellschaft fallen am Montag morgen um mehr als acht Prozent, der breitere Markt sinkt um mehr als sieben Prozent.

Airbus nimmt Produktion in Frankreich und Spanien teilweise wieder auf

Nach viertägigem Stillstand wegen der Corona-Pandemie nimmt der europäische Flugzeughersteller Airbus am Montag seine Produktion in Frankreich und Spanien teilweise wieder auf.

In den vergangenen Tagen seien in den Anlagen Hygiene-Maßnahmen vorgenommen worden, um die „Gesundheit und Sicherheit“ der Beschäftigten sicherzustellen, erklärte der Konzern. Die Produktion laufe nur in jenen Bereichen wieder an, die den Hygiene-Standards entsprächen und wo es ausreichend Abstand zwischen den Beschäftigten gebe.

Mit den Hygiene-Maßnahmen setzte der Flugzeughersteller Auflagen und Empfehlungen der Regierungen in Frankreich und Spanien um. In Frankreich beschäftigt Airbus rund 48 000 Menschen. Die Produktion findet hauptsächlich am Stammsitz im westfranzösischen Toulouse statt. In Spanien gibt es 2700 Mitarbeiter mit einer Fertigung in Sevilla. Spanien und Frankreich gehören zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Ländern in Europa.

22.03.2020 14.39 Uhr

Kaufanreiz! Getränkemarkt verkauft Bier plus Extra

Da greift man doch gleich viel lieber zu! Mit diesem besonderen Extra wird im bayerischen Grafing bei Getränke Anderl jetzt das Bier verkauft.

 

Räumung von Ostfriesen-Insel Norderney

Bei der Räumung der ostfriesischen Insel Norderney unterstützen seit Sonntag Beamte vom Festland die Inselpolizei. 26 Polizisten trafen am Morgen mit der Fähre auf der Insel ein. Alle Urlaubsgäste müssen den Landkreis Aurich und seine Inseln Norderney, Juist und Baltrum wegen der Corona-Pandemie spätestens am Sonntag verlassen, drei Tage früher als zunächst geplant. Die schnelleren Rückreisen seien nötig, um die Bevölkerung zu schützen, hieß es in der entsprechenden Allgemeinverfügung des Landkreises.

Am Montag werden die Polizisten auf Norderney dann verstärkt kontrollieren, wie eine Sprecherin der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund am Sonntag sagte. „Falls sich dann noch Gäste auf der Insel aufhalten, werden Strafverfahren eingeleitet.“ Die Urlauber würden dann kostenpflichtig von der Insel verwiesen – in Polizeibegleitung.

Palästina verkündet Ausgangssperre

Der palästinensische Regierungschef Mohammed Schtaje hat am Sonntag wegen der Ausbreitung des Coronavirus eine weitgehende Ausgangssperre im Westjordanland verkündet. Die Maßnahme sollte am Abend in Kraft treten und zunächst 14 Tage lang gelten, teilte er mit. Ausnahmen seien etwa Lebensmitteleinkäufe und Arztbesuche. Banken und Apotheken sollten auch geöffnet bleiben. Im Westjordanland gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums bisher 57 bekannte Infektionsfälle mit dem Coronavirus. Todesfälle wurden bisher nicht bekannt.

Mindestens 290 Coronavirus-Infizierte in Thüringen

In Thüringen haben sich inzwischen mindestens 290 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert. Die Staatskanzlei nannte am Sonntag in ihrem täglichen Bulletin die Zahl von 237 Fällen (Stand Sonntag, 10 Uhr). Hinzu kommen 53 weitere Fälle aus Jena, die vom dortigen Gesundheitsamt telefonisch übermittelt worden, aber noch nicht in der Statistik eingerechnet sind. Seit Samstag wurden 30 Neuinfektionen bekannt, 16 weniger als am Tag zuvor. 21 positiv auf das Virus getestete Thüringer liegen im Krankenhaus. Von schweren Krankheitsverläufen war nichts bekannt.

Polizei in Essen rückt wegen Party aus

Geburtstagsparty in der Gaststätte und Handgemenge in Baumarkt: Die Polizei in Essen musste in den vergangenen Tagen immer wieder zu Corona-Einsätzen ausrücken.

Unbelehrbare würden feiern und Sicherheitsregeln missachten, teilte die Polizei am Sonntag mit. „Beispiele zeigen, dass einige Dummköpfe den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt haben. Mit ihrem Egoismus und ihrer Uneinsichtigkeit gefährden sie nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern die Gesundheit aller Bürger dieser Stadt“, teilte die Polizei mit.

Hier geht’s zum kompletten Artikel.

Coronavirus-Infizierte in Verkehrsunfall verwickelt

Im ostbrandenburgischen Müllrose (Landkreis Oder-Spree) ist eine positiv auf das Coronavirus getestete Frau in einen Verkehrsunfall verwickelt worden. Die infizierte Autofahrerin hatte widerrechtlich die amtlich verordnete häusliche Quarantäne verlassen, wie die Polizei am Sonntag in Fürstenwalde mitteilte. Die Unfallaufnahme durch die Beamten habe in Vollschutzkleidung erfolgen müssen, nachdem sich die Frau offenbart hatte.

Bei dem Unfall am Samstagmittag wurde niemand verletzt. Verursacht hatte den Zusammenstoß zweier Autos nicht die infizierte Frau, sondern ein anderer Verkehrsteilnehmer. Er war in den Gegenverkehr geraten und mit dem Wagen der Frau kollidiert. Die Polizei informierte das Gesundheitsamt und stellte Strafanzeige nach dem Infektionsschutzgesetz gegen die Frau.

Brennende Klopapierrollen lösen Rauchmelder aus

Rauchmelder in mehreren Wohnungen haben wegen brennender Klopapierrollen Alarm geschlagen. Der Rauch aus einem Bad habe sich wohl über die Lüftungsschächte im Mehrfamilienhaus in Neckartenzlingen (Kreis Esslingen) ausgebreitet, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Bei dem Brand habe es keine Verletzten gegeben, nach ersten Erkenntnissen sei zudem kein Schaden entstanden.

Feuerwehrleute waren demnach zunächst in einer Wohnung im vierten Stock im Einsatz. Dort konnten sie zwar Rauch, aber keine Ursache feststellen. Kurz darauf gingen weitere Rauchmelder in anderen Wohnungen des Hauses los. Auf der Toilette einer Erdgeschoss-Wohnung fanden die Feuerwehrleute schließlich die Ursache: Dort brannten mehrere Klopapierrollen und sorgten für eine starke Rauchentwicklung.
Warum die Toilettenpapierrollen Feuer fingen, konnte zunächst nicht endgültig geklärt werden. „Es wird aber vermutet, dass in der Wohnung geraucht wurde“, sagte ein Polizeisprecher.

Polin stirbt kurz nach Entbindung an Covid-19

In Polen sind bislang fünf Menschen an den Folgen der Coronavirus-Infektion gestorben, zuletzt am Freitag eine junge Mutter (27). Besonders tragisch: Die Frau hatte sich offenbar kurz nach der Entbindung mit Covid-19 infiziert, knapp eine Woche später entwickelte sie in der Lunge eine Sepsis. Während der Operation sei sie an einem Herzinfarkt gestorben, berichtete das medizinische Zentrum in Łańcut, wo sie in Behandlung war. Damit dürfte die junge Frau eine der jüngsten bekannten Opfer des Coronavirus sein.

Vor zwei Wochen Starkbierfest, jetzt Corona-Hotspot

Anfang März lud die Brauerei Hösl in Mitterteich zur „Massen–Schluckimpfung“ ein, dem alljährlichen Starkbier­fest des Burschenvereins Concordia 1894. 14 Tage später ist der 6500-Ein­wohner-Ort in der Oberpfalz Bayerns Corona-Hotspot!

Lesen Sie hier die ganze Geschichte

Nachfrage nach Kartoffeln steigt

Die Corona-Krise hat die Nachfrage nach Kartoffeln in der vergangenen Woche deutlich steigen lassen. Das vermeldete das „Landvolk“ unter Berufung auf Anbauer mit Hofladen oder anderen Formen der Direktvermarktung wie etwa Wochenmärkten. Auch in den Abpackbetrieben für den Einzelhandel sei dieser Trend zu beobachten. Eine besonders hohe Nachfrage gebe es bei Biokartoffeln, sagte die Sprecherin. Sie wies darauf hin, dass frische Kartoffeln aus der Ernte vom vergangenen Jahr nicht für eine längere Lagerung im Haushalt geeignet seien und deshalb zügig verbraucht werden sollten.

Spanien: Fast 400 neue Todesfälle in 24 Stunden

In Spanien sind innerhalb von 24 Stunden fast 400 weitere Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Es seien 394 neue Todesfälle registriert worden, teilte am Sonntag die Regierung in Madrid mit. Dies sei ein Anstieg um rund 30 Prozent.

WHO: Ausgangssperren reichen nicht

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt Regierungen davor, im Kampf gegen das Coronavirus vor allem auf die Einschränkung des gesellschaftlichen Lebens zu setzen. „Worauf wir uns wirklich konzentrieren müsse ist es, die Kranken mit Infektionen zu finden und sie zu isolieren“, sagt der WHO-Experte Mike Ryan in der BBC. „Die Gefahr mit den Ausgangsbeschränkungen ist: Wenn wir keine starken Gesundheitsmaßnahmen beschließen, droht sich der Virus wieder zu verbreiten, wenn die Bewegungseinschränkungen wieder aufgehoben werden“, warnt er.

Scholz sieht Ausgangssperren skeptisch

Vizekanzler Olaf Scholz sieht eine Ausgangssperre in Deutschland kritisch. „Gerade in der gegenwärtigen Situation haben alle ein Bedürfnis nach frischer Luft“, sagt der SPD-Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Ich zumindest hoffe, dass uns der Gang in die Natur nicht verwehrt wird. In einer Zeit, in der die meisten Freizeitbeschäftigungen wegfallen“, sagt der Finanzminister vor der Telefonschalte der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten. Es gehe jetzt nicht um Gesten, sondern Maßnahmen, die helfen.

Medien: Madrid will Ausgangssperre verlängern

Zur Eindämmung der Corona-Krise will die spanische Regierung nach Medienberichten den Notstand und die Ausgangssperre im ganzen Land um zwei Wochen bis zum 12. April verlängern.

Das habe Ministerpräsident Pedro Sánchez den Regionalpräsidenten am Sonntag bei einer Videokonferenz mitgeteilt, berichteten der staatliche Fernsehsender RTVE und die Zeitungen „El País“ und „El Mundo“ unter Berufung auf Regierungskreise. Eine Verlängerung des sogenannten Alarmzustandes, der dritthöchsten Notstandsstufe, muss allerdings vom Parlament gebilligt werden.

Der derzeit geltende landesweite Notstand mit einer 15-tägigen Ausgangssperre war in Spanien am vorigen Sonntag in Kraft getreten. Bei Zuwiderhandeln drohen Geldbußen oder sogar Haftstrafen. Nach Italien ist Spanien das von der Krise am schwersten betroffene Land Europas. Bis Samstag meldete das Gesundheitsministerium in Madrid fast 25 000 Infizierte – 5000 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten kletterte auf mehr als 1300 nach etwa 1000 am Freitag.

Regierung plant Nachbesserungen bei Krediten

Die Bundesregierung plant in der Coronavirus-Krise Nachbesserungen bei Kredit-Sonderprogrammen für mittelständische und große Unternehmen. Demnach soll die staatliche Förderbank KfW bei Betriebsmittelkrediten statt wie bisher 80 Prozent nun 90 Prozent des Kreditrisikos übernehmen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Kreisen des Wirtschaftsministeriums erfuhr.

Rückläufige Fallzahlen, aber KEINE Entwarnung

In Deutschland sind am Sonntag erneut weniger Neuansteckungen durch das Coronavirus gemeldet worden. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag 18 610 Infizierte, das waren 1948 mehr als am Vortag. Damit sind die Neuansteckungen den vierten Tag in Folge rückläufig, am Samstag war die Zahl der Krankheitsfälle noch um 2705 gewachsen. Allerdings warnte das Institut, am Wochenende seien nicht aus allen Ämtern Daten übermittelt worden, so dass der tatsächliche Anstieg der Fallzahlen höher liegen könne als gemeldet. „Die Daten werden am Montag nachübermittelt“, erklärte das RKI. Die Zahl der Toten nannte das Institut am Sonntag mit 55, verglichen mit einem für den Samstag gemeldeten Anstieg um 15 auf 46. Dazu teilte das Institut mit, ein Patient sei am Samstag fälschlicherweise als verstorben gemeldet worden.

Neue Zahlen! Wo sind wieviele Menschen infiziert?

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Sonntag mit 18 610 angegeben – ein Plus von 1948 seit dem Vortag.

Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 22364 Infizierte.

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 55 Todesfälle, die JHU 84 Tote.

Für die einzelnen Bundesländer übermittelte das RKI die folgenden Zahlen (Infizierte / Differenz zum Vortag / Tote):
Baden-Württemberg: 3807 / +139 / 21
Bayern: 3650 / +690 / 21
Berlin: 1024 / +158 / 1
Brandenburg: 274 / +20 / 0
Bremen: 165 / +23 / 0
Hamburg: 872 / +285 / 0
Hessen: 1175 / +95 / 2
Mecklenburg-Vorpommern: 172 / +7 / 0
Niedersachsen: 1306 / +283 / 1
Nordrhein-Westfalen: 3545 / +3 / 6
Rheinland-Pfalz: 1053 / +115 / 2
Saarland: 187 / +0 / 0
Sachsen: 606 / +39 / 0
Sachsen-Anhalt: 211 / +23 / 0
Schleswig-Holstein: 347 / +39 / 1
Thüringen: 216 / +29 / 0
Gesamt: 18.610 / +1948 / 55

Das Klinikum Offenburg sucht händeringend Helfer!

Das Klinikum Offenburg (Baden-Württemberg) ist am Limit – und richtet diesen Appell an die Öffentlichkeit: Dringender Appell an euch!
Wir benötigen im Klinikum Offenburg dringend helfende Hände.
Ob mit oder ohne medizinische Erfahrung spielt keine Rolle.
Es gibt Bedarf in der Küche, an der Pforte, Essen verteilen, Betten schieben. Und wer medizinische Kenntnisse hat im pflegerischen Bereich.
Wer jemand kennt, der jetzt z.Bsp.in Kurzarbeit ist, bitte melden. Per E-Mail: Anja.Briese@ortenau-klinikum.de oder telefonisch 0781 472 1075
Bitte weiterleiten. Vielen Dank und bleibt gesund.

Gemeinsam Musizieren entspannt und stärkt Immunabwehr

Wer zurzeit mit einer schweren Grippe oder sogar einer Coronavirus-Infektion flach liegt, den werden diese Zeilen kaum trösten. Für alle, die fit sind und jetzt versuchen, gesund durch die schwere Zeit zu kommen, ist es ein toller Tipp: Gemeinsam musizieren stärkt die Immunabwehr!

Mehr als 1000 Corona-Fälle in Berlin nachgewiesen

In Berlin haben sich mehr als 1000 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert. In der Hauptstadt habe es bis Samstagnachmittag 1025 bestätigte Fälle gegeben, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit mit. Das waren 157 Fälle mehr als am Vortag.

39 Menschen werden zur Zeit in Krankenhäusern behandelt, 14 von ihnen wegen schwerer Verläufe auf Intensivstationen. Ein hochbetagter Berliner Patient mit Vorerkrankungen, der mit Sars-CoV-2 infiziert war, ist gestorben.

Eine Häufung von bestätigten Ansteckungen gibt es in den Berliner Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf (136), Mitte (133) und Friedrichshain-Kreuzberg (118). Die meisten Infizierten sind zwischen 25 und 60 Jahre alt.

Gabenzaun: Sammelaktion für Obdachlose

Am Wismarplatz in Berlin-Friedrichshain werden spontan Lebensmittel (zum sofortigen Verzehr), Hygieneartikel, Hundefutter und saubere Kleidung für obdachlose Menschen gesammelt.

Bundeswehr liefert Schutzmasken an Kreis Heinsberg

Die Bundeswehr hat am Sonntagmorgen damit begonnen, Nothilfe an den von der Ausbreitung der Corona-Krise besonders betroffenen Kreis Heinsberg zu leisten. Dazu übergaben Soldaten den Hilfskräften in Erkelenz 3000 Atemschutzmasken und 15000 Mund- und Nasenschutzmasken sowie 8000 Kittel. Außerdem stellte die Bundeswehr zwei Beatmungsgeräte für Intensivstationen zur Verfügung, wie das Landeskommando NRW der Bundeswehr mitteilte.

Der Landkreis an der Grenze zu den Niederlanden gehörte schon früh zu den Brennpunkten der Infektionswelle und hatte die Bundeswehr um Hilfe gebeten. Das Material hatten die Streitkräfte in mehreren Standorten in Deutschland zusammengestellt und mit Lastwagen in Richtung Heinsberg gefahren.

Britisches Gesundheitssystem könnte überwältigt werden

Eine ungebremste Ausbreitung des Virus in Großbritannien würde nach den Worten von Premierminister Boris Johnson das staatliche Gesundheitssystem NHS überfordern.

„Wenn wir nicht zusammenarbeiten, wenn wir nicht die heldenhafte und gemeinsame nationale Leistung vollbringen, die Ausbreitung zu verlangsamen – dann ist es nur zu wahrscheinlich, das unser NHS in ähnlicher Weise überfordert wird“, sagte Johnson mehreren Sonntagszeitungen zufolge mit Verweis auf die Lage in Italien. „Wir sind nur Wochen – zwei oder drei – hinter Italien“, fügte er hinzu.

Saarland kündigt scharfe Polizeikontrollen an

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans hat Polizeikontrollen zur Einhaltung der wegen der Coronavirus-Pandemie verfügten Ausgangsbeschränkung angekündigt. Es gebe noch immer vor allem junge Menschen, die meinten, sie müssten Party machen und sich treffen, sagte Hans am Sonntag in einer via Twitter verbreiteten Videobotschaft. „Das geht nicht. Deswegen wird die saarländische Polizei hart durchgreifen. Wir werden Versammlungen auseinander bringen und wir werden Verstöße gegen unsere Regeln auch zur Anzeige bringen“, verkündete der CDU-Politiker.

Drosten: Ein Jahr lang kein Profi-Fußball!

Der deutsche Profifußball muss sich darauf einstellen, dass seine schlimmsten Befürchtungen wahr werden. „Ich glaube überhaupt nicht daran, dass wir in irgendeiner absehbaren Zeit wieder Fußballstadien voll machen. Das ist überflüssig. Das wird es bis nächstes Jahr um diese Zeit nicht geben“, erklärt der renommierte Virologe Christian Drosten in einem „Stern“-Interview.

Der Leiter der Virologie der Charité in Berlin erwartet in Sachen Freizeitaktivitäten auf absehbare Zeit keine Rückkehr zur Normalität in öffentlichen Einrichtungen. “Auf Dinge, die schön sind, aber nicht systemrelevant, wird man lange verzichten“, vermutet Drosten. Lediglich bei Maßnahmen wie Schulschließungen werde vermutlich in näherer Zukunft zu prüfen sein, ob diese wirklich den gewünschten Effekt erzielt hätten.

Uniklinik Würzburg: Kampf in Pflegeheim schwieriger

Das Universitätsklinikum Würzburg hat ein Pflegeheim in Schutz genommen, in dem neun Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind. „Die Infektionswelle hat die Altenpflegeeinrichtung getroffen, als Covid-19 in Deutschland noch eine Rarität war“, heißt es in einer Mitteilung vom Samstagabend.

Alle hygienisch notwendigen Maßnahmen würden ergriffen – „aber natürlich ist der Kampf der Ärzte und des Pflegepersonals gegen die Krankheit in einem Pflegeheim noch weitaus schwieriger als in den rund um die Uhr mit ärztlichem und pflegerischem Fachpersonal für Infektionskrankheiten ausgestatteten Kliniken“.

Auf der Infektionsstation der Uniklinik werden demnach derzeit fünf Patienten aus dem Heim behandelt. Zehn weitere Bewohner des Heimes seien positiv getestet und bedürften umsichtiger Pflege. „Wir stehen bereit, wenn eine stationäre Behandlung notwendig wird, aber Hut ab vor dem Team des Pflegeheimes, das solche Leistungen erbringt, stets selbst auch bedroht von der Infektion, die aber bei Jüngeren meist nicht so schwer verläuft“, sagte der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Würzburg, Georg Ertl, laut Mitteilung.

Eine Milliarde Inder bleibt zu Hause

Mehr als eine Milliarde Menschen haben in Indien den Sonntag bei einer landesweiten Ausgangssperre zu Hause verbracht. Premierminister Narendra Modi hatte angesichts der Corona-Krise eine auf 14 Stunden begrenzte Ausgangssperre von 7 bis 21 Uhr ausgerufen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Zugleich sollte die Zeit genutzt werden, Indiens Kapazitäten im Kampf gegen die Pandemie besser einzuschätzen. In Indien sind laut offiziellen Zahlen bisher 315 Menschen an dem Virus erkrankt, vier Personen daran gestorben.

Gericht: Anwohnerin muss Corona-Anlaufpraxis dulden

Die Stadt Bremerhaven darf nach einem Beschluss des Bremer Verwaltungsgerichtes ihre neue Anlaufpraxis für möglicherweise mit Corona infizierte Menschen errichten.

Damit scheiterte eine Anwohnerin mit einem am Freitag gestellten Eilantrag. Sie wollte sich gegen die von einer Querstraße getrennt in der Nachbarschaft liegende Praxis wehren, wie das Gericht am Sonnabend mitteilte. Die Anwohnerin habe zugleich Klage erhoben. Sie sehe durch die Praxis ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit verletzt auch weil sie selbst zur Risikogruppe gehöre. (AZ: 5 V 533/20)

Nach Ansicht des Gerichtes steigert die Praxis in der Nähe nicht unzumutbar das Infektions-Risiko für die Klägerin. Insofern könne keine Beeinträchtigung ihrer Grundrechte gesehen werden.

Warnung an Senioren vor Enkeltrick in Corona-Variante!

Allen Warnungen der Polizei zum Trotz ist eine 83 Jahre alte Frau in Mannheim Corona-Trickbetrügern auf den Leim gegangen und um einen fünfstelligen Geldbetrag betrogen worden. Die unbekannten Täter nutzen den sogenannten Enkeltrick bereits seit einigen Tagen in einer neuen Variante: Sie geben sich dabei zum Beispiel als infizierte vermeintliche Angehörige aus und ziehen alten Menschen für angebliche Behandlungskosten das Geld aus der Tasche.

Auch die Frau in Mannheim wurde wegen einer angeblichen finanziellen Notlage von einer Anruferin um Hilfe gebeten, da diese sonst festgenommen werden würde. Der Trick: Die 83-Jährige sollte das Geld vor die Tür legen, denn die Anruferin werde einen Fahrer schicken, der aber aus Angst vor dem Coronavirus nicht klingeln werde. Zu spät kamen der Seniorin Zweifel – als sie die Polizei einschaltete, war das Päckchen bereits fort.

Der Präsident des Landeskriminalamtes (LKA), Ralf Michelfelder, rät, niemals Fremden Eigentum auszuhändigen. Die älteren Menschen sollten darauf bestehen, dass die Anrufer selbst ihren Namen sagen anstatt sich dazu verleiten zu lassen, den Namen von Enkeln oder Neffen und Nichten zu erraten. Hilfreich sei auch, nach Begebenheiten zu fragen, die nur echte Verwandte wissen. Weitere Empfehlung des LKA-Chefs: Details zu Verwandtschafts- und Vermögensverhältnissen nie preisgeben und es der Polizei unter 110 melden, wenn ein Betrug vermutet wird.

Türkei zählt 21 Todesopfer

Die Zahl der Coronavirus-Fälle in der Türkei ist erneut sprunghaft gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden stieg die Zahl der positiv Getesteten um 277 auf 947, wie Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Samstagabend auf Twitter mitteilte. Zwölf Menschen starben demnach an einem Tag an Covid-19, damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf 21.

Es handele sich um alte Menschen, teilte Koca mit, ohne weitere Details zu nennen. Innerhalb von 24 Stunden seien rund 3000 Menschen getestet worden.

Mäzen Hopp lobt Fußball-Bosse für ihr Handeln

Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp hat die Spitze des deutschen Fußballs für ihren Umgang mit der Coronakrise gelobt. „Mit dem Wissen von heute bleibt festzustellen, dass DFL und DFB verantwortungsvoll handeln, weil sie das Mögliche versuchen, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten, damit die Vereine zumindest die budgetierten Einnahmen aus dem TV-Geld erhalten“, sagte der 79 Jahre alte Unternehmer der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Der Milliardär, mit dessen Unterstützung die TSG Hoffenheim einst den Aufstieg in die Bundesliga geschafft hatte, hat inzwischen auch seine Ablehnung von Geisterspielen aufgegeben. Ihm sei „die Abhängigkeit zwischen den absolvierten Spieltagen und der Auszahlung des Fernsehgeldes in dieser Form nicht bewusst“ gewesen, sagte Hopp. Er verwies auf die hohe Verantwortung von Deutscher Fußball Liga und Deutschem Fußball-Bund für fast 60 000 Arbeitsplätze, die in Deutschland am Profifußball hängen.

Ausgangssperre? Heute entscheidet es sich

Heute um 14 Uhr zieht Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU) gemeinsam mit den 16 Ministerpräsidenten der Länder Bilanz!

▶︎ Halten sich die Bürger freiwillig an die Regeln – möglichst zuhause bleiben, Abstand halten, keine Corona-Partys.

▶︎ Oder muss es härtere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus geben?

Heißt: Sollten sich die Deutschen am Wochenende nicht einsichtig genug gezeigt haben, drohen bundesweite Ausgangssperren!

Hier geht’s zum kompletten Artikel!

Hoher Millionenschaden für deutsche Profi-Ligen

Die Liga-Chefs im deutschen Handball, Basketball und Eishockey rechnen zusammen mit einem hohen Millionenschaden durch den Ausbruch der Coronavirus-Pandemie.

„Je nach Szenario“, sagte BBL-Chef Stefan Holz (52) der „Bild am Sonntag“, kalkuliere die Basketball-Bundesliga mit einem Minus von „bis zu 25 Millionen Euro“. Frank Bohmann (55) sprach für die Handball-Bundesliga von „einer ähnlichen Größenordnung“, Gernot Tripcke (52) äußerte für die Eishockey-Bundesliga, der Umsatzausfall liege bei „bis zu 15 Millionen Euro“. Lesen Sie hier den ganzen Artikel!

Erste Corona-Fälle im Gaza-Streifen

Das Coronavirus ist auch im blockierten Gazastreifen angekommen: Bei zwei Palästinensern wurde das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen. Es handele sich um zwei Rückkehrer aus Pakistan, teilte das Gesundheitsministerium in der Nacht zum Sonntag mit.

Eine starke Ausbreitung in dem dicht besiedelten Küstenstreifen, in dem zwei Millionen Menschen unter prekären Umständen leben, gilt als Horrorszenario.
Nach Angaben von Jussef Abu al-Risch, Generaldirektor des Gesundheitsministeriums in Gaza, reisten die Infizierten über Ägypten in das Palästinensergebiet ein. Sie seien in einer Anlage am Rafah-Grenzübergang unter Quarantäne gestellt worden.

Gottesdienste heute per Livestream oder Podcast

Aufgrund der aktuellen Corona-Krise finden keine öffentlichen Gottesdienste in den Kirchen in Deutschland statt. Aber es gibt viele andere Möglichkeiten, trotzdem Gottesdienst zu feiern.

Evangelische Kirche in Deutschland“ hat einige Angebote für den 22. März, den Sonntag Lätare, zusammengestellt (siehe Link). Zum Beispiel einen Online-Gottesdienst des Berliner Doms (11 Uhr), der auf der Facebookseite des Gotteshauses verfolgt werden kann.

Netflix beschränkt Bandbreite in ganz Europa

Die Online-Videothek Netflix will in ganz Europa ihre Übertragungsgeschwindigkeiten drosseln, um die wegen der Corona-Krise besonders belasteten Internet-Kapazitäten zu schonen.

Für die kommenden 30 Tage würden die Streaming-Bandbreiten gesenkt, Zuschauer könnten deshalb leichte Qualitätseinbußen bemerken. Wegen der Virus-Pandemie arbeiten viele Menschen online von zuhause aus, was die Leitungskapazitäten stark belastet.

Maas will Rückholung von Urlaubern erleichtern

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat Probleme bei der Rückholung von Urlaubern nach Deutschland eingeräumt und eine bessere europäische Abstimmung zugesagt. Leider könne nicht in allen Fällen innerhalb kürzester Zeit Abhilfe geschaffen werden, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Oft stehe die Regierung bei der Rückholaktion vor großen Herausforderungen, damit die Menschen in den jeweiligen Ländern überhaupt die Flughäfen erreichen könnten. Auch der inländische Reiseverkehr sei vielerorts zum Erliegen gekommen. Seit Beginn der Woche seien über 100 000 Deutsche nach Hause zurückgekehrt. Viele weitere hätten sich registriert und warteten auf Flugmöglichkeiten.

Drei Monate! Briten mit Vorerkrankungen bleiben Zuhause

Wegen der Coronavirus-Pandemie sollen in Großbritannien bis zu 1,5 Millionen Menschen, die wegen Vorerkrankungen als besonders anfällig gelten, mindestens drei Monate zuhause bleiben.

Die britischen Gesundheitsbehörden forderten Menschen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko am Sonntag auf, „zusätzliche“ Maßnahmen zu ergreifen, um sich selbst „abzuschirmen“.

„Die Menschen sollten zuhause bleiben, unser staatliches Gesundheitssystem schützen und Leben retten“, erklärte Robert Jenrick, Staatssekretär für kommunale Angelegenheiten. Die Aufforderung gilt unter anderem für Blut- oder Knochenkrebspatienten sowie für Menschen, die unter Mukoviszidose leiden oder Patienten nach einer Organtransplantation.

In Thailand steigen die Infektionen sprunghaft an

In Thailand ist die Zahl der Infektionen sprunghaft angestiegen. Sie legte um 188 auf 599 zu, wie die Behörden mitteilen. Es ist der bislang größte Zuwachs an einem Tag in dem asiatischen Land.

„Die meisten der neuen Fälle wurden in Bangkok gefunden und waren unter jungen Menschen, die weiterhin soziale Aktivitäten haben, was zu weiteren Infektionen führen kann“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsminsteriums. Er forderte die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben. Bislang gibt es einen Todesfall in Thailand wegen des Coronavirus.

Auch Kuba schickt Ärzteteam nach Italien

Kuba hat am Sonntag ein Ärzteteam nach Italien geschickt, dass die Kollegen bei ihrem Kampf gegen das Coronavirus unterstützen soll. Die 52 Ärzte und Krankenpfleger sollten in der Lombardei, dem aktuellen Brennpunkt der Corona-Krise, eingesetzt werden, teilte das Gesundheitsministerium in Havanna mit. In Kuba selbst sind nach offiziellen Angaben aktuell 20 Menschen mit dem Virus infiziert, eine Person starb.

Coronavirus lässt Stromverbrauch sinken

Werksschließungen und Produktionseinschränkungen in der Industrie wegen der Coronavirus-Krise werden nach Einschätzung der Energiebranche auch zu einem spürbaren Rückgang des Stromverbrauchs in Deutschland führen.

Die Großhandelspreise für Strom seien bereits deutlich gefallen, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BdEW) mit. An der Strombörse seien die Preise für Lieferungen im April innerhalb einer Woche um fast 30 Prozent gesunken. Der meiste in Deutschland verbrauchte Strom wird allerdings über längerfristige Verträge und damit zu festgeschriebenen Preisen verkauft. „Der Preisverfall am Spotmarkt hat zunächst keinen großen Einfluss auf den Strompreis für den Endverbraucher“, sagte ein Sprecher des Strompreis-Vergleichsportals Verivox. „Im Gegenteil: Die Strompreise haben in Deutschland im März mit 30,14 Cent pro Kilowattstunde ein neues Rekordhoch erreicht.“

Ausgangssperre für eine Milliarde Menschen in Indien

Über eine Milliarde Menschen müssen den Sonntag in Indien bei einer landesweiten Ausgangssperre zu Hause verbringen.

Premierminister Narendra Modi (69) hatte angesichts der Corona-Krise für das Land eine auf 14 Stunden begrenzte Ausgangssperre von 7 bis 21 Uhr (Ortszeit) ausgerufen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Zugleich sollte die Zeit genutzt werden, Indiens Kapazitäten im Kampf gegen die Pandemie besser einzuschätzen. „Lasst uns alle Teil dieser Ausgangssperre werden, die zusätzliche gewaltige Kraft im Kampf gegen die Covid-19-Bedrohung verleihen wird“, twitterte Modi kurz vor Beginn der Ausgangssperre. „Die Schritte, die wir jetzt ergreifen, werden uns in Zukunft helfen. Bleiben sie drinnen und gesund.“

In Indien sind aktuell 315 Menschen an dem Virus erkrankt, vier Personen sind bisher daran gestorben.

Ausgangssperre in El Salvador

Zur Eindämmung des Coronavirus verhängt El Salvador eine 30-tägige Ausgangssperre.

Damit solle die weitere Ausbreitung des Virus möglichst verlangsamt werden, teilte die Pressestelle von Präsident Nayib Bukele (38) am späten Samstagabend (Ortszeit) auf Twitter mit. „Niemand darf sein Heim verlassen“, wurde der Präsident des mittelamerikanischen Staats zitiert. Ausnahmen gebe es lediglich zum Einkaufen und für bestimmte Arbeiten.

Anstieg von Coronavirus-Importen in China

Die Gesundheitsbehörden in China haben einen erneuten Anstieg sogenannter Coronavirus-Importe registriert. Nach 41 neuen Fällen am Samstag gab es am Sonntag 46 neue Fälle, bei denen es sich ausschließlich um Reisende handelt, die jüngst aus dem Ausland zurückgekehrt sind. In diesem Zusammenhang standen sechs Todesfälle, wie die Gesundheitskommission in Peking mitteilte. Dazu kam nach offizieller Darstellung eine neue Infektion mit dem Coronavirus, die im Inland übertragen wurde.

In der gesamten Volksrepublik sind demnach 3261 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Peking hat inzwischen Maßnahmen in Gang gesetzt, um eine sogenannte zweite Welle von Infektionen zu verhindern. Unter anderem verhängte die Regierung eine Quarantäne für alle, die aus dem Ausland in die Hauptstadt einreisen wollten. Auch wurden einige Flüge mit Ziel Peking umgeleitet.

Australien-Premier Morrison kündigt drastische Maßnahmen an

Australien steht wegen des Coronavirus vor weiteren Einschränkungen. Premierminister Scott Morrison (51) forderte die Australier auf, alle unnötigen Reisen im Inland zu unterlassen. Gleichzeitig kündigte er drastische Maßnahmen im Bereich der sozialen Distanz an, um die Menschen dazu zu bringen, voneinander Abstand zu halten. Zudem wollte er strikte Ausgangssperren in besonders betroffenen Gebieten nicht ausschließen.

Morris kündigte am Sonntag ein zweites wirtschaftliches Rettungspaket mit einem Umfang von 66 Milliarden australischer Dollar (35,7 Mrd Euro) an. Mit den Geldern soll vor allem kleineren Betrieben geholfen werden, das nächste Halbjahr zu überstehen.

China schickt medizinische Hilfe für Tschechien

Tschechien hat in der Nacht zum Sonntag rund 100 Tonnen dringend benötigte medizinische Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus aus China erhalten.

Der Riesenflieger Antonow An-124 landete kurz vor Mitternacht auf dem Flughafen von Pardubice. An Bord waren nach Medienberichten unter anderem zwei Millionen Schutzmasken, 200 000 Schnelltests und 120 000 Schutzanzüge. In den nächsten Tagen seien zwei weitere Lieferungen mit Hilfsgütern aus China vorgesehen. Das Material soll umgehend landesweit an die Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen verteilt werden, sagte Innenminister Jan Hamacek (41). In Tschechien wurden bisher 995 Infektionen mit dem Coronavirus registriert.

Putin schickt Ausrüstung und Spezialisten nach Italien

Angesichts der Corona-Krise in Italien hat Russland die Entsendung von Spezialisten und medizinischer Ausrüstung in das EU-Land angekündigt. Wie der Kreml am Samstag mitteilte, sicherte Staatschef Wladimir Putin (67) in einem Telefonat mit dem italienischen Regierungschef Giuseppe Conte (55) zu, Italien Schutzausrüstung, mobile Desinfektionssysteme und medizinische Ausrüstung zur Verfügung zu stellen. Außerdem schicke Russland „Spezialisten als praktische Hilfe in die am stärksten betroffenen Gebiete“ Italiens.

Putin und Conte vereinbarten dem Kreml zufolge in dem Telefonat „eine direkte Zusammenarbeit im Kampf gegen das Corona-Virus“.

Trump will Malaria-Medikament „SOFORT“ einsetzen

US-Präsident Donald Trump (73) wirbt mit Nachdruck für den Einsatz eines Malaria-Medikaments bei der Behandlung von Corona-Erkrankten.

Der Wirkstoff Chloroquin könne in Kombination mit dem Antibiotikum Azithromycin „einer der größten Durchbrüche der Geschichte der Medizin sein“, warb Trump. Die Kombination solle „SOFORT“ eingesetzt werden, forderte er am Samstag über Twitter. „Was haben wir zu verlieren?“, fragte er im Anschluss bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Kritiker warnen jedoch, dass der Einsatz eines Medikaments für einen neuen Zweck nie ohne Risiken sei. Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci (79), bemühte sich im Weißen Haus, Trumps Begeisterung zu relativieren: Es gebe bislang nur vereinzelte Berichte über eine Wirksamkeit des Medikaments, aber keine ernsthaften klinischen Studien. Fauci zufolge gehe es jetzt darum, das Medikament kontrolliert und begrenzt einzusetzen, um Daten über die Wirksamkeit zu gewinnen.

Hollywood-Star Debi Mazar infiziert

US-Schauspielerin Debi Mazar (55, „Good Fellas“, „Entourage“) ist mit dem Coronavirus infiziert. Das gab die in New York lebende zweifache Mutter am Samstag auf Instagram bekannt. Sie hebe das Testergebnis nach fünftägiger Wartezeit in Selbstisolierung mit ihrer Familie erhalten.

Auch ihr Mann und ihre Töchter hätten vor einem Monat Symptome wie Halsschmerzen, Husten und leichtes Fieber gehabt, es aber als Erkältung abgetan. Bei ihr seien die Beschwerden Mitte März mit Gliederschmerzen und hohem Fieber wiedergekommen. Es sei schwierig gewesen, einen Test für Coronavirus zu bekommen. Ein Arzt habe ihr gesagt, dass sie nicht die notwendigen Kriterien erfülle, etwa Kontakt mit einem Kranken oder eine Auslandsreise. Schließlich habe sie in einer Ambulanz den Test auf Covid-19 erhalten.

Wahlen in Bolivien auf unbestimmte Zeit verschoben

Die für den 3. Mai geplante Präsidentschaftswahl, die in Bolivien die Staatskrise beenden sollte, ist wegen der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Das teilte das Oberste Wahlgericht des südamerikanischen Landes mit. Zur Festlegung eines neuen Wahltermins solle ein „breiter und pluralistischer Dialog mit allen politischen Organisationen“ geführt werden. Bei dem Urnengang sollen der Präsident, der Vize-Präsident sowie 36 Senatoren und 120 Abgeordnete gewählt werden.

Spaniens Ministerpräsident: Uns steht das Schlimmste noch bevor

Spanien steht in der Corona-Krise nach den Worten von Ministerpräsident Pedro Sanchez (48) das Schlimmste noch bevor: „Wir haben noch nicht die Folgen der stärksten und schädlichsten Welle zu spüren bekommen, die unsere materiellen und moralischen Fähigkeiten bis an die Grenze testen wird, ebenso wie unsere Haltung als Gesellschaft.“

Spanien habe seit dem Bürgerkrieg von 1936 bis 1939, in dem rund eine halbe Million Menschen starben, keine so dramatische Situation mehr erlebt.

Erste Corona-Fälle im Gazastreifen

Wie das palästinensische Gesundheitsministerium mitteilt, gibt es auch im Gazastreifen die ersten Coronavirus-Fälle. Demnach handle es sich um zwei Menschen, die aus Pakistan über Ägypten zurückgekehrt seien. Beide befänden sich in einem Krankenhaus in Quarantäne.

Die beiden Fälle schüren die Sorge, dass sich das Virus in der überfüllten Enklave ausbreiten könne.

Premier Johnson warnt Briten vor Beispiel Italien

Großbritannien ist nach den Worten von Premierminister Boris Johnson (55) in der Virus-Krise nur „zwei bis drei Wochen“ hinter Italien zurück. Wenn nicht alle zuständigen Stellen zusammenarbeiten würden, um die Virus-Ausbreitung zu verhindern, könne das britische Gesundheitssystem überfordert werden, sagt er dem „Sunday Telegraph“.

Italien lässt „nicht lebenswichtige Unternehmen“ schließen

Die italienische Regierung lässt im Zuge der Coronavirus-Pandemie alle nicht lebensnotwendigen Produktionsaktivitäten schließen. Das verkündete Ministerpräsident Giuseppe Conte (55) am Samstagabend in einer TV-Ansprache.

Die Regierung habe entschieden, landesweit jegliche Produktion einzustellen, „die nicht ausdrücklich notwendig, entscheidend, unverzichtbar ist, um unsere grundlegenden Waren und Dienstleistungen sicherzustellen“. Zuvor hatte der italienische Zivilschutz einen Anstieg der Zahl der Todesopfer um fast 800 binnen 24 Stunden gemeldet.

Schon mehr als 300 000 Infizierte weltweit

Nach neuen Angaben der Johns-Hopkins-Universität gibt es mittlerweile 303 001 bestätigte Corona-Fälle weltweit, 22 213 davon in Deutschland.

Türkei: Zahl der Infizierten steigt auf knapp 1000

Innerhalb von 24 Stunden ist die Zahl der Infizierten in der Türkei um 277 auf 947 gestiegen. Die Zahl der Toten hat sich um zwölf auf 21 mehr als verdoppelt.

NRW verteilt Atemschutzmasken an Krankenhäuser

Mit Hilfe des Roten Kreuzes hat Nordrhein-Westfalen 113 000 Atemschutzmasken an 125 Krankenhäuser im Land verteilt. 120 Helfer und Fahrer aus 67 DRK-Kreisverbänden beteiligten sich, fuhren in der Nacht zu Samstag in Düsseldorf einen zentralen Umschlagplatz an und brachten die Schutzmasken in die Krankenhäuser.

Wegen der Corona-Krise wird in den Krankenhäusern das Schutzmaterial knapp. Das NRW-Gesundheitsministerium hatte Anfang März mitgeteilt, eine Million Schutzmasken bestellt zu haben.

Ramelow: Zu Hause bleiben hat „schon ganz gut geklappt“

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow erklärt in einem Tweet: „Es geht um die Unterbrechung der Infektionswege. Deshalb haltet Abstand, schützt Euch und bleibt einfach mehr zu Hause.“

Das habe heute „schon ganz gut“ geklappt.

Erste Corona-Patienten aus Frankreich kommen in Freiburg an

In der Uniklinik Freiburg sind die ersten schwerstkranken Patienten aus der französischen Region Elsass eingetroffen.

„Danke (Ministerpräsident) Winfried Kretschmann“, twitterte die Präsidentin des Departementrates Haut-Rhin, Brigitte Klinkert. Der „Badischen Zeitung“ sagte sie, die Uniklinik solle zwei Patienten aus dem Elsass aufnehmen, drei würden nach Heidelberg überstellt und drei weitere nach Ulm. Jeweils einer werde in Mannheim und in Villingen-Schwenningen untergebracht. Alle müssten beatmet werden.

Die französische Armee hatte zuletzt Patienten aus dem Elsass in andere Regionen des Landes ausfliegen müssen, weil die Beatmungsplätze knapp wurden. Klinkert bat daraufhin Baden-Württemberg und die Schweiz um Hilfe.

Erster Corona-Toter im Saarland

Erstmals ist im Saarland ein mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierter Mensch gestorben. Das teilte das saarländische Gesundheitsministerium am Samstagabend mit.

Spanien: Experten warnen vor Kollaps des Gesundheitssystems

69 renommierte Epidemiologen, Molekularbiologen und Wissenschaftler anderer Fachbereiche fordern eine „totale“ Isolierung der Menschen in Spanien. Das sei „unerlässlich“, weil das Gesundheitssystem in dem Land kurz vorm Kollaps stehe. Unter den bisherigen Bedingungen werde es „um den 25. März herum“ zusammenbrechen.

Es müsse darum eine noch stärkere Einschränkung der Bewegungsfreiheit angeordnet werden, schreiben die 69 Experten in einem offenen Brief. Zum Beispiel solle nicht mehr jeder zur Arbeit fahren dürfen – das solle nur noch denjenigen gestatten sein, die in Grundversorgungssektoren arbeiten.

Die derzeit geltende Ausgangssperre in Spanien ist am vergangenen Sonntag in Kraft getreten. Sie soll mindestens 15 Tage andauern. Nach Italien ist Spanien das von der Krise am schwersten betroffene Land Europas. Bis Samstag meldete das Gesundheitsministerium fast 25 000 Infizierte – 5000 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten kletterte auf mehr als 1300 nach etwa 1000 am Freitag.

Berlin klatscht Helfern Beifall

In vielen Berliner Stadtteilen haben Menschen den Helfern in der Corona-Krise mit lautem Beifall gedankt.

Seit Tagen bekunden Bürger an vielen Orten Europas ihre Solidarität mit den Helfern, die unter schweren Bedingungen gegen eine weitere Ausbreitung des Virus kämpfen, Kranke betreuen und die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs aufrechterhalten.

Italien: Jetzt 53 578 bestätigte Infektionen

In Italien ist die Zahl der Infizierten trotz aller Anti-Corona-Maßnahmen auf 53 578 Menschen gestiegen. Das sind über 4800 mehr als am Vortag.

Die Regierung hatte erst am Freitag die Ausgangssperren noch einmal verschärft, die seit dem 10. März landesweit gelten. Regionalpolitiker im Norden fordern allerdings weitere Maßnahmen. In der besonders schlimm betroffenen Lombardei sind Fabriken noch geöffnet, in die die Menschen zum arbeiten gehen.

Die allermeisten Todesopfer sind über 70 Jahre alt, viele litten an einer oder mehreren Krankheiten, zum Beispiel an Diabetes, Krebs oder Atemwegsproblemen. Allerdings warnen Experten auch, dass die Krankheit bei jüngeren Menschen einen schweren Verlauf nehmen kann.

Die Zahl der Toten (aktuell 4825) ist in Italien im Vergleich zu den offiziell gemeldeten Infizierten auffällig hoch.

Unklar ist die genaue Ursache dafür. Es könnte mehrere Gründe geben: Unter anderem gehen Experten davon aus, dass die Dunkelziffer bei den Infizierten wesentlich höher ist, viele mild oder symptomlos verlaufende Fälle werden nicht erfasst. Daher ergibt sich eine höhere Sterberate als zum Beispiel in China oder auch in Deutschland, wo mehr getestet wird.

Am schlimmsten betroffen sind die Provinzen Bergamo und Brescia. In Bergamo können die Toten seit Tagen nicht mehr alle in die örtlichen Krematorien gebracht werden. Am Samstag transportierte daher erneut das Militär Dutzende Särge in andere Städte.

„Wir hoffen, dass wir bald Licht am Ende des Tunnels sehen, bisher sehen wir es noch nicht“, sagte Bürgermeister Giorgio Gori. Experten gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Opferzahlen immer noch nicht erreicht ist.

Frankreich: Opferzahl steigt auf 562

In Frankreich ist die Zahl der Coron-Toten um 112 auf 562 angestiegen. Dies teilte das Gesundheitsministerium in Paris mit. Nach Zahlen vom Samstag gibt es 14 459 bestätigte Infektionen, 1847 mehr als am Vortag. Frankreich hatte am Dienstag eine Ausgangssperre verhängt.

Juve-Stürmerstar positiv getestet

Bei Facebook teilte Paulo Dybala (26) mit: Sowohl er als auch seine Freundin hätten sich mit SARS-Cov-2 infiziert. Zum Glück gehe es ihnen aber beiden gut, schrieb der Stürmerstar von Juventus Turin. Nach Daniele Rugani und Blaise Matuidi ist er der dritte Juve-Spieler, der sich angesteckt hat.

Russland schickt Italien Hilfe

Russland schickt wegen der dramatischen Lage in Italien medizinische und personelle Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus. Auf Bitten Italiens sollen unter anderem Schutzausrüstungen, mobile Versorgungsstationen und Mittel für eine großflächige Desinfektion von Verkehrsmitteln und Gebieten bereitgestellt werden.

Das teilte der Kreml am Samstagabend mit, nachdem Putin den italienischen Regierungschef Giuseppe Conte angerufen hatte. Russland selbst hat bisher nach offiziellen Angaben vergleichsweise wenige Coronavirus-Fälle – mit Stand Samstagabend waren es landesweit rund 300.

Neben medizinischer und anderer Ausrüstung komme auch eine Brigade mit russischen Spezialisten in die besonders vom Coronavirus betroffenen italienischen Gebiete, hieß es weiter in der Mitteilung des russischen Präsidentenamtes.

England: Zahl der Toten steigt auf 220

Die Zahl der Virus-Toten in England hat sich binnen 24 Stunden um 53 auf 220 erhöht. Die Verstorbenen seien in einem Alter zwischen 41 und 90 Jahren gewesen und hätten alle zuvor bereits unter Grunderkrankungen gelitten, teilen die Behörden mit.

Corona-Angst! ISS-Astronauten vor Raumflug in Komplett-Isolation

Corona macht auf der Erde schon genug Ärger, da soll das Virus nicht auch noch an Bord der Internationalen Raumstation ISS gelangen.

Die beiden Russen Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner sowie der Nasa-Astronaut Christopher Cassidy sind deshalb vor ihrem geplanten Start ins All (9. April) in komplette Isolation gekommen. Die Gesundheit der Experten, die auf dem Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan die 63. ISS-Expedition vorbereiten, werde täglich gecheckt, teilte das Zentrum für die Vorbereitung der Kosmonauten laut Agentur Interfax mit.

  • Unter dieser Hotline können Sie in der Krise helfen!

    Unter dem Motto „Einkaufshilfe. Jetzt Corona ausbremsen!“ ist am Samstag das Nachbarschaftsportal „nebenan.de“ an den Start gegangen.

    Ziel ist es, noch mehr Menschen unkomplizierte Nachbarschaftshilfe zu ermöglichen und auch Menschen ohne Internetzugang zu erreichen. Auf www.nebenan.de kann man sich registrieren, um alten, hilfsbedürftigen und erkrankten Menschen zu helfen.

    Zudem steht Interessierten die Hotline 0800 8665544 zur Verfügung.

    Anrufer hinterlassen ihre Telefonnummer, Postleitzahl (PLZ) und die Kategorie der gewünschten Hilfeleistung (z.B. Einkaufshilfe, Haushalt, Haustiere). Das Gesuch wird automatisch im entsprechenden PLZ-Gebiet veröffentlicht. Hilfe-Gesuche werden auf die neue Hilfe-Seite aufgenommen, die nach Postleitzahlen sortiert ist.

    Adressverifizierte Nachbarn können auf Gesuche reagieren und direkt Kontakt aufnehmen.

    Sawsan Chebli, Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement des Landes Berlin, zum Launch der Hotline:

    Das neue Angebot von www.nebenan.de kommt zum richtigen Zeitpunkt. Überall starten Bürgerinnen und Bürger Hilfen für Mitmenschen in ihrer Nachbarschaft. Aus den Anfängen vor ein paar Tagen ist eine richtige Welle der Hilfsbereitschaft geworden. Diese Solidarität ist großartig. Und in ihr liegt eine große Kraft in diesen Tagen, um mit der Krise fertig zu werden. Jetzt geht es darum, schnell den Kontakt zwischen Freiwilligen und Menschen herzustellen, die Hilfe brauchen. Die Hotline von www.nebenan.de und seinen Partnern leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Danke an alle Beteiligten!

Italien: Fast 800 Tote an einem Tag

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie hat Italien an nur einem Tag 793 Tote vermeldet und damit so viele wie seit dem Ausbruch in dem Land nicht. Insgesamt stieg die Zahl der Toten auf 4825, teilte der Zivilschutz am Samstag in Rom mit.

Bayerns Innenminister: „Die meisten verhalten sich kooperativ“

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat ein Zwischenfazit zu den verhängten Ausgangsbeschränkungen gezogen:

Die meisten Menschen in Bayern verhalten sich kooperativ und befolgen die vorläufigen Ausgangsbeschränkungen, die in der gestern bekannt gemachten Allgemeinverfügung zur Eindämmung der Corona-Pandemie angeordnet wurden.

In einigen Fällen habe die Bayerische Polizei kleinere Personengruppen festgestellt. Zu besonderen Problemen sei es bislang nicht gekommen. Auch das aktuell nasskalte Wetter sei hilfreich gewesen. Herrmann: „Es geht jetzt darum, das öffentliche Leben so weit wie möglich zu beschränken. Die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen ist unerlässlich, um die Corona-Pandemie einzudämmen.“

Türkei: Weitreichende Ausgangsbeschränkungen ab Mitternacht

Das türkische Innenministerium hat weitreichende Ausgangsbeschränkungen im ganzen Land verkündet. Sie gelten ab Mitternacht für Menschen, die älter als 65 Jahre sind, und chronisch Kranke.

Zuvor hatte die Türkei nach Angaben des Auswärtigen Amts in der Nacht zu Samstag den direkten Flugverkehr nach Deutschland nahezu vollständig eingestellt.

In der Türkei liegt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle laut Johns-Hopkins-Universität derzeit bei 670. Neun Menschen starben bisher an der Krankheit.

Lombardei: 546 Tote in 24 Stunden

Die Zahl der an einer Corona-Infektion gestorbenen Menschen in der am stärksten betroffenen italienischen Region Lombardei springt innerhalb von 24 Stunden um 546 auf 3095 Todesfälle.

Zum Vergleich: Freitag hatte die Lombardei 380 neue Todesfälle gemeldet.

Italien: Fast 800 Tote an einem Tag

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie hat Italien an nur einem Tag fast 800 Tote vermeldet und damit so viele wie seit dem Ausbruch in dem Land nicht. Insgesamt stieg die Zahl der Toten auf 4825, teilte der Zivilschutz am Samstag in Rom mit.

Leere Ostsee-Strände: Polizei schickt Touristen weg

Auf den Strandpromenaden in Mecklenburg-Vorpommern ist trotz schönen Wetters nur wenig los. Touristen von außerhalb des Bundeslandes werden von der Polizei zurückgewiesen.

Am Freitag seien 4141 Fahrzeuge kontrolliert und davon 355 zurückgeschickt worden, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums. Die Regierung stellte klar: Auch Wohnmobil-Reisende dürfen nicht kommen.

Hotels dürfen schon seit mehreren Tagen keine Touristen mehr aufnehmen. Die Restaurants müssen heute um 18 Uhr bis auf Weiteres schließen. Möglich sind lediglich Lieferdienst und Außerhausverkauf.

► Die „Ostsee-Zeitung“ mit dem Hauptsitz in Rostock kann laut Chefredakteur Andreas Ebel in nächster Zeit nicht garantieren, dass den Lesern die gedruckte Ausgabe zur Verfügung steht. „Wir bemühen uns nach Kräften“, versicherte er in der Samstags-Ausgabe des Blattes. Für den Fall der Fälle bat er die Leser um ihre E-Mail-Adresse, um ihnen auf diesem Weg aktuelle Beiträge und Informationen über Alternativen zur gedruckten Zeitung zukommen zu lassen.

Vierter Toter in Niedersachsen

Ein 66-jähriger Mann aus dem Kreisgebiet Leer ist am Samstag im Krankenhaus gestorben, wie ein Kreissprecher mitteilte. Der Mann habe eine schwere Vorerkrankung gehabt.

Türkei: Weitreichende Ausgangsbeschränkungen ab Mitternacht

Das türkische Innenministerium hat weitreichende Ausgangsbeschränkungen im ganzen Land verkündet. Sie gelten ab Mitternacht für Menschen, die älter als 65 Jahre sind, und chronisch Kranke.

Zuvor hatte die Türkei nach Angaben des Auswärtigen Amts in der Nacht zu Samstag den direkten Flugverkehr nach Deutschland nahezu vollständig eingestellt.

In der Türkei liegt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle laut Johns-Hopkins-Universität derzeit bei 670. Neun Menschen starben bisher an der Krankheit.

Erster Corona-Toter in Israel

Wie die Zeitung „Haaretz“ berichtet, ist in Israel der erste Mensch an Covid-19 gestorben: der 88-jährige Holocaustüberlebende Arie Even.

Dem Bericht zufolge litt er an Vorerkrankungen, lag seit einer Woche in kritischem Zustand im Krankenhaus.

Slowakei: Neue Regierung mit Mundschutz vereidigt

Überschattet von der Corona-Krise hat in der Slowakei die neue Regierung unter dem konservativen Unternehmer Igor Matovic ihr Amt angetreten. Bei der formellen Vereidigungszeremonie des bürgerlichen Vier-Parteien-Kabinetts durch Staatspräsidentin Zuzana Caputova in der Hauptstadt Bratislava trugen alle neuen Amtsträger einen Mundschutz.

Dieser ist nach geltenden Vorschriften zur Eindämmung der Viruserkrankung Covid-19 auch in vielen Lebensbereichen der Bürger vorgeschrieben, beispielsweise beim Betreten von Amtsgebäuden oder in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Lombardei: 546 Tote in 24 Stunden

Die Zahl der an einer Corona-Infektion gestorbenen Menschen in der am stärksten betroffenen italienischen Region Lombardei springt innerhalb von 24 Stunden um 546 auf 3095 Todesfälle.

Zum Vergleich: Freitag hatte die Lombardei 380 neue Todesfälle gemeldet.

Dritter Todesfall in Niedersachsen

Im Landkreis Harburg starb in der Nacht zum Samstag ein 87-Jähriger, der nach Angaben des Kreises eine Vorerkrankung hatte und seit einigen Tagen in einem Krankenhaus behandelt wurde.

Zuvor hatte schon die Region Hannover den Tod von zwei Männern (70, 84) Jahren gemeldet.

Besucher steckt Altenheimbewohner an – tot!

Wie der Landkreis Dillingen (Bayern) mitteilte, ist bereits am Donnerstag ein chronisch kranker Bewohner einer Altenpflegeeinrichtung gestorben. Dass er mit dem Coronavirus infiziert war, bestätigte sich nach der Labordiagnose am Freitag.

„Die Übertragung der Infektion erfolgte offensichtlich über eine zwischenzeitlich positiv getestete Kontaktperson aus dem Kreis der Besucher“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Regierung will Mieter schützen, Hartz-IV-Regeln lockern

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will die Hartz-IV-Regeln lockern, Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) dafür sorgen, dass in der Corona-Krise niemand seine Wohnung verliert, weil er die Miete nicht mehr bezahlen kann.

Minister Heil zu BILD am SONNTAG:

Das hilft erst einmal, um nicht ins Bodenlose zu stürzen. Wir lassen die Menschen nicht allein, der Staat kümmert sich!

Lesen Sie hier alles zum Hartz-IV-Vorschlag von Heil – und hier alles zum geplanten Schutz für Mieter.

Corona stoppt Weltreisende, die für guten Zweck unterwegs war

De Düsseldorfer Carmen Fett (30) startete Ende März 2019 zu einer Weltreise für den guten Zweck, radelte durch 16 Länder, schaffte mehr als 10 000 Kilometer, um Spenden für hilfsbedürftige Kinder und Flüchtlinge zu sammeln.

Jetzt ist in Indien Schluss – wegen Corona! Auf Instagram schrieb die Abenteurerin: „Als Reisende haben wir uns hier nicht mehr wohl gefühlt. Einheimische schauen uns skeptisch, besorgt, ängstlich und böse an.“

Spahn will Ärzte und Pflegekräfte zwangsverpflichten können

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will laut „Frankfurter Allgemeiner Zeitung“ dem Bund im Eiltempo mehr Kompetenzen verschaffen.

Die Notfallgesetzgebung soll es in Epidemie-Zeiten unter anderem auch ermöglichen, Ärzte, Medizinstudenten, Pflegekräfte und andere Mitarbeiter im Gesundheitswesen zu verpflichten, bei der Seuchen-Bekämpfung mitzuwirken.

Alle Details zur geplanten Änderung des Infektionsschutzgesetzes lesen Sie hier!

Niedersachsen meldet die ersten beiden Toten

In Niedersachsen sind die ersten beiden Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die beiden Männer im Alter von 70 und 84 Jahren seien am Freitag gestorben, sagte eine Sprecherin der Region Hannover am Samstag.

Video: Merkel im Supermarkt – DAS kauft die Kanzlerin

Freiburger Polizei: „Betretungsverbot“ wird eingehalten

In Freiburg ist in der Nacht das sogenannte „Betretungsverbots“ in Kraft getreten. Seither darf man in der Stadt nur alleine, zu zweit oder mit der Familie unterwegs sein.

Laut Polizei halten sich die meisten dran. Nur vereinzelt gebe es Ärger. In einem Fall hätten fünf junge Männern Probleme gemacht. Einer hustete eine Polizeibeamtin an. „Gegen die beteiligten Personen werden entsprechende Verfahren wegen Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet“, hieß es in einer Polizeimeldung.

Eishockey-WM im Mai abgesagt

Die Eishockey-Weltmeisterschaft vom 8. bis 24. Mai in der Schweiz fällt aufgrund der Coronavirus-Pandemie aus. Das teilte der Weltverband am Samstag mit.

Diebe erbeuten in Kellern Toilettenpapier

Bei Kellereinbrüchen in Gotha haben Unbekannte mehrere Rollen Toilettenpapier gestohlen.

Die Täter hatten in der Nacht zum Samstag die Keller mehrerer Wohnhäuser durchwühlt, wie die Polizei mitteilte. Ob Angst vor Lieferschwierigkeiten wegen der Corona-Pandemie die Täter angetrieben hat, ist laut Polizei unklar. Zur Beute gehörten auch noch ein Glas rote Beete und eine Flasche Wein. In den vergangenen Tagen hatte es deutschlandweit Hamsterkäufe gegeben, besonders begehrt war dabei Toilettenpapier.

Karte: Warum soziale Kontakte vermieden werden müssen

So viele Menschen rufen derzeit dazu auf, Zuhause zu bleiben. Warum das so wichtig ist, sehen Sie auf unserer Karte.

Hamsterer müssen Aufschlag auf Klopapier zahlen

Ungewöhnliche Aktion eines Rewe-Händlers im Westerwaldort Rengsdorf: Der Einzelhändler Michael Glück verlangt ab der zweiten Packung Klopapier einen Aufschlag, um Hamsterkäufer abzuschrecken. Während die erste Packung noch zum Normalpreis zu haben ist, fordert er bei der zweiten eine Spende von fünf Euro und ab der dritten Packung sogar zehn Euro.

Er wolle mit seiner Aktion das Hamstern verhindern, sagte Glück. Wenn eine Lieferung den Laden erreiche, sei sie innerhalb von fünf bis zehn Minuten ausverkauft. Das führe auch zu Streit. „Es herrscht Krieg um Klopapier. Die Kunden holen sich das gegenseitig aus dem Einkaufswagen.“ Die Spenden will Glück über den Landkreis Neuwied an Corona-Helfer leiten. Seine Aktion findet im Internet großen Widerhall und Zustimmung, obwohl der Kaufmann bislang noch keinen Cent Spenden eingenommen hat. Der Grund: Er bekommt derzeit kein Klopapier geliefert.

Kreise: Bund plant 350 Mrd. Euro neue Schulden

Die Bundesregierung steuert als Folge der Virus-Krise auf eine Nettoneuverschuldung von etwa 350 Milliarden Euro zu.

Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Samstag von mehreren Stellen der Bundesregierung.

Bundeswehr hilft Kreis Heinsberg

Die Bundeswehr unterstützt ab sofort den Kreis Heinsberg im Kampf gegen das Coronavirus.

Noch am Freitag hatte Landrat Stephan Pusch (CDU) in der „Rheinischen Post“ mangelnde Unterstützung beklagt. „Wir mussten leider die Erfahrung machen, dass in den Ministerien neben zahlreichen hochkompetenten Kräften auch sehr viele Hauptbedenkenträger sitzen“, sagte er.

Wie genau die Bundeswehr helfen wird, lesen Sie in unserem Artikel.

In Spanien über 300 Corona-Tote an einem Tag

In Spanien ist die Zahl der Corona-Toten innerhalb eines Tages um mehr als 300 auf 1326 gestiegen. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle sprang bis Samstag auf 24 926, verglichen mit 19 980 bis Freitag.

Mehr als 6700 Corona-Infektionen in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen erneut deutlich gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Samstag (Stand 11.30 Uhr) gab es in NRW 6740 nachgewiesene Fälle.

▶︎ Das ist im bevölkerungsreichsten Bundesland ein Zuwachs von mehr als 1000 im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der erfassten Todesfälle in NRW stieg um 6 auf 23.

Weiterhin meldet der Kreis Heinsberg die meisten Infektionen: Die Zahl erhöhte sich innerhalb von 24 Stunden leicht von 874 auf jetzt 916. In Köln gab es 629 Fälle, am Vortag waren es 521. Coronavirus-Infektionen melden inzwischen alle 53 Kreise und kreisfreien Städte in NRW. Das Ministerium betonte, die Entwicklung sei dynamisch. Die Zahlen basierten auf aktuellen behördlichen Meldungen, die das Ministerium erhalte.

Zahl der Corona-Toten im Iran um mehr als 100 auf über 1500 gestiegen

Der Iran hat am Samstag 123 weitere Todesopfer durch die Coronavirus-Pandemie vermeldet.

Die offizielle Bilanz in dem schwer betroffenen Land stieg damit auf 1556 Tote, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Teheran erklärte. Die Zahl der Infektionen sei innerhalb von 24 Stunden um 966 auf 20 610 gestiegen.

Besonders betroffen sind die Provinzen Semnan, Ghom und Markasi im Zentrum des Landes. In Ghom waren die ersten Todesfälle im Iran registriert worden.

Auch Oliver Pocher hat Corona

Er hatte es ja schon befürchtet: Nach seiner Frau Amira ist jetzt auch Oliver Pocher positiv auf Coronavirus getestet worden. Auf Facebook appelliert er noch einmal an die Menschen, doch bitte Zuhause zu bleiben.

Militärwagen bringen erneut Särge aus Bergamo

Für die vielen Covid-19-Toten gibt es in der italienischen Stadt Bergamo seit langem keinen Platz mehr – erneut müssen daher Militärwagen die Särge in andere Städte bringen.

▶︎ Rund 70 Särge seien in der Nacht zu Samstag weggebracht worden, damit sie in einer anderen Provinz verbrannt werden können, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Allein am Freitag seien fast 90 Menschen in Bergamo gestorben.

Die Provinz in der norditalienischen Lombardei ist die am schwersten betroffene in Italien. Mehr als 5100 Menschen sind infiziert, und es wird mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet.

„Wir hoffen, dass wir bald Licht am Ende des Tunnels sehen, bisher sehen wir es noch nicht“, sagte Bürgermeister Giorgio Gori. Strikte Ausgangssperren und andere Maßnahmen zeigten leider noch nicht ihren Effekt. In der Gegend soll jetzt ein Feldkrankenhaus die Not der vollkommen überlasteten Kliniken lindern.

Berliner Supermärkte und Lieferanten arbeiten am Limit

Die Nachfrage nach Lebensmitteln und Hygieneprodukten in den Berliner Supermärkten übersteigt in der Corona-Krise das Volumen des Weihnachtsgeschäfts um fast das Dreifache.

„Ein großes Zentrallager am Berliner Stadtrand konfektioniert derzeit täglich eine Menge von bis zu 700 000 Einheiten. Zu Weihnachten sind es nur rund 250 000“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, am Samstag. Die Geschäfte leiden demnach immer noch unter einem „irrationalen Abverkauf“ von Waren wie Toilettenpapier, Seife, Drogerieartikeln, Mehl und Pasta.

▶︎ „Der Flaschenhals ist die Belieferung per Lkw. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Fahrzeugen. Die Firmen arbeiten mit Volldampf und Überlast“. Fahrer aus Bereichen wie dem Event- und Messebau würden die Lebensmittellogistik unterstützen, um die Lieferketten aufrecht zu erhalten. Staatliche Vorgaben zur Begrenzung des Kundenansturms in den Geschäften seien jedoch nicht nötig, betonte Busch-Petersen. „Es ist klüger, das den Häusern selbst zu überlassen“.

In manchen Berliner Drogerie- und Supermärkten überwachten private Sicherheitskräfte den Mindestabstand zwischen den einzelnen Menschen. An den Kassen komme es immer wieder zu Konfliktsituationen, weil Kunden die Mengenbeschränkungen für begehrte Artikel nicht einhalten. „Am morgigen verkaufsoffenen Sonntag werden sich wahrscheinlich viele Märkte nicht beteiligen. Das Personal muss auch mal durchatmen. Ich ziehe meinen Hut vor den Mitarbeitern“, so Busch-Petersen.

Feuerwehrwache in Berlin Marzahn dicht

Wegen mehrerer bestätigter Coronavirusfälle musste eine Feuerwehrwache im Berliner Stadtteil Marzahn geschlossen werden.

Verstöße gegen Ausgangsbeschränkung im Saarland

Die Polizei im Saarland hat erste Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung festgestellt, die zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verfügt worden ist.

▶︎ In der Nacht zu Samstag habe es etwa 20 Verstöße gegeben, sagte ein Polizeisprecher in Saarbrücken. Es habe sich meist um Jugendliche gehandelt, die sich versammelt hätten. Sie seien größtenteils uneinsichtig gewesen. Die Grüppchen hätten dann aber aufgelöst werden können.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hatte das Saarland eine Ausgangsbeschränkung verfügt: Seit Samstag 0 Uhr dürfen die Saarländer demnach die eigene Wohnung nur noch verlassen, wenn sie dafür einen triftigen Grund haben. Das hatte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Freitag angekündigt. Zu den triftigen Gründen gehörten der Weg zu Arbeit, notwendige Einkäufe oder Arztbesuche. Auch gemeinsame Spaziergänge etwa in der Familie mit Abstand zu anderen bleiben weiter möglich.

Diebe klauen Klopapier aus Auto

Am Freitagmorgen schlugen Unbekannte die Seitenscheibe eines geparkten Wagens in Würselen bei Aachen ein. So weit, so gewöhnlich. Als die dazu gerufenen Polizisten aber von dem Eigentümer erfuhren, was aus dem Wagen geklaut wurde, staunten sie.

Das Diebesgut: mehrere Pakete Toilettenpapier, das der Mann über Nacht im Auto gelassen hatte. Da Klopapier in Zeiten von Corona-Krise und Hamsterkäufen stark gefragt ist, gibt die Polizei Aachen den Tipp: „Keine Wertgegenstände im Fahrzeug lassen!“

Hier geht es zu unserem Artikel.

Intensivmediziner: Medikamentenknappheit treibt Preise hoch

Intensivmediziner klagen über einen massiven Preisanstieg in der Corona-Krise bei wichtigen Medikamenten. Gernot Marx von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) erklärte am Samstag, große Sorge bereiteten neben der Knappheit an Verbrauchsmaterialien vor allem Engpässe bei wichtigen Narkosemitteln.

Die schon seit längerem bestehenden Engpässe führten jetzt in Zeiten der Corona-Epidemie wiederum zu massiven Preisanstiegen. Das Narkosemittel Propofol, bei dem es schon vor dem Ausbruch des Coronavirus‘ immer wieder zu Lieferengpässen gekommen sei, stehe nicht mehr ausreichend zur Verfügung, kritisierte Marx.

Innerhalb weniger Tage habe sich der Preis pro Ampulle von einem auf mehr als 20 Euro erhöht: „Das bedeutet: Narkosen von Notfallpatienten könnten gefährdet und die Möglichkeiten, Kranke auf der Intensivstation zur Beatmung in „künstlichen Schlaf“ zu versetzen, bald stark eingeschränkt sein.“

Christian Hermanns, ebenfalls von der DGAI, wies zudem darauf hin, dass unter anderem auch Mittel wie Opiate, die zur Sedierung und Narkose wichtig sind, knapp seien sowie verschiedene Antibiotika, die bei Infektionen eingesetzt werden müssen.

Mietern soll in Krise nicht gekündigt werden dürfen

Mietern soll wegen Mietschulden in der Corona-Krise nicht gekündigt werden dürfen. Das sieht eine Gesetzesvorlage der Bundesministerien für Justiz, Inneres und Wirtschaft vor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

69 Todesfälle in Deutschland

Die Stadt Köln muss leider einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit dem Corona-Virus vermelden.

Am Abend des 20. März 2020 verstarb eine 49-jährige Frau an Herzversagen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Die Patientin litt am Down-Syndrom sowie an weiteren Grunderkrankungen. Sie war Bewohnerin einer Wohngruppe von Menschen mit Behinderung. Der Zustand der Patientin war nach ihrem positiven Testergebnis zunächst stabil, wovon sich das Gesundheitsamt täglich überzeugte, das in engem Austausch mit dem Träger der Einrichtung steht.

Vom Morgen des 20. März 2020 bis zum frühen Abend hat sich der Zustand der Infizierten überraschend massiv verschlechtert, so dass ein Notarzt gerufen wurde, der der Patientin jedoch nicht mehr helfen konnte.

Damit sind jetzt 69 Menschen am Coronavirus gestorben.

Türkei stellt Flugverkehr nach Deutschland ein

Die Türkei hat nach Angaben des Auswärtigen Amts in der Nacht zu Samstag den direkten Flugverkehr nach Deutschland wegen der Corona-Krise nahezu vollständig eingestellt.

Die Ausreise über Drittstaaten sei aber am Samstag noch möglich, teilte das Ministerium in seinen Reisehinweisen im Internet mit. Es rief eindringlich dazu auf, diese Möglichkeit auch zu nutzen: „Kontaktieren Sie umgehend Ihre Fluggesellschaften bzw. Ihre Reiseveranstalter und nutzen Sie dringend jetzt noch freie Sitzkapazitäten, um umgehend nach Deutschland zurückzukehren.“

Bis Freitagmittag waren nach früheren Angaben des Auswärtigen Amts 20 000 von 30 000 Deutschen aus der Türkei zurückgekehrt. Die von der Bundesregierung gestartete Rückholaktion mit gecharterten Maschinen betraf die Türkei bisher nicht, da noch reguläre Flüge gingen.

Insgesamt geht es bei dieser am Dienstag gestarteten Aktion um bis zu 200 000 Deutsche im Ausland. Nach Angaben von Bundesaußenminister Heiko Maas sollen nun zusammen mit den Reiseveranstaltern und der Lufthansa täglich etwa gestrandete 10 000 Deutsche – vor allem Touristen – aus dem Ausland nach Hause gebracht werden. Der SPD-Politiker rechnet damit, dass die Aktion noch zwei Wochen dauert.

Deutscher Wäschehersteller produziert jetzt Mund- und Nasenschutz

Der Wäschehersteller Mey aus Albstadt in Baden-Württemberg hat seine Fertigung in Teilbereichen umgestellt, um Mund- und Nasenschutz herzustellen, berichtet „Textilwirtschaft“.

▶︎ „Die Anfragen von medizinischen Einrichtungen haben sich in den letzten Tagen derart gehäuft, dass wir uns dazu entschlossen haben, zeitnah in die Fertigung eines funktionalen Mund- und Nasenschutzes einzusteigen“, erklärt Matthias Mey, Managing Partner der Mey-Unternehmensgruppe. Der Schutz wird aus Baumwolle gefertigt, könne bei 90 Grad Celsius gewaschen und somit mehrfach verwendet werden.

„Die letzten Tests und Prototypen werden heute fertiggestellt und wir beginnen Anfang nächster Woche mit der Konfektion.“ Die Produkte gehen derzeit ausschließlich in den Direktvertrieb an Kliniken und medizinische Betriebe. Mey: „Wir hoffen, mit dieser Maßnahme einen kleinen Beitrag im Kampf gegen das Coronavirus leisten zu können.“

Landeskriminalamt warnt in Corona-Krise vor Betrügern

Niedersachsens Landeskriminalamt (LKA) warnt vor Kriminellen, die aus der Corona-Krise Profit schlagen wollen. Die Betrüger suchten nach Ängsten in der Bevölkerung, sagte LKA-Sprecherin Katrin Gladitz der „Braunschweiger Zeitung“ (Samstag).

„Corona löst derzeit natürlich die größten Sorgen aus. Die Betrüger sind kreativ.“
So habe das LKA einen Fakeshop im Internet im Blick, der angebliche Schutzmasken verkaufe. „Bisherige Kontaktaufnahmen zum Provider waren nicht erfolgreich“, erklärte Gladitz. Ebenso warnt das LKA vor falschen Polizisten: „Die Täter geben vor, von der Polizei oder vom Gesundheitsamt zu sein. Man müsse angeblich einen Abstrich machen oder man werde angeblich unter Quarantäne gestellt“, berichtete die LKA-Sprecherin. Echte Mitarbeiter der Gesundheitsämter und auch Polizisten würden sich ausweisen, stellte Gladitz klar.

Ansammlungsverbot auch in Bochum: nicht mehr als zwei Personen

In Nordrhein-Westfalen hat nach Köln, Leverkusen und Dortmund jetzt auch die Stadt Bochum ein Ansammlungsverbot erlassen. Ab sofort sind in der Ruhrgebietsstadt Ansammlungen von mehr als zwei Personen unter freiem Himmel verboten.

Die Maßnahme sei nötig, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verzögern, teilte die Stadt am Freitagabend auf ihrer Homepage mit. Es gibt Ausnahmen: Familien und Personen, die zusammenleben, dürften sich weiterhin gemeinsam im Freien aufhalten.

Am Freitag war der erste Bochumer am Coronavirus gestorben: Ein 55 Jahre alter Urlaubsrückkehrer aus Österreich. Ob er Vorerkrankungen hatte, wurde zunächst nicht bekannt. „Mich macht das sehr traurig und meine Anteilnahme gilt der Familie und den Freunden des Verstorbenen. Wir alle erleben im Moment, wie wirklich ernst diese Situation ist“, sagte ein sichtlich bewegter Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) in einer Videoansprache.

Der Tod des Mannes mache deutlich, wie notwendig die Maßnahme sei. In der Stadt Bochum wurden bis Freitagabend 99 Infizierte bekannt. „Ich weiß, dass ganz, ganz viele sich seit Wochen daran halten, ihre sozialen Kontakte dramatisch herunterfahren, aufeinander achten, mitfühlend und solidarisch sind“, sagte Eiskirch weiter. Es gebe aber leider zu viele, die alle Appelle ignorierten, die Grillpartys in Parks feierten und die Situation als Ferien missdeuteten. „Genau wegen der Egoisten, die sich nicht an die Regeln halten, müssen wir jetzt leider zu noch drastischeren Maßnahmen greifen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.“

Bundesregierung plant Neuverschuldung von 150 Milliarden Euro

Zur Linderung der Folgen der Corona-Pandemie plant die Bundesregierung in diesem Jahr eine Neuverschuldung von insgesamt 150 Milliarden Euro. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Samstagmorgen aus Koalitionskreisen. Zuvor hatte der Deutschlandfunk darüber berichtet.

Nach dpa-Informationen plant die Bundesregierung einen Nachtragshaushalt für 2020. Sie will auch die Notfallregelung in der Schuldenbremse ziehen. So soll ermöglicht werden, dass sich der Bund in der Corona-Krise deutlich höher verschuldet als bisher erlaubt.

Über die Höhe eines Nachtragshaushaltes war am Freitag noch nicht endgültig entschieden, im Gespräch war zunächst ein Volumen zwischen 60 und 100 Milliarden Euro.

Mit Coronavirus infizierter Mann tot in Wohnung gefunden

In einer Wohnung in Flörsheim ist ein älterer Mann tot aufgefunden worden, der nach Behördenangaben vermutlich an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben ist. Damit wäre es der dritte Corona-Todesfall in Hessen.

Dem Mann sollte am Freitagabend das – positiv ausgefallene – Testergebnis auf den Erreger Sars-CoV-2 überbracht werden, wie ein Polizeisprecher am Samstag berichtete. Als der Mann die Tür nicht öffnete, seien die Einsatzkräfte in Vollschutzkleidung in die Wohnung gegangen.

Nach Angaben des Main-Taunus-Kreises gehörte der Mann wegen seines hohen Alters und Vorerkrankungen zur Risikogruppe. „Eine traurige Nachricht für uns alle“, sagte Gesundheitsdezernentin Madlen Overdick einer Mitteilung zufolge. Das Gesundheitsamt und der Kreis setzten weiterhin alle Kraft ein, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.

Ausgangsbeschränkung: Polizei stellt in Bayern kaum Verstöße fest

Seit Samstag gelten in ganz Bayern zur Eindämmung des Coronavirus’ weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Ab Mitternacht wurden zahlreiche Kontrollen zur Einhaltung der Maßnahmen durchgeführt – dabei wurden nach Angaben der Polizeipräsidien vom Samstagmorgen nur wenige Verstöße festgestellt.

Im Einsatzbereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz zum Beispiel registrierten Beamte drei Verstöße. In Unterfranken stellte die Polizei mehrere Verstöße fest: Fünf Jugendliche hätten in einem Bauwagen einen Geburtstag gefeiert; drei weitere Personen fielen auf, die um ein Lagerfeuer saßen und tranken. In allen Fällen erhalten die Beteiligten eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen die Allgemeinverfügung.
Am Freitag hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigt, dass ab Samstag Ausgangsbeschränkungen für Bayern gelten.

Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dann nur noch mit triftigen Gründen erlaubt. Die Ausgangsbeschränkungen gelten zunächst bis zum 3. April.

Keine Passierscheine in Bayern nötig

Trotz der weitreichenden Ausgangsbeschränkungen in Bayern inklusive Polizeikontrollen brauchen die Menschen im Freistaat keine Passierscheine, um sich draußen zu bewegen.

Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Radiosender Antenne Bayern in Ismaning bei München. Hilfreich sei aber, wenn man sich ausweisen und nachvollziehbar begründen könne, warum man auf welchem Weg sei. Wenn jemand von seinem Arbeitgeber eine Bescheinigung bekommen könne, sei das gut. „Wenn nicht, geht die Welt – glaub‘ ich – nicht unter“, sagte der CSU-Chef. „Im Zweifel hat die Polizei ein gutes Gespür dafür, wie ernst und wie ehrlich das ist.“

Bangkok schließt seine Einkaufszentren

In Thailand wird in der Corona-Krise das öffentliche Leben weiter eingeschränkt. In Bangkok werden ab diesem Sonntag bis zum 12. April die für die Hauptstadt sehr prägenden Einkaufszentren und die Restaurants geschlossen.

Ausgenommen sind Supermärkte und Drogerien, wie der Gouverneur am Samstag mitteilte. Alle Bildungseinrichtungen und Ausstellungen der Stadt machen dicht. Restaurants dürfen nur noch Essen außer Haus anbieten.

In dem südostasiatischen Land wurden am Samstag 89 neue Virusfälle bestätigt, damit sind es nach Angaben des Gesundheitsministerium insgesamt 411. Der Billigflieger Thai AirAsia kündigte an, alle internationalen Flüge in Thailand vom 22. März bis zum 25. April auszusetzen.

Chef von EU-Förderbank fordert rasche Hilfe

Der Präsident der EU-Förderbank EIB, Werner Hoyer, hat ein schnelles europäisches Kreditprogramm für von der Corona-Krise getroffene mittelständische Unternehmen gefordert.

Andernfalls drohe eine Insolvenzwelle mit großen gesamtwirtschaftlichen Schäden, sagte Hoyer der „FAZ“. „Entweder wir retten jetzt entschlossen europäische Unternehmen oder wir werden demnächst europäische Staaten vor dem Finanzkollaps retten müssen“, sagte der frühere Staatsminister im Auswärtigen Amt. Es sei große Eile geboten. Seine Bank stehe bereit, binnen kurzer Zeit hohe Hilfskredite zu organisieren. Notwendig seien dafür aber Garantien der EU oder der EU-Staaten. Denkbar sei auch, dass dafür „ein kleiner Teil“ des Eurozonen-Rettungsfonds ESM genutzt werde.

SPD und Grüne kritisieren Bayerns Vorpreschen bei Ausgangsbeschränkungen

SPD und Grüne haben kritisiert, dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ohne Abstimmung mit anderen Bundesländern Ausgangsbeschränkungen beschlossen hat.

Corona stelle alle vor eine beispiellose Herausforderung, sagte SPD-Chef Norbert Walter-Borjans den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagsausgabe). „Wer jetzt so tut, als kenne sie oder er das Patentrezept im Umgang mit dieser Situation, streut den Bürgerinnen und Bürgern Sand in die Augen.“

Es wäre besser, wenn die Länder, wie vereinbart, mit der Kanzlerin abgestimmt handeln würden, erklärte der SPD-Vorsitzende. Die Grünen-Bundesvorsitzende Annalena Baerbock bezeichnete Söders Kurs als „kontraproduktiv“. Das Vorpreschen des bayerischen Ministerpräsidenten schaffe „kein Vertrauen, sondern Verunsicherung für alle anderen Regionen“, sagte sie der „Welt“ (Samstagsausgabe). „Dies ist nicht die Zeit für Alleingänge.“

Bayern und später auch das Saarland hatten am Freitag noch vor dem Corona-Krisentreffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Sonntag Ausgangsbeschränkungen erlassen.

Deutsche zahlen in der Corona-Krise lieber kontaktlos

Die Bankkunden in Deutschland nutzen in der Corona-Krise verstärkt die Möglichkeit, an der Supermarkt-Kasse, der Tankstelle oder bei sonstigen Einkäufen kontaktlos zu bezahlen.

In den vergangenen Tagen sei mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durchgeführt wurden, sagte eine Sprecherin der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) der Deutschen Presse-Agentur. Im Dezember habe dieser Anteil noch bei 35 Prozent gelegen.

Immer mehr jüngere Patienten auf Intensivstation

Auf den Intensivstationen auch in Deutschland werden immer öfter junge mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt.

Das habe sich in Italien gezeigt – und „das ist ein Bild, das sich auch in Deutschland ergibt“, sagte der Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. „Die jüngsten symptomatischen Covid-19-Patienten waren Anfang 20 Jahre alt. Insgesamt sehen wir das ganze demografische Altersspektrum, egal ob auf Normalstation oder Intensivstation.“ Wendtner hatte in der Schwabinger Klinik Ende Januar bereits die ersten mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierten Patienten in Deutschland behandelt. „Auch ein junger Patient ist nicht gefeit davor, einen schweren Verlauf zu haben“, warnte der Mediziner. „Das soll wachrütteln, dass man sich an die Hygienevorschriften und Regelungen hält.“ Die Gefahr durch das neuartige Virus sei anfangs unterschätzt worden – von der Politik wie auch von der Wissenschaft, räumte der Mediziner ein.

Überfüllt! Australien schließt Bondi Beach in Sydney

In Sydney ist der berühmte Bondi Beach geschlossen worden, nachdem sich dort trotz der Corona-Krise Tausende von Strandgängern getummelt hatten.

Der Polizeiminister des australischen Bundestaats New South Wales, David Elliott: „Was wir am Bondi Beach gesehen haben, ignoriert komplett alles, was diesen Virus ausmacht.“ Die australische Regierung erlaubt wegen der Corona-Krise draußen keine Versammlungen von mehr als 500 Menschen, drinnen ist es auf 100 Menschen beschränkt.

Nachfrage nach Kondomen und Sextoys steigt

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, halten sich die Menschen vor allem zuhause auf – und decken sich mit Sextoys und Kondomen ein!

Der Kondomhersteller Ritex teilt mit, dass im Vergleich zum Vorjahresmonat doppelt so viele Kondome gekauft wurden: „Besonders stark haben sich Großpackungen verkauft.“ Gleitgel werde ebenfalls mehr nachgefragt. Auch der Berliner Hersteller Einhorn teilte mit, dass deutlich mehr der fairen Kondome gekauft würden.

Zudem wird Sexspielzeug seit dem Ausbruch der Pandemie beliebter. Die Bestellzahlen bei dem Online-Erotikshop „Eis.de“ steigen eigenen Angaben zufolge parallel zum Auftauchen des Coronavirus. Besonders nachgefragt seien aktuell Druckwellen-Vibratoren. Auch im Onlineshop von Orion ist mehr los seit der Corona-Krise, sagte eine Sprecherin.

Erste Virus-Todesopfer in Singapur

Singapur meldet die beiden ersten Coronavirus-Todesopfer in dem asiatischen Stadtstaat. Dabei handele es sich eine 75-jährige einheimische Frau und einen 64-jährige Mann aus Indonesien, teilt das Gesundheitsministerium mit. Bislang gibt es in Singapur 385 bestätigte Infektionen.

USA schließen Grenzen zu Mexiko und Kanada weitgehend

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus haben die USA ihre Grenzen zu Mexiko und Kanada weitgehend für den Personenverkehr geschlossen. Die Maßnahme gilt seit Mitternacht (Ortszeit/5 Uhr MEZ) und betrifft alle nicht notwendigen Reisen.

Die Regelung soll 30 Tage in Kraft bleiben und dann überprüft werden. Der Austausch von Waren ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump (73) nicht betroffen. Zuvor hatten die USA bereits einen Einreisestopp für Ausländer aus den Schengen-Staaten sowie aus Großbritannien und Irland erlassen. Auch Ausländer, die aus dem Iran und aus China kommen, können nicht mehr in die USA einreisen.

Die Grenzschließungen zu Mexiko und Kanada wirken sich auch auf Migranten aus, die besonders über die Südgrenze illegal in die USA kommen und dort von den Grenzschutzbehörden aufgegriffen werden. Sie sollen ab sofort unverzüglich wieder in ihre Heimatländer abgeschoben werden, wie der geschäftsführende Heimatschutzminister Chad Wolf sagte.

Bundesbank-Chef rechnet mit Rezession in Deutschland

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann (51) geht wegen der Corona-Krise von einer Schrumpfung der Wirtschaftskraft aus.

Weidmann zur „Welt“: „Eine Rezession in Deutschland ist jetzt wohl unvermeidlich.“ Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus seien aber nötig, um die Ausbreitung zu stoppen: „Die Bundesregierung hat schnell und richtig gehandelt. Zentral erscheint mir, das Vertrauen der Bürger in das staatliche Handeln zu bewahren.“ Insgesamt stehe Deutschland dank solider Staatsfinanzen gut da, um die Krise zu stemmen, sagte Weidmann. „Es war genau richtig, dass Deutschland den Staatshaushalt in Zeiten guter Konjunktur konsolidiert hat. Dadurch sind jetzt Spielräume da, um mit dieser schweren Krise umzugehen.“

Kolumbien verhängt Ausgangssperre

Kolumbien verhängt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus eine knapp dreiwöchige Ausgangssperre. Die Einschränkung der Bewegungsfreiheit trete am Dienstagnacht in Kraft und solle bis zum 13. April dauern, kündigt Präsident Ivan Duque (43) an. In dem südamerikanischen Land sind bislang 158 Infektionsfälle bestätigt.

Anzeichen wirtschaftlicher Normalisierung in China

Chinas Wirtschaft zeigt nach dem Schock der Corona-Krise dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge trotz weiter bestehender Risiken Anzeichen einer Normalisierung. Die meisten größeren Unternehmen hätten ihren Betrieb wieder aufgenommen und viele Mitarbeiter seien an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt, erklärte der IWF. Allerdings könnten die Infektionen wieder zunehmen, wenn der inländische und internationale Reiseverkehr wieder aufgenommen werde. Auch könnte der Virus-Ausbruch in anderen Ländern und die Turbulenzen an den Finanzmärkten die Geschäfte der chinesischen Exporteure erschweren.

Yosemite-Nationalpark in Kalifornien macht zu

Der beliebte Yosemite-Nationalpark im Sierra-Nevada-Gebirge wird wegen der Coronavirus-Pandemie dicht gemacht. Zum Schutz von Besuchern, Mitarbeitern und Anwohnern werde der Naturpark in Kalifornien ab sofort bis auf Weiteres geschlossen, teilte die Parkverwaltung am Freitagabend (Ortszeit) mit. Vor wenigen Tagen machten bereits Zeltplätze und Besucherzentren zu, aber Wanderwege blieben zunächst offen.

Für Kalifornien hatte der Gouverneur des Westküstenstaates am Donnerstag eine unbegrenzte „Stay at Home“-Anordnung erlassen, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken.

Volkswagen stoppt auch Produktion in Mexiko

Volkswagen wird seine Werke in den mexikanischen Bundesstaaten Puebla und Guanajuato wegen der Coronavirus-Pandemie bis auf Weiteres schließen. Dies geschehe aus Gründen des Gesundheitsschutzes, kündigt die Mexiko-Sparte des Wolfsburger Autobauers an. VW hatte schon am Dienstag angekündigt, die meisten deutschen und europäischen Werke zunächst für zwei bis drei Wochen stillzulegen, weil absehbar sei, dass die Lieferketten wegen der Virus-Ausbreitung reißen.

Argentinien: 250 Festnahmen wegen Verstoß gegen Ausgangssperre

Bereits am ersten Tag der weitgehenden Ausgangssperre aufgrund der grassierenden Corona-Pandemie sind in Argentinien fast 250 Menschen wegen Verstößen gegen die Anordnung festgenommen worden. Darunter seien eine mit dem Coronavirus infizierte Ärztin, ein alkoholisierter Polizist und ein Jogger gewesen, berichtet die Nachrichtenagentur Télam. In Argentinien gibt es derzeit 158 bestätigte Coronavirus-Fälle. Drei Menschen sind an der Erkrankung gestorben.

Erster Corona-Toter in Paraguay

Paraguay hat den ersten Todesfall in dem südamerikanischen Land infolge der Coronavirus-Pandemie gemeldet. Präsident Mario Abdo (48) verlängerte kurz zuvor eine bereits angekündigte Quarantäne-Verordnung bis zum 12. April und forderte für eine Woche eine Politik der sozialen Isolation. Die Gesundheitsbehörden haben bisher 18 Infektionsfälle verzeichnet.

Smartphone-Verkaufszahlen weltweit eingebrochen

Die Verkaufszahlen für Smartphones sind wegen der Coronavirus-Krise weltweit eingebrochen. Im Februar seien 38 Prozent weniger Smartphones verkauft worden als im Vorjahresmonat, teilten Marktbeobachter der Firma Strategy Analytics mit. Im Februar 2020 sei „der stärkste Rückgang in der Geschichte des weltweiten Smartphone-Handels“ verzeichnet worden.

Der Sektor bekam demnach sowohl Verzögerungen bei der Produktion als auch eine geringere Nachfrage zu spüren. Lieferungen und Nachfrage brachen demnach in China und anderen asiatischen Ländern ein und verlangsamten sich im Rest der Welt. „Einige asiatische Fabriken konnten keine Smartphones produzieren, während viele Verbraucher nicht in Geschäfte gehen konnten oder wollten, um neue Geräte zu kaufen.“

Auch Kuba schließt die Grenze

Zur Eindämmung des Coronavirus schließt Kuba für einen Monat seine Grenzen für Besucher aus dem Ausland.

Die Maßnahme gelte ab Dienstag, kündigt Präsident Miguel Diaz-Canel (59) an. Kubaner und ausländische Einwohner dürften weiter einreisen, müssten aber für 14 Tage in Quarantäne. Der Handel soll aufrecht erhalten werden und Touristen könnten in ihre Heimat zurückkehren. Kuba ist eines der letzten Länder in der Region, das eine Grenzschließung verhängt, während das Virus sich in Lateinamerika und der Karibik zunehmend ausbreitet. Die Zahl der bestätigten Infektionen in Kuba stieg auf 21, bei zehn handelt es sich um Ausländer.

Boeing streicht Chefgehälter, Dividende und Aktienrückkäufe

Die Coronavirus-Krise zwingt den angeschlagenen US-Luftfahrtriesen Boeing zu weiteren Einschnitten. Der Airbus-Rivale teilte am Freitag mit, dass Vorstandschef Dave Calhoun (62) und der Verwaltungsratsvorsitzende Larry Kellner (61) bis zum Jahresende keine Bezahlung mehr erhielten. Zudem setzt der Flugzeugbauer seine Dividendenzahlung bis auf Weiteres aus und lässt sein bereits seit April 2019 ruhendes Aktienrückkaufprogramm noch länger pausieren.

Boeing ist wegen des nach zwei Flugzeugabstürzen mit Startverboten belegten Modells 737 Max ohnehin schon stark angeschlagen, die Folgen der Coronavirus-Pandemie bringen das Unternehmen immer mehr in Not. Der US-Luft- und Raumfahrtriese ist auf milliardenschwere Staatshilfen angewiesen.

Boeing streicht Chefgehälter, Dividende und Aktienrückkäufe

Die Coronavirus-Krise zwingt den angeschlagenen US-Luftfahrtriesen Boeing zu weiteren Einschnitten. Der Airbus-Rivale teilte am Freitag mit, dass Vorstandschef Dave Calhoun (62) und der Verwaltungsratsvorsitzende Larry Kellner (61) bis zum Jahresende keine Bezahlung mehr erhielten. Zudem setzt der Flugzeugbauer seine Dividendenzahlung bis auf Weiteres aus und lässt sein bereits seit April 2019 ruhendes Aktienrückkaufprogramm noch länger pausieren.

Boeing ist wegen des nach zwei Flugzeugabstürzen mit Startverboten belegten Modells 737 Max ohnehin schon stark angeschlagen, die Folgen der Coronavirus-Pandemie bringen das Unternehmen immer mehr in Not. Der US-Luft- und Raumfahrtriese ist auf milliardenschwere Staatshilfen angewiesen.

Kinderzuschlag für Eltern mit Einkommenseinbußen geplant

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (41) hat Familien mit Corona-bedingten Einkommenseinbußen Hilfe in Aussicht gestellt.

Die SPD-Politikerin zur „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Wir wollen den Zugang zum Kinderzuschlag für Familien mit kleinen Einkommen deutlich erleichtern.“ Derzeit hätten schon zwei Millionen Kinder einen Anspruch auf den „KiZ“, der bis zu 185 Euro pro Kind und Monat zusätzlich bedeuten könne. Giffey: „Für Eltern, die jetzt akut Einkommenseinbußen haben, planen wir die Möglichkeit, ebenfalls Ansprüche geltend zu machen. Am nächsten Montag bringen wir eine entsprechende Gesetzesänderung dazu zur Beschlussfassung ins Kabinett.“

BMW stoppt US-Produktion wegen Corona-Krise

Der deutsche Autobauer BMW stoppt die Produktion in seinem großen US-Werk in South Carolina wegen der Coronavirus-Krise. „Gesundheit und Schutz unserer Beschäftigten ist unsere oberste Priorität“, teilte das Unternehmen mit.

Zugleich habe die Corona-Pandemie immense Auswirkungen auf die weltweite Autonachfrage. Die Produktion werde entsprechend angepasst. Die US-Fabrik am Standort Spartanburg in South Carolina soll ab 3. April zunächst für voraussichtlich zwei Wochen schließen.

Medien: 3 Mrd. Euro Corona-Soforthilfe für Krankenhäuser

Das Bundeskabinett will angesichts der sich ausbreitenden Coronavirus-Epidemie Milliardenhilfen für Deutschlands Krankenhäuser auf den Weg bringen. Geplant sei ein Volumen von zunächst drei Milliarden Euro, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf Koalitionskreise. Details seien noch offen. Der entsprechende Gesetzentwurf solle an diesem Samstag vorliegen.

Hintergrund sei, dass Krankenhäuser wegen der Corona-Krise auf planbare Behandlungen und Operationen verzichten müssen. Die dadurch entgehenden Erlöse könnten die Häuser in Schwierigkeiten bringen, hieß es in Koalitionskreisen. Ziel sei es, Klinikpleiten als Folge der Corona-Pandemie zu verhindern.

Mitarbeiter von US-Vizepräsident positiv getestet

Ein Mitarbeiter von US-Vizepräsident Mike Pence (60) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilt die Pressesprecherin von Pence mit. Der infizierte Angestellte habe weder zu Pence noch zu US-Präsident Donald Trump (73) engen Kontakt gehabt.

Corona-Betrüger in Guatemala festgenommen!

In Guatemala soll ein Mann versucht haben, angebliche Impfungen gegen das neuartige Coronavirus zu verkaufen.

Der „angebliche Arzt“ wurde im Ort Chisec im Zentrum des mittelamerikanischen Landes festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Anwohner hatten ihn demnach angezeigt, weil er sie habe betrügen wollen. Örtliche Medien veröffentlichten ein Video aus den sozialen Medien, in dem der Mann eine Impfkampagne in Chisec ankündet. Die Preise seien sehr vernünftig, sagt er. In Lateinamerika gibt es bisher mindestens 30 Corona-Tote, davon einer in Guatemala.

Baden-Württemberg will Patienten aus Frankreich aufnehmen

Baden-Württemberg will laut der „Schwäbischen Zeitung“ schwerkranke Corona-Patienten aus Frankreich in Kliniken aufnehmen.

Dafür habe das Gesundheitsministerium die Krankenhäuser im Südwesten gebeten, freie Beatmungsbetten zu melden. „Herr Ministerpräsident Kretschmann hat die Unterstützung Baden-Württembergs zugesagt“, heißt es demnach aus einem Schreiben an die Kliniken, das der Zeitung vorliege. „Es geht um Menschen, die ohne Beatmung in den kommenden Tagen sterben“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der Zeitung. Der Südwesten habe derzeit genügend freie Beatmungsplätze, nämlich rund 2300. Aktuell seien 80 Prozent davon belegt, allerdings mit weniger als 20 Corona-Patienten.

Macrons Beliebtheitswerte steigen während Corona-Krise

Die Beliebtheitswerte des französischen Präsidenten Emmanuel Macron (42) sind mitten in der Coronavirus-Krise auf ein Zweieinhalbjahres-Hoch gestiegen. Das geht aus einer Umfrage von Harris Interactive für LCI Television hervor. Rund 51 Prozent der Franzosen „haben Vertrauen“ in Macron. Das ist ein Anstieg um 13 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat und der höchste Wert seit Januar 2018.

Erster Toter nach Corona-Infektion in Brandenburg

In Brandenburg ist erstmals ein mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Der 81-Jährige sei in der Oberhavel Klinik in Hennigsdorf zuvor mit schwersten Vorerkrankungen eingeliefert worden, teilte der Landkreis Oberhavel am Freitagabend mit. Ob er an Covid-19 oder anderen Krankheiten starb, ist unklar.

Illinois verkündet weitgehende Ausgangssperre

Nach Kalifornien hat auch der US-Bundesstaat Illinois eine weitgehende Ausgangssperre angekündigt. Die Maßnahme gelte ab Samstag 17 Uhr (23 Uhr MEZ) bis zum Ablauf des 7. April, sagte Gouverneur J.B. Pritzker am Freitag in Chicago. Pritzker kündigte an, dass es zahlreiche Ausnahmen geben werde: „Für die allermeisten von Ihnen, die bereits Vorsichtsmaßnahmen ergriffen haben, wird sich das Leben nicht sehr stark ändern.“

Menschen dürften weiterhin Lebensmittel einkaufen, tanken, zur Apotheke gehen, einen Arzt aufsuchen, spazieren gehen oder den Hund ausführen, solange sie Vorsichtsmaßnahmen einhielten. Viele Menschen würden auch weiterhin zur Arbeit gehen. Nicht-essenzielle Geschäfte müssten aber schließen. Wer von zu Hause aus arbeiten könne, müsse das auch tun. Pritzker versichert: „Es gibt absolut keinen Grund, in ein Lebensmittelgeschäft oder zu einer Tankstelle zu eilen.“ Diese Geschäfte würden nicht geschlossen.

 

Cannes öffnet Festivalpalast für Obdachlose

Nach der vorläufigen Absage des Filmfestivals von Cannes öffnet die Mittelmeerstadt ihren berühmten Festivalpalast für Obdachlose. Auf der Straße lebende Menschen sollen in dem Gebäude Unterschlupf und Schutz vor Corona finden, sagte Dominique Aude-Lasset von der Stadtverwaltung am Freitag.

Es gehe um ein „Symbol der Solidarität“. Wichtiger als Kongresse oder kulturelle Veranstaltungen sei es wegen der Corona-Krise derzeit, dass alle Menschen zu Hause blieben, „auch die Schwächsten“.

 

Wegen Corona! Frank Zander dichtet Hertha-Hymne um

Eigentlich geht Frank Zanders Hertha-Hymne „Nur nach Hause geh’n wir nicht.“ Jetzt hat er sie umgeschrieben: „Nur nach draußen geh’n wir nicht.“

 

Gestrandete Deutsche: Bis jetzt 30 000 aus dem Ausland zurückgeholt

Bei der von der Bundesregierung gestarteten Rückholaktion wegen der Corona-Pandemie sind nach den Worten von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) bisher mehr als 30 000 deutsche Urlauber aus dem Ausland nach Deutschland zurückgeholt worden.

Die Gesamtzahl der Betroffenen liege bei etwa 200 000. Er rechne damit, dass in den nächsten Tagen jeweils um die 10 000 Deutsche pro Tag zurückgeholt werden könnten, sagte Maas am Freitag laut einem vom Auswärtigen Amt verbreiteten Video bei einem Besuch im Krisenreaktionszentrum.

Es sei davon auszugehen, dass die Rückholaktion noch etwa zwei Wochen andauern werde.

Maas warnte ausdrücklich davor, trotz der bis Ende April geltenden formellen weltweiten Reisewarnung des Auswärtigen Amts dennoch weiterhin zu verrreisen. Es bestehe die Gefahr, dass Menschen, die „jetzt noch ins Ausland fahren, nicht mehr zurückgeholt werden können“. Wer dennoch reise, handele unverantwortlich.

 

20.03.2020 07.17 Uhr

Gewerkschaft Verdi fordert Hilfen für Friseurhandwerk

Die Gewerkschaft Verdi kritisiert die Ausnahmeregelung, wonach Friseurgeschäfte weiterhin geöffnet bleiben dürfen. Zum Schutz von Beschäftigten und Kunden seien vielmehr Schließungen erforderlich, fordert Verdi-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. „Wir brauchen unbürokratische Hilfen für die selbstständigen Ladenbesitzer zur Finanzierung der laufenden Kosten und Hilfen für die Angestellten.“

Haiti meldet erste Corona-Fälle

Jetzt haben alle Länder Lateinamerikas Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt. Haitis Präsident Jovenel Moïse verkündete am Donnerstag (Ortszeit) die ersten beiden Fälle des Karibikstaates – dem letzten Land der Region, das zuvor noch keine Ansteckungen gezählt hatte. Moïse erklärte zugleich einen Notstand, verhängte eine Ausgangssperre und verbot Versammlungen von mehr als zehn Menschen.

Haiti, das als ärmstes Land der westlichen Hemisphäre gilt, hatte bereits seine einzige Landgrenze – mit der Dominikanischen Republik – geschlossen.

Am Mittwoch hatten auch Nicaragua und El Salvador ihre ersten Fälle bestätigt. Das Virus hatte die Region später erreicht als Europa und die USA. Inzwischen gab es in Lateinamerika mindestens 14 bestätigte Todesfälle in neun Ländern. Mit drei Toten ist die Zahl in Brasilien am höchsten.

Virologe: Kein Profifußball mehr in diesem Jahr

Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit (40) erwartet, dass wegen der Corona-Pandemie nicht mehr in diesem Jahr Profifußball gespielt wird.

„Ich gehe fest davon aus, dass es erst wieder im nächsten Jahr stattfinden kann in dem Umfang“, sagte der Mediziner des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg im „Sportclub“ des NDR-Fernsehens.

Die Deutsche Fußball Liga hat die 1. und 2. Bundesliga vorerst bis zum 2. April ausgesetzt. Gerechnet wird aber damit, dass frühestens im Mai die Saison mit Spielen ohne Zuschauer fortgesetzt werden könnte. „Ich glaube, es ist nicht realistisch, dass die Saison zu Ende geführt werden kann“, sagte Schmidt-Chanasit. „Wir sehen ja, wie die Situation ist in Europa und was uns noch bevorsteht.“

Corona-Krise macht sich in Tierheimen bemerkbar

Von abgesagten Pensionsplätzen für Haustiere, über organisatorischen Mehraufwand bis hin zur Besuchersperre: Die Corona-Krise wirkt sich auch auf den Betrieb von Tierheimen aus.

Bei Einrichtungen mit vielen Besuchern müsse beispielsweise die Tiervermittlung mit Terminen geregelt werden, sagte ein Sprecher des Deutschen Tierschutzbundes Landesverband Rheinland-Pfalz. „Damit man nicht so einen Publikumsverkehr im Tierheim hat.“

Wichtig sei es daher auch, die jeweilige Internetseite des Heims immer aktuell zu halten. Dann könnten Interessenten schon mal eine Vorausauswahl treffen, welches Tier sie gerne mit nach Hause nehmen wollten. Für die Mitarbeiter der Tierheime bedeute das allerdings mehr Aufwand.

IOC-Chef Bach: „Bedenken verschiedene Szenarien“

IOC-Präsident Thomas Bach (66) wehrt sich weiter vehement gegen jegliche Art von Spekulationen zu einer Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio wegen der Corona-Krise.

In einem am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten Interview der „New York Times“ sagte der 66 Jahre alte Deutsche: „Natürlich bedenken wir verschiedene Szenarien, aber im Gegensatz zu vielen anderen Sportverbänden oder Profi-Ligen sind wir noch viereinhalb Monate entfernt von den Spielen.“ Weltweit seien Ligen optimistischer als das Internationale Olympische Komitee, „weil sie ihre Veranstaltungen bis April oder Ende Mai verschoben haben. Wir sprechen über Ende Juli.“

Erneut keine weiteren Corona-Infektionen in China

Zum zweiten Mal hintereinander seit dem Ausbruch des Coronavirus Anfang Januar hat China landesweit keine lokalen Neuinfektionen mehr gemeldet.

Allerdings stieg erneut die Zahl der Infizierten, die aus dem Ausland zurück in die Volksrepublik kamen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Freitag mitteilte, wurden 39 neue importiere Fälle registriert, also Erkrankungen, die bei Menschen auf der Einreise nach China nachgewiesen wurden. Dies waren fünf mehr als am Vortag.

Es war damit der bisher höchste Anstieg von Erkrankten, die aus dem Ausland eingereist waren. Das schürt Ängste vor einer möglichen zweiten Ausbreitungswelle. Insgesamt wurden nunmehr 228 importierte Infektionen gezählt.

Bewohner von Los Angeles sollen zu Hause bleiben

Der Bürgermeister von Los Angeles weist alle Einwohner der zweitgrößten Stadt der USA an, wegen der Corona-Pandemie zuhause zu bleiben.

Die Menschen müssten „sofort alle nicht lebensnotwendigen Bewegungen“ einschränken, sagt Bürgermeister Eric Garcetti (49) bei einer Pressekonferenz. „Wir ergreifen diese dringende Maßnahme, um die Ausbreitung von Covid-19 zu begrenzen und Leben zu retten.“

Argentinien verhängt Ausgangssperre

Wegen des sich rasch ausbreitenden Coronavirus hat die argentinische Regierung eine weitgehende Ausgangssperre verfügt.

Bis zum 31. März dürfen die Menschen ihre Häuser und Wohnungen nicht mehr verlassen, wie Präsident Alberto Fernández (60) am Donnerstag nach einem Treffen mit den Gouverneuren des südamerikanischen Landes sagte. Erlaubt seien lediglich Besorgungen in nahe gelegenen Lebensmittelgeschäften und Apotheken.

Einige Berufsgruppen sind von der Ausgangssperre ausgenommen und können weiterhin zur Arbeit gehen: Ärzte, Pfleger und Polizisten, Mitarbeiter in der Lebensmittel-, Pharma- und Petroindustrie, Angestellte von Supermärkten und Apotheken sowie Beschäftigte von Logistikfirmen.

Haiti ruft den Notstand aus

Haiti ruft wegen des Corona-Ausbruchs den Notstand aus. Nach dem Auftreten der ersten beiden Infektionsfälle schließt der verarmte Karibikstaat seine Grenzen und verhängt eine nächtliche Ausgangssperre. Ab Mitternacht seien alle Häfen, Flughäfen und Grenzen nur noch für den Warenverkehr offen, sagt Präsident Jovenel Moise (51) auf einer Pressekonferenz. Auch Schulen, Universitäten und Industrieparks würden geschlossen. Ab Freitag gelte zwischen 20 und 5 Uhr eine Ausgangssperre. Zudem würden Versammlungen mit mehr als zehn Menschen verboten.

Kommunen sind gegen Ausgangssperre

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund lehnt eine Ausgangssperre zur Eindämmung der Corona-Pandemie ab.

Die Bürger hielten sich weitgehend an die von Bund, Ländern und Kommunen erlassenen Vorgaben, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg (68) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Im Vordergrund sollte immer wieder Aufklärung und Belehrung und nicht Zwang stehen, der flächendeckend ohnehin kaum zu kontrollieren ist.“

Eine flächendeckende Ausgangssperre sei einer der gravierendsten Eingriffe in die Freiheitsrechtes jedes Einzelnen und „zurzeit noch nicht notwendig“, sagte Landsberg. Falls es in einzelnen Orten besondere Krisensituationen gebe oder in bestimmten Stadtteilen Teile der Bevölkerung die Regeln nicht beachteten, kämen aber „räumlich beschränkte Ausgehverbote in Betracht“.

Zwangsurlaub beim Cirque du Soleil

Das kanadische Zirkusunternehmen Cirque du Soleil schickt fast sämtliche Mitarbeiter in den Zwangsurlaub.

Betroffen sind 4679 Mitarbeiter und damit 95 aller Angestellten, wie das kanadische Unternehmen mitteilte. Wegen des Coronavirus sind sämtliche 44 Shows des Cirque du Soleil weltweit derzeit ausgesetzt.

Das Unternehmen habe keine andere Alternative, als seine sämtlichen Aktivitäten einzustellen, bis die Pandemie unter Kontrolle sei und Artisten, Mitarbeiter und Zuschauer nicht mehr in Gefahr seien, hieß es weiter. Die Tourplanung und der Kartenverkauf für das kommende Jahr liefen aber weiter.

Züge in die Schweiz enden in Basel

Nach der Einführung von Grenzkontrollen im Kampf gegen das Coronavirus müssen Bahnreisende in die Schweiz mit größeren Einschränkungen rechnen.

Wie die Deutsche Bahn mitteilte, enden die Züge im Fernverkehr vorzeitig an der Station Basel Badischer Bahnhof. Dies betrifft die Verbindungen von Berlin nach Interlaken Ost, von Kiel/Hamburg nach Chur sowie von Dortmund nach Basel SBB. Auch der Regionalverkehr ist demnach betroffen.

Jeder zweite Deutsche in Sorge vor Corona-Infektion

Knapp die Hälfte der Wahlberechtigten ist einer aktuellen Umfrage zufolge besorgt, dass sie oder ein Familienangehöriger sich mit dem neuartigen Coronavirus infizieren.

Wie aus dem am Freitag veröffentlichten „Deutschlandtrend“ im ARD-„Morgenmagazin“ hervorgeht, machen sich 29 Prozent große und 19 Prozent sehr große Sorgen.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel!

Spanien ordnet Schließung aller Hotels an

Die spanische Regierung hat am Donnerstag wegen der Coronavirus-Krise die vorläufige Schließung aller Hotels des Landes angeordnet.

Im Zuge der am Wochenende verhängten Ausgangssperre müssen auch andere touristische Unterkünfte wie etwa Pensionen oder Campingplätze ihre Pforten schließen, wie aus einer Verordnung des Gesundheitsministeriums hervorging. Dafür haben die Häuser nun maximal sieben Tage Zeit. Nur Sicherheits- und Wartungspersonal darf bleiben.

Ausgenommen seien lediglich solche Quartiere, in denen Menschen für einen längeren Zeitraum untergebracht seien oder dauerhaft lebten – vorausgesetzt diese verfügten über die nötige Infrastruktur, um die Menschen zu schützen und voneinander zu isolieren.

Bis zum Abend war die Zahl der bestätigten Fälle in Spanien auf rund 18 000 gestiegen. Mehr als 830 Menschen sind bereits an dem Virus gestorben. Die Ausgangssperre gilt zunächst für 15 Tage, könnte aber danach vom Parlament verlängert werden.

 

US-Präsident Trump sagt offenbar G7-Gipfel ab

Statt am großen Verhandlungstisch treffen sich die G7-Staatschef in diesem Jahr offenbar nur am Computerbildschirm.

US-Präsident Donald Trump (73) hat den geplanten G7-Gipfel vom 12. bis 12. Juni abgesagt. Das erfuhr Reuters-Korrespondent Jeff Mason von einem Sprecher des Weißen Hauses. Die Staatschefs der sieben einflussreichsten Industrienationen sollten sich in Camp David im Bundesstaat Maryland treffen. Grund für die Absage sei die Ausbreitung des Coronavirus.

Laut Mason plant Trump stattdessen eine Videokonferenz mit den G7-Chefs.

Heil will ergänzende Grundsicherung vereinfachen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (47, SPD) will existenzgefährdete Solo-Selbstständige und Kleinstbetriebe auch mit einem erleichterten Zugang zu Hartz-IV-Zahlungen unterstützen.

Wenn jemand wirklich existenzgefährdet sei, solle eine ergänzende Grundsicherung möglich sein, sagt der SPD-Politiker am Abend im ZDF. „Und wir werden dafür sorgen, dass das ohne Bürokratie und Vermögensprüfung läuft, damit die Existenz gesichert ist.“ Die Bundesregierung werde das in der kommenden Woche auf den Weg bringen.

Zweiter Corona-Todesfall in Hessen

Der Kreis Offenbach hat den zweiten Todesfall nach einer Corona-Infektion in Hessen gemeldet.

Bei der Toten handelt es sich um eine 89 Jahre alte Frau aus Mainhausen, wie aus einer Mitteilung vom Donnerstagabend hervorgeht. „Sowohl die Infektionskette als auch die Kontaktpersonen der Verstorbenen konnten nachvollzogen werden“, heißt es dort weiter. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Am Dienstag war der erste Todesfall in Folge einer Corona-Infektion in Hessen gemeldet worden. Es handelte sich dabei um einen Patienten, der stationär in einer Wiesbadener Klinik behandelt worden sei. Derzeit sind im Land fast 550 Infektionen mit dem Virus registriert.

Laschet warnt vor Ausgangssperren

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) hat davor gewarnt, dass Bund und Länder eine Ausgangssperre verhängen werden, wenn sich die Bürger nicht an die Aufforderung halten, Abstand zu wahren.

„Wenn es nicht mit der Selbstverpflichtung geht, dann werden wir solche Entscheidungen fällen können“, sagte der CDU-Politiker in der ARD. Dies sei Ergebnis der Absprach von Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten gewesen. Er kritisierte, dass einzelne Bundesländer vorpreschen. Die bisherigen Maßnahmen sollten erst einmal wirken, zudem gehe es um einen massiven Eingriff in Grundrechte. „Wir brauchen eine gemeinsame Strategie“, sagt Laschet.

Vier Corona-Tote in der Türkei

In der Türkei ist die Zahl der am Coronavirus gestorbenen Patienten auf vier gestiegen. Insgesamt seien nun 359 Personen mit dem Virus infiziert, teilt das Gesundheitsministerium mit. Am Vortag waren es 191.

Corona-Fall: Eintracht Frankfurt in Quarantäne

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt muss sich wegen eines Coronavirus-Falls im Team für zwei Wochen in Quarantäne begeben.

Ein Spieler der Hessen habe zuletzt über Unwohlsein und die typischen Krankheitssymptome geklagt, ein Corona-Test sei positiv ausgefallen, teilte der Club mit. „Vermutlich war das leider nur eine Frage der Zeit. Wir werden aber auch diese schwierige Situation überstehen“, wurde Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic (48) zitiert.

Die komplette Mannschaft, der Trainerstab sowie weitere Betreuer und Mitarbeiter würden sich nun in die Selbstisolation begeben. Zudem müsse sich jeder einem Corona-Test unterziehen. Chefcoach Adi Hütter (50) hatte die Profis eigentlich zum Individualtraining gebeten, um die Infektionsgefahr zu minimieren. „Es kann jeden treffen! Und deshalb auch in diesem Zusammenhang ganz klar an alle Menschen: jeder muss Verantwortung übernehmen und zuhause bleiben“, sagte Bobic.

 

19.03.2020 22.07 Uhr

Papst nimmt an Online-Gebet teil

Papst Franziskus hat sich per Video an einem von der italienischen Bischofskonferenz organisierten landesweiten Gebet gegen das Coronavirus beteiligt. In seiner am Abend vom Vatikan verbreiteten Botschaft zum Josefstag rief das 83-jährige Oberhaupt der katholischen Kirche alle Gläubigen zur gegenseitigen Unterstützung auf.

Franziskus betete für die Wissenschaftler und ihre Intelligenz sowie für alle freiwilligen Helfer, Pflegekräfte und Ärzte, die ohne Rücksicht auf ihre eigene Gesundheit an „vorderster Front bei der Pflege der Kranken“ stünden. Er betete für den Schutz „der älteren Menschen vor der Einsamkeit“ und dafür, dass Gott die Menschheit von „jeder Art von Pandemie“ befreie.

Eine Viertelstunde vor dem gemeinsamen Gebet läuteten alle Glocken von Rom. Die italienischen Bischöfe baten ihre Landsleute zudem, weiße Laken aus ihren Fenstern zu hängen.

Österreich: Home-Office ab Freitag Pflicht

Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) legt mit einer weiteren Maßnahme nach: Ab Freitag ist Home-Office Pflicht, sofern es möglich ist. Österreichischen Medienberichten zufolge heißt es in einer entsprechenden Verordnung, Arbeitsstätten dürften „lediglich dann betreten werden, wenn die berufliche Tätigkeit nicht auch außerhalb der Arbeitsstätte durchgeführt werden kann“.

DGB fordert Aufstockung von Kurzarbeitergeld

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes durch die Arbeitgeber auf 80 Prozent des Verdienstausfalls.

Den Arbeitgebern würden die Sozialbeiträge zu hundert Prozent erstattet, während Beschäftigte in Kurzarbeit nur 60 Prozent (mit Kindern 67 Prozent) ihres letzten Einkommens von der Bundesagentur für Arbeit erhielten, heißt es in einer der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Stellungnahme des DGB zum Verordnungsentwurf des Arbeitsministeriums: „Diese soziale Schieflage ist für die Gewerkschaften nicht akzeptabel.“

Die Regierung rechnet in dem Entwurf für dieses Jahr als Folge der Virus-Krise mit einer noch die dagewesenen Zahl von etwa 2,35 Millionen Kurzarbeitern.

Fielmann schließt Läden in Deutschland und Schweiz

Die Optiker-Kette Fielmann schließt ab Freitag vorübergehend ihre Läden in Deutschland und der Schweiz, um bei der Eindämmung der Epidemie zu helfen. Dies werde etwa fünf Millionen Euro Umsatz weniger pro Tag bedeuten, teilte der Konzern mit.

Bochumer machen sich selber Mut – und danken Helfern

Bochum, Donnerstagabend 21 Uhr: Aus vielen Fenstern ist „Bochum“ zu hören, die Hymne von Herbert Grönemeyer auf seine Heimatstadt.

Zahlreiche Menschen folgten damit dem Aufruf zu einer Solidaritätsaktion in der Corona-Krise, der über die sozialen Netzwerke verbreitet worden war. Sie spielten über ihre Lautsprecher das Lied. In den Aufrufen hieß es etwa: „Lasst uns ein Zeichen setzen für die, die nicht zuhause bleiben können in dieser für alle schwierigen Zeit.“

In den vergangenen Tagen hatte es ähnliche Aktionen in zahlreichen Städten gegeben. Menschen klatschten an ihren Fenstern für Helferinnen und Helfer. Videos davon teilten sie in den sozialen Medien.

USA: Höchste Reisewarnstufe – für die ganze Welt

Die USA raten ihren Bürgern wegen der Corona-Pandemie dringend von Auslandsreisen ab. Das US-Außenministerium rief am Donnerstag die höchste Reisewarnstufe für die gesamte Welt aus – eine beispiellose Maßnahme.

Im Ausland reisende US-Bürger wurden aufgerufen, wenn möglich umgehend in die USA zurückzukehren. Ansonsten drohe ihnen, auf unbestimmte Zeit nicht in die USA zurückkehren zu können, erklärte das Ministerium. Im Ausland lebende US-Bürger sollten auf internationale Reisen verzichten.

„Viele Länder erleben COVID-19-Ausbrüche und verhängen Reisebeschränkungen und verpflichtende Quarantänen, schließen Grenzen und verbieten Nicht-Bürgern mit geringer Vorankündigung die Einreise“, erklärte das Außenministerium. Außerdem hätten Fluggesellschaften bereits zahlreiche internationale Flüge gestrichen.

Erste bestätigte Infektion in Niger

Niger bestätigt den ersten Fall einer Coronavirus-Infektion. Es handle sich um einen 36-jährigen Einheimischen, der jüngst nach Togo, Ghana, Elfenbeinküste und Burkina Faso gereist sei, erklärt der Gesundheitsminister.

Niger ist eines der ärmsten Länder der Welt.

Filmfestival von Cannes muss verlegt werden

Das weltberühmte Filmfestival von Cannes wird wegen der Corona-Krise nicht wie geplant im Mai stattfinden. Es werden nun verschiedene Optionen geprüft – möglich ist etwa eine Verlegung auf Ende Juni oder Anfang Juli.

Stadt in Ecuador verhindert Abholung gestrandeter Urlauber

Die Bürgermeisterin von Ecuadors zweitgrößter Stadt Guayaquil hat einem europäischen Flugzeug die Landung verweigert, das gestrandete Urlauber abholen sollte.

Die Stadt blockierte die Landebahn des Flughafens mit Behördenfahrzeugen. Die Maschine der Fluggesellschaft Iberia konnte daher nicht landen und wie geplant 190 Urlauber aufnehmen. Sie habe so gehandelt, um die Stadt zu schützen, sagt Bürgermeisterin Cynthia Viteri, die nach eigenen Angaben selbst mit dem Virus infiziert ist.

Das Flugzeug landete schließlich in der Haupstadt Quito. Die Regierung von Ecuador erwägt juristische Schritte gegen die Stadtverwaltung von Guayaquil.

Mehr als 15 000 Infizierte in Deutschland

Jetzt sind mehr als 15 000 Menschen in Deutschland mit Sars-CoV-2 infiziert! Aktuellen Zahlen der Behörden zufolge sind mittlerweile 45 Menschen an Covid-19 gestorben.

Mann hustet Supermarktmitarbeiter an – Festnahme!

Ein Mann (57) ist in England festgenommen worden, nachdem er in einem Supermarkt absichtlich Mitarbeiter angehustet hat. Die Angestellten hatten ihn zuvor des Ladendiebstahls bezichtigt, heißt es in einer Mitteilung der West Midland Police.

Der Mann habe vermutlich psychische Probleme, teilten die Beamten mit. Er habe behauptet, mit Corona infiziert zu sein.

Netflix fährt Übertragungsrate runter

Netflix drosselt die Übertragungsrate in Europa um ein Viertel, um das Internet während der Epidemie nicht zu überlasten. EU-Industriekommissar Thierry Breton hatte den Streamingdienst zuvor dazu gedrängt. Das Internet ist stark belastet, weil einerseits viele Beschäftigte aus dem Homeoffice arbeiten und sich andererseits viele Kinder und Jugendliche wegen der Schulschließungen zu Hause die Zeit vertreiben müssen.

Zoll beschlagnahmt Corona-Schutzkleidung

Die Zollbehörde Mönchengladbach hat bei einer Kontrolle im europäischen Verteilzentrum des US-Konzerns 3M in Jüchen hochwertige Atemschutzmasken und andere Schutzkleidung für Ärzte, Laboranten, Chemiker und auch Masken für die Bevölkerung beschlagnahmt, die offenbar illegal exportiert werden sollten.

Das berichtet die Düsseldorfer „Rheinische Post“ unter Berufung auf Werks- und Sicherheitskreise. „Es geht ganz klar um Schutzkleidung und alles, was damit zusammenhängt. Die werden illegal ins Ausland verschickt“, hieß es aus Behördenkreisen.

Bericht: Kanzlerin und Länder beraten über Ausgangssperren

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Ländern wollen laut SWR an diesem Sonntag über Ausgangssperren beraten. Mehrere Regierungschefs hatten am Donnerstag mit Ausgangssperren gedroht. „Es hängt von der Bevölkerung ab, ob wir schärfere Maßnahmen ergreifen müssen“, sagte der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) dem SWR.

Hintergrund ist, dass viele Bundesbürger den Aufrufen, Abstand zu Mitmenschen zu halten, nicht nachkommen.

Italien meldet mehr Corona-Tote als China

Italien hat im Zuge der Corona-Pandemie mehr Todesfälle als China gemeldet und ist damit das Land auf der Welt mit den meisten offiziell gemeldeten Toten. Bisher seien 3405 Menschen gestorben, teilte der italienische Zivilschutz am Donnerstag in Rom mit.

Erster Toter im Corona-Stau

Der kilometerlange Lastwagen-Stau auf der A12 Richtung Polen hat ein erstes Todesopfer gefordert. Aus noch unbekannter Ursache fuhr ein Lastwagenfahrer zwischen Storkow und Fürstenwalde (Oder-Spree) auf das Stauende auf und starb an der Unfallstelle. Seine Identität ist noch nicht geklärt.

Der Fahrer des Lastwagens vor ihm kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus Die Fahrbahn Richtung Polen blieb wegen der Bergungsarbeiten an der Unfallstelle zunächst gesperrt.

Auf der Autobahn 12 betrug der Stau am Donnerstagnachmittag 55 Kilometer und reichte fast bis an das Kreuz Spreeau heran.

Niederländischer Corona-Minister tritt nach Kollaps zurück

Der niederländische Minister Bruno Bruins (56) ist zurückgetreten. Er war für den Kampf gegen die Corona-Epidemie zuständig, gestern im Parlament kollabiert. Er sei nach Wochen harter Arbeit ohnmächtig geworden, sagte er später.

Immer dran denken: Regelmäßig Hände waschen!

 

Deutsche Flughäfen sehen Fieberkontrollen skeptisch

An den deutschen Flughäfen sind vorerst keine Fieberkontrollen geplant, um die Corona-Ausbreitung zu bremsen. Betreiber und Behörden sähen den Nutzen skeptisch, hieß am Donnerstag in einer Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen.

Durch die Umsteigeströme könnten Infizierte von überall herkommen. Wegen langer Inkubationszeiten seien solche Checks bei der Einreise zudem vielfach wirkungslos.
Ferner habe ohnehin etwa jeder 20. Reisende eine erhöhte Temperatur, etwa wegen Erkältungen, Erschöpfung oder Flugangst.

„Mehrere 10 000 Reisende wären somit jeden Tag verdächtig und müssten isoliert und getestet werden“, hieß es. Das sei nicht leistbar und würde den Flugverkehr faktisch lahmlegen.

Bundesregierung holt aus neun Ländern Deutsche zurück

Die Bundesregierung hat ihre Rückholaktion für Deutsche im Ausland auf insgesamt neun Länder ausgeweitet. Aus Ägypten, Marokko, Tunesien, Argentinien, Costa Rica, der Dominikanischen Republik, Peru und den Philippinen werden nun mit vom Auswärtigen Amt gecharterten Maschinen vor allem Touristen ausgeflogen, die wegen der Corona-Krise festsitzen.

Auch aus Aserbaidschan holte ein Flieger etwa 100 Deutsche zurück. Dort ist die Operation nach Angaben des Ministeriums damit aber schon abgeschlossen.

Auch die Reiseveranstalter und die Lufthansa fliegen weiterhin auf eigene Faust jeden Tag mehrere Tausend Urlauber aus. Es ist die größte Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik mit insgesamt wahrscheinlich mehr als 100 000 Passagieren. Alleine am Mittwoch waren es 7500.

Zahlreiche Länder haben inzwischen wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Grenzen dicht gemacht und Flugverbindungen gekappt. Da Deutschland inzwischen zu den Hauptrisikoländern gehört, sind Bundesbürger besonders stark von den Einschränkungen betroffen.

Justizministerin Lambrecht will Mieter schützen

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) will Mieter davor schützen, dass sie aufgrund von Geldnot durch die Corona-Krise ihre Grundversorgung mit Strom und Wasser oder sogar ihre Wohnungen verlieren. „Unser Ziel ist es, dass niemand seine Wohnung oder seine Versorgung mit Strom und Wasser verliert, weil er infolge der Corona-Krise in Zahlungsschwierigkeiten geraten ist“, sagte Lambrecht zu BILD.

Ihr Ministerium prüfe derzeit, wie Mieterinnen und Mieter, die infolge der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten kommen, vor dem Verlust ihrer Wohnung geschützt werden können. Das gelte für Mieterinnen und Mieter von Wohnraum ebenso wie für Gewerbemieterinnen und -Mieter.

Söder warnt: Ausgangssperre für ganz Bayern möglich

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus droht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nun ganz konkret mit einer Ausgangssperre für den ganzen Freistaat.

„Wenn sich viele Menschen nicht freiwillig beschränken, dann bleibt am Ende nur die bayernweite Ausgangssperre als einziges Instrumentarium, um darauf zu reagieren. Das muss jedem klar sein“, sagte Söder am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Landtag in München.

Zur Eindämmung des Coronavirus sollen am Donnerstag auch im Landkreis Wunsiedel Ausgangssperren erlassen werden. Genau wie in der oberpfälzischen Kleinstadt Mitterteich sei dies notwendig, da es dort hohe Fallzahlen gebe. In Mitterteich wurde am Mittwoch eine Ausgangssperre verhängt. Bayern wolle in keiner Kommune eine Ausbreitungslage wie etwa im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen oder im österreichischen Ischgl, betonte Söder.

Söder sagte außerdem: „Die Maßnahmen, die jetzt schon getroffen wurden, sind einschneidend“, seien aber nötig, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Denn: „Wir dürfen kein zweites Heinsberg zulassen“.

Bayerns Landeschef wies in der Regierungserklärung noch einmal auf den Ernst der Lage hin und versicherte: „Wir lassen Sie in dieser Krise nicht allein“.

Spanien steigt Totenzahl sprunghaft auf 767

In Spanien ist die Zahl der Virus-Toten binnen eines Tages von 558 auf 767 sprunghaft angestiegen. 17 147 Infektionsfälle seien registriert worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Am Mittwoch waren es noch 13 716.

Uniklinik Bonn: Väter dürfen bei Geburten nicht mehr dabei sein

In der Bonner Uniklinik dürfen Väter bei Geburten wegen der Coronakrise nicht mehr in den Kreißsaal.

Die Klinik habe sich schweren Herzens zu diesem Schritt entschlossen, um das Infektionsrisiko für Patientinnen und Mitarbeiterinnen möglichst gering zu halten, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. „Das bedeutet leider, dass werdende Väter ihre schwangeren Frauen weder vor, während noch nach der Geburt begleiten oder besuchen dürfen.“ Zuerst hatte der Bonner „General-Anzeiger“ berichtet.

„Wir sind uns bewusst, dass dieser Schritt für die werdenden Mütter und Väter eine große Enttäuschung bedeutet“, sagte die Sprecherin. „In der derzeitigen Situation muss aber die Gesundheit der Mütter, Kinder, Patientinnen und Mitarbeiterinnen die absolut oberste Priorität haben.“ In der Bonner Uniklinik gebe es im Schnitt fünf Geburten pro Tag.

Strenge Rangfolge bei Coronavirus-Tests empfohlen

Coronavirus-Tests sollten nach einer Empfehlung der EU-Kommission nach einer strikten Rangfolge vorgenommen werden und zu allererst für Patienten mit schweren Symptomen in Krankenhäusern zur Verfügung stehen. Die Empfehlung für ein in der Europäischen Union einheitliches Vorgehen bei den Tests lag der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag vor. Drive-In-Teststationen wertete die Kommission grundsätzlich positiv.

Die Brüsseler Behörde betonte, rechtzeitiges und korrektes Testen sei im Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19 von entscheidender Bedeutung. Dies sei Basis für Entscheidungen zur Eindämmung der Pandemie und zur Behandlung der Patienten.

Die EU-Staaten sollten nach einem fünfstufigem Plan testen, hieß es in der Empfehlung:
Zuerst Klinik-Patienten mit ernsten Atemwegsinfektionen, dann solche mit akuten Atemwegsinfektionen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen mit Symptomen. An dritter Stelle folgen Patienten mit akuten Infektionen außerhalb der Krankenhäuser, danach ältere Menschen mit chronischen Krankheiten. Nur wenn die Epidemie örtlich begrenzt ist und die nötigen Ressourcen vorhanden sind, sollten alle Patienten mit Atemwegsinfektionen getestet werden, heißt es in den Empfehlungen.
Auch symptomfreie Menschen, die in Kontakt mit Infizierten standen, könnten getestet werden.

Zahl der Toten im Iran steigt sprunghaft auf 1284

Im Iran sind mittlerweile 1284 Menschen infolge des Coronavirus gestorben. Binnen 24 Stunden seien 149 Menschen der Krankheit erlegen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Infektionsfälle sei um 1046 auf 18 407 gestiegen.

Weil sich das Virus rasant verbreitet, haben die Behörden die jährlichen Feierlichkeiten zum Atomprogramm abgesagt, anlässlich derer die Führung in Teheran üblicherweise ihre Fortschritte kundtut.

Ausgangssperre in zwei weiteren bayerischen Kommunen

Eine Ausgangssperre wegen der Ausbreitung des Coronavirus gilt ab sofort in zwei oberfränkischen Kommunen im Landkreis Wunsiedel (Bayern).

Betroffen sind das Stadtgebiet und der Ortsteil Neuhaus in Hohenberg an der Eger. Auch für den Ortsteil Fischern, der zum Gemeindegebiet Schirnding gehört, gilt das Verbot. Mehr dazu lesen Sie hier!

EU-Brexit-Unterhändler Barnier mit Coronavirus infiziert

EU-Brexit-Unterhändler Michel Barnier (69) ist nach eigenen Angaben mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Er sei postiv getestet worden, schrieb Barnier am Donnerstag auf Twitter. „Es geht mir gut und die Moral ist gut.“ Er werde jetzt den nötigen Empfehlungen folgen, ebenso sein Team.

Die Folgen für die Verhandlungen über die künftigen Beziehungen der Europäischen Union zu Großbritannien waren zunächst nicht absehbar. Großbritannien hatte die EU Ende Januar verlassen, doch hat sich wegen einer bis Jahresende angesetzten Übergangsphase im Alltag noch nichts geändert. Sollte jedoch bis Ende der Frist keine Vereinbarung über ein Freihandelsabkommen gelingen, droht ein harter Bruch – mit neuen heftigen Belastungen für die Wirtschaft.

Führende EU-Abgeordnete hatten an London appelliert, die Übergangsfrist zu verlängern. Die Option ist im Austrittsvertrag vorgesehen, doch die britische Regierung hat dies bisher strikt abgelehnt.

Gast gibt 9400 Dollar Trinkgeld wegen Corona

Zusammenhalten und solidarisch sein – in einer solchen Notsituation wie der Corona-Pandemie mit das Wichtigste.

Ein offensichtlich gut betuchtes Pärchen hat sich das zu Herzen genommen. In einem Restaurant in Houston, USA, bezahlten sie letzten Montag nicht nur ihre Rechnung von 90,12 Dollar. Sie hinterließen dazu ein Trinkgeld von 9400 Dollar!

Auf ihre Rechnung schrieben sie die Zeilen: „Nehmt das Trinkgeld, um euch über die nächsten paar Wochen zu bezahlen.“

Die ganze Geschichte lesen Sie in unserem Artikel.

Ifo-Chef: „Deutsche Wirtschaft stürzt in Rezession“

Die Coronavirus-Krise schürt bei deutschen Firmenchefs Angst vor einer kräftigen Rezession. Ökonomen befürchten sogar einen der größten Konjunkturbrüche in der Nachkriegszeit von bis zu neun Prozent.

Die Stimmung der vom Ifo befragten Manager fiel im März auf den tiefsten Stand seit Mitte 2009, wie das Münchner Institut am Donnerstag mitteilte. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank nach vorläufigen Ergebnissen auf 87,7 Punkte, nach 96,0 Zählern im Februar.

„Die deutsche Wirtschaft stürzt in die Rezession“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. „Insbesondere die Erwartungen der Unternehmen für die kommenden Monate verfinsterten sich wie nie zuvor.“ Auch die Einschätzungen zur Lage seien deutlich gefallen. „Die Inkubationszeit ist vorüber, das Virus hat Deutschland voll im Griff“, sagte DekaBank-Ökonom Andreas Scheuerle.

Der Ifo-Index gilt als einer der zuverlässigsten Frühindikatoren für den weiteren Konjunkturverlauf.

Ausgangssperren auch in Baden-Württemberg und im Saarland möglich

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat eindringlich an die Bürger appelliert, sich an die Einschränkungen zur Eindämmung des grassierenden Coronavirus zu halten – und schärfere Maßnahmen bei Zuwiderhandlung in Aussicht gestellt. „An die Vorgaben muss sich jeder halten“, sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag bei einer Sondersitzung des Landtags.

Ob man in Zukunft ein Ausgangsverbot erteile, wisse man nicht. Man wolle ein solches Verbot vermeiden. Aber wenn sich die Bürger nicht an die neuen Regelungen hielten, werde es wohl kommen. „Es kann nicht sein, dass jetzt junge Leute zu Corona-Partys rennen“, sagte Kretschmann. „Wenn nicht alle ihr Verhalten grundlegend umstellen, dann kommen wir um härtere Maßnahmen und Sanktionen nicht herum.“

Auch im Saarland könnte bald eine Ausgangssperre kommen. Nach den Worten des saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU) muss jeder sein Leben einschränken und diszipliniert sein. „Doch unsere ersten Erfahrungen zeigen, dass sich viele Menschen nicht an unsere Vorgaben halten und weiterhin die Gefahr auf die leichte Schulter nehmen“, sagte er den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe. „Sollten sich weiterhin viele nicht an unsere Auflagen halten, bleibt nur eine schnelle und harte Ausgangssperre als Instrument.“

„Wir müssen Strenge zeigen zum Schutz der gesamten Bevölkerung, insbesondere zum Schutz unserer Alten und Kranken“, erklärte Hans. Ihm sei bewusst, dass die bisher beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Infektionen tiefe Einschnitte in den Alltag bedeuteten. „Ob und inwieweit unsere Maßnahmen greifen, wissen wir erst in einigen Tagen“, sagte der saarländische Ministerpräsident den Funke-Zeitungen. Die Lage sei unverändert ernst.

Amerikas Jugend ignoriert Corona-Warnungen

Wie in Europa denken auch Amerikas Jugendliche bislang nicht daran, sich an das Social Distancing zu halten. In den USA wird nun gar von einem „Krieg der Generationen“ gesprochen. Mehr dazu lesen Sie hier!

Berliner Coronaklinik soll in wenigen Wochen fertig sein

Die Berliner Klinik für Coronapatienten mit bis zu tausend Betten soll in wenigen Wochen fertig sein. Projektkoordinator Albrecht Broemme zeigte sich am Mittwochabend im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) zuversichtlich, ein gutes Ergebnis in „vielleicht 20 Tagen, vielleicht 15 Tagen“ zu erzielen. „Je eher, desto besser“, betonte der ehemalige Präsident des Technischen Hilfswerks.

Entstehen soll die Klinik in Zusammenarbeit unter anderem mit den Berliner Krankenhäusern und Hilfsorganisationen in einer Messehalle. Auch mit der Bundeswehr will der Senat zusammenarbeiten. Als Helfer meldeten sich bereits pensionierte Ärzte und Pflegekräfte sowie Studierende, wie Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) im RBB sagte.

Die Klinik soll ergänzend und zur Vermeidung eines Engpasses genutzt werden und leicht Erkrankte sowie Notfallbeatmungspatienten versorgen. Bis Mittwochabend gab es 519 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus in der Hauptstadt, wobei 25 Patienten stationär behandelt wurden.

Cem Özdemir positiv auf Coronavirus getestet

Cem Özdemir (54) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Ex-Grünen-Chef veröffentlichte am Donnerstag auf Instagram ein Video, in dem er sagte, es gehe ihm „sehr gut“.

Er wolle seine Ansteckung öffentlich machen, „um deutlich zu machen, dass sich jede und jeder von uns anstecken kann“. Der Bundestagsabgeordnete rief dazu auf, zu Hause zu bleiben und die Lage ernst zu nehmen. „Es geht jetzt darum, alle anderen zu schützen“, sagte er. „Bitte bleibt zu Hause.“ Er selbst habe sich schon vor dem Testergebnis freiwillig weitgehend in Quarantäne begeben und müsse jetzt nicht mehr viel ändern.

Coronakrise trifft deutsche Wirtschaft stärker als andere

Die Corona-Pandemie bremst einer ZEW-Umfrage zufolge die Wirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich stärker als anderswo.

▶︎ Rund 39 Prozent der befragten Experten rechnen mit einem gesamtwirtschaftlichen Wachstumsverlust zwischen 0,5 Prozentpunkten und einem Prozentpunkt, teilt das Mannheimer ZEW-Intitut zu einer Erhebung unter 170 Finanzmarktexperten zwischen dem 9. und 16. März mit.

▶︎ Etwa 37 Prozent der Befragten erwarten demnach mehr als einen Prozentpunkt.

▶︎ Gut 24 Prozent gehen von einem geringen Wachstumsverlust von weniger als 0,5 Prozentpunkten aus.

Deutlich treffen dürfte es vor allem Betriebe im Fahrzeug- und Maschinenbau, bei den Banken sowie im Stahlgeschäft. Positive Wirkungen aufgrund steigender Nachfrage könnte es geben für die Pharmaindustrie, aber auch für die Informationstechnologie, die Telekommunikation sowie den Konsum beziehungsweise Handel.

Alba Berlin gibt „digitale Sportstunde“

Weil Schulen und Kitas geschlossen sind, bietet Basketball-Bundesligist Alba Berlin seit Mittwoch „digitale Sportstunde“ an. Wie der Verein mitteilte, soll damit „Bewegung, Spaß und Bildung in diesen für alle ungewohnten Alltag“ gebracht werden.

„Jeden Tag gibt es eine digitale Schulstunde (45 Minuten) Sport, Fitness und Wissenswertes für alle Kinder und Jugendlichen – zum Ansehen und Mitmachen in den eigenen vier Wänden“, heißt es in der Mitteilung. Auch Alba-Spieler werden in den Streams, die auf Youtube gezeigt werden, auftreten.

Regierung plant milliardenschweres Hilfspaket für Solo-Selbstständige

Die Bundesregierung plant einem Bericht des „Spiegel“ zufolge ein üppig ausgestattetes Rettungspaket für Solo-Selbständige und andere Kleinstunternehmer, die von den Folgen der Coronakrise betroffen sind.

Dafür wolle die Regierung insgesamt 40 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Zehn Milliarden Euro davon sollen demnach als direkte Zuschüsse an notleidende Ein-Mann-Betriebe und Kleinstunternehmen vergeben werden, der Rest von 30 Milliarden Euro als Darlehen.

Mehr dazu lesen Sie hier!

Reiseverband: Umsatzausfälle in Milliardenhöhe

Die Coronavirus-Krise belastet die deutsche Reisebranche mit milliardenschweren Umsatzausfällen. Nach Hochrechnungen des Branchenverbandes DRV summiert sich der Ausfall bei Veranstaltern und Reisebüros allein bis Ende April auf mehr als 4,8 Milliarden Euro.

Der Finanzbedarf werde weiter steigen, wenn die Krise andauere, warnte der DRV am Donnerstag. „Ein Schutzschirm für die Reisewirtschaft ist jetzt dringend notwendig. Die Politik ist gefordert, diese Umsatzausfälle mit einer Beihilfe auszugleichen“, forderte DRV-Präsident Norbert Fiebig.

Das Problem: Reisen ist praktisch nicht mehr möglich. Reisen werden storniert, Veranstalter müssen das Geld an die Kunden zurückzahlen, Kunden zögern mit Neubuchungen. Damit fehlt den Unternehmen Liquidität.

Teile der Londoner U-Bahn stillgelegt

Wegen der Corona-Pandemie sind Teile der Londoner U-Bahn seit Donnerstag stillgelegt. Bis zu 40 Stationen sollen nach Angaben der Verkehrsbetriebe zunächst geschlossen werden, um das Ansteckungsrisiko zu verringern. Auch der Verkehr mit Bussen ist eingeschränkt worden.

Das Sars-CoV-2-Virus verbreitet sich in der Millionenstadt London schneller als in anderen Regionen Großbritanniens. Es wird erwartet, dass die Metropole in den nächsten Tagen zur Sperrzone erklärt werden könnte. Premierminister Boris Johnson hatte dies auf einer Pressekonferenz auf Nachfrage nicht ausgeschlossen.

Söder fordert mindestens 100-Milliarden-Euro-Hilfspaket

CSU-Chef Markus Söder fordert vom Bund ein mindestens 100 Milliarden Euro schweres Hilfspaket, um die Folgen der Corona-Krise für die Wirtschaft abzumildern.

Bisherige Maßnahmen wie die Regelungen zum Kurzarbeitergeld und zu KfW-Bürgschaften seien ein erster Schritt, es brauche aber ein großes Finanz- und Konjunkturpaket von mindestens 100, eher 150 Milliarden Euro, sagte der bayerische Ministerpräsident am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Landtag in München.

Außerdem fordert Söder zur Abfederung der unkalkulierbaren Kosten und
finanziellen Folgen der Corona-Krise die Aussetzung der Stromsteuer und der EEG-Umlage. Dies würde vielen Betrieben und dem normalen Bürger helfen.

Polizei löst mehrere Corona-Partys auf

Die Freiburger Polizei musste in der Nacht zum Donnerstag mehrfach wegen sogenannter Corona-Partys ausrücken – dabei sollen die Menschen wegen des Coronavirus derzeit auf soziale Kontakte verzichten. Vor allem Jugendliche und Heranwachsende hätten sich zum Beispiel auf Grill- und Spielplätzen getroffen, teilte das Polizeipräsidium mit.

Die Gruppengrößen seien zwei- bis dreistellig gewesen. Einige der jungen Leute hätten sich uneinsichtig verhalten, als die Polizisten die Treffen auflösten und Platzverweise erteilten.

Behörden und Fachleute warnen seit Tagen vor solchen Partys und generell vor Versammlungen, damit sich das Coronavirus nicht weiter so rasant verbreitet wie derzeit.

Kramp-Karrenbauer will mehr Reservisten einsetzen

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) bereitet die Bundeswehr auf eine größere Mobilisierung ihrer Reserve für den Einsatz wegen der Corona-Pandemie vor. Unschätzbare Fähigkeiten der Reservisten sollten nun sinnvoll genutzt werden, schrieb die Ministerin am Donnerstag in einem Tagesbefehl an die Truppe.

„Nun wollen wir, auch mit Hilfe der Landeskommandos, über die Sanität hinaus Strukturen schaffen, die es für die Reserve ermöglichen, nützliche Beiträge leisten zu können“, so Kramp-Karrenbauer. „Darauf wird es ankommen, insbesondere wenn die Krise länger andauert.“

Die Ministerin verwies auf bereits als Amtshilfe laufende Einsätze, den Flugtransport deutscher Staatsbürger aus China und die Bereitstellung von Quarantäne-Unterkünften in Deutschland. „Wir helfen bei der Gesundheitsversorgung und wenn nötig auch bei der Gewährleistung von Infrastruktur und Versorgung sowie der Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung“, so Kramp-Karrenbauer. „Dafür wird sich die Bundeswehr mit hohem Engagement einbringen und im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten umfassend unterstützen.“

Die Verteidigungsministerin will Soldaten notfalls auch beim Warentransport einsetzen, um die Versorgung der Geschäfte und Firmen zu gewährleisten. „Falls wir Transportprobleme haben sollten, weil so viele Lastwagenfahrer an den Grenzen feststecken und nicht länger verfügbar sind, hat die Bundeswehr Fahrzeuge und Fahrer, die die Versorgung der Bevölkerung übernehmen können“, sagt sie im Interview mit der „Financial Times“.

Ausgangssperre in Italien muss verlängert werden

Die Ausgangssperre in Italien wegen der Coronavirus-Pandemie muss nach Einschätzung von Regierungschef Giuseppe Conte über den 3. April hinaus verlängert werden. Es sei unvermeidbar, die verhängten Maßnahmen wie die Schließung von Schulen und Unternehmen zu verlängern, sagte Conte der Zeitung „Il Corriere della Sera“ vom Donnerstag. In Italien gelten landesweite drastische Beschränkungen der Reise- und Versammlungsfreiheit, die bislang bis zum 3. April dauern sollen.

App-User können hier sehen, welche Gebiete in Italien besonders betroffen sind.

Maas: Schon 10 500 im Ausland gestrandete Deutsche zurückgeholt

Bei der von der Bundesregierung gestarteten Rückholaktion wegen der Coronakrise sind bereits tausende im Ausland gestrandete Deutsche nach Hause geholt worden. Am Mittwoch seien bereits 10 500 Menschen aus Ägypten, Tunesien und Marokko zurückgeholt worden, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Donnerstag im ARD-„Morgenmagazin“. Über das Wochenende sollen dann allein aus Ägypten weitere rund 20 000 Touristen mit Chartermaschinen zurück nach Deutschland gebracht werden.

Von der Bundesregierung seien Flieger gechartet worden, um insbesondere in den Gebieten, wo es wegen der Ausbreitung des Coronavirus keinen Flugverkehr mehr gebe, Touristen zurückzuholen, sagte Maas. Wo es noch Flugverkehr gebe, sollten Deutsche reguläre Flüge nutzen. „Wir setzen Flieger ein, wo Menschen gar keine Möglichkeit mehr haben, zurückzukommen“, sagte Maas.
Die Frage der in solchen Fällen üblichen finanziellen Beteiligung der betroffenen Bundesbürger an ihrem Rücktransport wurde Maas zufolge zunächst zurückgestellt, weil Menschen „in Not sind“. Diese Frage werde man „später klären“.

Zweiter Corona-Toter in der Türkei

Die Türkei hat den zweiten Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet. Es handele sich um einen 61-jährigen Mann, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Mittwochabend auf Twitter mit, ohne Details zu nennen.

Außerdem stieg die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen sprunghaft an. 93 neue Fälle seien dazugekommen, schrieb Koca. Damit sind in der Türkei nach offiziellen Angaben bislang 191 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden.

Am Dienstag hatte die Türkei ihren ersten Toten durch Covid-19 gemeldet.
Die Türkische Ärztevereinigung (TTB) geht davon aus, dass die Dunkelziffer der Erkrankten höher ist als die offiziellen Fallzahlen. Sie hatte außerdem erst kürzlich kritisiert, dass zu wenig Tests vorhanden seien.

Drei weitere Menschen im Kreis Heinsberg gestorben

Im Kreis Heinsberg (NRW) sind drei weitere Menschen am Coronavirus gestorben. Das meldet das Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg.

In allen drei Fällen war die Todesursache eine Lungenentzündung – bedingt durch die Coronavirusinfektion. Bei den Todesopfern handelt es sich um zwei Männer und eine Frau im Alter von 83 bis 87 Jahren, die unter Vorerkrankungen litten.

 

Kramp-Karrenbauer will mehr Reservisten einsetzen

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) bereitet die Bundeswehr auf eine größere Mobilisierung ihrer Reserve für den Einsatz wegen der Corona-Pandemie vor. Unschätzbare Fähigkeiten der Reservisten sollten nun sinnvoll genutzt werden, schrieb die Ministerin am Donnerstag in einem Tagesbefehl an die Truppe.

„Nun wollen wir, auch mit Hilfe der Landeskommandos, über die Sanität hinaus Strukturen schaffen, die es für die Reserve ermöglichen, nützliche Beiträge leisten zu können“, so Kramp-Karrenbauer. „Darauf wird es ankommen, insbesondere wenn die Krise länger andauert.“

Die Ministerin verwies auf bereits als Amtshilfe laufende Einsätze, den Flugtransport deutscher Staatsbürger aus China und die Bereitstellung von Quarantäne-Unterkünften in Deutschland. „Wir helfen bei der Gesundheitsversorgung und wenn nötig auch bei der Gewährleistung von Infrastruktur und Versorgung sowie der Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung“, so Kramp-Karrenbauer. „Dafür wird sich die Bundeswehr mit hohem Engagement einbringen und im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten umfassend unterstützen.“

Die Verteidigungsministerin will Soldaten notfalls auch beim Warentransport einsetzen, um die Versorgung der Geschäfte und Firmen zu gewährleisten. „Falls wir Transportprobleme haben sollten, weil so viele Lastwagenfahrer an den Grenzen feststecken und nicht länger verfügbar sind, hat die Bundeswehr Fahrzeuge und Fahrer, die die Versorgung der Bevölkerung übernehmen können“, sagt sie im Interview mit der „Financial Times“.

Ausgangssperre in Italien muss verlängert werden

Die Ausgangssperre in Italien wegen der Coronavirus-Pandemie muss nach Einschätzung von Regierungschef Giuseppe Conte über den 3. April hinaus verlängert werden. Es sei unvermeidbar, die verhängten Maßnahmen wie die Schließung von Schulen und Unternehmen zu verlängern, sagte Conte der Zeitung „Il Corriere della Sera“ vom Donnerstag. In Italien gelten landesweite drastische Beschränkungen der Reise- und Versammlungsfreiheit, die bislang bis zum 3. April dauern sollen.

Maas: Schon 10 500 im Ausland gestrandete Deutsche zurückgeholt

Bei der von der Bundesregierung gestarteten Rückholaktion wegen der Coronakrise sind bereits tausende im Ausland gestrandete Deutsche nach Hause geholt worden. Am Mittwoch seien bereits 10 500 Menschen aus Ägypten, Tunesien und Marokko zurückgeholt worden, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Donnerstag im ARD-„Morgenmagazin“. Über das Wochenende sollen dann allein aus Ägypten weitere rund 20 000 Touristen mit Chartermaschinen zurück nach Deutschland gebracht werden.

Von der Bundesregierung seien Flieger gechartet worden, um insbesondere in den Gebieten, wo es wegen der Ausbreitung des Coronavirus keinen Flugverkehr mehr gebe, Touristen zurückzuholen, sagte Maas. Wo es noch Flugverkehr gebe, sollten Deutsche reguläre Flüge nutzen. „Wir setzen Flieger ein, wo Menschen gar keine Möglichkeit mehr haben, zurückzukommen“, sagte Maas.
Die Frage der in solchen Fällen üblichen finanziellen Beteiligung der betroffenen Bundesbürger an ihrem Rücktransport wurde Maas zufolge zunächst zurückgestellt, weil Menschen „in Not sind“. Diese Frage werde man „später klären“.

Altmaier erwartet kommende Woche Beschlüsse zu zusätzlichen Hilfen für Kleinstfirmen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hofft in den nächsten Tagen auf Klarheit bei den angedachten zusätzlichen Hilfen für Selbstständige und Kleinstunternehmen, um beispielsweise Mieten auch in der Krise zahlen zu können.

„Wir wollen natürlich denen helfen, die es dringend brauchen“, sagt der CDU-Politiker im „Deutschlandfunk“. Dies solle aber nicht mit der Gießkanne geschehen, sondern zielgenau sein. „Das alles wird, hoffe ich jedenfalls, dann in der nächsten Woche dazu führen, dass der Gesetzgeber notwendige Entscheidungen treffen kann.“

Lufthansa streicht noch mehr Flüge

Der Lufthansa-Konzern streicht sein Flugprogramm wegen der Coronakrise noch stärker zusammen als bisher bekannt. Bis 19. April fänden nur noch rund fünf Prozent der ursprünglich geplanten Flüge statt, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag bei der Vorlage der Jahresbilanz in Frankfurt mit. Mehr dazu lesen Sie hier.

Australien schließt Grenzen

Im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus schließt Australien seine Grenzen. Ausgenommen von dem Einreiseverbot seien lediglich die eigenen Bürger, Menschen mit dauerhaftem Wohnsitz sowie deren enge Familienmitglieder, kündigte Premierminister Scott Morrison am Donnerstag an.

Bund kann sich in Corona-Krise unbegrenzt verschulden

Der Bund kann nach Angaben des Bundesfinanzministeriums trotz Schuldenbremse in einer außergewöhnlichen Notsituation wie der Corona-Krise unbegrenzt neue Schulden aufnehmen. Das ermöglichten die Regeln zur Schuldenbremse im Grundgesetz, heißt es in der Antwort des Ministeriums auf eine Berichtsanforderung des Grünen-Politikers Sven-Christian Kindler (35). „Drei Voraussetzungen müssen erfüllt sein. Die Notsituation muss außergewöhnlich sein, ihr Eintritt muss sich der Kontrolle des Staates entziehen und sie muss die staatliche Finanzlage und den Haushalt erheblich beeinträchtigen“, heißt es darin laut der “Rheinischen Post“.

Drittes Notkreditprogramm von US-Notenbank

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat am Mittwochabend ihr drittes Notkreditprogramm innerhalb von zwei Tagen eingeführt. Sie kündigte an, Kredite an Banken zu vergeben, die als Sicherheiten von Geldmarktfonds dienen.

Die neue Maßnahme würde „Unterstützung für den Kreditfluss an Haushalte und Unternehmen“ bieten, indem sichergestellt werde, dass die 3,8 Billionen Dollar (3,5 Billionen Euro) schwere Investmentfondsindustrie ihre Bestände an US-Staatsanleihen und anderen hochwertigen Vermögenswerte zum vollen Wert verkaufen können, falls Anleger ihr Geld abziehen.

Corona-Krise macht Immobilienkredite billiger

Die Corona-Krise führt dazu, dass Immobilienkäufer günstigere Darlehen aufnehmen können. Wer ein Haus oder eine Wohnung kaufen will, kann sich Konditionen nahe Rekordtiefs sichern, beobachten Kreditvermittler. Auch die Aussichten seien gut.

„Die Verunsicherung durch das Coronavirus hat zu einem Allzeittief bei Bauzinsen geführt“, sagt Mirjam Mohr, Vorständin für das Privatkundengeschäft bei Interhyp. Dem Baufinanzierungsvermittler zufolge kann die Mehrheit der Kreditnehmer Darlehen mit zehn Jahren Zinsbindung für rund 0,6 Prozent jährlich aufnehmen, bei guter Bonität seien um 0,4 Prozent drin. Interhyp vergleicht die Konditionen von über 400 Banken.

Der große Finanzvertrieb Dr. Klein sieht zehnjährige Baudarlehen bei einigen regionalen Banken ab 0,31 Prozent, der Baufinanzierungsvermittler Hüttig & Rompf eine „realistische Untergrenze“ von etwa 0,35 Prozent. Bei 15 Jahren Zinsbindung lägen die Konditionen bestenfalls bei rund 0,5 Prozent.

Keine inländischen Neuinfektionen in China

Zum ersten Mal seit dem Ausbruch des Coronavirus Anfang Januar hat China landesweit keine lokalen Neuinfektionen mehr gemeldet.

Allerdings stieg die Zahl der Infizierten, die aus dem Ausland zurück in die Volksrepublik kamen – was Ängste vor einer möglichen zweiten Ausbreitungswelle schürt. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Donnerstag mitteilte, wurden 34 neue „importiere Fälle“ registriert, also Erkrankungen, die bei Menschen auf der Einreise nach China nachgewiesen wurden. Es war der bisher höchste Anstieg von Erkrankten, die aus dem Ausland eingereist waren.

Dennoch beklagt China täglich noch immer neue Todesfälle. Am Donnerstag kamen acht Tote hinzu, womit die Gesamtzahl der Opfer auf 3245 Fälle stieg. Insgesamt wurden auf dem chinesischen Festland 80 928 Infizierte registriert, von denen sich mehr als 66 000 wieder erholt haben.

Harley-Davidson stoppt US-Produktion

Der Motorradbauer Harley-Davidson setzt wegen der Coronavirus-Krise vorübergehend seine Produktion in den USA aus. Der Schritt erfolge, um die Beschäftigten am besten unterstützen und die Vorgaben der Gesundheitsbehörden am besten befolgen zu können, erklärte Vorstandschef Jochen Zeitz (56) am Mittwochabend (Ortszeit).

Die Produktionspause gelte zunächst bis zum 29. März. In einem US-Werk von Harley-Davidson sei ein Mitarbeiter positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, die Fabrik werde nun gründlich gereinigt und desinfiziert.

Sprunghafter Anstieg der Neu-Infektionen in Südkorea

Südkorea kämpft wieder gegen eine steigende Zahl von Coronavirus-Infektionen. Am Mittwoch seien 152 zusätzliche Fälle erfasst worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mit. Schon seit Montag kletterten die Fallzahlen wieder nach dem Abwärtstrend in der vergangenen Woche. Insgesamt wurden bisher 8565 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Sars-CoV-2-Erreger in Verbindung gebracht werden, erhöhte sich um sieben auf 91.

Zum ersten Mal keine neuen Corona-Fälle in Wuhan

Die zentralchinesische Stadt Wuhan meldet zum ersten Mal seit dem Ausbruch des Coronavirus Ende 2019 keine neuen Infektionen.

In Festland-China werden für Mittwoch 34 neue Infektionen bestätigt, mehr als doppelt so viele wie am Vortag mit 13. Alle neuen Fälle sind importiert, was den Druck auf die Behörden zur Überprüfung von Reisenden erhöht. Insgesamt steigt die Zahl der Erkrankungen auf 80 928. Die Zahl der Todesopfer durch den Ausbruch in China liegt zum Ende des Mittwochs nach offiziellen Angaben bei 3245, acht mehr als am Vortag. Alle acht Todesfälle entfallen auf die zentrale Provinz Hubei, darunter sechs auf die Provinzhauptstadt Wuhan.

Argentinien baut zehn Krankenhäuser für Corona-Patienten

Zur Versorgung von infizierten Patienten baut Argentinien zehn neue Krankenhäuser.

Acht Kliniken sollen in den Provinzen Buenos Aires, Chaco, Córdoba und Santa Fe errichtet werden, wie der Minister für öffentliches Bauwesen, Gabriel Katopodis (53), mitteilte. Die Hospitäler werden in Fertigbauweise errichtet und sollen über jeweils 24 Betten in der Intensivstation, 46 Betten für die Behandlung leichterer Fälle, Isolationsboxen und Beatmungsgeräte verfügen. In jedem Krankenhaus werden etwa 100 Ärzte, Pfleger und Techniker arbeiten.

In Argentinien gibt es derzeit 97 bestätigte Coronavirus-Fälle, zwei Menschen starben.

Trump bringt erstes Corona-Hilfspaket auf den Weg

US-Präsident Donald Trump (73) hat ein vom Kongress beschlossenes milliardenschweres Hilfspaket in Kraft gesetzt, mit dem die Folgen der Coronavirus-Epidemie abgefedert werden sollen. Trump unterschrieb das Gesetz am Mittwochabend (Ortszeit). Die darin vorgesehenen Maßnahmen sollen rund 100 Milliarden US-Dollar (91,6 Mio Euro) kosten.

Mit dem Hilfspaket wird unter anderem die in den USA nicht landesweit gesetzlich vorgeschriebene Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ausgeweitet. Zudem werden die Kostenübernahme von Tests auf eine mögliche Ansteckung mit dem Coronavirus garantiert und Zahlungen für Arbeitslose und Lebensmittelhilfen ausgeweitet. Das von beiden großen Parteien unterstützte Paket war vergangene Woche vom Repräsentantenhaus verabschiedet worden, am Mittwochnachmittag hatte der Senat zugestimmt.

US-Autokonzerne schließen Fabriken

Die Autokonzerne General Motors (GM), Fiat Chrysler und Ford schließen wegen der Corona-Krise ihre Produktion in Nordamerika bis Ende März. Das teilten die drei Unternehmen sowie die Branchengewerkschaft UAW mit. Damit werde die Gesundheit von Gewerkschaftsmitgliedern, deren Angehörigen sowie der Bewohner der Orte geschützt, in denen die Fabriken ansässig sind, erklärte UAW-Chef Rory Gamble in einer gemeinsamen Erklärung mit Ford.

Kassen wollen alle zusätzlichen Pflegekosten erstatten

Die gesetzlichen Krankenkassen haben die Erstattung aller Kosten zugesichert, die im Bereich der Pflege wegen der Corona-Krise entstehen. Die Pflegeversicherung verfüge über ausreichend Rücklagen, um die Corona-bedingten Mehrkosten bei den knapp 27 000 Pflegeheimen und Pflegediensten in Deutschland auszugleichen, sagte der Vizevorsitzende des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Gernot Kiefer, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Erstattung von Zusatzkosten infolge der Corona-Pandemie werde „unbürokratisch“ gewährleistet.

US-Autobauer wollen medizinische Geräte produzieren

US-Autohersteller bieten ihre Hilfe bei der Produktion von medizinischen Geräten an.

General Motors (GM) und Ford erklären, dass sie in Gesprächen mit der US-Regierung seien, wie die Produktion beispielsweise von Beatmungsgeräten zur Bekämpfung des Coronavirus unterstützen könnten. Bei General Motors ist die nordamerikanische Produktion bis zum 30. März ausgesetzt. Anfang der Woche war Großbritannien an Autobauer wie Ford, Honda und Rolls Royce herangetreten, die zur Herstellung von Gesundheitsausrüstung einschließlich Beatmungsgeräten herangezogen werden sollen. In China wurde teilweise die Produktion von Masken und medizinischer Schutzkleidung von anderen Herstellern wie Apple-Partner Foxconn oder dem Jointventure von GM mit chinesischen Partnern übernommen.

Erstes Mitglied des US-Kongresses positiv gestestet

Der US-Abgeordnete Mario Diaz-Balart (58) ist nach eigenen Angaben mit Coronavirus infiziert. Der Kongressabgeordnete sagt, er habe am Samstagabend Fieber und Kopfschmerzen entwickelt und sei „vor kurzem“ darüber informiert worden, dass er positiv getestet worden sei. Ihm ginge es bereits besser.

Diaz-Balart ist das erste Mitglied des Kongresses, von dem bekannt ist, dass es sich mit dem Virus infiziert hat. In den letzten Wochen haben sich mehrere andere Mitglieder des Senats und des Repräsentantenhauses selbst isoliert, nachdem sie möglicherweise mit einer Person mit Coronavirus in Kontakt gekommen waren.

Japan erwägt Rettungspaket in dreistelliger Milliardenhöhe

Japans regierende Liberaldemokratische Partei erwägt ein Wirtschaftspaket im Wert von mehr als 30 Billionen Yen (278 Milliarden Dollar) als Reaktion auf die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie, berichtet die japanische Tageszeitung „Sankei“.

Corona-Impfstoff: Im Sommer erste Tests an Menschen

Das Biotech-Unternehmen Curevac macht Hoffnung auf einen Corona-Impfstoff.

Friedrich von Bohlen, Geschäftsführer von Dietmar Hopps Beteiligungsgesellschaft Dievini, zur „Rheinischen Post“: „Wir kommen gut voran. Schon bald können wir in präklinische Tests gehen und den Impfstoff an Tieren testen. Im Sommer können wir die klinischen Tests am Menschen starten. Dabei müssen wir vor allem die richtige Dosis finden.“ Dievini hält 82 Prozent an dem Impfstoff-Entwickler Curevac, bei dem Bohlen auch im Aufsichtsrat sitzt. Zur Frage, wann der Impfstoff kommt, sagte er: „Das hängt von vielen Faktoren ab und auch davon, wie sich diese Pandemie entwickelt. Verläuft sie dramatisch, werden Beschleunigungen möglich sein. Ich bin mir aber sicher: Der Impfstoff wird kommen.“

Curevac könne nach einer Zulassung auch rasch die Produktion hochfahren. „Curevac wäre heute in der Lage, über 100 Millionen Dosen pro Jahr zu produzieren“, so Bohlen.

Neue Corona-Fälle in mehreren Karibik-Staaten

Das Coronavirus hat Lateinamerika und die Karibik später erreicht als Europa – allmählich häufen sich nun auch dort die Fälle. Sowohl die Inselstaaten Jamaika und Kuba als auch das mittelamerikanische Costa Rica meldeten am Mittwoch (Ortszeit) jeweils einen ersten Todesfall infolge einer Covid-19-Erkrankung. Auch die Dominikanische Republik bestätigte ein neues Todesopfer. Damit stieg die bisherige Bilanz der Todesfälle in dem Karibikstaat auf zwei.

In ganz Lateinamerika hat es bisher mindestens 13 bestätigte Todesfälle in insgesamt acht Ländern gegeben. Mit drei Toten ist die Zahl in Brasilien am höchsten.

EZB: 750-Milliarden-Notfallprogramm gegen Corona-Krise

Die Europäische Zentralbank (EZB) stemmt sich mit neuen umfassenden Anleihenkäufen gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie. Das Notfallprogramm habe einen Umfang von 750 Milliarden Euro und solle bis Ende 2020 laufen, teilte die Euro-Notenbank am späten Mittwochabend in Frankfurt mit.

Damit werde auf die ernsthafte Gefahr für die Übertragung der Geldpolitik und die wirtschaftlichen Aussichten für die Euro-Zone reagiert. Der EZB-Rat hatte zuvor eine außerordentliche Konferenz abgehalten. Erst vor einer Woche hatten die Währungshüter eine Reihe von Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft beschlossen.

Auch griechische Anleihen sind diesmal Teil des Programms. Bislang waren sie von den laufenden Anleihenkäufen aufgrund ihres schwachen Kreditratings ausgeschlossen.

Brasiliens Notenbank senkt Leitzinsen auf Rekordtief

Die brasilianische Notenbank hat im Kampf gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus den Leitzins gesenkt. Der Schlüsselzins wurde um 50 Basispunkte auf ein Rekordtief von 3,75 Prozent reduziert.

Portugal beschließt nationalen Notstand

Portugal hat wegen der Coronavirus-Pandemie für zwei Wochen den nationalen Notstand ausgerufen.

Staatschef Marcelo Rebelo de Sousa (71) sagte am Mittwochabend bei einer Fernsehansprache, die ab Mitternacht geltende Maßnahme diene der „Verstärkung des Kampfes und der Prävention dieser Pandemie“. Der Notstand schade nicht der Demokratie, sondern diene dem Wohl der Menschen. Möglicherweise werde der Notstand, der alle zwei Wochen erneuert werden muss, mehrere Monate dauern, sagte der Präsident.

Der Notstand, dem das Parlament am Abend zustimmte, erlaubt es der Regierung, einige Verfassungsrechte wie die Bewegungsfreiheit und das Demonstrationsrecht auszusetzen. Es ist das erste Mal seit dem Ende der Diktatur in den 1970er Jahren, dass in dem Land mit rund zehn Millionen Einwohnern der Notstand ausgerufen wird. In Portugal wurden bislang 642 Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus und zwei Todesfälle gemeldet.

 

18.03.2020 22.35 Uhr

Tirol stellt alle 279 Gemeinden unter Quarantäne

Das österreichische Bundesland Tirol hat sich als Corona-Schleuder erwiesen – von den dortigen Ski-Orten aus wurde das Virus in ganz Europa verteilt. Warnungen wurden Medienberichten zufolge lange in den Wind geschlagen.

Dafür reagiert das Land jetzt umso drastischer. Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) verkündete am Mittwoch, alle 279 Gemeinden ab Mitternacht unter Quarantäne zu stellen: „Das Virus breitet sich stetig aus. Es ist daher laut unseren Experten erforderlich, dass wir weitere Einschränkungen vornehmen. (…) Das heißt: Tirol isoliert sich selbst. Wir erlassen eine Quarantäneverordnung für alle 279 Tiroler Gemeinden.“

Bedeutet: Bürger dürfen ihre Heimatgemeinde nur dann verlassen, wenn es um die Deckung der Grundversorgung geht, um die Daseinsvorsorge oder um zur Arbeit zu kommen – und dann nur zum nächstgelegenen Ort.

Platter: „Sofern es einen Arzt, eine Apotheke, einen Lebensmittelhandel und eine Bank im Ort gibt, darf die Gemeinde für diese Zwecke nicht verlassen werden. Was zum Beispiel nicht geht ist, in einen anderen Ort zu fahren, wenn im eigenen Dorf ein Lebensmittelgeschäft zur Verfügung steht.“

Kiffer-Organisation warnt vorm Teilen von Joints

Die Corona-Krise sorgt auch bei Kiffern für ein Umdenken: Die US-Lobby-Gruppe NORML hat dazu aufgerufen, Joints wegen der Ansteckungsgefahr nicht mehr in einer Gruppe kreisen zu lassen.

„Seitdem in verschiedenen Kulturkreisen Cannabis konsumiert wird, ist es Brauch, unter Freunden einen Joint zu teilen“, erklärte NORML-Chef Erik Altieri. „Aber angesichts dessen, was wir über Covid-19 wissen, wäre es in diesen Zeiten ratsam, dieses Verhalten zu stoppen.“

Marihuana-Konsumenten sollten auch Rauch-Utensilien wie Bongs und Pfeifen nicht teilen sowie regelmäßig desinfizieren, erklärte Altieri. Weil Covid-19 eine Lungenkrankheit sei, könne es zudem ratsam sein, die Lungen nicht unnötig mit Rauch zu belasten. Altieri empfiehlt deswegen sanftere E-Zigaretten oder mit Cannabis versetzte Lebensmittel.

Portugal verhängt Ausnahmezustand

Im Kampf gegen die Coronavirus-Krise hat das Parlament in Portugal die Ausrufung des Ausnahmezustandes gebilligt. Bei der Abstimmung über die umstrittene Maßnahme, die am Mittwochabend per Videokonferenz stattfand, enthielten sich zwar viele Abgeordnete, aber es gab keine Gegenstimme. Damit wurde der Antrag der Regierung mit deutlicher Mehrheit angenommen.

Nach der Billigung durch das Parlament wollte Staatspräsident Antonio Rebelo de Sousa den Ausnahmezustand – die zweithöchste Notstandsstufe des Landes – den amtlichen Angaben zufolge noch am Abend verhängen.

Die Regierung in Lissabon wird die Rechte der Bürger, der Medien, der Unternehmen und der Organisationen deutlich einschränken können. Der sozialistische Ministerpräsident António Costa versicherte, die Demokratie werde „nicht außer Kraft gesetzt“. Man werde nun aber die Krise viel leichter bekämpfen können. Konkrete Maßnahmen nannte die Regierung zunächst nicht.

Deutschland weitet Einreisebeschränkungen für EU-Bürger aus

Seehofer verschärft die bereits an den Landesgrenzen zu Österreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark bestehenden Einreisebeschränkungen!

Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, dürfen ab sofort nur noch Deutsche oder Reisende mit „einem dringenden Reisegrund“ per Flugzeug oder Schiff aus den fünf Nachbarländern nach Deutschland kommen. Wer aus einem EU-Staat kommt, darf nur noch auf einem deutschen Flughafen landen, wenn er von dort aus weiter in sein Heimatland reist.

„Ich fordere seit Wochen, dass wir die Infektionskette aus dem Ausland nach Deutschland durch drastische Maßnahmen unterbrechen“, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). „Es ist absurd, den Menschen in Deutschland einen Kinobesuch zu verwehren, aber gleichzeitig Einreisen aus Risikoregionen innerhalb und außerhalb der EU zuzulassen“, fügte er hinzu.

Die betroffenen EU-Staaten seien über die neue Anordnung, die nach einem Beschluss des Bundeskabinetts erfolgt sei, vorab informiert worden, teilte das Ministerium weiter mit. Ein Schreiben werde an die Europäische Kommission und die Innenminister aller EU-Staaten versandt. Das Ministerium bat alle Bürger, „nicht zwingend notwendige Reisen unbedingt zu unterlassen“.

Seehofer ließ durchblicken, dass er mit dem Tempo der Entscheidungen zuletzt nicht immer zufrieden war. Er erklärte: „Den späten Vorschlag der Europäischen Kommission für ein einheitliches Vorgehen an den Grenzen habe ich in Deutschland sofort umgesetzt“. Die nun beschlossene Ausweitung der Einreisebeschränkungen sei notwendig, „damit alle Verkehrsträger an den jeweiligen Grenzen gleich behandelt werden“.

Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) erklärte: „Von diesen Maßnahmen sind insbesondere der Güterverkehr und Mitarbeiter im Gesundheitswesen oder im Bereich kritischer Infrastrukturen ausgenommen.“ Mit dem neuen Beschluss würden einheitliche Regelungen von Reisen innerhalb und außerhalb Europas geschaffen.

Bayern: Polizei kontrolliert Ausgangssperre

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat die vom Coronavirus stark getroffene Stadt Mitterteich in der Oberpfalz besucht. In der 6500-Einwohner-Stadt im Landkreis Tirschenreuth gilt bis zum 2. April eine Ausgangssperre.

„Nachdem das Coronavirus auffällig oft im Stadtgebiet von Mitterteich festgestellt wurde, müssen wir von einem Hotspot ausgehen“, teilte Herrmann schon vor seinem Besuch in der Stadt mit. Mit einer Ausgangssperre die Ausbreitung des Virus einzudämmen und die Infektionskette zu unterbrechen, sei eine nahe liegende Maßnahme.

Nach Angaben des Landratsamtes gibt es im Landkreis Tirschenreuth 47 bestätigte Corona-Fälle, 25 davon in Mitterteich. 15 der 47 Menschen lägen im Krankenhaus, fünf von ihnen müssten beatmet werden.

Die Feuerwehr informierte die Bürger am Nachmittag mittels Lautsprecherdurchsagen über die Maßnahme und verteilte Flugblätter. In der vom Landratsamt ausgegebenen Allgemeinverfügung heißt es: „Das Verlassen der häuslichen Unterkunft ohne triftigen Grund ist untersagt.“ Die Polizei kontrollierte das Einhalten der Anordnung.

Spanien: Fast 14 000 Infizierte und 600 Tote

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ist in Spanien um etwa 2000 auf 13 716 gestiegen. Und die der Toten von 525 auf 598.

Heidi Klum: „Fühle mich viel besser“

Model Heidi Klum (46) geht es nach einwöchiger Bettruhe offenbar besser. Am Mittwoch postete die „Germany’s next Topmodel“-Moderatorin auf Instagram ein Video-Update mit dem Hinweis: „7. Tag im Bett und fühle mich viel besser“.

Die vierfache Mutter postete auch ein Foto mit Schal und Mütze sowie kurze Videos, in denen sie im Garten mit ihrem Hund spielt.

Klum hatte ihren Fans vorige Woche mitgeteilt, dass sie mit erkältungsähnlichen Symptomen im Bett liege und sich zu Hause isoliere. Sie habe sich auf Sars-CoV-2 testen lassen und warte auf das Ergebnis, gab sie später bekannt. Auch Klums Mann, Musiker Tom Kaulitz (30), habe sich nicht gut gefühlt und ebenfalls einen Test gemacht. Der sei aber negativ ausgefallen, wie Klum und Toms Zwillingsbruder Bill Kaulitz diese Woche auf Instagram schrieben.

Schottischer Fußballclub will Gehälter halbieren

Der schottische Fußballclub Heart of Midlothian, bei dem der deutsche Trainer Daniel Stendel unter Vertrag steht, kürzt in Folge der Coronavirus-Pandemie die Gehälter. Das gab Clubbesitzerin Ann Budge am Mittwoch bekannt. In einem offenen Brief bat sie Spieler, Trainerpersonal und andere Mitarbeiter darum, bis auf Weiteres auf die Hälfte ihres Lohns zu verzichten. Budge reagierte damit auf finanzielle Einbußen durch die Einstellung des Ligabetriebs aufgrund der Coronavirus-Krise.

Israel schließt seine Grenzen

Israel hat zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie mit sofortiger Wirkung seine Grenzen für Ausländer geschlossen. Das teilte die Migrationsbehörde am Mittwochabend mit. Bereits seit zwei Wochen durften Ausländer nur noch einreisen, wenn sie nachweisen konnten, dass sie sich in den ersten 14 Tagen privat in Quarantäne begeben konnten. Hotels waren dafür nicht zugelassen.

Nun dürfen nur noch Israelis und Ausländer mit ständigem Wohnsitz nach Israel einreisen.

„Live long and prosper“: Kinos verabschieden sich in Corona-Pause

In ganz Deutschland haben sich Kinos in die Corona-Zwangspause verabschiedet. Auf Leuchtreklamen werben sie nicht für Filmtitel, sondern bringen Filmzitate wie den Star-Trek-Gruß „Live long and prosper“:

Polizeipräsident warnt vor Coronapartys

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange hat junge Leute vor sogenannten Coronapartys gewarnt. „Das Virus kennt keinen Spaß“, sagte Lange. „Ich bitte Sie und euch eindringlich darum, solche Privatveranstaltungen nicht zu organisieren und nicht zu besuchen.“ Sich an sowas zu beteiligen, sei „verantwortungslos“. Sollte es trotzdem zu Partys kommen, würden die Beamten eingreifen:

Die Polizei wird solche Menschenansammlung umgehend auflösen.

In verschiedenen deutschen Städten seien bereits „Coronapartys“ gefeiert worden, so Lange. Es sei „absolut nachvollziehbar, dass Freundeskreise ihre Kontakte auch vorübergehend nicht aufgeben möchten“. Doch: „Wir können nicht so tun, als sei um uns herum nichts geschehen. Mit Coronapartys – oder wie auch immer wir solche Treffen nennen – sind unkontrollierbare Risiken verbunden.“

Berliner Clubs streamen DJ-Sets: Alleine tanzen gegen Corona

Techno aus dem Club direkt ins Wohnzimmer: Die wegen der Corona-Krise geschlossenen Berliner Clubs streamen seit Mittwoch 19 Uhr DJ-Sets. Mit der Aktion #UnitedWeStream will die Clubszene um ihr Überleben angesichts weggebrochener Umsätze kämpfen, bittet um Spenden. Motto: „Wenn schon alleine feiern, dann richtig.“

Den Anfang machte das an der Spree zwischen Kreuzberg und Friedrichshain gelegene „Watergate“, einer der angesagten Clubs der Stadt.

Clubs und Line-up wechseln täglich. Start ist immer um 19 Uhr.

Hier geht’s zum Stream.

US-Autoriesen GM und Ford stoppen Produktion

Die größten US-Autobauer General Motors (GM) und Ford haben sich mit der Branchengewerkschaft UAW auf einen vorübergehenden Produktionsstopp in Nordamerika geeinigt. Die Sicherheit der Mitarbeiter gehe vor, betonte GM-Chefin Mary Barra am Mittwoch in Detroit. Fords Nordamerika-Chef Kumar Galhotra sprach von „beispiellosen Zeiten“. Die Bänder sollen in den USA, Kanada und Mexiko zunächst bis zum 30. März stillstehen. Laut US-Medienberichten setzt auch der dritte große US-Autobauer Fiat Chrysler die Produktion vorübergehend aus.

UAW-Präsident Rory Gamble begrüßte den Schritt der Konzerne als „kluge“ Entscheidung. „Durch die Betriebspause schützen wir Gewerkschaftsmitglieder, ihre Familien und die Gemeinden“, verkündete er in einer Stellungnahme.

Frankreich: Zahl der Todesfälle steigt um 50 Prozent

In Frankreich ist die Zahl der Toten um 89 auf 264 gestiegen. Das ist eine Zunahme von fast 51 Prozent und eine viel stärkere als zuletzt.

Auch die Coronavirus-Infektionen sind massiv gestiegen. Die Zahl der positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Menschen liege bei 9134, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Mittwochabend.

Innerhalb von 24 Stunden ist das ein Anstieg um mehr als 1400.

Der Zustand von 931 Patientinnen und Patienten sei ernst. Die Hälfte der Patienten auf Intensivstationen sei jünger als 60 Jahre alt, so Salomon. Unter den Todesopfern seien sieben Prozent jünger als 65.

In Frankreich gilt seit Dienstagmittag eine Ausgangssperre. Die Menschen dürfen nur noch aus dem Haus, wenn es unbedingt notwendig ist.

Berlins Regierender Bürgermeister in Quarantäne

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat sich nach der Coronavirus-Diagnose des israelischen Botschafters vorsorglich in Quarantäne begeben. Das berichteten am Mittwochabend übereinstimmend „rbb“ und „Tagesspiegel“ nach Informationen aus der Senatskanzlei. Zudem sollen demnach er sowie Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne), Kultursenator Klaus Lederer (Linke) und der Präsident des Abgeordnetenhauses Klaus Wieland auf das Virus getestet werden.

Auslöser war ein Besuch des israelischen Botschafters Jeremy Issacharoff vor etwa anderthalb Wochen, der inzwischen positiv auf das Virus getestet wurde. Bei der Vorstellung eines Gemäldes der Holocaust-Überlebenden und Berliner Ehrenbürgerin Margot Friedländer am 9. März hätten etliche Abgeordnete Kontakt zu Issacharoff gehabt.

Wegen Corona: 49 000 neue Arbeitslose in Österreich

Die Corona-Krise wirkt sich in Österreich bereits dramatisch auf die Wirtschaft und Arbeitnehmer aus. Von Samstag auf Dienstag sprang die Zahl der Arbeitslosen um 49 000 nach oben. Zum Vergleich: Ende Februar gab es etwas mehr als 399 000 Arbeitslose und Schulungsteilnehmer in Österreich.

Rund 20 000 der neuen Arbeitslosen waren vorher in Beherbergungen und der Gastronomie beschäftigt. „Der Anstieg lässt sich zu einem hohen Anteil mit dem vorzeitigem Saisonende im Tourismus erklären und dem Umstand, dass kaum jemand aktuell zu arbeiten beginnt“, sagte Johannes Kopf, Chef des Arbeitsmarktservice AMS (vergleichbar mit der Agentur für Arbeit).

In Österreich wurde die Skisaison aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus schon am vergangenen Sonntag beendet. Zudem müssen Lokale und Restaurants seit Beginn der Woche geschlossen bleiben.

Deutschland weitet Einreisebeschränkungen für EU-Bürger aus

Deutschland weitet die bereits an fünf Landesgrenzen geltenden Einreisebeschränkungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus nun auch auf Flüge und den Schiffsverkehr aus. Wie das Bundesinnenministerium am Mittwochabend mitteilte, dürfen auch EU-Bürger künftig nicht mehr per Flugzeug oder Schiff aus Österreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark nach Deutschland reisen. Wer aus einem EU-Staat kommt, darf aber noch auf einem deutschen Flughafen landen, wenn er von dort aus weiter in sein Heimatland reist.

Polen-Grenze dicht! Lkw-Fahrer seit 20 Stunden im Mega-Stau

Das Stau-Drama auf der A4 findet kein Ende. Auf 60 Kilometer stehen vor allem Lkws vor der polnischen Grenze, warten auf ihre Abfertigung. Hilfsorganisationen wie THW, DRK und Malteser sind bereits seit Dienstag im Einsatz.

BILD besuchte die tapferen Trucker, von denen viele schon mehr als 20 Stunden im Mega-Stau festsitzen. Die Zustände – katastrophal.

Was die Festsitzenden ertragen müssen, wie die Fahrer selbst reagieren, das lesen Sie mit BILDplus

Erste Ausgangssperre in Bayern verhängt

Das Landratsamt Tirschenreuth hat wegen der Verbreitung des Coronavirus für die ostbayerische Stadt Mitterteich (6500 Einwohner) eine Ausgangssperre verhängt. Es ist die erste Stadt in Bayern mit einer solchen Maßnahme. Sie soll bis zum 2. April dauern, wie die Behörde mitteilte.

In der Verfügung heißt es: „Das Verlassen der häuslichen Unterkunft ohne triftigen Grund wird untersagt.

(…)

Ausgenommen von dem Verbot unter Ziffer 1 sind:

3.1 Hin- und Rückweg zur jeweiligen Arbeitsstätte mit Bescheinigung des Arbeitgebers
3.2 Einkäufe für den Bedarf des täglichen Lebens innerhalb des Stadtgebiets Mitterteich
3.3 Besuche von Arztpraxen, Sanitätshäusern, Optiker, Hörgeräteakustiker und Gesundheitspraxen (z. B. Physiotherapieeinrichtungen)
3.4 Apothekenbesuche innerhalb des Stadtgebiets Mitterteich
3.5 Besuche von Filialen der Deutschen Post
3.6 Tanken an Tankstellen
3.7 Geldabheben bei Banken
3.8 Hilfeleistungen für Bedürftige
3.9 Feuerwehrkräfte und Rettungskräfte auf dem Weg zum Stützpunkt oder Einsatzort
3.10 Notwendiger Lieferverkehr
3.11 Abgabe von Briefwahlunterlagen
3.12 Unabdingbare Versorgungen von Haustieren
4. In begründeten Fällen kann beim Landratsamt Tirschenreuth eine Ausnahme beantragt werden.“

Wer sich nicht an die Ausgangssperre halte, mache sich strafbar. Die Polizei werde mit zusätzlichen Streifenwagen in Mitterteich unterwegs sein, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberpfalz.

In dem kleinen Ort Mitterteich gibt es der „Frankenpost“ zufolge 19 bestätigte Corvid-19-Fälle (Stand Dienstag). Im Landkreis gebe es zusätzliche 21 Fälle.

„Es scheint so, dass sich der Coronavirus im Landkreis Tirschenreuth besonders einnistet“, hatte Landrat Wolfgang Lippert schon am Dienstag gesagt. Von den insgesamt 40 Patienten im Kreis müssten sieben beatmet werden.

Die Feuerwehr informiert die Bürger mittels Durchsagen über die Ausgangssperre. Zusätzlich sollen vom Landratsamt Flugblätter verteilt werden. „Denkt an Eure Gesundheit und die Eurer Mitmenschen und nehmt die Bitte und Aufforderung ernst“, appellierte Bürgermeister Roland Grillmeier.

Halle bittet Bundeswehr um Hilfe

Die Stadt Halle will wegen der Corona-Pandemie die Bundeswehr zur Hilfe rufen. Zudem werde eine Hundertschaft der Polizei angefordert, teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Mittwoch mit. Die Polizei solle helfen, Anordnungen zur Schließung von Gaststätten und anderen Maßnahmen durchzusetzen. Die Hilfe der Bundeswehr werde vorsorglich angefordert. Sie könne etwa bei der medizinischen Versorgung der Bevölkerung helfen, erklärte Wiegand.

Am Dienstagabend hatte die Stadt Halle bereits den Katastrophenfall ausgerufen. Damit könnten wirksamere Maßnahmen zur Eindämmung von Sars-CoV-2 getroffen werden, so Wiegand.

Am Mittwochmorgen seien Meldungen zudem zu elf weiteren bestätigten Coronavirus-Fällen eingegangen. Damit sind in Halle nunmehr 38 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Mittlerweile musste ein Coronavirus-Patient stationär eingewiesen werden. Er müsse intensivmedizinisch versorgt werden, sagte Amtsärztin Christine Gröger.

Einer der neu bestätigten Fälle betreffe das Krankenhaus Martha-Maria in Halle-Dölau. Eine Mitarbeiterin der Klinik habe sich mit dem Virus infiziert. Eine Station des Krankenhauses sei deswegen unter Quarantäne gestellt worden.

Großbritannien schließt Schulen zum Ende der Woche

Der Schulbetrieb in ganz Großbritannien soll am Freitag eingestellt werden. Das teilte der britische Premierminister Boris Johnson am Mittwoch in London mit. Zuvor hatten auch die Regionalregierungen in Schottland, Wales und Nordirland Schulschließungen angekündigt. „Wir haben beschlossen, dass dies der richtige Moment ist, um das zu tun“, sagte Johnson bei einer Pressekonferenz im Regierungssitz Downing Street.

Die britische Regierung hatte sich mit drastischen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus bislang zurückgehalten und war dafür heftig kritisiert worden. Inzwischen verschärfte sie ihren Kurs. Immer mehr Lehrer und anderes Schulpersonal meldeten sich zudem krank oder gingen in häusliche Isolation. „Die Schulen haben inzwischen zu viele Mitarbeiter verloren, um wie normal weiterzumachen“, sagte die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge.

Sie gehe nicht davon aus, dass der Schulbetrieb vor den Sommerferien wieder aufgenommen werden könne.

Merkel: Größte Herausforderung seit Zweitem Weltkrieg

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht in der Bekämpfung des neuartigen Coronavirus eine Aufgabe von historischem Ausmaß. „Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt“, sagte sie in einer Fernsehansprache, die am Mittwochabend ausgestrahlt werden sollte. Darin appellierte Merkel an die Bürger, die Einschränkung des öffentlichen und sozialen Lebens mitzutragen.

„Unsere Vorstellung von Normalität, von öffentlichem Leben, von sozialem Miteinander – all das wird auf die Probe gestellt wie nie zuvor“, sagte die Kanzlerin. Das Coronavirus verändere das Leben in Deutschland dramatisch. Sie wisse, wie hart die Schließungen etwa von Veranstaltungsräumen, Schulen, Kitas und Spielplätzen sei. „Es sind Einschränkungen, wie es sie in der Bundesrepublik noch nie gab.“

„Millionen von Ihnen können nicht zur Arbeit, Ihre Kinder können nicht zur Schule oder in die Kita, Theater und Kinos und Geschäfte sind geschlossen, und, was vielleicht das Schwerste ist: uns allen fehlen die Begegnungen, die sonst selbstverständlich sind“, sagte Merkel. In solch einer Situation sei selbstverständlich „jeder von uns“ voller Fragen und Sorgen, wie es weitergeht.

Dennoch müssten die Vorschriften befolgt werden, betonte Merkel. Es sei „existentiell“, das öffentliche Leben so weit es geht herunterzufahren. „Ich appelliere an Sie: Halten Sie sich an die Regeln, die nun für die nächste Zeit gelten. Wir werden als Regierung stets neu prüfen, was sich wieder korrigieren lässt, aber auch: was womöglich noch nötig ist.“

Das „Dringendste“ sei ihr die Botschaft, dass alle staatlichen Maßnahmen ins Leere gehen würden, „wenn wir nicht das wirksamste Mittel gegen die zu schnelle Ausbreitung des Virus einsetzen würden: Und das sind wir selbst“, sagte die Kanzlerin. „Alle zählen, es braucht unser aller Anstrengung.“

Merkel verwies darauf, dass es derzeit weder eine Therapie noch einen Impfstoff gegen das Virus gibt. „Solange das so ist, gibt es nur eines, und das ist die Richtschnur all unseres Handelns: die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sie über die Monate zu strecken und so Zeit zu gewinnen.“

Dies gebe der medizinischen Forschung Zeit und helfe, die Erkrankten bestmöglich zu versorgen. Deutschland habe zwar „ein exzellentes Gesundheitssystem“, doch auch die hiesigen Krankenhäuser wären „völlig überfordert, wenn in kürzester Zeit zu viele Patienten eingeliefert würden, die einen schweren Verlauf der Corona-Infektion erleiden“.

Merkel versicherte zugleich, die Bundesregierung tue alles, was sie könne, um die wirtschaftlichen Auswirkungen abzufedern „und vor allem um Arbeitsplätze zu bewahren“. Die Bürger könnten sich außerdem darauf verlassen, „dass die Lebensmittelversorgung jederzeit gesichert ist“. Hamsterkäufe bezeichnete Merkel als „sinnlos und letztlich vollkommen unsolidarisch“.

Trotz Ansage von Scheuer: Es landen weiter Flüge aus dem Iran

Eigentlich hatte Verkehrsminister Andreas Scheuer angekündigt, dass er Flüge aus dem Iran und aus China nach Deutschland unterbinden will. Doch wie die Zeitung „Die Welt“ berichtet, landen auf den deutschen Flughäfen weiter Maschinen – und getestet wird immer noch nicht.

WHO: Staaten müssen mehr testen!

Die WHO appelliert an die Weltgemeinschaft, verstärkt auf das Coronavirus zu testen, Erkrankte zu identifizieren und zu isolieren. Dies sei das Rückgrat der Pandemie-Bekämpfung und müsse in jedem Land beherzigt werden, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus vor Journalisten. Wenn die Patienten nicht behandelt und ihre Genesung nicht kontrolliert werde, könnten sich Infektionsketten auf einem niedrigen Niveau fortsetzen und bei einer Aufhebung von Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung wieder verschärfen.

Achtes Todesopfer in BaWü

In Baden-Württemberg sind jetzt acht Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das Gesundheitsministerium teilte in Stuttgart den Tod eines über 80-jährigen, stationär behandelten Patienten aus dem Landkreis Emmendingen mit, der am Mittwoch starb.

Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Mittwochnachmittag außerdem 543 neue bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus mitgeteilt. Damit steigt die Zahl der Infizierten im Land auf 2184 an. Von den 2184 Fällen sind 1210 männlich (55 Prozent).

Österreich kontrolliert ab Mitternacht Grenze zu Deutschland

Österreich kontrolliert ab Donnerstag 0 Uhr die Grenze zu Deutschland. Das bestätigte das österreichische Innenministerium am Mittwoch in Wien.

Spezielle Corona-Regeln: Ordnungsamt-Einsatz bei Beerdigung

Die mit dem Coronavirus verbundenen Einschränkungen haben in Nordrhein-Westfalen auch Auswirkungen auf Bestattungen und Trauergesellschaften. In der Stadt Jüchen musste das Ordnungsamt zu einer Beerdigung ausrücken, an der mehr als 40 Personen teilnahmen. Erlaubt sind dort nur noch zehn.

Lesen Sie alle Details hier.

Trump will im Notfall Kriegs-Gesetz aktivieren

US-Präsident Donald Trump will in der Coronakrise im Notfall auf ein ursprünglich für Kriegszeiten vorgesehenes Gesetz zurückgreifen. Der Defense Production Act (Verteidigungs-Produktions-Gesetz) stattet den Präsidenten bei Bedarf mit weitreichenden Befugnissen aus, im Interesse der nationalen Sicherheit in die Privatwirtschaft eingreifen zu können.

Angeordnet werden kann zum Beispiel die Produktion essenzieller Materialien und Waren, um angemessen auf die Krise zu reagieren. „Nur für den Fall, dass wir es brauchen“, sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Als Beispiele führte er Schutzmasken an, die in der globalen Gesundheitskrise rar geworden sind. „Wir haben Millionen davon angefordert, und wir brauchen Millionen mehr“, sagte Trump.

Lombardei: Zahl der Toten schnellt in die Höhe

In der besonders stark vom Virusausbruch betroffenen italienischen Region der Lombardei gibt es Insidern zufolge inzwischen fast 2000 Todesopfer. Binnen eines Tages sei die Zahl der Toten um 319 auf 1959 gestiegen, sagten zwei Personen mit Einblick in die Statistiken laut der Nachrichtenagentur Reuters.

Bundesverfassungsgericht: „vollständig arbeitsfähig“

Das Bundesverfassungsgericht ist nach eigenen Angaben trotz Einschränkungen „weiterhin vollständig arbeitsfähig“. Zur Vorsorge für etwaige Erkrankungs- oder Quarantänefälle werde ab Donnerstag in allen Arbeitsbereichen ein Zwei-Schichten-System eingeführt, das gegebenenfalls den Weiterbetrieb durch die jeweils andere Schicht ermögliche, erklärte das höchste deutsche Gericht.

Die Bearbeitung von Eilverfahren ist demnach insbesondere durch eine entsprechende IT-Ausstattung der Richter, die zu Hause arbeiten können, sichergestellt.

Mündliche Verhandlungen und Urteilsverkündungen sollen außer in unaufschiebbaren Angelegenheiten bis Ende April nicht stattfinden.

Saarland bittet Bundeswehr um Hilfe

Das Saarland hat die Unterstützung der Bundeswehr angefordert. Es laufen derzeit zwei Anträge auf Amtshilfe, wie eine Sprecherin des saarländischen Innenministeriums am Mittwoch mitteilte.

Es gehe vor allem um die Bereitstellung von medizinischem Personal und Material. Der Andrang an den Testzentren im Land sei groß. Zudem solle die Bundeswehr bei der Suche nach Örtlichkeiten für sogenannte Abstrich-Zentren helfen. So könnten Kasernen als Testzentren dienen.

Berliner Abgeordnetenhaus sagt Sitzung ab

Nach einem Corona-Fall hat das Berliner Abgeordnetenhaus seine Plenarsitzung an diesem Donnerstag abgesagt. Wie das Parlament am Mittwoch mitteilte, ist der Auslöser ein Besuch des israelischen Botschafters Jeremy Issacharoff, der inzwischen positiv auf das Virus getestet wurde. Bei der Vorstellung eines Gemäldes der Holocaust-Überlebenden und Berliner Ehrenbürgerin Margot Friedländer am 9. März hätten etliche Abgeordnete Kontakt zu Issacharoff gehabt, darunter auch Präsident Ralf Wieland und Vizepräsidentin Cornelia Seibeld. Bei der Ehrung war auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) anwesend.

US-Marine soll Krankenhausschiff nach New York entsenden

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie soll die US-Marine ein Krankenhausschiff nach New York schicken. US-Präsident Donald Trump bereite eine Entsendung der „USNS Comfort“ in den Hafen der Millionenmetropole vor, sagte der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo.

Das schwimmende Krankenhaus verfüge über 1000 Räume und über Operationssäle.
Cuomo sprach von einem „außerordentlichen Schritt“.

Die US-Behörden befürchten wegen der Coronavirus-Pandemie eine Überlastung von Krankenhäusern.

Bericht: Türkei schließt Grenzen zur EU

Die Türkei schließt einem Medienbericht zufolge ab Mitternacht (Ortszeit) ihre Landesgrenzen zu Griechenland und Bulgarien. Grund sei die Corona-Pandemie, meldete die türkische Nachrichtenagentur DHA am Mittwoch unter Berufung auf das Innenministerium. Ankara hatte erst kürzlich seine Grenzen zur EU trotz des Flüchtlingspakts mit Brüssel wieder geöffnet.

Laut DHA bleiben alle Übergänge an der türkischen Landesgrenze zu Griechenland und Bulgarien von Donnerstag an für Reisende geschlossen. Eine entsprechende Anordnung des Innenministeriums betreffe auch den Schienenverkehr, schrieb die Agentur. Weder Ein- noch Ausreisen seien dann möglich.

Berlin: Polizei schließt 130 Geschäfte

130 Berliner Geschäfte sind von Mittwochmorgen bis zum frühen Nachmittag wegen nicht erlaubter Öffnung in der Corona-Krise von der Polizei geschlossen worden. Das sagte Polizeisprecherin Anja Dierschke der Presseagentur dpa. „Größtenteils lief das freiwillig ab. Wir sind sehr zufrieden, wenn sich das mit einem Gespräch regeln lässt.“

Viele dieser Geschäftsleute seien nicht informiert gewesen. Die Geschäfte hätten sich über die ganze Stadt verteilt, es habe keine bestimmten Schwerpunkte gegeben.
Die Zahl der Anzeigen stehe noch nicht fest, sagte Dierschke. „Es war der erste Tag heute, da sind wir mit viel Fingerspitzengefühl daran gegangen. Oft war das eine Frage der Aufklärung.“

In Fällen, bei denen etwa eine Bar mit verdunkelten Scheiben und einem geöffneten Nebeneingang betrieben werde, sei die Lage eindeutig: „Dann wird das natürlich strafrechtlich verfolgt.“

Rechtlich ist es derzeit grundsätzlich so: Wer ein Geschäft, eine Kneipe oder am Abend ein Restaurant öffnet, obwohl es verboten ist, begeht eine Straftat. Die wird normalerweise in jedem Fall angezeigt. Trotzdem sucht die Polizei in vielen Fällen in ganz Deutschland im Moment erstmal das Gespräch, um die Menschen zur Einsicht zu bewegen.

Ryanair streicht fast alle Flüge

Ryanair streicht wegen Corona-Krise fast alle Flüge ab 24. März.

Coronakrise trifft auch Tierheime: Weniger Vermittlungen

Auch die Tierheime spüren die Auswirkungen der Coronakrise. Die Vermittlung von Tieren sei deutlich erschwert, weil die meisten Tierheime für Besucher geschlossen seien und Interessenten höchstens zu fest ausgemachten Einzelterminen kommen könnten, teilte der Deutsche Tierschutzbund am Mittwoch in Bonn mit.

Außerdem hätten die Häuser geplante Spendenveranstaltungen wie Basare oder Tage der offenen Tür absagen und Tierheim-Cafés schließen müssen.

„Die Tierheime finanzieren sich größtenteils aus Geld- und Zeitspenden, die Sorgen sind groß“, erklärte der Präsident des Tierschutzbundes, Thomas Schröder. Zugleich müssten sie teilweise noch mehr Tiere versorgen als sonst. Einige Tierheime berichteten, dass Tierhalter ihre Haustiere aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus abgeben wollten. Obwohl es keine konkreten Hinweise dafür gebe, dass Tiere das Virus übertragen oder selbst erkranken könnten, halte sich dieses Gerücht weiterhin.

Wasser in Venedig plötzlich klar

Das Coronavirus breitet sich weiter aus, besonders in Italien ist die Lage dramatisch. Doch es gibt auch etwas Positives: Wegen des ausbleibenden Tourismus’ nimmt die Umweltverschmutzung ab.

Wie in Venedig. Schauen Sie sich mal diese Fotos und das Video an.

 

18.03.2020 14.51 Uhr

Vater eines Kindes verheimlichte Reise nach Heinsberg

Klinik für schwer kranke Kinder muss wegen Coronavirus-Infektion schließen

Vater ist positiv auf Coronavirus getestet worden

Eine Klinik für schwer kranke Kinder in Baden-Württemberg musste schließen, weil der Vater eines Kindes über seine Reise nach Heinsberg log. Jetzt befinden sich alle kleinen Patienten in Quarantäne. Doch auch die Klinik selbst ist in Gefahr.

Vater war beruflich in Heinsberg

Die Nachsorgeklinik Tannheim in Villingen-Schwenningen kümmert sich um Familien mit krebs-, herz- und mukoviszidoseerkrankten Kindern. Seit dem Beginn der Corona-Ausbreitung habe die Klinik laut „Schwarzwälder Bote“ alle Eltern um schriftliche Bestätigung gebeten, dass sie sich zuvor nicht in einem der Risikogebiete aufgehalten haben.

Auch der betreffende Vater verneinte dies und unterschrieb das Dokument. Jetzt stellt sich heraus, dass er sich zuvor in Heinsberg aufgehalten hatte. Zehn Tage nach seinem Aufenthalt in der Gemeinde bei Aachen sei er positiv auf das Virus getestet worden.

Harter Schlag für die kleinen Patienten

„Die Patienten, die jetzt die Reha am dringendsten brauchen, sind natürlich auch die Hochrisikopatienten“, erklärte Roland Wehrle, Geschäftsführer der Klinik, gegenüber dem „Schwarzwälder Boten“. Wegen des zu hohen Risikos, das Coronavirus weiter zu verbreiten wurde die Klinik jetzt geschlossen. Patienten, Angehörige und Mitarbeiter mussten das Gebäude räumen und sich in häusliche Quarantäne begeben. Die Klinik soll vorerst bis zum 6. April geschlossen bleiben.

Auch für die Klinik selbst wird das zum Problem. Laut Betreiber weigert sich die Versicherung, für den entstehenden finanziellen Schaden aufzukommen. Zwar sei man gegen einen Betriebsausfall versichert, einen Virus-Fall decke das aber nicht ab. Das wird zu finanziellen Engpässen führen. Als letztes Mittel hält sich die Klinik noch offen, den betreffenden Vater rechtlich zu belangen. (rtl.de)

18.03.2020 14.31 Uhr

ESC wegen des Coronavirus’ abgesagt

Dieses Jahr wird es keinen Eurovision Song Contest geben. Das verkündeten die Veranstalter auf ihrer Website. Man hätte Alternativen geprüft, aber durch das Coronavirus kann keine Sicherheit gewährleistet werden.

Ansturm auf Kurzarbeitergeld in Coronakrise

Bundesweit gibt es einen Ansturm von Unternehmen auf das erweiterte Kurzarbeitergeld in der Coronakrise. Die Firmen beantragen die Leistung in großem Stil bei den örtlichen Stellen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums sagte am Mittwoch in Berlin, „dass es momentan einen enormen Anstieg an Beratungsbedarf gibt“.

Die örtlichen Agenturen seien rund um die Uhr bemüht, Beratung zu leisten. Viele Unternehmen wollten Kurzarbeitergeld erstmals in Anspruch nehmen.

Das erleichterte Kurzarbeitergeld fließt rückwirkend zum 1. März. Die BA übernimmt 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn ein Unternehmen Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt. Bei Arbeitnehmern mit Kind sind es 67 Prozent. Betriebe können Kurzarbeitergeld nutzen, wenn nur 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind – statt wie bisher ein Drittel. Den Arbeitgebern werden zudem die Sozialversicherungsbeiträge, die sie bei Kurzarbeit zu zahlen haben, in voller Höhe erstattet. Auch Zeitarbeitsunternehmen können die Leistung anzeigen.

Erstmals mehr Corona-Tote in Europa als in Asien

In Europa sind inzwischen mehr Menschen am Coronavirus gestorben als in Asien.

Die aus einer Auswertung offizieller Zahlen durch die Nachrichtenagentur AFP hervorgeht, starben bis Mittwochvormittag in Europa mindestens 3422 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19, in Asien waren es 3384. Die meisten Todesfälle innerhalb Europas wurden aus Italien gemeldet. Dort starben bislang 2503 Menschen.

Insgesamt stieg die Zahl der Todesfälle weltweit am Mittwoch auf über 8000. Wie aus der AFP-Auswertung hervorgeht, starben weltweit 8092 Menschen an dem Virus. Allein in den vergangenen 24 Stunden starben in Europa 684 Menschen.

Europa ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen das Epizentrum der weltweiten Coronavirus-Pandemie, die ihren Ausgang im Dezember in China nahm. Insgesamt haben sich inzwischen weltweit fast 200.000 Menschen mit dem Virus infiziert.

27. Corona-Toter in Deutschland

Wieder eine traurige Nachricht: Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurde am Mittwochmorgen (18. März) vom Landesgesundheitsamt (LGA) und dem Gesundheitsamt Hohenlohekreis ein COVID-19-Todesfall eines über 80-jährigen Patienten gemeldet.

Der Mann zählte aufgrund seiner Vorerkrankungen zu den Hochrisikopatienten. Er wurde am 15. März positiv auf Covid-19 getestet und verstarb am Tag darauf in einem Krankenhaus.

Ölpreis fällt auf den niedrigsten Stand seit 17 Jahren

Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie ist der Ölpreis auf den niedrigsten Stand seit 2003 gefallen.

Ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im April kostete am Mittwochvormittag 25,36 Dollar. Dies entspricht einem Rückgang um 5,9 Prozent zum Handelsschluss vom Dienstag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai fiel in London um 2,82 Prozent auf 27,91 Dollar. Damit lag der Preis aber weiterhin über dem letzten Tiefststand vom Januar 2016.

Im Zuge der Corona-Pandemie ist die weltweite Nachfrage nach Rohöl stark zurückgegangen. Gleichzeitig gebe es ein “Überangebot und einen Anbieterwettstreit zwischen Saudi-Arabien und Russland“, sagte Naeem Aslam von Avatrade.

Mehr als 20 000 Zurückweisungen an deutschen Grenzen

An den deutschen Grenzen sind innerhalb von zwei Tagen rund 21 000 Ausländer zurückgewiesen worden.

Wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Mittwoch auf Anfrage mitteilte, verweigerten die Bundespolizisten am Montag etwa 15 000 Menschen die Einreise. Am Dienstag wurden seinen Angaben zufolge rund 6000 Ausländer abgewiesen. Dieser Rückgang innerhalb von 24 Stunden zeige, dass viele Menschen die neuen Regelungen bereits verstanden hätten.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte die Bundespolizei angewiesen, ab Montag 8 Uhr an den Grenzen zu Österreich, Dänemark, Frankreich, Luxemburg und der Schweiz Kontrollen durchzuführen. Einreisen dürfen dort seither nur noch Deutsche, Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltsberechtigung in der Bundesrepublik sowie Berufspendler und andere Menschen, die einen triftigen Reisegrund nachweisen können.

Stadt Halle bittet Bundeswehr um Hilfe

Die Stadt Halle will wegen der Corona-Pandemie die Bundeswehr zur Hilfe rufen. Zudem werde eine Hundertschaft der Polizei angefordert, teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand am Mittwoch mit.

Am Dienstagabend hatte die Stadt Halle bereits den Katastrophenfall ausgerufen. Damit könnten wirksamere Maßnahmen zur Eindämmung getroffen werden, teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) mit.

Am Mittwochmorgen seien Meldungen zudem zu elf weiteren bestätigten Coronavirus-Fällen eingegangen. Damit sind in Halle nunmehr 38 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Schon am Dienstag hatte es einen sprunghaften Anstieg der Fälle von 8 auf 27 gegeben. Mittlerweile musste ein Coronavirus-Patient stationär eingewiesen werden. Er müsse intensivmedizinisch versorgt werden, sagte Amtsärztin Christine Gröger.

Einer der neu bestätigten Fälle betreffe das Krankenhaus Martha-Maria in Halle-Dölau. Eine Mitarbeiterin der Klinik habe sich mit dem Virus infiziert. Eine Station des Krankenhauses sei deswegen unter Quarantäne gestellt worden.

Mehr als 10 000 Coronavirus-Infizierte in Deutschland

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Deutschland ist auf über 10 000 gestiegen. Nach Angaben der in der US-Stadt Baltimore ansässigen Johns-Hopkins-Universität erhöhte sich die Zahl der registrierten Infizierten in Deutschland bis Mittwochmittag auf 10 069 Fälle. Insgesamt 26 Menschen starben demnach in der Bundesrepublik bisher am Coronavirus.

Auch Porsche stoppt wegen Coronavirus die Produktion

Auch der Sportwagenbauer Porsche stoppt wegen der Ausbreitung des Coronavirus seine Produktion.

Das Stammwerk in Zuffenhausen sowie das Werk in Leipzig bleiben von diesem Samstag an zunächst für zwei Wochen geschlossen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Primär gehe es um den Schutz der Belegschaft, darüber hinaus gebe es inzwischen aber auch Engpässe in den globalen Lieferketten, die eine geordnete Produktion nicht mehr zuließen.

„Mit diesen Maßnahmen leistet unser Unternehmen seinen Beitrag, die Belegschaft zu schützen und die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen“, betonte Vorstandschef Oliver Blume. „Die tatsächlichen Folgen sind noch nicht absehbar. Für Prognosen ist es deshalb zu früh. Klar ist, dass 2020 ein sehr herausforderndes Jahr wird.“

Die Konzernmutter Volkswagen und auch Audi hatten zuvor schon angekündigt, ihre Werke herunterzufahren. Daimler und BMW stoppen ebenfalls vorübergehend die Produktion.

Österreich will Wirtschaft mit 38 Milliarden Euro helfen

Die österreichische Bundesregierung hat ein Hilfspaket in Höhe von 38 Milliarden Euro angekündigt, um der Wirtschaft durch die Coronakrise zu helfen. Teile des Pakets seien Steuerschuldungen, Haftungen für Kredite und Notfallhilfen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Mittwoch in Wien.

Tschechien führt Mundschutz-Zwang in der Öffentlichkeit ein

Alle Menschen in Tschechien müssen im Kampf gegen das Coronavirus in der Öffentlichkeit eine Mund- und Nasenbedeckung tragen. Das beschloss das Kabinett des populistischen Regierungschefs Andrej Babis am Mittwoch.

Zur Bedeckung von Mund und Nase könnten medizinische Mund- und Atemschutzmasken, aber auch ein Schal, ein Tuch oder eine Sturmhaube dienen, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums in Prag der Deutschen Presse-Agentur. Die Maßnahme trete in der Nacht zu Donnerstag in Kraft. Tschechien hatte den Notstand ausgerufen und die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, sich so weit wie möglich zu Hause zu isolieren. Es gibt nach Behördenangaben 464 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Tschechien.

Freilich sind selbst einfachste OP-Masken in Tschechien seit Tagen Mangelware. Die Schutzartikel werden mittlerweile auch für medizinisches Personal knapp. Dies dürfte sich nun noch verschärfen. Unterdessen beschlagnahmte die Polizei knapp 700 000 aus dem Lager einer Firma in einem Industriegebiet im nordböhmischen Lovosice. Viele Menschen improvisieren und nähen sich aus bunten Stoffen eigene Gesichtsabdeckungen. Vor Textilwarengeschäften in Prag bildeten sich lange Schlangen.

 

 


Radio PrimaVera

Jetzt läuft
TITLE
ARTIST

Background